Schüler lernen Umgang mit Alkohol

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    • Schüler lernen Umgang mit Alkohol

      Alokohl anner Schuhule .. Schuhle, hicks, da hät..wär´ ich auch, rülps, geherne ..hust.. Leherer, prost.

      rp-online.de/panorama/deutschl…wein-trinken_aid-36960657

      Edit:
      Der ausführlichere Artikel zum Thema:
      spiegel.de/lebenundlernen/schu…uer-kritik-a-1254582.html

      Und nach meinem obigen, vielleicht etwas zu saloppen Diskussionseinstieg noch folgende Frage: Wie findet ihr die Aktion?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Freakoid () aus folgendem Grund: Virtuellen Rausch ausgeschlafen

    • Ich find das super und wäre für die Einführung eines Schulfachs "Alkoholkunde". Das ist lebensnah und wichtig für die Zukunft.
      Die Schüler von heute werden zwar aufgrund des binge drinkings gerne als "alcohol natives" bezeichnet, tatsächlich können sie aber ja nur saufen. Von grundsätzlichem Alkoholgenuss haben sie keine Ahnung. Deshalb bin ich auch uneingeschränkt für den Alkoholpakt, bei dem die Bundesregierung den Alkoholkonsum an den Schulen finanziell unterstützt.

      Sorry, ich verstehe, dass du das eigentliche ernsthaft diskutieren wolltest, aber es überkam mich einfach. Ich verzieh mich jetzt in den Eisthread und halte hier meine Klappe...
    • Sensationell.(*Sarkasmus*) Jugendschutz muss ja auch nicht sein und die Garantenpflicht die wir als Lehrer haben sieht ganz bestimmt bewusstes Konsumieren von Alkohol vor. Als nächstes setzen die Kollegen sich beim Amsterdam-Austausch mit ihren SuS zum gemeinsamen Tütchen hin, weil Cannabis-Konusm ja völlig zu Unrecht kriminalisiert wird, nicht zu vergessen der Besuch im Bordell, denn sexuelle Aufklärung darf und soll ja heutzutage handlungsorientiert erfolgen außerdem lernt man ganz praxisnah gleich noch was über Dinge wie Menschenwürde, sexuelle Ausbeutung, Sexismus und Frauenfeindlichkeit... - Mal ehrlich: Haben die Kollegen in der Uckermark keine noch blödere Aktion gefunden?!?
    • Freakoid schrieb:

      Wie findet ihr die Aktion?
      Naja,
      jedenfalls nicht so realitätsfremd wie die Gesetzte, die wir an der Berufsschule haben. Uns in NRW ist ja sogar das Glas Sekt bei der feierlichen Übergabe der Abschlußzeugnisse untersagt. Das gilt insb. auch, wenn alle "Schüler" schon seit etlichen Jahren volljährig sind.
      Mit der Technikerschule auf den Weihnachtsmarkt und da einen Glühwein trinken, auch wenn der jüngste "Schüler" 25 ist? Nicht erlaubt.

      Oder anders: Wie erklärt man einem Schüler, daß die Besichtigung eines Weinbaubetriebs inkl. Verköstigung auf einer Klassenfahrt ausdrücklich als Ausnahme erlaubt ist, wenn er aber ein paar Stunden später mit einer Rotweinflasche in der Jugendherberge angetroffen wird, dies ein Problem ist?

      Und ja, 9. Klasse paßt auch so ungefähr. In dem Alter habe ich selber jedenfalls das erste Mal bewußt getrunken... war damals relativ guter Wodka. Und nein, so betrunken, daß das Zeug oben wieder raus gekommen ist, war ich noch nie, ich bin da vorher immer eingeschlafen.
      Obwohl... Den ersten Alkohol gabs schon eher bei der Konfirmation und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum das ein Problem ist, wo sie mir am Morgen doch alle erzählt haben, daß man mit dem ganzen Budenzauber jetzt "zu den Großen" gehört.
    • CDL schrieb:

      denn sexuelle Aufklärung darf und soll ja heutzutage handlungsorientiert erfolgen außerdem lernt man ganz praxisnah gleich noch was über Dinge wie Menschenwürde, sexuelle Ausbeutung, Sexismus und Frauenfeindlichkeit... - Mal ehrlich: Haben die Kollegen in der Uckermark keine noch blödere Aktion gefunden?!?
      ... und im Sinne der Gleichbrechtigung :pirat:
      Workshop zu Masturbation: Studentinnen der Uni Bielefeld lernen, wie man selbst Hand anlegt

      Was veranstalten wir da jetzt für die männlichen Studenten? :teufel:
    • plattyplus schrieb:

      Freakoid schrieb:

      Wie findet ihr die Aktion?
      Naja,jedenfalls nicht so realitätsfremd wie die Gesetzte, die wir an der Berufsschule haben. Uns in NRW ist ja sogar das Glas Sekt bei der feierlichen Übergabe der Abschlußzeugnisse untersagt. Das gilt insb. auch, wenn alle "Schüler" schon seit etlichen Jahren volljährig sind.
      Mit der Technikerschule auf den Weihnachtsmarkt und da einen Glühwein trinken, auch wenn der jüngste "Schüler" 25 ist? Nicht erlaubt.

      Oder anders: Wie erklärt man einem Schüler, daß die Besichtigung eines Weinbaubetriebs inkl. Verköstigung auf einer Klassenfahrt ausdrücklich als Ausnahme erlaubt ist, wenn er aber ein paar Stunden später mit einer Rotweinflasche in der Jugendherberge angetroffen wird, dies ein Problem ist?

      Und ja, 9. Klasse paßt auch so ungefähr. In dem Alter habe ich selber jedenfalls das erste Mal bewußt getrunken... war damals relativ guter Wodka. Und nein, so betrunken, daß das Zeug oben wieder raus gekommen ist, war ich noch nie, ich bin da vorher immer eingeschlafen.
      Obwohl... Den ersten Alkohol gabs schon eher bei der Konfirmation und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum das ein Problem ist, wo sie mir am Morgen doch alle erzählt haben, daß man mit dem ganzen Budenzauber jetzt "zu den Großen" gehört.
      wird das bei euch an der BBS wirklich so streng gehandhabt?
      Bisher wurde an den BBS, die ich kenne, zumindest für Abschlussfeiern sehr großzügige Ausnahmen gemacht.
    • Hannelotti schrieb:

      wird das bei euch an der BBS wirklich so streng gehandhabt?
      Als ich am Ende des Refs. meine UPP bestanden habe, hatten wir an dem Freitag um 16 Uhr noch eine Kiste Bier im Lehrerzimmer verköstigt. Da war also nicht einmal ein Schüler dabei. Selbst das gab schon einen gehörigen Anschiß von der damaligen Schulleitung.

      Naja, ich wollte eh nicht an der Schule bleiben und die wollten mich auch nicht haben. Als die SL an der Schule mich alleine dann dafür zusammenfalten wollte und nicht die übrigen Kollegen bis rauf zum Studiendirektor (a15), die dabei waren und ebenfalls Bierflaschen in Händen hielten, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Nach 2 Jahren Gängelung war einfach Schluß. So entgegnete ich der Chefin nur noch: "Sie sind zwar ranghöher als ich aber nicht meine weisungsbefugte Dienstvorgesetzte. Mein Dienstvorgesetzter ist der Seminarleiter." :teufel:

      Als studierte Juristin mußte sie den Unterschied kennen.
    • plattyplus schrieb:

      Uns in NRW ist ja sogar das Glas Sekt bei der feierlichen Übergabe der Abschlußzeugnisse untersagt. Das gilt insb. auch, wenn alle "Schüler" schon seit etlichen Jahren volljährig sind.
      Ich habe die entsprechende Stelle gerade nicht parat, aber die Schulkonferenz kann Ausnahmen zulassen.
      Das geht aber nicht pauschal, sondern in jedem Einzelfall, also z.B. für jede UPP, nach der hinterher eine Flasche Sekt geöffnet wird.

      Edit: § 54, 5 Schulgesetz
    • Ach ... die Diskussion hatten wir ja auch schon öfter. Manche Themen sind wie Schimmelflecken an einer Wand - egal wie eifrig man sie mit Farbe überstreicht, sie kommen doch immer wieder zum Vorschein.

      Wir halten uns im Kollegium an die gleichen Regeln, die auch für unsere Jugendlichen gelten: Kein Alkohol im Regelbetrieb, natürlich auch NICHT einfach mal so nach einer Konferenz (geht's noch???). Beim Apéro zum Jahresabschluss wird Wein ausgeschenkt, ebenso trinkt man Wein zusammen mit den Maturanden, nachdem die ihre Prüfungen bestanden haben. Auf Bildungsreise (Ende 12. Schuljahr, in der Regel alle 18) obliegt es der Klassenleitung zu entscheiden, ob Alkohol erlaubt oder komplett verboten ist. Das offizielle Schreiben der Schulleitung sagt "Alkohol nach dem Nachtessen in Massen (schweizer Schriftdeutsch kennt kein "scharfes s" - ha ha) erlaubt". Ich kenne nur wenige Kollegen, die so (aus meiner Sicht) kleinlich sind, das Bierchen am Abend zu verbieten und mit denen gehe ich nicht auf Bildungsreise. Verbieten kann man ja, gemacht wird's eben trotzdem.

      Im Rahmen von Projektwochen und Sonderunterricht brauen wir Chemiker (also vor allem ich) Bier und produzieren Fruchtwein. Natürlich wird das mit den mind. 16jährigen auch verköstigt. Meint, jeder probiert am Ende mal nen Schluck, den Rest nehmen die Jugendlichen mit nach Hause und tun damit was immer sie wollen, geht mich dann nichts mehr an. Beschwerden von Eltern hatte ich noch nie. Liegt vermutlich daran, dass unsere Informationspolitik da sehr transparent ist. Ach ja ... Cannabis haben wir auch schon chromatographiert. Zwar nur CBD-Hanf, aber der darf bei uns bis zu 1 % THC enthalten und dafür muss man ja nen Standard haben um zu sehen, wie viel drin ist. Der kommt dann eben aus meiner heimischen Schublade und da liegt er auch ganz legal. ;)
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      Früher war mehr Lametta!
    • Ich wundere mich immer wieder wozu die Schule heute alles zuständig sein soll. Den richtigen Umgang mit Alkohol lernt man immer noch am Beispiel des eigenen (erwachsenen) Umfelds... In meiner Familie wurde nie groß Alkohol konsumiert. In der Strauße mal ein Glas Wein; zum Brathähnchen mal ein kleines Bier; an Silvester, etc. ein Glas Sekt; mehr gab es nicht. Ich selbst trinke heute kaum bis gar keinen Alkohol. Ich kenne es nicht anders. Das lebe ich heute auch vor. Auf meinen Studienfahrten herrscht Alkoholverbot. Wer damit erwischt wird, fährt heim. Bei schulischen Feiern... Ein Glas Sekt mit Orangensaft zum Anstoßen, sonst nur nicht-alkoholische Getränke. Meist muss ich sowieso fahren im Anschluss.
    • Es ist ein Thema mit echtem Lebensweltbezug das die Jugendlichen sehr interessiert. Ob es jetzt das Trinken unter Aufsicht sein muss... naja. Ich gehe das Thema ja von der biochemischen Seite an und natürlich wird dann auch der Aspekt "Sucht" angesprochen. Nicht mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger, sondern wiederum aus der biochemisch obektiven Perspektive.
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      Früher war mehr Lametta!
    • MrsPace schrieb:

      Den richtigen Umgang mit Alkohol lernt man immer noch am Beispiel des eigenen (erwachsenen) Umfelds... In meiner Familie wurde nie groß Alkohol konsumiert. In der Strauße mal ein Glas Wein; zum Brathähnchen mal ein kleines Bier; an Silvester, etc. ein Glas Sekt; mehr gab es nicht. Ich selbst trinke heute kaum bis gar keinen Alkohol.
      War in meiner Familie auch so. Alkohol gab es quasi nie, ich habe auch meine Eltern nur ganz selten mal Alkohol trinken sehen. Und ich habe sie noch nie in meinem Leben betrunken erlebt.
      Trotzdem habe ich mit 15/16 gemeinam mit meiner peer group verschiedene Getränke ausprobiert, auch bei uns war es eine ganze Zeit lang "cool" darüber zu reden, wer am Abend vorher besoffener war etc.
      Als Student habe ich eine typisches/klischeehaftes (je nach Einstellung) Studentenleben geführt, zu dem neben dem ernsthaftem Studium auch ein lebhaftes Partyleben gehört hat - mit entsprechendem Alkoholkonsum. Inzwischen hat sich das deutlich gelegt, aber auch heute noch kann es vorkommen, dass ich mal mehr trinke als ich wohl sollte. Nun halt nicht mehr quasi jedes Wochenende, sondern alle paar Wochen mal oder so.
      Ich schreibe das nicht, um hier eine Debatte darüber loszutreten, was "normal" ist. Weder möchte ich hier als Alkoholoker dastehen noch möchte ich andere als vermeindliche Spießer darstellen. Aber so einfach wie "Man macht halt das, was man bei den Eltern sieht!" ist es eben nicht.
    • Abgesehen von unterschiedlichen rechtlichen Vorschriften gibt es da eben auch je nach Schule einen sehr unterschiedlichen Umgang: Alle meine Schüler sind minderjährig, also gilt bei uns im Schulhaus für Schulzeiten und Schulfeste ein Alkoholverbot. Vor Fasnet kommt zusätzlich die Polizei ins Haus und arbeitet im Rahmen eines Präventionsprogramms mit den 9ern und 10ern zum Thema Alkohol. Die anschließende Fasnetfeier im Kollegium nach Entlassung der SuS beinhaltet aber auch Sekt zum Anstoßen für alle die mögen. An anderen Schulen im Kreis gilt dagegen generell und zu allen Tageszeiten ein vollständiges Alkoholverbot für Schüler und Lehrer. Da ist dann auch der erwähnte Sekt vollständig verboten.
    • Och, ich hatte mir auch schon überlegt, ob ich das Thema Fotosynthese nicht lebensnaher gestalten könnte, so als Projekt mit Fachübergriff aus Biologie, Chemie und Wirtschaft. Erst ziehen wir Hanfpflanzen an (natürlich unter optimalen Bedingungen), isolieren das THC, konsumieren es und verkaufen es dann. In Biologie kann ich dann gleich noch das Thema Nervenphysiologie behandeln.

      Aber komischwerweise gab es Einwände gegen das Projekt....