Absenkung der Eingangsbesoldung war verfassungswidrig :-)

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    • Morse schrieb:

      MrsPace schrieb:

      Ich habe mal nachgerechnet. Bei mir sind es ca. 4800€ brutto. Es fehlen allerdings die Zahlungen für Sept.-Dez. 2011. Außerdem wurde das mit einem Lohnsteuersatz von knapp 39% besteuert; damals wurde ich mit 21% besteuert. Es bleiben knapp 2700€; damals wären das knapp 3800€ gewesen. Ich werde da auf alle Fälle reklamieren... Mir stünden 1100€ mehr zu. Von Verzugszinsen, Inflationsausgleich, etc. mag ich gar nicht sprechen...
      Im Schreiben heißt es dazu:

      "möchten wir darauf hinweisen, dass ein Anspruch [...] wegen nachteiliger Steuerprogressionswirkung rechtlich nicht besteht.
      [...]
      Da der Steuersatz mit steigenden Bezügen gleichfalls ansteigt, sind z.B. die auf die Nachzahlung entfallenden Steuerabzüge höher als der Steuerabzug für die laufenden Bezüge."



      Bei meinen Abrechnungen im betreffenden Zeitraum wurden mir 6 - 25 % abgezogen.

      Bei der Rückzahlung wurde mir für die nachgezahlten "Absenkungsbeträge" 44 % abgezogen.


      Ich kenne mich nicht gut aus mit Steuern. Geht das mit rechten Dingen zu?
      Mittlerweile hat sich das wieder etwas relativiert. Ich habe die Auskunft vom BLV bekommen, dass die Nachzahlung nach der Fünftelungsregel behandelt wird, d.h. wir werden über den Lohnsteuerjahresausgleich der nächsten fünf Jahre Einiges der zu viel gezahlten Steuern zurückbekommen. Ich werde da trotzdem ganz genau nachrechnen, was dann am Ende übrig bleibt...
    • "Der nächsten fünf Jahre"? Wow, okay...

      Info vom Philologenverband:
      "Deshalb wird jetzt im Monat der einmaligen Rückzahlung prozentual sehr viel mehr Steuer abgezogen, was sich aufgrund des Steuerrechts aber nicht vermeiden lässt. Über den Lohnsteuerjahresausgleich werden Sie jedoch einen erheblichen Teil der prozentual erhöhten Steuer zurückerstattet bekommen."

      Das macht Hoffnung! :)
    • Ich glaube, dass es um die zurückliegenden Jahre geht - ist ja keine Abschreibung.

      Das bedeutet, dass man bei der Steuererklärung 2019 im nächsten Frühjahr die Sondereinnahmen angibt und die fiktive Anrechnung auf die Lohnsteuer der vergangenen Jahre veranschlagt/veranschlagen lässt.
    • Morse schrieb:

      "Der nächsten fünf Jahre"? Wow, okay...

      Info vom Philologenverband:
      "Deshalb wird jetzt im Monat der einmaligen Rückzahlung prozentual sehr viel mehr Steuer abgezogen, was sich aufgrund des Steuerrechts aber nicht vermeiden lässt. Über den Lohnsteuerjahresausgleich werden Sie jedoch einen erheblichen Teil der prozentual erhöhten Steuer zurückerstattet bekommen."

      Das macht Hoffnung! :)
      jein....das ist ein einmaliger Effekt...Ist wie bei Abfindungen...es wird der Betrag quasi gefünftelt, aufs Jahresgehalt gerechnet und geschaut wie hoch die Steuer ist. Der Mehrbetrag im Vergleich ohne dieses Fünftel wird dann mal fünf genommen und das ist dann die Steuer die zu zahlen ist..Das ist in der Regel niedriger
    • Sehr komisch…die Abrechnung kam ja mittlerweile..Ich bekomme ca. 7500,00 zurück, netto bleiben 4200,- grob aufgrund meiner Steuerklasse…Bei zwei Kollegen aus dem Ref werden deutlich weniger Steuern abgezogen (trotz gleicher Steuerklasse). Die bekommen 7.000,00.
      Prinzipiell wird über den Jahressteuerausgleich das sicherlich geregelt..aber woran liegt das? Kann da jeder Sachbearbeiter im LBV machen was er will??
    • Habt Ihr nur netto oder auch brutto verglichen?

      Ansonsten könnten Kinderfreibeträge, Kirchensteuer etc. eine Rolle spielen.

      Aber am entschiedensten ist wohl: Wurde der gleiche Bruttobetrag erstattet?
      Da z.B. die Familienzuschläge auch der Absenkung unterlagen, kann das schon ein bisschen differieren.
    • Neu

      Morse schrieb:

      Im Schreiben heißt es dazu:

      "möchten wir darauf hinweisen, dass ein Anspruch [...] wegen nachteiliger Steuerprogressionswirkung rechtlich nicht besteht.
      [...]
      Da der Steuersatz mit steigenden Bezügen gleichfalls ansteigt, sind z.B. die auf die Nachzahlung entfallenden Steuerabzüge höher als der Steuerabzug für die laufenden Bezüge."

      Bei der Eingangsbesoldung schlägt die Steuerprogression brutal zu.

      Bei der Besoldungserhöhung ist das komischerweise scheinbar was ganz anderes:

      Philologenverband: "Das Finanzministerium wird diese Zahlung steuerlich so behandeln, als ob die 3,2 %-Erhöhungen monatlich eingegangen wären, d.h. Sie werden durch die einmalige Nachzahlung keinen Steuerprogressions-Nachteil haben. (Dass das überhaupt möglich ist, ist erstaunlich, aber ein wirklich ein netter Zug.)"


      Für die geschröpften Junglehrer gibt's leider keinen netten Zug. Tja!
    • Neu

      Dionysos schrieb:

      Warum sollte es bei der Tariferhöhung einen Steuerprogressionsnachteil geben? Es handelt sich doch um das selbe Steuerjahr?
      Eben. Genau das ist das Problem bei der Nachzahlung. Sie ist für mehrere Jahre und quasi eine „außerordentliche“ Zahlung. Deswegen wird das steuerlich auch anders behandelt.

      (Und wenn man im Fall der Lohnerhöhung in eine andere Progression kommt, wäre das eben so. Kann passieren. Man bekommt ja dauerhaft mehr Gehalt.)
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