#FridaysforFuture - Nanu, Frau Merkel!

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    • Das ZDF hat offenbar schlecht recherchiert, die BAZ gehört Chrisoph Blocher und ist ein rechtspopulistisches Schmierblatt, gewissermassen ein Schandfleck im rot-grünen Basel. Ich würde die NZZ empfehlen. Es hat zwar keine rechtliche Bindung, aber im Kanton St Gallen z B kam es im Zuge dessen zur Debatte über eine mögliche Kerosinsteuer.

      Aber ja, die SP macht im Baselland natürlich auch Wahlkampf damit. Das ist auch gut so, denn die SVP muss dringend weg. Die sind nicht nur schädlich fürs Klima sondern auch für die Bildungspolitik.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Wollsocken80 schrieb:

      Ich würde die NZZ empfehlen. Es hat zwar keine rechtliche Bindung, aber im Kanton St Gallen z B kam es im Zuge dessen zur Debatte über eine mögliche Kerosinsteuer.
      Ok,
      dann die NZZ: nzz.ch/schweiz/schuelerstreik-…manotstand-aus-ld.1461370

      Zitate daraus:
      • "Insbesondere am Begriff Klimanotstand stiessen sich diverse Mitglieder des Grossen Rates. «Notstand» stehe für die Ausserkraftsetzung des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens und sei daher nicht adäquat."
      • "So erklärte der liberaldemokratische Grossrat André Auderset, mehrere Forderungen seien fragwürdig. Ausserdem würden die Jugendlichen nicht ernst genommen, wenn man eine Resolution im Wissen übernehme, dass sie gar nichts bewirke."
      Also doch wieder Wahlkampf.

      Und zur Kerosinsteuer im Kanton St. Gallen: An welchen Flughäfen in St. Gallen wird denn Kerosin in nennenswertem Umfang verkauft? Die kleinen Propellerflugzeuge mit Kolbenmotoren benötigen AvGas (=Benzin) und kein Kerosin (= vergleichbar mit Diesel). AvGas wird seit jeher besteuert. Bei uns kostet der Liter AvGas der Standard-Sorte 100LL an die 3,- €/l.

      Da ist der Beschluß in St. Gallen dann auch wieder Symbolpolitik, die aber absolut nichts bringt. Das wäre so, als würden wir in Deutschland den Weltraum-Tourismus besteuern oder das Fracking zur Erdölgewinnung, wohlwissend, daß es sowas bei uns nicht gibt bzw. inzw. verboten ist.
      --> umweltbundesamt.de/themen/wass…zung-belastungen/fracking
    • plattyplus schrieb:

      Und zur Kerosinsteuer im Kanton St. Gallen:
      Sorry, falsch ausgedrückt. Natürlich hättest Du auch selbst nachlesen können, bevor Du schreibst. Hattest ja den Artikel schon. Hast ihn nur nicht zu Ende gelesen sondern nur schnell das für Dich passende rauskopiert. Es handelt sich um eine "Flugticketabgabe" und im Moment haben wir es nur mit einer Standesinitiativen zu tun, die natürlich erst mal vors Volk geht. Da der Schweizer an sich aber doch recht umweltbewusst ist (es gibt sogar "Abtrünnige" bei der SVP ...) stehen die Chancen nicht schlecht, dass sowas durch kommt. Zumal eine Preiserhöhung bei Flugtickets hier kaum jemanden empfindlich treffen würde.

      Bezüglich Wahlkampf: Die von Dir zitierte Passagen beziehen sich auf Basel-Stadt, da ist kein Wahlkampf. Falscher Kanton. ;)
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    • Zumindest fällt auf, dass hier von Leuten mehrfach diskriminierend geabreitet wird, die maßgeblich das AGG auf den Weg gebracht haben bzw. zur Klientel derselben gehören.
      Die Phrase "alter weißer Mann", so wie sie in der Debatte verwendet wird, diskriminiert 3-fach, nämlich nach Hautfarbe, Alter und Geschlecht.

      Und ja, das Klima ändert sich, ja die Menschheit hat einen Anteil daran und ja wir sollten unsere Umwelt nicht versauen. Deshalb muß man aber nicht hysterisch werden oder in Panik geraten und damit seiner Umgebung permanent auf den Nerven herumtrampeln. Für mich nimmt im Moment schon pathologische Züge an.

      Und wenn die liebe Greta meint, alle müssten die selbe große Angst verspüren wie sie selbst (wie in einem anderen Beitrag zitiert), dann ist das m.E. ein Fall für professionelle Hilfe. Ich jedenfalls verspüre keine Angst und wünsche mir für meine Schüler, dass sie auch keine verspüren.
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
    • plattyplus schrieb:

      "Greta" fällt auf den fruchtbaren Nährboden der German Angst und schon haben wir den Salat.
      Das mit der "German Angst" erklär mal meinen schweizer Schülern. Ich sehe hier ganz klar ein wachsendes Bewusstsein für die Problematik vor allem in wirtschaftsstarken Ländern. Wir können es uns "leisten" umweltbewusst zu sein, vielerorts auf der Welt hat man andere Probleme. Umweltbewusstsein ist damit ein Merkmal wirtschaftlichen Fortschritts.
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    • SteffdA schrieb:

      Und wenn die liebe Greta meint, alle müssten die selbe große Angst verspüren wie sie selbst (wie in einem anderen Beitrag zitiert), dann ist das m.E. ein Fall für professionelle Hilfe. Ich jedenfalls verspüre keine Angst und wünsche mir für meine Schüler, dass sie auch keine verspüren.
      Also sind - ganz unabhängig von Greta- Jugendliche, die sich mit hoher emotionaler Beteiligung politisch engagieren für dich generell ein Fall für den Therapeuten/Psychiater?

      Angst ist - neben der Hoffnung auf Veränderung- ein wichtiger Motivator für politisches Engagement wie ja gerade der Erfolg von Pegida bzw.der AfD sehr eindrücklich zeigen. Ob sie immer des beste Berater ist sei mal dahingestellt. Grundlegend geht mit großer Angst aber sehr oft auch großer Mut einher und die Hoffnung auf eine positive und friedliche Veränderung der eigenen Lebenswelt (man denke nur an die Montagsdemonstrationen in der ehemaligen DDR). Verbunden mit dem Gefühl der Selbstwirksamkeit, dass die Jugendlichen, die auf die Straßen gehen und friedlich demonstrieren (anders als Pegida und Co also) ganz bestimmt motiviert, ist das weit weg von einer "German Angst". Vielmehr spricht es für eine Art von Zuversicht durch eigenes Handeln Öffentlichkeit generieren zu können, ein Thema setzen zu können, etwas bewirken zu können.
      Natürlich gehört zu diesem eigenen Handeln dann auch das private Handeln dazu und natürlich haben auch Jugendliche die mitdemonstrieren hier noch Lernfelder- wir Erwachsenen aber auch! Da kann sich jeder von uns dann einfach mal zuerst an der eigenen Nase packen, ehe wir beginnen mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ich weiß mein ökologischer Fussabdruck ist - obwohl ich nicht in den Urlaub fliege, weitestgehend regional, bio und fleischarm einkaufe und Dinge eher repariere als neu zu kaufen- noch immer größer, als er sein sollte. Daran arbeite ich konstant weiter. Wie sieht das bei euch aus?
    • CDL schrieb:

      Ich weiß mein ökologischer Fussabdruck ist - obwohl ich nicht in den Urlaub fliege, weitestgehend regional, bio und fleischarm einkaufe und Dinge eher repariere als neu zu kaufen- noch immer größer, als er sein sollte.
      Das mit dem "nicht in den Urlaub fliegen" ist halt so eine Sache, die man auch von einer ganz anderen Seite noch mal durchdenken muss. Die typischen Urlaubsländer, die man mit dem Flugzeug so erreicht, leben vom Tourismus. Versuch Dir mal auszurechen, was es z. B. für die portugiesische oder griechische Wirtschaft bedeutet, wenn jetzt jeder von uns ganz ökologisch aufs Fliegen verzichtet. So funktioniert das nicht. Das meinte ich schon auch, als ich oben schrieb "wir können uns das leisten". Es geht auch nicht nur ums CO2, das wird mir persönlich im Moment viel zu stark fokussiert. Es geht allgemein um den Raubbau an der Natur, den z. B. Rohstoffförderung verursacht aber auch gedankenloser Konsum von Wegwerfartikeln aus Plastik. Die Elektromobilität ist ganz sicher der nächste Schuss in den Ofen. Wo sollen all die Rohstoffe für all die tollen Lithium-Ionen-Akkus herkommen? Mit welchem Strom werden die Dinger tagtäglich geladen? Vor unserer Haustür stehen zunehmend öfter E-Bikes und E-Trottinetts, die man leihen kann. Warum zur Hölle muss man IN DER STADT ein Velo mit Motor haben? Wozu braucht ein Trottinett überhaupt einen verdammten Motor? Wir werden immer fauler und immer egoistischer, das ist eigentlich der Kern der ganzen Problematik.
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    • Im Mittelalter waren die meisten Leut' noch nicht so faul und egoistisch, da ging's nämlich noch ohne E-Roller und Waschmaschine! Und so viel mit dem Smartphone gedaddelt haben die auch nicht!

      Lohnabhängige Konsumenten können nicht die Produktionsweise bestimmen, da sie nur konsumieren können, wofür ihr Lohn ausreicht.

      Es ist das Prinzip des maximalen Profits (der kapitalistischen Produktionsweise), inkl. technischem Fortschritt, das die Umweltschäden verursacht - und nicht ein Sittenverfall der Menschheit.

      Meine Großmutter hat noch eine Kuh mit Karren zum Acker geschickt und keinen Diesel. Dass sie damit als Umwelt-Engel ihrer Zeit voraus war, bezweifle ich.
    • Morse schrieb:

      Lohnabhängige Konsumenten können nicht die Produktionsweise bestimmen, da sie nur konsumieren können, wofür ihr Lohn ausreicht.
      Schöne Theorie, in der Praxis können wir hier in reichen Industrieländern selbst auf der Basis von Transferleistungen wie ALG II verdammt viel durch bewussten Konsum mitbewirken. Ich habe bei meiner letzten Arbeitsstelle gerade soviel verdient, dass ich nicht mehr ALG II aufstocken durfte. Dennoch war es mir möglich ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit zu leben. Zumindest in entsprechend wohlhabenden Gesellschaften können wir uns also nicht aus materiellen Gründen aus unserer individuellen Verantwortung herausreden. Oder wie Wollsocken schreibt: "Wir können uns das leisten!"

      Firmen produzieren was wir Menschen nachfragen. Ein bewusster, kritischer Umgang mit der Kreation von Bedürfnissen durch Werbung und der damit einhergehenden Beschleunigung von (sinnlosem) Konsum kann beispielsweise helfen den eigenen Konsum nachhaltiger zu gestalten. Auch das Nachdenken über Emotionen und echte Lebensbedürfnisse kann helfen, damit man auf deren Realisierung hinarbeitet statt Gefühle durch Massenkonsum zu übertünchen. Der mündige Bürger existiert schließlich nicht nur als Zielvorstellung der politischen Bildung, sondern in Form des mündigen Konsumenten auch im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts, in dem wir an vielen kleinen Stellen mit den Schülern Umgang mit Ressourcen, Interessen verschiedener Akteure, Folgen und einen möglichen individuellen/unternehmerischen/staatlichen Umgang damit thematisieren. MIt meinen 7ern habe ich zuletzt zum Thema Smartphones über seltene Erde und Rohstoffverbrauch im technischen Bereich diskutiert, mit den 8ern über das Plastikmüllproblem und Mikroplastik in den Weltmeeren oder dem Trinkwasser.

      Meinen Schülern ist da verdammt viel bereits bewusst, was ich in den Beiträgen des einen oder anderen Users in diesem Thread an Selbsterkenntnis oder Selbstkritik noch vermisse. Statt die Positionen der Schüler zu entwerten, ließe sich womöglich von ihnen etwas lernen...
    • Gerade diese Debatte benötigt echte Kontroversen. Fakten keine Gefühle. Leider kommen die Naturwissenschaftler bei dieser Thematik weniger zu Wort als andere.

      Man sollte auch darüber sprechen, was die Energiewende bedeutet/kostet, wie alternative Energien in den Konflikt mit Natur-und Tierschutz geraten und welcher Verzicht notwendig sein wird.

      Ich kann z.B. Menschen nicht ernst nehmen, die anderen etwas von Ökobilanz erzählen, selbst aber in den letzten Winkel der Welt fliegen, die kritischen Aspekte bei E-Autos und der Energiewende völlig vergessen (nur ein paar Beispiele: (sueddeutsche.de/auto/elektroau…erien-recycling-1.4218519 oder zdf.de/dokumentation/planet-e/…der-elektroautos-100.html oder nabu.de/tiere-und-pflanzen/voe…en/windenergie/index.html). Tausende andere Artikel mehr.

      Ich bin für Veränderung, aber auch für mehr Sachverstand in der Diskussion.

      Im Unterricht kommt das Thema übrigens in allen Varianten vor und steht auch im Lehrplan. Die Schüler sind oft auch realistischer als die Lehrbücher und viele geben zu, dass sie auf Gewohntes nicht verzichten wollen.
    • Morse schrieb:

      Lohnabhängige Konsumenten können nicht die Produktionsweise bestimmen, da sie nur konsumieren können, wofür ihr Lohn ausreicht.
      Das ist viel zu kurz gedacht, um es dir selbst bequem zu machen. Konsumenten können nicht nur entscheiden, was sie konsumieren, sondern auch, wieviel.
      Man muss nicht 500g Fleisch aus Masttierhaltung in seine Bolognese hauen (250g "Öko" tuen es auch), man muss kein Obst/Gemüse aus Südafrika kaufen, man kann Milch aus der Region kaufen, man muss nicht rauchen, man kann Stoffbeutel zum Einkaufen verwenden, man muss nicht aus Faulheit Wegwerfbesteck/-geschirr verwenden, man braucht keine Strohhalme (aus Plastik), man muss keinen VW fahren, man muss nicht 500m mit dem Auto zum Bäcker fahren usw. usf. Das sind alles nur Kleinigekeiten, aber relativ problemlos machbar und wenn jeder sein Verhalten nur ein bisschen ändert, ist das in der Summe schon einiges. Zusätzlich noch ein wenig sachverständiger rechtlicher Eingriff (ich weiß, es ist utopisch), und die Menschheit wäre ein gutes Stück weiter.

      Wenn man allerdings daran glaubt, dem pösen Kapitalismus ausgeliefert zu sein und an nichts etwas ändern kann, tja, dann ist das Leben natürlich deutlich einfacher. Und so schön beschweren kann man sich auch noch.
    • Morse schrieb:

      Lohnabhängige Konsumenten können nicht die Produktionsweise bestimmen, da sie nur konsumieren können, wofür ihr Lohn ausreicht.
      Du kommst echt immer wieder mit den gleichen Sätzen daher, das bringt uns in der Diskussion genau nullkommagarnicht weiter. Ich hab's Dir schon mal erklärt und ich schreib's auch hier jetzt wieder hin: Mein Lohn ist mehr als ausreichend dafür, dass ich mir Fleisch von schweizer Wohlfühlkühen kaufen kann. Ich kann meinen Lohn aber auch über die Grenze tragen und deutsche Massentierhaltung unterstützen. Rate, was ich mache.


      Morse schrieb:

      Meine Großmutter hat noch eine Kuh mit Karren zum Acker geschickt und keinen Diesel. Dass sie damit als Umwelt-Engel ihrer Zeit voraus war, bezweifle ich.
      Wenn das jetzt ein Gegenargument zu meinen Ausführungen bezüglich E-Trottinetts sein soll, dann kann ich Dich leider nicht mehr ernst nehmen. Wir diskutieren über das, was im Hier und Jetzt geschieht und was wir ganz konkret im Hier und Jetzt tun können. Gegen die Klimaveränderung streiken und E-Trottinett fahren passt ganz klar nicht zusammen. Luft- und Wasserqualität waren zu Zeiten der Industrialisierung und noch vor 30 - 40 Jahren erheblich schlechter als jetzt. JETZT geht es um Emissionen von Treibhausgasen die nachweislich unser Klima beeinträchtigen (aber nicht unmittelbar unsere Gesundheit gefährden wie eben Kohlefeinstaub oder Schwefeldioxid) und es geht - und das kommt mir in der Debatte eben erheblich zu kurz - um eine massive Verschwendung von endlichen Ressourcen, die mit einem ganz massiven Raubbau an der Natur einhergeht.


      anjaby schrieb:

      Leider kommen die Naturwissenschaftler bei dieser Thematik weniger zu Wort als andere.
      Das ist beim Thema "Umweltschutz" immer schon so gewesen. Emotionen sind halt sexier als Fakten. Als schönes Beispiel hierfür sei die unsägliche Streiterei um die Ölplattform Brent Spar genannt. Viele der Was-zu-sagen-Haber bei Organisationen wie Greenpeace & Co haben keine naturwissenschaftliche Ausbildung und dementsprechend auch gar nicht die Kompetenz das Maul soweit aufzureissen, wie sie es nun mal tun.

      Ich gebe Dir aber absolut recht, den meisten Leuten ist es zu mühsam Fakten zu recherchieren. Mich fragten letztens Schüler, was wohl ökologisch besser sei: PET-Flaschen oder Aludosen? Nun, es ist ja durchaus rühmlich, die Frage überhaupt zu stellen. Es wäre aber eine Sache von nicht mal 2 min gewesen einfach mal selber die Begriffe "Ökobilanz" und "Verpackungsmaterialien" bei Tante Google einzuhacken und siehe da, man findet sehr schnell sehr seriöse und übersichtliche Publikationen zu diesem Thema, die einem eigentlich alle Fragen beantworten. Es ist übrigens die PET-Flasche und sie hat in etwa die gleiche gute bzw. schlechte Ökobilanz wie Mehrwegglas. Einwegglas hat dagegen eine erheblich schlechtere Ökobilanz. Quelle z. B. hier:

      Ökobilanz Verpackungsmaterialien
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    • Über die vermeintliche oder tatsächliche "Macht des Konsumenten" wurde an anderer Stelle schon ausführlicher diskutiert:

      Mich kotzt die ewige Stimmungsmache gegen die Lehrer mittlerweile nur noch an

      (Ab Beitrag 138)

      Vielleicht kann man die Diskussion dort ggfs. noch ergänzen.

      Schmidt schrieb:

      Wenn man allerdings daran glaubt, dem pösen Kapitalismus ausgeliefert zu sein und an nichts etwas ändern kann, tja, dann ist das Leben natürlich deutlich einfacher. Und so schön beschweren kann man sich auch noch.
      Und ich finde wir machen einen Denkfehler, wenn wir mit unseren Oberstudienratsgehältern der großen Kik-"Geiz ist Geil"-Masse die Schuld an der Umweltzerstörung in die Schuhe schieben wollen, während wir im Bioladen mit reinem gewissen Fair-Trade Kaffee trinken und uns gegenseitig dafür auf die Schulter klopfen "wenn doch nur alle so bewusst wären wie wir!"
      Meines Erachtens liegt die Ursache der Umweltzerstörung ja woanders, das kann man im oben verlinkten Thread auch weiter nachlesen, wenn es interessiert.
      Anmerken möchte ich noch, dass man Kapitalismus m.E. nicht als "pöse" abtun, sondern versuchen sollte zu verstehen, wie der überhaupt funktioniert.
      Was aber stimmt ist, dass ich es tatsächlich so sehe, dass wenn man nicht unter einem Stein im Wald leben will, diesem Prinzip schon "ausgeliefert" ist und das auch nicht ändern kann.
      Ich halte es für eine Illusion zu glauben, dass man durch den Kauf von bestimmten Produkten oder sogar der aktiven Beteiligung in kollektiver/fairer Landwirtschaft (boomt ja immer mehr) quasi Freiräume innerhalb des Kapitalismus schaffen.
      Das heißt aber nicht, dass ich dieses Engagement - wie auch das der Schüler, um die es ja im Thread geht - per se falsch finde. Falsch finde ich manche Vorstellungen, die teilweise dahinter stecken, wie z.B. die Hoffnung, dass Politiker und Wirtschaft erkennen, dass die Umwelt wichtiger als Profite sind.
    • Wollsocken80 schrieb:

      Morse schrieb:

      Lohnabhängige Konsumenten können nicht die Produktionsweise bestimmen, da sie nur konsumieren können, wofür ihr Lohn ausreicht.
      Du kommst echt immer wieder mit den gleichen Sätzen daher, das bringt uns in der Diskussion genau nullkommagarnicht weiter. Ich hab's Dir schon mal erklärt und ich schreib's auch hier jetzt wieder hin:
      Das gleiche könnte ich Dir sagen! ;)
      Wir haben eben unterschiedliche Meinungen und möchten deshalb die des anderen nicht unwidersprochen stehen lassen.
      Ich habe deshalb eben die andere Diskussion zu dem Thema verlinkt.

      Wollsocken80 schrieb:

      Morse schrieb:

      Meine Großmutter hat noch eine Kuh mit Karren zum Acker geschickt und keinen Diesel. Dass sie damit als Umwelt-Engel ihrer Zeit voraus war, bezweifle ich.
      Wenn das jetzt ein Gegenargument zu meinen Ausführungen bezüglich E-Trottinetts sein soll, dann kann ich Dich leider nicht mehr ernst nehmen. Wir diskutieren über das, was im Hier und Jetzt geschieht und was wir ganz konkret im Hier und Jetzt tun können. Gegen die Klimaveränderung streiken und E-Trottinett fahren passt ganz klar nicht zusammen. Luft- und Wasserqualität waren zu Zeiten der Industrialisierung und noch vor 30 - 40 Jahren erheblich schlechter als jetzt. JETZT geht es um Emissionen von Treibhausgasen die nachweislich unser Klima beeinträchtigen (aber nicht unmittelbar unsere Gesundheit gefährden wie eben Kohlefeinstaub oder Schwefeldioxid) und es geht - und das kommt mir in der Debatte eben erheblich zu kurz - um eine massive Verschwendung von endlichen Ressourcen, die mit einem ganz massiven Raubbau an der Natur einhergeht.
      Das war kein Gegenargument gegen E-Trottinetts, sondern gegen die Behauptung, dass es der Kern der Problematik sei, dass wir immer fauler und egoistischer würden.

      Ein Staat, der seine Umweltpolitik stark geändert hat, ist China. Ob die Kehrtwende aus moralischen Gründen erfolgte? Ich persönlich glaube das nicht.
    • Morse schrieb:

      Wir haben eben unterschiedliche Meinungen
      Es geht bei dem Thema nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Fakt ist, dass das Problem mit der Umweltverschmutzung mit der Industrialisierung zunächst massiv zugenommen hat und schliesslich dank staatlicher Regulierung in vielen Teilen der Welt ebenso massiv wieder abgenommen hat. Fakt ist aber auch, dass wir dank wissenschaftlichem Fortschritt heute ziemlich genau wissen, dass wir Scheisse bauen und es trotzdem tun. Fakt ist weiterhin, dass der Klimawandel ein sehr langsamer Prozess ist und uns mit ziemlicher Zeitverzögerung erst um die Ohren fliegt, was wir seit ca. 250 Jahren verkacken. Das ist aber kein Grund es weiterhin zu verkacken.


      Morse schrieb:

      Das war kein Gegenargument gegen E-Trottinetts, sondern gegen die Behauptung, dass es der Kern der Problematik sei, dass wir immer fauler und egoistischer würden.
      Doch natürlich ist das so. Sieht man ja hier im Thread doch sehr schön. Die, die was tun wollen, sind doch alles nur Heuchler, da tu ich mal lieber nichts (= ich bin zu faul), dann bin ich wenigstens nur ne Umweltsau aber kein Heuchler. Ist natürlich jetzt sehr polemisch und überspitzt zusammengefasst, aber mit belegbaren Fakten hast Du's ja auch nicht so. Du gibst hier immer nur Deine antikapitalistischen Theorien zum Besten. Das nervt mich zugegeben allmählich.
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      Früher war mehr Lametta!
    • anjaby schrieb:



      ...
      Ich kann z.B. Menschen nicht ernst nehmen, die anderen etwas von Ökobilanz erzählen, selbst aber in den letzten Winkel der Welt fliegen, die kritischen Aspekte bei E-Autos und der Energiewende völlig vergessen
      Vielleicht hab ich's überlesen, aber hier hat m.E. niemand E-Autos beworben und ich für meinen Teil bin erst 2x im Leben geflogen.

      Es geht auch nicht um Lösungsansätze, wir sind keine Ingenieure. Es geht darum, dass jemand für Lösungsansätze bezahlen muss. Und dass es viel mehr politische Regularien braucht, die Politik aber viel zu sehr von Konzernen gelenkt wird.

      Was diese Jugendlichen, um die es hier geht, tun, ist zu sagen: STOP, es darf nicht weitergewurschtelt werden wie bisher. Um mehr geht's doch erst mal gar nicht.