Verbeamtung - lohnt es sich wirklich oder nur Augenwischerei?

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    • das heißt dann übrigens personenbedingt, nicht verhaltensbedingt. Die Mutter hat sich ja nicht krank verhalten, sondern sie war krank. 8)

      Und es ist ne Unverschämtheit vom AG.
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    • Das alles ist aber sowieso eine historische Diskussion, da Einsteiger in den TV-L eine 'Unkündbarkeit' (= erschwerte Kündigung nach dem Arbeitsrecht) nie erreichen werden.

      Da schwirren halt noch eine Menge Regelungen aus dem BAT durch die Gegend, die im TVÖD und TV-L allesamt abgeschafft wurden (auch die Zusatzversorgung gehört dazu, die früher wirklich klasse war - durchaus auch beamtenähnlich - heute- nuja…muss man sich ausrechnen, ob sich die Pflichtversicherung überhaupt lohnt - die Kürzung auch vorhandener Ansprüche war übrigens schon ein paar Jahre vor TVL/TVöD)

      Mit dem TVL und TVöD ist alles anders geworden (und nichts besser). Dies gilt insbesondere für den Lehrerbereich mit seinen unzähligen Verweisen auf das Beamtenrecht - z.B. in der Arbeitszeit (außerhalb des Lehrerbereiches haben TBs eine etwas niedrigere Arbeitszeit als Beamte); bei den Modalitäten bei Beförderungen usw. (Gehaltszahlung erst nach fester Zuweisung der Planstelle) usw. Auch hinsichtlich Lebensführung, problematischen politischen Engagement usw. bietet übrigens der Beamtenstatus eher mehr Schutz als das TB-Verhältnis...

      Man sagtja auch, das im Beschätigungsverhältnis von tarifbeschäftigten Lehrern die Nachteile des TBs-Daseins und des Beamtenverhältnisses kombiniert sind.

      Ichbin übrigens der Auffassung, dass eine gemeinsamen Interessenvertretung von Angestellten und Beamten im ÖD nicht möglich ist, da die Lebensumstände zu unterschiedlich sind (bei großer Verzahnung - Beamte sind an hohen linearen Lohnsteigerungen interessiert, die dann übertragen werden - TBs aber auch an Strukturverbesserungen der Entgeltordnung z.B.). So wie es imj Moment läuft, geht es zulasten der TBs, die Kluft wird eher noch größer werden. Die Gewerkschaften scheuen sich ja sogar schon davor, die Benachteiligungen der TBs überhaupt zu benennen!!

      Ein großes Problem ist, das die Tarifbeschäftigten (anders als Beamte) kein einheitlicher Block sind - Erfüller (also: mit 2. Stex) haben andere Interessen als Lehrer ohne 2. Stex. (letztere werden übrigens durchaus von den DBB-Vereinigungen und der GEW vertreten - viele von ihnen könnten ja durchaus auch noch Beamte werden, z.B. OBASler ;) ) Erfüller sind hingegen im 'Wartestand' auf eine Beamtenstelle oder erfüllen die persönlichen Voraussetzungen, wie Alter, dauerhaft nicht.

      Um auf die Threaderstellerin zurückzukommen: Ja, Verbeamtung lohnt sich! (lass Dich nicht von Extremstfällen irritieren)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von wossen ()

    • @wossen,

      alles in allem ist es wohl so. Verbeamtung lohnt sich für den betroffenen einzelnen Lehrer sehr (auch wenn es für die Lehrerschaft als Ganzes eher nachteilig ist - hauptsächlich mangels Möglichkeit, Forderungen mittels Arbeitsausstand durchzusetzen).

      Na klar, @Krabappel, "hätte, wäre, würde" ich auch nicht Nein sagen zum Beamtenstatus, wenn ich ihn "hätte wäre würde" bekommen könnte. Das ändert aber nichts daran, wie ich grundsätzlich darüber denke. Was richtig ist und was falsch ist, hängt ja nicht davon ab, was Kippelfritze dazu meint. ;) (Ich spende auch nicht die Hälfte meines Gehaltes, weil ich so viel eigentlich nicht brauche, wenngleich es mich durchaus spendabler anderen gegenüber macht, was ich dann mitunter jeweils genieße.)

      Bei Gericht gibt es deshalb nicht umsonst den Vorwurf der Befangenheit, weswegen u.U. jemand nicht als Richter zugelassen wird. Du verstehst ...?
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht verstehn... (Johann Wolfgang Goethe: Faust I )
    • wossen schrieb:

      Die Gewerkschaften scheuen sich ja sogar schon davor, die Benachteiligungen der TBs überhaupt zu benennen!!
      Ja, das dürfte in der Tat des Pudels Kern sein.

      Problematisch vor allem, dass die Gewerkschaften - die uns die Scheiße namens TV-L ja erst eingebrockt haben - nun die einzigen sind, die wenigstens vorgeben, die Interessen der angestellten Lehrer zu vertreten. Für Philologenverband und Konsorten sind angestellte Lehrer ja sowas wie Dreck unterm Fingernagel.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Das sieht Fossi ja gerade als Problem an, dass beamtendominierte Verbände wie der Philologenverband an den Tarifverhandlungen über den DBB beteiligt sind ;)

      Über den "Dreck unter dem Fingernagel" verfügen wollen die sehr wohl (schon allein, dass die TBs nicht auf blöde Gedanken kommen und etwa einen Beamten-TB-Vergleich in die Tarifverhandlungen und vor allem in die Presse reinbringen) ;)