Bevorzugung der Quereinsteiger - Presse

  • Die Anspruchshaltung der Referendarin ist wirklich lächerlich.
    1. Sie verdient 1200 Euro. Das Gehalt eines Referendars ist offen einsehbar und absolut transparent. Wenn die Dame jetzt meint, sie kann als fertige Studentin viel erwarten, dann sollte sie erstens wissen, dass sie das zweite Staatsexamen macht ( ergo Ausbildung) und zweitens die Trainees in der freien Wirtschaft mal fragen wie es bei denen so aussieht.
    2. Sie kriegt keine Kreditkarte? Das ist ihr Problem? Die Frau hat wirklich keine Ahnung. Sie kann eine Prepaid-Kreditkarte nutzen. Oder benötigt sie tatsächlich die Kreditlinie?
    3. Die Beschränkung der Stunden hat durchaus Sinn. Sie soll sich auf ihre Ausbildung konzentrieren. Nur weil manche mehr Stunden schieben müssen, geht es denen nicht automatisch besser.
    4. Die PKV kostet im Ref vergleichsweise wenig. Als Beamtin lohnt es sich durchaus
    ( Susanneas Ausnahmen sind nicht die Regel).
    Die Problematik der GKV ist seit Jahren bekannt. Oder sie hätte halt nach HH gehen sollen.
    5. Das Quereinsteiger für 1200 Euro den Job nicht gemacht hätten ist häufig nachvollziehbar. Die kommen ja schliesslich nicht selten aus einem bereits festen Job.


    Letztlich viel Geheule einer jungen Dame, die aus dem Studium kommt und dachte, man legt ihr den roten Teppich aus. Lächerlich.

  • 5. Das Quereinsteiger für 1200 Euro den Job nicht gemacht hätten ist häufig nachvollziehbar. Die kommen ja schliesslich nicht selten aus einem bereits festen Job.

    Ja und? Sollte dann nicht die besser für den Job qualifizierte Person mindestens das gleiche Gehalt bekommen bei gleicher Stundenzahl, also E13 und nicht die Anwärterbezüge? Sie will ja aufstocken. Dazu dann die Übernahme-Garantie, wenn man das 2. StaEx mit Note 4,0 besteht, weil das bekommen die Quereinsteiger ja auch.


    Und ja, ich denke schon, daß es weniger belastend ist im Ref. ein paar Stunden mehr zu machen, wenn dafür auch das Gehalt sitmmt und man entsprechend auf den Nebenjob verzichten kann.

  • Ja und? Sollte dann nicht die besser für den Job qualifizierte Person mindestens das gleiche Gehalt bekommen bei gleicher Stundenzahl, also E13 und nicht die Anwärterbezüge? Sie will ja aufstocken. Dazu dann die Übernahme-Garantie, wenn man das 2. StaEx mit Note 4,0 besteht, weil das bekommen die Quereinsteiger ja auch.

    Glaubst du ernsthaft, dass diese Dame auch nur einen Studiengang, aus denen Quer- und Seiteneinsteiger zu großen Teilen kommen, erfolgreich hätte absolvieren können? Für diese Frau waren selbst Mathematikveranstaltungen für angehende Grundschullehrer eine enorme Herausforderung.


    Bei Seiteneinsteigern wird immer so getan, als wären das absolut unfähige und unqualifizierte Personen. Dass diese häufig sehr viel mehr Erfahrung und Fachkompetenz (die an einer Grundschule natürlich weniger von Bedeutung ist, weshalb man diesen Artikel auf keinen Fall verallgemeinern darf auf alle Seiteneinsteiger aller Schulformen) wird da gern vergessen.


    Und ja, ich denke schon, daß es weniger belastend ist im Ref. ein paar Stunden mehr zu machen, wenn dafür auch das Gehalt sitmmt und man entsprechend auf den Nebenjob verzichten kann.

    Wer mit 1200€ Netto nicht auskommen kann sollte sich einmal hinterfragen, ob er denn seinen Lebensstil gemäß seiner aktuellen Position für angemessen hält.


    Seiteneinsteiger haben häufig einen völlig anderen Background, für sie wäre es schlicht und ergreifend nicht möglich, mit 1200€ eine Familie zu ernähren. Diese Argumentation bei der PKV habe ich auch noch nie verstanden. Gemessen an ihrem Bruttosold ist doch die PKV für Referendare (ca. 80€ im Monat) günstiger als der AN Anteil einer GKV wäre. Bei allen Vorzügen der PKV versteht sich..


    Alles in allem hält der Artikel für mich wiedereinmal das fest, was ich im Alltag häufiger erlebe: Einige Kollegen/innen überschätzen sich selbst leider maßlos.

  • Sie ist jetzt Beamtin auf Widerruf und bekommt genau das was ihr zusteht. So wie bei mir und hunderttausenden anderen Kollegen.


    Der Quereinsteiger ist mit E13 als Angestellter eingruppiert. Dafür muss er mehr arbeiten, wird nach Ansicht der Autorin ins kalte Wasser geworfen und muss sich freischwimmen. Also ist das höhere Gehalt die Entschädigung für den größeren Stress.


    Ich verstehe ihr Problem tatsächlich nicht.
    So wie ich es sehe, will sie mehr arbeiten weil sie mehr Geld will. Denn eine WG oder ein Einzimmerapartement ist ihr nicht angemessen genug.
    Ich nenne das eine verquerte Anspruchshaltung eine sehr jungen angehenden Kollegin. Lehrjahre sind nun einmal keine Herrenjahre.


    Und wenn sie Quereinsteiger werden will, dann soll sie halt auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle mit ihren Fächern finden und sich danach bewerben. Der Lehrermangel bleibt ja weiterhin.

  • Ok, ich war jetzt von 1200,- € brutto ausgegangen, weil das bei uns in NRW auch eher so im Ref. üblich ist.

    http://oeffentlicher-dienst.in…tj=2018&stkl=4&r=nw&zkf=0


    Das verdient ein Anwärter mit A12 heute. Davon geht nochmal die PKV ab, da sollten ca. 1250€ netto bleiben. Und das für einen Zeitraum von 1,5 Jahren. Das sollte doch nun wirklich machbar sein...

  • Ich verstehe ihr Problem tatsächlich nicht.

    Das Problem ist einfahc, daß ich nicht einsehe, daß jemand, der speziell für den Job ausgebildet wurde und dafür 10 Jahre in Vorleistung gegangen ist, auch wasdas Risiko angeht am Ende dank Lehrerschwemme ohne Arbeitgeber dazustehen, schlechter gestellt wird als ein Quereinsteiger, der den Lehrerjob als vergleichsweise kurzfristige Alternaitve sieht, weil es im 1. Job nicht so gut läuft.


    Und ja, wir können gerne über die Qualität der Lehrerausbildung auch in der Uni streiten. Wenn da die Leute mit Dipl.-Zeugnis besser geeignet sind, sollte man die Lehrerausbildung ganz grundsätzlich umstellen. Da hat ja das Kultusministerium mehr oder minder freie Hand selber das Anforderungsprofil zu definieren und auch abzuprüfen.


    Aber meiner Meinung nach darf es einfach nicht sein, daß eine originär ausgebildete Lehrkraft schlechter gestellt wird wie ein Quereinsteiger, der ja selber auch noch in der Ausbildung ist. Bei uns in NRW heißt das OBAS, wiees in Berlin heißt weiß ich nicht, aber alle hier wissen wohl was ich meine.

  • Das Problem ist einfahc, daß ich nicht einsehe, daß jemand, der speziell für den Job ausgebildet wurde und dafür 10 Jahre in Vorleistung gegangen ist, auch wasdas Risiko angeht am Ende dank Lehrerschwemme ohne Arbeitgeber dazustehen, schlechter gestellt wird als ein Quereinsteiger, der den Lehrerjob als vergleichsweise kurzfristige Alternaitve sieht, weil es im 1. Job nicht so gut läuft.
    Und ja, wir können gerne über die Qualität der Lehrerausbildung auch in der Uni streiten. Wenn da die Leute mit Dipl.-Zeugnis besser geeignet sind, sollte man die Lehrerausbildung ganz grundsätzlich umstellen. Da hat ja das Kultusministerium mehr oder minder freie Hand selber das Anforderungsprofil zu definieren und auch abzuprüfen.


    Aber meiner Meinung nach darf es einfach nicht sein, daß eine originär ausgebildete Lehrkraft schlechter gestellt wird wie ein Quereinsteiger, der ja selber auch noch in der Ausbildung ist. Bei uns in NRW heißt das OBAS, wiees in Berlin heißt weiß ich nicht, aber alle hier wissen wohl was ich meine.

    Warum 10 Jahre in Vorleistung ohne Ref?

  • 4,5 Jahre Regelstudienzeit, 5,5 Jahre durchschnittliche Studiendauer
    0,5 Jahre schulpraktische Studien
    1 Jahr Betriebspraktikum (ok, für Berufskolleg)


    Das sind dann 7 Jahre. Dazu 2 Jahre Ref. und ggf. Wartezeiten, weil man ja nur an bestimmten Terminen ins Ref. starten kann. Also alles zusammen bis zum 2. StaEx ist man 10 Jahre in Vorleistung gegangen, um dann darauf zu hoffen, daß man auch bei dem einzig möglichen Arbeitgeber einen Job bekommt.

  • Mit Verlaub, aber ich habe mein fachwissenschaftliches Studium in Physik innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen, dann kann ich das von jemandem der auf Grundschullehramt studiert ja wohl auch verlangen. Das Problem bei diesen "Mittelwerten" ist doch immer das Gleiche. Die Parkstudenten und ewig eingeschriebenen Verzerren die Statistik und unterdurschnittliche Studierende nutzen dann diesen Mittelwert, um ihre unterdurschnittliche Leistung schön zu reden.


    Vielleicht sollte man einfach mal akzeptieren, dass es auch "überdurschnittliche" und "unterdurchschnittliche" Leistungen gibt und einige Leute einfach "besser" (in bestimmten Dingen) sind als andere.

  • Und das Ref dauert in NRW auch nur noch 1,5 Jahre.
    5 Jahre Regelstudienzeit fürs Lehramt Gym (hab ich auch geschafft) macht dann (mit ggf Verzögerung) 7 Jahre.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Gerade in NRW geht das doch alles bei guter Fächerwahl (und Schulwahl) schnell. Zwei mal im Jahr Ref, Einstellung zu (mindestens) vier Terminen.


    Ich konnte hier nahtlos vom Ref in die feste Stelle übergehen. Und da bin ich nicht alleine.


    Und nochmal @NRW. Ich sehe uns absolut nicht im Nachteil gegenüber den OBASlern. Die halten soweit ich weiß 19 Stunden von Anfang an eigenverantwortlich und haben Seminar. Was machen Refis? Ein Jahr lang lächerliche 9 Stunden BDU, den Rest angeleitet wo man auch mal noch hospitieren kann. Da finde ich das mit der Bezahlung schon in Ordnung.

  • Sie beschwert sich außerdem, dass ihr niemand gesagt habe, dass sie mit dem ersten Staatsexamen Grundschullehramt auch den Quereinstieg hätte machen können. Das steht allerdings auf der Webseite der Berliner Schulbehörde, wo alle Möglichkeiten des Einstiegs in den Lehrerberuf dargestellt werden. Das zeigt mir letztlich, dass es mit der Eigeninitiative bei ihr nicht soweit her ist und sie mit einer vollen Stelle wahrscheinlich ziemlich überfordert gewesen wäre.

  • Ich sehe auch den deutlichsten Unterschied darin, dass fast alle Obasler im Anschluss eine feste Stelle sicher haben, unabhängig von den Leistungen. Dafür bekommt jeder Bewerber einen Ref Platz, ohne Bewerbungsgespräch.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Hatten wir doch schon 1000 Mal hier.


    Das höhere Gehalt ist aufgrund des größeren Tätigkeitsfeldes gerechtfertigt.
    - Höheres Deputat (teilweise mehr als 19 Stunden)
    - Übernahme von Zusatzaufgaben wie Klassenlehrer, Prüfungsausschuss und BiGa-Vorsitz (bei uns A14-Aufgabe!)
    - Ref ohne Mentoring, Hospitation etc, es sei denn, Deine Schule ist nett (gibts auch)


    Anschließende Übernahme auf feste Stelle ist nicht als Vorteil zu sehen: Quereinsteiger durchlaufen in NRW ein Auswahlverfahren vor Beginn des Quereinstiegs. Referendare danach. Also müssen beide mal durch.


    Ich sehe da auch nur das Jammern auf hohem Niveau. Alberner Artikel.

  • M.E. vermischt sie alles.
    - Kritik an mangelnder Didaktik im Mathestudium
    - Preisgabe, dass sie das Studium nur mit Nachhilfe geschafft hat
    - Frust, weil sie mehr verdienen will
    - Unverständnis darüber, dass Quereinsteiger im Anfangsunterricht eingesetzt werden
    - Ärger über Übernahme ins Beamtenverhältnis, obwohl nicht lebenszeitverbeamtet wird
    - komischer Vergleich mit Dachdeckern


    Das Geheule ums Gehalt verstehe ich nicht. Mit der Bekanntgabe des Didaktikmangels sagt sie lediglich, dass sie nicht mehr weiß, als der Quereinsteiger. Das Unverständnis über den Quereinsteigerwahnsinn teile ich. Warum sie sich nicht im ÖD anstellen ließ verstehe ich nicht und korrekt wäre gewesen: Dachdeckerlehrling und Bauingenieur treffen sich auf der Baustelle. Wie man die Dachziegel festmacht, weiß leider keiner von beiden :P

  • ... Was machen Refis? Ein Jahr lang lächerliche 9 Stunden BDU, den Rest angeleitet wo man auch mal noch hospitieren kann...

    So ist es auch richtig!
    Dabei geht's überhaupt nicht darum, wie viel einer im Quereinstieg verdient. Ewiger Neid :uebel: .


    Es geht darum, dass man diese Zeit wirklich braucht. Ich finde es unverantwortlich, den Großteil der Neulehrer an Grundschulen im Quereinstieg zu besetzen, was dann Vollzeit ohne Plan passiert.


    An dieser Stelle wird sich wohl traurigerweise endlich zeigen, was Grundschullehrer leisten und dass sie die letzte Schulart sein sollte, die von Fachfremden verwaltet wird. Von unterrichten kann man zumindest zu Beginn nicht reden.

  • Ich bin auch gespannt, was da noch auf uns zukommt...
    Immer mehr Schüler haben Probleme mit Basics wie Lesen und Schreiben und dann stellt man (ich sag mal salopp) irgendwelche Notnägel in die Klassen.


    Der Lehrerberuf wird durch diese Maßnahmen m.E. noch unattraktiver, damit geht es nach dem Prinzip weiter, dass man kurzfristig Linderung schaffen will, aber langfristig das Problem nur verschärft. Es sei denn, der Lehrerberuf soll (!) so abgewertet werden durch den Arbeitgeber. Im Vergleich mit anderen OECD Ländern verdienen deutsche Lehrer überdurchschnittlich. Hier ist also evt. Optimierungspotenzial für den Arbeitgeber!

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