plötzlich ist der Lehrerberuf eine Qual - Hilfe :(

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    • plötzlich ist der Lehrerberuf eine Qual - Hilfe :(

      Hallo liebe Internetgemeinde,

      ich habe schon mal einen Beitrag zu meiner aktuellen Situation gepostet. Leider hat sich alles verschlimmert. Ich habe die letzten Wochen echt gekämpft und es waren auch ein paar gute Tage (also Tage, an denen ich keine große nervliche Belastung spürte) dabei.
      Aber heute bin ich wieder in einem totalen Loch. Kurz zu meiner Situation:

      Ich bin Ende 20, hab endlich eine Planstelle bekommen (davor war ich als Aushilfe beschäftigt und diese Zeit war traumhaft!), bin an einer Gemeinschaftsschule gelandet. An dieser Schule geht wirklich alles drunter und drüber, nur ein paar Eindrücke:
      - mehrere Kollegen wollen sich versetzen lassen, haben schon in der Schule geweint (ich auch), schimpfen den ganzen Tag, sind lustlos und unmotiviert
      - ich habe bereits ganz oft spontan 2 Klassen gleichzeitig beaufsichtigen müssen, Unterricht ist dann nicht möglich, geht von meiner Zeit ab
      - ich habe fast nur 8. und 9. Klasse und auch nur die Klassen, die bekanntermaßen sehr schwierig sind und einige Problemfälle beherbergen
      - komme aus einem anderen Bundesland und die Schulart "Gemeinschaftsschule" ist mir völlig fremd... klare Regeln zum "Nachlesen" gibt es nicht und bin auf den Rat älterer Kollegen angewiesen, diese sind aber total faul und wortkarg , oftmals höre ich "da bist du völlig frei", auch der Schulleiter hat überhaupt keine Ahnung, mir wurde schon mehrmals etwas von Kollegen oder Schulleitung so und so gesagt - und 2 Wochen später hieß es genau das Gegenteil - super, ich durfte dann versuchen den Karren aus dem Dr*** zu ziehen
      - vieles ist an dieser Schule unstrukturiert und ohne Ordnung, jeder macht was er will - Beispiel: Klassenarbeiten einsammeln - der eine sagt man muss es machen, der andere sagt nein - schulleitung hat keine Ahnung...

      dazu kommt, dass die Schüler ein Produkt aus dieser Art Schule sind. 80% sind lustlos, unmotiviert und wissen überhaupt nicht, was es heißt, zu "lernen", was "guter Unterricht" ist usw. Von den Eltern will ich jetzt gar nicht anfangen.

      Mein Problem damit ist, dass ich unbedingt Struktur und Ordnung brauche, klare Regeln und eine Schulleitung, auf die man sich verlassen kann. Es ist jetzt Woche 12 und ich bin wirklich psychisch am Ende. Ich war auch schon bei der schulpsychologischen Beratungsstelle , leider bisher nur 1x. Die Dame meinte aber auch, dass ich eindeutige Zeichen von Überforderung und Erschöpfung zeige (bspw. habe ich schon konkrete Schlafstörungen) und meines Erachtens habe ich auch schon eine depressive Verstimmung (bin ein Laie, aber weine am Wochenende die ganze Zeit, habe "Angst" vor der neuen Woche, vor dem Halbjahr etc.). Ich erkenne mich selbst nicht mehr.

      Und bevor es jetzt losgeht, dass ich für den Lehrerberuf nicht geschaffen bin: Ich habe bereits 3 Jahre an mehreren Schulen gearbeitet und von allen Schulleitern, Kollegen usw. beste Bewertungen bekommen. Ich hab Schüler durch das Abitur gebracht, ohne am "Druck" zugrunde zu gehen, Schule war nie eine megamäßig große Belastung für mich.

      Jetzt weiß ich nicht mehr weiter, will meine Planstelle eigentlich unbedingt behalten, sonst würde ich wieder in die Befristung abrutschen. Aber irgendwann ist eine Grenze erreicht.

      Vielleicht hat jemand das gleiche oder etwas Ähnliches erlebt und kann mir sagen, ob/wie man so etwas durchsteht. Vielleicht habt ihr Tipps, wie man das alles durchziehen kann. Ich will natürlich den Job behalten und auch dafür kämpfen, viele raten mir einfach eine "Leck mich am A****" Einstellung zu bekommen, aber das kann ich nur phasenweise, bis mich dann mein schlechtes Gewissen wieder einholt.

      bin um jeden Rat dankbar.

      LIebe Grüße
    • Ich hab leider dein Bundesland vergessen - war es BaWü? Zum einen würde ich dir zu einer Versetzung raten - weiß aber nicht wie das in Bawü in der Probezeit funktioniert - ich glaube aber das ist eher schwierig.
      Zum anderen: wäre ein nochmaliger Bundeslandwechsel für dich möglich? Es gibt sicher noch andere Länder, wo du schnell wieder eine Planstelle bekommen würdest?

      Wenn du merkst, dass du körperlich/psychisch am Ende bist, solltest du dich erst mal auf deine Genesung konzentrieren. Lasse dich krankschreiben und such dir Hilfe! So wie das klingt, kannst du erst mal nicht weitermachen.

      Bzgl. der Regeln, lass dir in Zukunft die Aussagen der Schulleitung schriftlich geben, dann kannst du dich später immerhin darauf berufen, wenn du plötzlich alles falsch gemacht hast.

      Und überlege ob es dir die Planstelle wirklich wert ist, deine Gesundheit zu ruinieren.
    • Wenn das Bundesland BaWü ist, dann sind da die Gemeinschaftsschulen relativ neu. Als ich bis vor kurzem Viertklässler hatte, bin ich immer mit zu den Informationsabenden der weiterführenden Schulen gegangen. Da hatte ich auch den Eindruck, dass man auf konkrete Fragen keine konkrete Antwort bekam. Ich wollte z.B. vor 3 oder 4 Jahren nur wissen, ab wann es denn jetzt Noten gäbe, da hieß es: "Da müssen wir warten, was von oben kommt."....Ich habe den Eindruck, dass es bei den Gemeinschaftsschulen besonders auf den SL ankommt, wie der mit dem Kollegium arbeitet, sonst sind die LuL sich da ihrer Phantasie überlassen, was eine Gemeinschaftsschule wohl ausmacht.

      Es liegt nicht an dir. Wenn du dich an eine andere Gemeinschaftsschule versetzen lassen willst, hör dich ein bissel um. Es gibt große Unterschiede. Die, die unsere Kinder aufnimmt, hat sich enorm verbessert, seit es da einen neuen SL gibt.
      Be happy for the moment. This moment is your life.
    • Vielleicht sind da auch viele LuL lustlos wegen der Bezahlung. Die Grund-und Hauptschullehrer nach alter Ausbildung bekommen A12, die Sonderschul- und ehemaliger Realschullehrer A13, die Gymnasiallehrer je nachdem was sie für einen Status haben, noch mehr. Diese unterschiedliche Bezahlung für die gleiche Arbeit kann auch zur Demotivation beitragen.
      Be happy for the moment. This moment is your life.
    • Cooookie86 schrieb:

      Hallo liebe Internetgemeinde,

      Vielleicht hat jemand das gleiche oder etwas Ähnliches erlebt und kann mir sagen, ob/wie man so etwas durchsteht. Vielleicht habt ihr Tipps, wie man das alles durchziehen kann. Ich will natürlich den Job behalten und auch dafür kämpfen, viele raten mir einfach eine "Leck mich am A****" Einstellung zu bekommen, aber das kann ich nur phasenweise, bis mich dann mein schlechtes Gewissen wieder einholt.

      bin um jeden Rat dankbar.

      LIebe Grüße

      Hallo Cooookie86,

      ich kenne eine Handvoll Leute, die auf Gemeinschaftsschulen unterrichten und deren Berichte sind immer ähnlich: Keiner hat einen Plan, jede Schule koch ihr eigenes Süppchen und vor lauter Fachkonferenzen kommt man zu gar nichts mehr. Viele SuS hängen durch und sind mit dem Selberlernen heillos überfordert. Wir fangen aktuell mehrere SuS auf, die dort schulisch "abgesoffen" sind.

      Die Gemeinschaftsschule in BW ist ein politisches Vorzeigeprojekt und nicht selbst gewachsen. Die Basis wartet - wie du ja selbst festgestellt hast - mehr oder weniger gelähmt auf neue Anweisungen von oben. Da die dort oben jedoch bis auf rhetorischen und finanziellen Beistand nicht viel zu bieten haben (es mangelt an praktischer Expertise), wird die ultimative Lösung so bald nicht zu erwarten sein. Ich möchte nicht so weit gehen, hier von einer schulischen Utopie zu sprechen, aber es geht scharf in diese Richtung.

      Von daher kann ich dir nur raten, dich nicht verantwortlich zu machen für die aktuelle Misere, die sich vielerorts ereignet. Du bist nur eine Person. Mach am besten das, was man auch von dir erwartet: Sei ein Lernbegleiter. Die SuS sind - soweit die Theorie - mit Material zu versorgen und gelegentlichen Inputs, darüber hinaus haben sie ihr Lernen selbst zu planen und zu organisieren auf der jeweils für sie passenden Niveaustufe. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass aus einem G-Niveau-Schüler ein E-Niveau-Schüler wird. Klingt hart, ist aber die Ideologie, die hinter der Gemeinschaftsschule steht. Es gibt keinen Notendruck und Leistungsdruck im eigentlichen Sinne, ersetzt wird die extrinsische Motivation durch eine zu erwartende intrinsische, die sich einstelle, wenn das Kind das Lernen als selbst zu verantwortende Angelegenheit wahrnimmt. Solch ein Rahmen soll die Gemeinschaftsschule bieten und nicht mehr.

      Sei ein Lernbegleiter und kein Lehrer mehr. Dann fällt es dir leichter, das zu ertragen, was du gerade erlebst.

      der Buntflieger
    • Cooookie86 schrieb:

      ...

      Vielleicht hat jemand das gleiche oder etwas Ähnliches erlebt und kann mir sagen, ob/wie man so etwas durchsteht. Vielleicht habt ihr Tipps, wie man das alles durchziehen kann. ...
      Abgesehen von der Versetzung riet ich im anderen Thread bereits, Seilschaften zu bilden. Schließt euch z.B. auf Klassenstufenebe zusammen oder suche dir Gleichgesinnte, wer da dazugehört merkst du mit der Zeit, die du dir halt auch geben musst. Der Personalrat muss auch Personalversammlungen einberufen. Dort könnte man sich Externe einladen und beraten lassen und offen miteinander reden.

      Ansonsten, ob die Klassenarbeiten unterschrieben werden müssen und derlei Bürokratiekram kann man alles nachlesen. Scheint ja auch nicht euer vorrangiges Problem zu sein.

      Bei unfähigen Schulleitern bleibt m.E. nur, sein eigenes Ding zu machen. Hat er keinen Bock auf Ordnungsmaßnahmen, zieh die Erziehungsmaßnahmen alleine durch, die dir bleiben. Kümmert er sich um nichts, nutze die Kontrolllosigkeit für dich, in dem du nur das machst, was dir wichtig erscheint. Zumindest solange du dich nicht angreifbar machst. Und wenn du Bock auf irgendwas hast, machs, ohne groß zu fragen.

      Ich würde die Kids fragen, auf was sie Lust haben, vielleicht Plätzchen verkaufen und mit dem Geld einen Ausflug machen? Evtl. macht noch eine Klasse mit und schon habt ihr einen Adventsbasar. Dafür lästige andere Tätigkeiten unter den Tisch fallen lassen...
    • "Während der Probezeit sind Versetzungen nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.
      Sie haben in der Regel keinen Anspruch auf Versetzung." (BW)

      Bis zum Ende der Probezeit:
      - Deputat so weit wie finanziell möglich reudzieren
      - Innere Emigration
      - Galgenhumor
      - die neue Schule kennenlernen, Gleichgesinnte finden
    • danke für die zahlreichen Antworten bisher!

      Mir ging es jetzt die letzten Stunden richtig schlecht, ich habe nur geweint und natürlich überhaupt nichts geschafft für morgen. Mir graut es schon vor Montag, da muss ich auch noch den ganzen Tag in dieser "schule" stehen und wenn ich abends heimkomme, falle ich nur noch weinend ins Bett und warte auf den nächsten besch**** Tag.

      Zu euren Anregungen: über Versetzung hab ich auch schon nachgedacht. Ich bin in bawü und da heißt es,dass man 3 Jahre an dem ersten Einsatzort bleibt, außer eben bei "triftigen gründen". Ich weiß nicht, ob meine Gründe dafür reichen? Vielleicht hat jemand hier schon mal eine positive Erfahrung gemacht?

      Zum Thema personalrat: gibt's bei uns an der Schule nicht, das läuft alles übers schulamt. Die könnte ich natürlich schon kontaktieren, weiß aber auch nicht inwiefern die Schweigepflicht haben usw.

      Seilschaften würde ich gerne bilden bzw ich hab 2 bis 3 Kollegen denen es so geht Wie mir, die aber alle in 5 bis 7 unterrichten. Ab 8 sind Lehrer drin , denen alles egal ist und die das Klientel auch aushalten bzw groß und Mann genug sind , dass sich da keiner großartig "aufmucken " traut. Ich bin die einzige Frau mit klassleitung in diesen Stufen. Wenn ich versuche etwas gemeinsam anzupacken werde ich nur müde belächelt. Formalia bleiben an mir hängen , obwohl alle wissen , dass ich mich nicht auskenne.

      Mein letzter thread ging dann darüber, dass ich versuchen will schwanger zu werden, um dann erst mal rauszukommen und dann mit 7h die Probezeit abzusitzen und dann Versetzung.

      Bundesland Wechsel ist übrigens auch kaum möglich, da ich dort nichts bekommen würde, nur befristete Geschichten. Hatte ich die letzten Jahre, damals war unterrichten toll und ich war mir sicher, dass das genau der richtige Job ist für mich. Jetzt ist es die Hölle und ich komm aus dem tief nicht heraus.

      Planstelle "kündogen" geht ja theoretisch auch, aber das wäre wirklich krass für mich und für die Schule. Zumal ich nicht weiß, ob ich dann jemals wieder verbeamtet werden kann? In bawü bzw in meinem Heimatbundesland ?

      Meine Beziehung leider mittlerweile auch schon drunter und mein Selbstwertgefühl ist wohl gerade im Urlaub;) Selbstbewusstsein hab ich auch keines mehr, dachte immer das ref sei so krass gewesen. Das toppt es um ein 100faches.
    • Cooookie86 schrieb:

      danke für die zahlreichen Antworten bisher!

      Mir ging es jetzt die letzten Stunden richtig schlecht, ich habe nur geweint und natürlich überhaupt nichts geschafft für morgen. Mir graut es schon vor Montag, da muss ich auch noch den ganzen Tag in dieser "schule" stehen und wenn ich abends heimkomme, falle ich nur noch weinend ins Bett und warte auf den nächsten besch**** Tag.

      Hallo Cooookie86,

      wie bereitest du denn konkret deinen Unterricht vor? Das würde mich schon interessieren, da ich den Verdacht habe, dass du die Rolle des Lernbegleiters nicht verstanden hast und alte Ziele verfolgst: Also den SuS in jeder einzelnen Stunde etwas vermitteln möchtest und dafür selbst geradestehst. Das kann natürlich nur kaputt machen.

      der Buntflieger
    • Kontaktiere doch mal die Schulleitungen anderer Schulen in deiner Umgebung, die dir mehr zusagen, ob sie kommendes Schuljahr evtl. Bedarf an deinen Fächern haben. Zusätzlich würde ich noch den zuständigen Schulrat kontaktieren und dort nachhaken, ob es wirklich keine Möglichkeit gibt, dich versetzen zu lassen. Ich habe damit bisher immer ganz gute Erfahrungen gemacht.


      Ich will auch einen Versetzungsantrag stellen und eine Gemeinschaftsschule wäre für mich der absolute Albtraum, den es mit allen Mittel zu vermeiden gilt.
    • Warum zweifelst du an dir selbst? Warum hast du ein schlechtes Gewissen?

      So wie ich verstanden habe, bist du Gymnasiallehrerin und zum ersten Mal an einer Gemeinschaftsschule, wo die Schülerklientel ganz anders zusammengesetzt ist.
      Du hast alles - vom Förderschüler bis zum Gymnasiasten, vermute ich einmal. Wahrscheinlich bist du von deiner Erfahrung und Ausbildung her gar nicht darauf vorbereitet, wie du damit umgehen sollst.
      Gemeinschaftsschule ist durch die Heterogenität eine große Herausforderung. Die Schule scheint das nicht gestemmt zu haben und wurde zudem damit alleine gelassen.

      Finde dein Selbstwertgefühl privat außerhab der Schule, mache vieles als Ausgleich.

      Begrabe dein Sendungsbewusstsein in dieser Schule. Mache so viel wie nötig. Da kämpfst du gegen Windmühlen. Mache das Beste daraus und versuche möglichst bald an eine Schule zu kommen, die deinen Vorstellungen vom Lehrerdasein besser entspricht.
      Übrigens: Ich würde auch nicht an alle Schulen wollen, die es so in meinem Umkreis gibt und an bestimmten Schulen würde ich anders agieren als an meiner jetzigen Schule. Man kann immer nur das machen, was einem das schulische Umfeld bietet.
    • Cooookie ...wo ist denn der hug-smiley? :ohh: Lass dir nicht den Beruf vermiesen und zweifle nicht an deinen Fähigkeiten. Vllt. wendest du dich an die GEW? Das ist hier der stärkste LuLverband. Die sind zumindest verschwiegen. Du kommst wahrscheinlich als Lehrerin aus dem Gymnasium und da ist natürlich anderer Unterricht. Aus dem Grundschulbereich kenne ich die Arbeitsweise der Gemeinschaftsschulen eher, aber ich kann mir vorstellen, dass das wie Chaos wirken kann, bzw. sein kann. Kannst du dich nicht an ein Gymnasium versetzen lassen? Deine Fächer sehe ich ja nicht....
      Be happy for the moment. This moment is your life.
    • Cooookie86 schrieb:

      ...Ich bin in bawü und da heißt es,dass man 3 Jahre an dem ersten Einsatzort bleibt, außer eben bei "triftigen gründen". Ich weiß nicht, ob meine Gründe dafür reichen? Vielleicht hat jemand hier schon mal eine positive Erfahrung gemacht?

      Zum Thema personalrat: gibt's bei uns an der Schule nicht, das läuft alles übers schulamt. ...
      Ihr werdet doch irgendeinen Personalrat für den Bezirk haben?

      Und ob die Gründe triftig genug sind, hängt von deiner Beschreibung ab. Ich wär nicht zimperlich mit der Beschreibung deines psychischen Zustands. Besorg dir noch ein Facharztattest und geh aufs Ganze. Bevor ich komplett kündigen würde, würde ich auf eine Versetzung drängen. Dein Arbeitgeber ist zwar träge, aber das Risiko, dass du bald dauerkrank bist, dürfte ihm zu groß sein.

      Zudem ist deine Schule bekannt beim Amt, die wissen schon, warum sie Berufseinsteiger erst mal dort unterzubringen versuchen.

      Caro07 schrieb:

      ...Begrabe dein Sendungsbewusstsein in dieser Schule. Mache so viel wie nötig. Da kämpfst du gegen Windmühlen.
      Möglich, so lange ich dort wäre, würde ich aber trotzdem das beste draus machen. Oder mich krankschreiben lassen. Eine LMAA-Haltung könnte ich mir auch nicht auf Kommando zulegen, man verbringt ja doch einige Zeit bei der Arbeit.
    • Hast du nicht mal geschrieben, dass du aus Bayern kommst? Warum machst du denn nicht dort den Quereinstieg für Grund- bzw. Mittelschule? Die haben für dieses Schuljahr doch viele Leute gesucht. Ich glaube kaum, dass die Schülerklientel anders als deine jetzt wäre. Dafür sind die Schulen strukturiert und die Schulleiter, die ich bisher kennengelernt habe, eigentlich alle so, dass ich sie mir als Chefs hätte vorstellen können. Und Planstelle gab's auch...
    • die soma in Bayern hab ich mir auch mal überlegt, aber da war mir die "direkte " verbeamtung lieber. Hab auch eine Freundin an einer gms in bawü, mit der ich mich lange darüber im Vorhinein unterhalten habe, die aber lange nicht solche krassen Sachen an ihrer Schule hat und mir dadurch auch nicht viel negatives berichtet hat. Bei der Entscheidung, die planstelle in bawü anzunehmen, war es mir damals halt sehr wichtig, eine feste stelle zu bekommen. Dass das dann so wird , hab ich niemals gedacht (weil ich eben 4 Jahre positive Erfahrungen gemacht habe und auch schwierige Klassen hatte)

      Mit soma müsste ich ja noch 2 Jahre warten und Prüfungen machen. Im Hinterkopf hab ich diese für einen neueinstieg aber wieder, dann müsste ich aber kündigen usw.

      Werde es vermutlich mal in Angriff nehmen, mit dem personalrat zu sprechen. Ich weiß nicht, ob meine Situation zu den "triftigen gründen" zählt....dachte immer das geht nur mit Baby usw. Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht?

      Andere Schulen wären schon in der Nähe, ich würde auch nochmal umziehen wenn's das alles besser macht...
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