Umgangsformen und das Miteinander im Forum

  • Ich habe soeben mit Erschrecken den "Rententhread" gelesen.
    Mein Beitrag hier bringt nichts zu irgend einem berufsbezogenem Thema bei, aber ich finde, dass hier etwas gesagt werden muss.
    Erstens: ja, mir kam das alles auch fraglich vor. Der User hatte sein Anliegen wohl mehr als unglücklich formuliert.


    Ich bin noch nicht sehr lang hier um Forum dabei, bin aber insgesamt wirklich sehr begeistert von dem (fachlichen) Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, den man hier finden und für sich nutzen kann. Manchmal lese ich auch einfach mal gern mit, rein aus Freude am Unterhalten sein.


    Wie aber vorhin im Rententhread verfahren wurde, das war aber nicht schön mitanzusehen. Ehrlich gesagt haben sich viele von euch, von denen ich sonst ziemlich professionelle Kommentare lese, ein wenig wie wilde Tiere verhalten, die sich allesamt auf ein gefundenes Fressen stürzen.
    Der User lieferte zwar allerlei Vorlagen, für eine solche Reaktion, und diese Vorlagen können eine Erklärung für diese sein, sie rechtfertigen den darauf folgenden Verlauf des Beitrages (ich will es jetzt echt nicht Shitstorm nennen) jedoch nicht, finde ich.
    Ich bin froh, dass der Beitrag anscheinend geschlossen wurde.
    Ich hätte diesen Kommentar sonst gern noch darunter geschrieben, aber das war nicht mehr möglich. Daher hoffe Ich, dass einige von euch das hier lesen.
    Von außen wirke das doch sehr offensiv und vielleicht wäre es doch allgemein in Zukunft netter, wenn mit unprofessionell formulierten Fragestellungen trotzdem professionell umgegangen wird.

  • So ist das hier. Professionell tun können sie alle, aber kaum kommt jemand, der eine seltsame Frage stellt oder komische Ansichten hat (aufgrund fehlender Erfahrung z. B.) oder der ihnen sonst nicht passt, und schon nutzen zig noch so tolle Foristen die Gelegenheit, sich wie die letzten Affen aufzuführen.
    Da kommen dann Leute aus ihren Löchern gekrochen, die seit Wochen oder Monaten nichts Sinnvolles beigetragen haben, nur um noch schnell auch einen dummen Spruch zu machen und vielleicht ein paar Likes von den anderen Clowns abzugrasen. Dass der Threadersteller dann irgendwann die Nerven verliert, wird dann rückwirkend als hinreichender Auslöser für das eigene Verhalten herangezogen. :top:
    Ich habe den Thread noch nicht angeklickt und weiß schon genau, wer dort wieder auftaucht, um wenigstens in der virtuellen Welt das bisschen Anerkennung zu suchen, das sonst so fern scheint. Und immer mit den selben dummen Sprüchen.
    Dann kommt einer wie du, schreibt so einen Beitrag, bekommt 20 Likes und in zwei Wochen geht es von vorne los. Abartig (das Benehmen hier, nicht du).

  • Ich finde es super das Ihr, das anspricht, weil mir dieses Verhalten auch schon länger auffällt und ich schon die Befürchtung hatte, dass das hier als normales Verhalten gilt.

    Einmal editiert, zuletzt von Berufsschule ()

  • Also ich nehme gern meinen Teil der Verantwortung am Diskussionsverlauf im anderen Thread an mich. Ich bin mir allzu bewusst, dass ich mich da sowohl habe provozieren lassen, als auch mit sehr gespitztem Stift und sehr bewusst provoziert habe in dem Wissen, dass mein "Gegenüber" dem letztlich diskursiv nicht gewachsen sein würde. War das fair- absolut nicht. Menschlich- durchaus (was nicht bedeutet, dass ich stolz auf mich wäre, tatsächlich erwarte ich mehr von mir).


    Ich danke dir für deinen Beitrag @MilaB, den ich mir zu Herzen nehme.


    Den pauschalisierenden "Rundumschlag" @Trapito ("Professionell tun können sie alle") möchte ich für mich dann doch von mir weisen. Ja, man merkt dem einen oder anderen meiner Beiträge (und nur für mich kann ich hier schreiben) meine emotionale Verfassung deutlich an, vor allem bei Dingen die mich empören, dennoch schreibe ich authentisch was ich empfinde und was mich bewegt und versuche keine "Likes" zu generieren.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ohne dem Ausganspost in diesem Thread in irgendeiner Weise widersprechen zu wollen, hier ein Versuch der Erklärung:
    Wenn man schon sehr lange in diesem Forum aktiv ist, erkennt man ein gewisses Muster. Ein User meldet sich an und hat - oftmals aufgrund mangelnder Erfahrung oder anderer nachvollziehbarer Gründe - recht schräge Vorstellungen. Im Regelfall wird darauf professionell und freundlich reagiert, man versucht zu erläutern, wo der Denkfehler etc. liegt (in diesem Fall hat das unter anderem CDL getan). Oder man bittet um nähere Erläuterung und Präzisierung der Frage (in diesem Fall kam das unter anderem von DPB).
    Dann kommt der Punkt, an dem es umschlägt, nämlich dann, wenn hier starke Beratungsresistenz gezeigt wird oder eine besonders krude Sicht auf den Lehrerberuf offenbart wird, oftmals erstmal in Nebensätzen (hier der Verweis auf die vermeindliche Inkompetenz der Ü60-Kollegen), dann deutlich stärker.
    An dieser Stelle wäre es natürlich angebracht, professionell zu reagieren. Wenn man das aber schon immer und immer wieder erlebt hat, werden hier vielleicht durch den Fragesteller genau die "richtigen" Reflexe angesprochen, denen man sich dann möglicherweise ergibt.
    Ich würde auf dieser Basis auch nicht pauschal allen Usern die Professionalität absprechen wollen. Zumal ich mir erstmal überlegen müsste, ob man in einem Forum zum eigenen Beruf, das man aber ja in seiner Freizeit, also privat, aufsucht, unbedingt immer professionell bleiben muss. Freundlich ja, aber professionell?

  • Sehe ich anders @MilaB, die Userin hat schon mehrfach Threads gestartet, um Lehrer anzugreifen, wurde mehrfach freundlich empfangen, um dann bewusst zu provozieren. Und Trolle behandelt man halt effektiverweise so, dass man über sie spricht oder sie nicht allzu ernst nimmt. Wieso sollte sich auch ein ganzes Forum terrorisieren lassen?

  • So ist das hier. Professionell tun können sie alle, aber kaum kommt jemand, der eine seltsame Frage stellt oder komische Ansichten hat (aufgrund fehlender Erfahrung z. B.) oder der ihnen sonst nicht passt, und schon nutzen zig noch so tolle Foristen die Gelegenheit, sich wie die letzten Affen aufzuführen.
    Da kommen dann Leute aus ihren Löchern gekrochen, die seit Wochen oder Monaten nichts Sinnvolles beigetragen haben, nur um noch schnell auch einen dummen Spruch zu machen und vielleicht ein paar Likes von den anderen Clowns abzugrasen. Dass der Threadersteller dann irgendwann die Nerven verliert, wird dann rückwirkend als hinreichender Auslöser für das eigene Verhalten herangezogen. :top:
    Ich habe den Thread noch nicht angeklickt und weiß schon genau, wer dort wieder auftaucht, um wenigstens in der virtuellen Welt das bisschen Anerkennung zu suchen, das sonst so fern scheint. Und immer mit den selben dummen Sprüchen.
    Dann kommt einer wie du, schreibt so einen Beitrag, bekommt 20 Likes und in zwei Wochen geht es von vorne los. Abartig (das Benehmen hier, nicht du).

    Oha, möchtest du gern konkret werden oder auch einfach nur rumpöbeln?

  • Ich habe nicht mehr den Text im Kopf. Aber bei solchen Beiträgen, die so ähnlich lauten wie "ich habe Informatik studiert, bin ich jetzt Lehrer, wenn ich noch Sport dazu gebe?" oder "meine Eltern sind Lehrer, kann ich mal schnell auch Lehrer sein, ich weiß ja wie es geht oder meint ihr, ich bekomme zu wenig Rente, weil ich nur noch 35 Jahre arbeiten kann?" - da sehe ich persönlich schnell rot.


    Es erweckt bei mir immer den Beigeschmack, dass gedacht wird: "Lehrer kann jeder" und ein langes Studium und v.a. das anstrengende Referendariat braucht man wohl gar nicht....Die Lehrerausbildung wird unterschätzt. Mir wären meine Rentenansprüche in dem Moment wo ich wenig vorbereitet in Klassen geschmissen werde, um professionelle Arbeit aus dem Stehgreif zu verrichten wohl das geringste Problem.
    Das mag jeder anders sehen. Deshalb sehe ich persönlich bei solchen Beiträgen schnell rot.

    • Offizieller Beitrag

    So ist das hier. Professionell tun können sie alle, aber kaum kommt jemand, der eine seltsame Frage stellt oder komische Ansichten hat (aufgrund fehlender Erfahrung z. B.) oder der ihnen sonst nicht passt, und schon nutzen zig noch so tolle Foristen die Gelegenheit, sich wie die letzten Affen aufzuführen.
    Da kommen dann Leute aus ihren Löchern gekrochen, die seit Wochen oder Monaten nichts Sinnvolles beigetragen haben, nur um noch schnell auch einen dummen Spruch zu machen und vielleicht ein paar Likes von den anderen Clowns abzugrasen. Dass der Threadersteller dann irgendwann die Nerven verliert, wird dann rückwirkend als hinreichender Auslöser für das eigene Verhalten herangezogen. :top:
    Ich habe den Thread noch nicht angeklickt und weiß schon genau, wer dort wieder auftaucht, um wenigstens in der virtuellen Welt das bisschen Anerkennung zu suchen, das sonst so fern scheint. Und immer mit den selben dummen Sprüchen.
    Dann kommt einer wie du, schreibt so einen Beitrag, bekommt 20 Likes und in zwei Wochen geht es von vorne los. Abartig (das Benehmen hier, nicht du).


    Trapito, letztlich reagierst Du von der Art genauso wie der TE des besagten Threads. Du maßt Dir aufgrund des einen oder anderen Beitrags, den der eine oder andere User hier verfasst hat, die Deutungshoheit über dessen psychische Disposition an. Das ist übrigens auch so ein Muster, das man hier mit gewisser Regelmäßigkeit findet.

    • Offizieller Beitrag

    Und ich sehe das so:
    es gibt user, die sind hier um etwas zu lernen und anderen etwas zu geben.
    Und es gibt user, die sind nur für sich selber da.
    Von ersteren lebt das Forum.
    Denen verzeihe ich (persönlich) auch manchmal derberen Ton lieber als denen, die hier nur andere belehren, sich über Fremdartikel äußern weil sie sich nicht angreifbar machen wollen, rumjammern wie schlecht die Welt ist - oder plötzlich auftauchen, Rechtsberatung un Anspruch nehmen und wieder gehen. Nicht, dass ich damit im Moderatorenteam durchkäme, aber persönlich und als userin finde ich, dass dieses Forum von denen lebt, die sich mit ihrem Unterricht, ihrem Alltag und ihren Sorgen outen und sowohl geben als auch nehmen. Manche user mit einem etwas derberen Ton sind oft auch aufs Geduldigste und Empathischste da, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, die mit einem berechtigten Anliegen oder großer Not hier um Hilfe bitten. Die haben bei mir (als userin) ein paar mehr brownie points, als diejenigen, die nur dazu hier sind, anderen zu sagen, was sie für tolle Hechte sind.


    Menschen, die hier mit einer Erwartungshaltung zum ersten Mal aufschlagen, dass man genau nach ihren Wunschvorstellungen Antworten gibt und dann, wenn sie nicht exakt diese kriegen, um sich schlagen - haben wir hier zunehmend oft. Das ist ein Muster. Forum als Dienstleister. Und wehe, der funktioniert nicht.
    Ein forderndes Auftreten muss man sich m.M.n. hier erstmal verdienen, indem man durch ein bisschen Geben auch mitgestaltet.


    Und zum konkret hier angesprochenen thread: Wer erstmal neu ankommt und schon im dritten Beitrag mit einer dicken Altersdiskriminierung (!) einsteigt (nein, ich fühlte mich nicht persönlich betroffen, ich bin noch viele Jahre davon entfernt) ist auch weit davon entfernt, "sich ungeschickt auszudrücken". Das war diskriminierend und beleidigend für allen Ü-60jährigen Lehrer (und diesen Angriff leistet man sich noch als Nicht-Lehrer (!), denen wir die Schreibrechte großzügigerweise nur dann zugestehen, wenn man sich als jemand meldet, der auf dem Weg dorthin ist/sich begeben möchte) - WARUM sollte man darauf noch mit freundlichen oder professionellen Dienstleistungsangeboten reagieren? Sage ich mal als eine, die sich oft und gerne sonst jedem Menschen annimmt, der gerne beraten werden möchte. Ehrlich Leute. Es gibt Grenzen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich sehe das genauso wie Meike und würde noch hinzufügen wollen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Moderatoren hier seit zehn oder mehr Jahren in diesem Forum aktiv ist und auch schon das eine oder andere Hoch oder Tief hier erlebt hat. Wir können hier also mit einer ausreichenden Erfahrung sprechen.

  • Ich bin nun auch schon ein Weilchen hier, lese allerdings mehr mit als dass ich schreibe.


    Ich finde den Ton ebenfalls unangebracht was manche Threads hier angeht. Vor allem doch von einigen etablierten Mitgliedern. Mir ist es durchaus bewusst, dass Trolle und immer wieder selbe Nutzer durchaus nerven. Aber: Warum dann überhaupt auf dem Niveau diskutieren? In anderen Foren, in denen ich Mitglied bin, liest man nur genau das: Den einen, dümmlichen Kommentar eines Nutzers, der rumpöbeln will. Da lässt sich niemand dazu herb dem Troll auch noch Futter zu geben und 4 (!) Seiten voll gegenseitigem rumgepöbel bevor sich dann ein Admin erbarmt und den Thread schließt.


    Wenn Leute der Meinung sind die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und sich nur mal eben hier anmelden um uns zu zeigen wie dumm wir doch sind: Wen juckts? Thread melden und weiter in den Threads lesen / schreiben die es wert sind seine Zeit damit zu verbringen.


    Just my 2 cents.

    • Offizieller Beitrag

    Blöderweise müssen/sollen/dürfen Mods dann immer mit Meldungen umgehen. Gerne melden sich user auch gegenseitig... bis zu zehn Mal im Rigelpietz.

  • Wenn Leute der Meinung sind die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und sich nur mal eben hier anmelden um uns zu zeigen wie dumm wir doch sind: Wen juckts? Thread melden und weiter in den Threads lesen / schreiben die es wert sind seine Zeit damit zu verbringen.

    Ich würde dir teilweise recht geben. Auf der anderen Seite finde ich es vor dem Hintergrund von zunehmenden "Meinungsschwemmen", Fake News und Menschen, die sich nur in ihren "Meinungsblasen" bewegen um eigene Positionen lediglich bestätigt zu bekommen wichtig, nicht jeden Unfug unwidersprochen hinzunehmen. Sprache ist nicht unwichtig, insofern ist auch die Art und Weise wie der Widerspruch erfolgt absolut relevant. Dinge wie Altersdiskrimnierung unwidersprochen hinzunehmen und einfach abzuwarten, bis eine "Obrigkeit" (hier die Moderatoren) die Situation regelt widerspricht allerdings meiner Vorstellung einer wehrhaften, demokratischen Zivilgesellschaft, die bei jedem Einzelnen von uns beginnt und auch uns alle fordert. Don´t feed the troll mag eine simple Regel sein, die aber eben auch bedeutet sich selbst das Leben leichter zu machen, statt den Mut und die Kraft zur Auseinandersetzung mit offenem Ausgang zu haben. Heute sind das nur die Netztrolle, morgen die Leute, die meinen "man dürfe doch wohl noch mal sagen...." und übermorgen sitzen Leute mit dieser Art von diskursivem Verständnis in allen Landesparlamenten oder in Präsidialämtern und versuchen einer liberalen, demokratischen Gesellschaft ihre besondere Weltsicht aufzudrängen. Ach halt nein, das ist ja schon heute...

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • ... Gerne melden sich user auch gegenseitig...

    Asche auf mein Haupt, hab ich auch schon gemacht. Allerdings wirklich selten, weil ich mich angegriffen fühle, sondern meist wenn ich finde, dass andere ungerecht miteinander umgehen.
    Und wenn ich aufgefordert werde, einen Beitrag umzuformulieren mache ich das auch oder lösche ganz. Ich übe mich zumindest in Selbstreflexion :rotwerd:


    Insofern finde ich diesen Thread nach wie vor kein gutes Beispiel dafür, wie Leute nicht miteinander reden sollten. Wer sich unter Lehrern beschwert, was Lehrer alles falsch machen, muss mit Gegenwind rechnen. Den fand ich in diesem Falle recht lustig, obwohl sich die TE massivst im Ton vergriff.

  • Da kommen dann Leute aus ihren Löchern gekrochen, die seit Wochen oder Monaten nichts Sinnvolles beigetragen haben, nur um noch schnell auch einen dummen Spruch zu machen und vielleicht ein paar Likes von den anderen Clowns abzugrasen.

    Du meinst so wie dein Beitrag hier? :victory:

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