Fridays for Future

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    • Wollsocken80 schrieb:

      0911Mathematiker schrieb:

      Der Schulbesuch ist freiwillig.
      Schon, aber es besteht Unterrichtspflicht. Es wäre also spannend zu wissen, wie das (bayrische) Schulgesetz mit diesem Begriff umgeht.
      Die Schüler müssen in Bayern "regelmäßig" am Unterricht teilnehmen (BayEUG Art. 56 Abs.4). Regelmäßig heißt, es gibt Ausnahmen.
    • lamaison schrieb:

      Ich finde es gut, dass die Schüler dafür auf die Straße gehen. Dass die Demonstrationen zur Unterrichtszeit stattfinden ist etwas problematisch, aber evtl. wirksamer. Ich würde es meinen Kindern nicht verbieten und als Schule eine Lösung suchen. Gehen politischen Veränderungen nicht oft Demonstrationen voraus?

      Man liest ja nun, dass sich immer mehr Erwachsene den Klima-Demos anschließen. Grundsätzlich finde auch ich das gut, nur frage ich mich gerade, ob diese Erwachsenen dann auch - wie so mancher hier meint - während ihrer Arbeitszeit demonstrieren gehen sollten, natürlich ohne Sanktionen, weil es dann "mehr Eindruck" macht, als wenn man nach der Arbeit demonstrieren ginge.

      Und wie würde man wohl reagieren, wenn irgendwo Schüler (ähnlich Pergida) gegen "Überfremdung" während der Unterrichtszeit demonstrieren gehen? Bestimmt gibt es auch Schüler dieser "Denkrichtung". Die Frage ist also für mich, dürfen Regeln, vor allem auch Gesetze gebrochen werden, wenn einem die Gründe dafür sympathisch sind; hingegen nicht, wenn einem die Gründe dafür "unsympathisch" sind? Kann das das Kriterium sein?

      Ich plädiere für Demos außerhalb der Unterrichtszeit. Sollten dann immer noch "Massen" demonstrieren gehen, was ich toll fände, ist auch mediale Aufmerksamkeit sicher. Ich plädiere wiederum nicht für Strafen, sondern für "fantasievolles Nacharbeiten", z.B. durch Samstagsunterricht engagierter Lehrer.

      PS: Die Demos 1989 fanden meiner Erinnerung nach alle nach der üblichen Arbeitszeit, nämlich abends statt.
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht verstehn... (Johann Wolfgang Goethe: Faust I )
    • 0911Mathematiker schrieb:

      Die Schüler müssen in Bayern "regelmäßig" am Unterricht teilnehmen (BayEUG Art. 56 Abs.4). Regelmäßig heißt, es gibt Ausnahmen.
      Bei uns regelt einfach die schulhausinterne Absenzenordnung diese "Regelmässigkeit". Ich schrieb ja im parallelen Thread schon, dass unsere Schulleitung die SuS für den ersten Klimastreik in Basel entschuldigt hat. Wie es jetzt weitergeht, darüber ist noch nicht entschieden. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass wir es hier mit der politischen Beeinflussung (aka "Beutelsbacher Konsens") nicht so genau nehmen. Jedenfalls finde ich nirgendwo explizite Weisungen dazu. Es ist nicht das erste mal, dass unsere SL für eine politisch motivierte Demonstration freistellt, unser SuS haben während der Schulzeit (betroffen war der Nachmittagsunterricht) auch gegen die vom Kanton beabsichtigten Sparmassnahmen im Bildungsbereich demonstriert.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Kippelfritze schrieb:

      Und wie würde man wohl reagieren, wenn irgendwo Schüler (ähnlich Pergida) gegen "Überfremdung" während der Unterrichtszeit demonstrieren gehen? Bestimmt gibt es auch Schüler dieser "Denkrichtung".
      Und das sind bei mir so grob 75% aller Azubis, die so eingestellt sind.


      Kippelfritze schrieb:

      Ich plädiere wiederum nicht für Strafen, sondern für "fantasievolles Nacharbeiten", z.B. durch Samstagsunterricht engagierter Lehrer.
      Dann finde mal so motivierte Kollegen. Bei uns herrscht eher die Meinung vor: Wie kann man die Schüler nacharbeiten lassen, ohne das es den Kollegen mehr Arbeit macht und für die Schüler maximal nervig ist.

      Und ja, ich sehe den Vermerk "unentschuldigt" sowie die Note 6 nicht als Strafe sondern als logische Folge des Schülerhandelns. Das ist vorher alles bekannt. Strafe wäre ein direkter Rauswurf, sobald jemand wegen der Demos mehr als 20 Stunden in einem Monat gefehlt hat.
    • Neu

      plattyplus schrieb:

      ...

      Kippelfritze schrieb:

      Ich plädiere wiederum nicht für Strafen, sondern für "fantasievolles Nacharbeiten", z.B. durch Samstagsunterricht engagierter Lehrer.
      Dann finde mal so motivierte Kollegen. Bei uns herrscht eher die Meinung vor: Wie kann man die Schüler nacharbeiten lassen, ohne das es den Kollegen mehr Arbeit macht und für die Schüler maximal nervig ist....

      Ich spreche damit natürlich auch all jene Kollegen an, die hier und anderswo das Demonstrieren während der Unterrichtszeit toll finden und befürworten und verteidigen ...
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht verstehn... (Johann Wolfgang Goethe: Faust I )
    • Neu

      Woraus schließt du denn, dass ich mit einer allgemeinen Aussage ganz genau und nur dich meinte? (Ich kann mich gar nicht an Beiträge von dir erinnern und bin wie gewöhnlich zu bequem, um noch mal alles zu durchstöbern, was vorher geschrieben wurde.)

      Ich finde aber schon, wer die Demos während der Unterrichtszeit als engagiert und couragiert bezeichnet und unterstützt und rechtfertigt, der darf doch auch mal selbst ein bisschen engagiert sein und als Ausgleich Nachholstunden am Nachmittag oder am Samstag anbieten, gerade auch um "echte Strafen" zu vermeiden.

      Allerdings bestätigst du, was plattyplus schrieb. Wie sagt man: Was mir den Pelz, aber mach mich nicht nass?
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

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    • Neu

      Kippelfritze schrieb:

      Ich finde aber schon, wer die Demos während der Unterrichtszeit als engagiert und couragiert bezeichnet und unterstützt und rechtfertigt, der darf doch auch mal selbst ein bisschen engagiert sein und als Ausgleich Nachholstunden am Nachmittag oder am Samstag anbieten, gerade auch um "echte Strafen" zu vermeiden.
      "Ich mach mir die Welt, wiede wiede wie sie mir gefällt"
      pingo, ergo sum
    • Neu

      Kippelfritze schrieb:

      Ich spreche damit natürlich auch all jene Kollegen an, die hier und anderswo das Demonstrieren während der Unterrichtszeit toll finden und befürworten und verteidigen ...

      Kommt vielleicht auch auf die Schulform an, aber wenn ein Schüler krank ist muss er sich auch selbstständig um das Nacharbeiten kümmern (natürlich mit Unterstützung bei Bedarf).
      Gilt also auch für so etwas. Da muss ich dann nicht den Unterricht zweimal halten.
    • Neu

      Kiggie schrieb:

      Kippelfritze schrieb:

      Ich spreche damit natürlich auch all jene Kollegen an, die hier und anderswo das Demonstrieren während der Unterrichtszeit toll finden und befürworten und verteidigen ...
      Kommt vielleicht auch auf die Schulform an, aber wenn ein Schüler krank ist muss er sich auch selbstständig um das Nacharbeiten kümmern (natürlich mit Unterstützung bei Bedarf).
      Gilt also auch für so etwas. Da muss ich dann nicht den Unterricht zweimal halten.

      Ja, sicher. Deshalb sprach ich ja auch von "engagierten Kollegen", also jenen, die es toll und bewunderswert finden, dass die Schüler freitags während des Unterrichts für Klimaschutz demonstrieren.

      (Ich wäre dabei, ihnen mittels Nachholstunden irgendwelche Strafen zu ersparen.)
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht verstehn... (Johann Wolfgang Goethe: Faust I )
    • Neu

      Kippelfritze schrieb:

      Kiggie schrieb:

      Kippelfritze schrieb:

      Ich spreche damit natürlich auch all jene Kollegen an, die hier und anderswo das Demonstrieren während der Unterrichtszeit toll finden und befürworten und verteidigen ...
      Kommt vielleicht auch auf die Schulform an, aber wenn ein Schüler krank ist muss er sich auch selbstständig um das Nacharbeiten kümmern (natürlich mit Unterstützung bei Bedarf).Gilt also auch für so etwas. Da muss ich dann nicht den Unterricht zweimal halten.
      Ja, sicher. Deshalb sprach ich ja auch von "engagierten Kollegen", also jenen, die es toll und bewunderswert finden, dass die Schüler freitags während des Unterrichts für Klimaschutz demonstrieren.

      (Ich wäre dabei, ihnen mittels Nachholstunden irgendwelche Strafen zu ersparen.)


      Merkwürdiger Threadverlauf. Wie kommt man auf die Idee, jetzt von "engagierten" Lehrern quasi zu fordern, den Schülern samstags Nacharbeit anzubieten, um ihnen Strafen zu ersparen?
      Ich sehe es wie Krababbel. Und ich würde noch weiter gehen und dein Angebot, Kippelfritze, als politisches Statement sehen, was du als Lehrer eigentlich unterlassen solltest.
    • Neu

      Kathie schrieb:

      (...) als politisches Statement sehen, was du als Lehrer eigentlich unterlassen solltest.
      Stimmt nicht ganz. Tatsächlich sind wir als Lehrer in der Bundesrepublik Deutschland nur dazu verpflichtet einerseits im Sinne des Beutelsbacher Konsenses Schüler nicht zu indoktrinieren, nicht zu überwältigen, sie dazu befähigen die eigene Interessenlage zu analysieren und politische Situationen entsprechend zu beeinflussen, sowie Kontroverses im Rahmen der politischen Bildung (wobei sich das auch weiter fassen ließe) auch kontrovers darzustellen und nicht unzulässig zu reduzieren. Andererseits sind wir lediglich auf die Art "Neutralität" vereidigt, die das Grundgesetz uns abverlangt. Dieses Grundgesetz ist keineswegs neutral (sic!), sondern ein Wertekanon, den wir bei Bedarf sogar angehalten sind zu verteidigen und zu schützen.

      Persönliche politische Überzeugungen von Lehrern müssen diese auch nicht verschweigen: Wenn Schüler mich explizit fragen, was ich über Frage xy persönlich denke, darf ich offen antworten. Zentral ist dann nur - im Sinne des Beutelsbacher Konsenses- dass meine Schüler im Rahmen meines Unterrichts und ungeachtet meiner persönlichen politischen Überzeugungen einen Rahmen vorfinden, in dem sie eigene politische Überzeugungen äußern können ohne Furcht vor einer schlechten Note haben zu müssen, wenn diese Ansichten von meinen Überzeugungen abweichen. Ich sehe hierbei durchaus meine Aufgabe darin meine Schüler darin zu stärken ihre politischen Positionen zu erkennen und argumentativ zu vertreten, ganz gleich, ob ich diese Positionen teile oder nicht. Lediglich die Werte des Grundgesetzes stellen dabei eine Grenze für legitime Schülerpositionen dar.

      Die "Neutralität" von Lehrern wird tatsächlich oft missverstanden und in der Folge falsch weitergegeben. Bezogen auf den Politikunterricht kann ich bei Interesse zwei Artikel empfehlen zur Frage, wie politisch Politiklehrer bzw. der Unterricht sein dürfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: Ein -t fehlte zur erfolgreichen "Indokrination" des Forums...

    • Neu

      Natürlich dürfen wir eine politische Meinung haben.
      Und wenn uns SuS konkret danach fragen, dürfen wir diese sogar so äußern.
      Wir dürfen nur nicht postulieren, diese sei die "einzig richtige" - das wichtige Teilstück ist hier "meiner Meinung nach".

      Was ich hier aber in den Zitaten lese, ist weder politisch noch sinnvoll, sondern schlicht provokante Dreckscheuderei eines Gelangweilten.
      Naja - wenns dem Esel zu langweilig wird, geht er halt aufs Eis, hat auch was.

      Was die Demos angeht - ich finde es gut, wenn sich SuS bewusst für ein solches Thema wie Klimaschutz engagieren wollen (damit beweisen sie mehr Intelligenz und Realitätskompetenz als der derzeitige Oberbefehlshaber einer der mächtigsten Armeen der Welt, heilige Scheisse...), und finde es unverschämt, ihnen dabei Steine in den Weg legen zu wollen. Klar muss Verpasstes nachgearbeitet werden.Und zwar selbstständig von den SuS. Wie sonst auch, wenn sie, weshalb auch immer, Unterricht versäumen. Wenn man mich fragt - ich würde die Teilnahme an einer solchen Demo durchaus als Entschuldigungsgrund akzeptieren, hätte da aber gerne sowas wie einen "Stempel" - SuS sind auch da gewesen und haben nicht einfach blaugemacht.
      Meine AG wurde allerdings noch nicht bestreikt - und die ist jede Woche am Freitag (und jede zweite am Mittwoch). Interessant, hm?
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Neu

      Trantor schrieb:

      CDL schrieb:

      Bezogen auf den Politikunterricht kann ich bei Interesse zwei Artikel empfehlen zur Frage, wie politisch Politiklehrer bzw. der Unterricht sein dürfen.
      Und die wären?
      Autorengruppe Fachdidaktik: Wie politisch darf mein Unterricht sein?, in: Autorengruppe Fachdidaktik: Was ist gute politische Bildung, 2.Auflage, Schwalbach 2017, S.23-33

      zentrale Aussagen:

      - Beutelsbacher Konsens als gemeinsame Grundprinzipien für den Unterricht
      -"Es wäre ein Irrglaube, Politikunterricht könne neutral und unparteilich sein, denn das widerspräche der Eigenart demokratischer Politik und der Eigenart der Sozialwissenschaften. Die Scheu vor Konflikten ist zwar verständlich, aber keine angemessene Antwort (...). Der Unterricht darf nicht nur politisch sein, er muss es sein." (S.25)
      - eigene Position des Lehrenden muss auf Nachfrage dargestellt werden, wobei deutlich gemacht werden muss, dass diese persönliche Äußerung sonst niemanden bindet
      - "Die Frage, wie politisch mein Unterricht sein darf, bzw.sein muss, ist heikel. (...) Mehrere Ratschläge bieten sich an: Die Lehrenden können nach einiger Arbeit mit einer Lerngruppe ihre eigene politische Position nennen und ihr Bemühen darstellen, den Unterrichtsprozess nicht parteilich zu beeinflussen. (Am einfachsten ist das übrigens, wenn die Lehrperson Mitglied einer politischen Partei ist.) Das eröffnet den Lernenden eine Chance zur Mitwirkung durch Kritik, falls sie ein Misslingen des Bemühens sehen. Alle Beteiligten am Lernprozess können sich das Problem von (ungewollter) Einseitigkeit, Beeinflussung und Druck gemeinsam bewusst machen, damit sie offener und selbstkritischer umgehen und dies als Bestandteile der politischen Auseinandersetzung sehen können." (S.31f.)

      --> in Text auf S.30f.übrigens anhand einer konkreten Situation aus dem Golfkrieg (´90/91) der Umgang von Lehrern dargestellt, die dazu organisierte Schülerproteste aus Sorge vor gewalttätigen Ausschreitungen nicht befürworteten. Zum Schutz der Schüler, aber auch um die Kultur des Demonstrierens zu fördern gingen am Ende wohl Lehrer am Rand der Demonstration bzw.einer für ihre Schüler gut zugänglichen/sichtbaren Stelle als Ansprechpartner mit ungeachtet ihrer persönlichen Überzeugungen.



      Valeska Bäder, Siegfried Frech: Wie politisch dürfen Politiklehrerinnen und -lehrer sein?; in: Siegfried Frech, Valeska Bäder (Hrsg.): Leitfaden Referendariat im Fach Politik; Schwalbach 2013, S.191-198

      zentrale Thesen:

      - Politiklehrer sind politisch nicht neutral
      - Authentizität bedarf der politischen Positionierung
      - Verweis auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts BaWü (VBIBW 1985, 115,116f.), in dem festgehalten wird, dass Lehrer in kontroversen Fragen Zurückhaltung zu üben haben (im Sinne des beamtenrechtlichen Mäßigungsgebots), missionarisch eiferende Werbung für eigene Auffassung zu unterlassen haben, widersprechende Auffassungen sachlich darlegen müssen, damit SuS ein eigenes, kritisches Urteil bilden können aber Lehrer dennoch berechtigt seien sich im Rahmen der Grundwerte der Verfassung zu eigenen politischen Auffassungen zu bekennen.




      Weitere Literaturverweise sind in den genannten Texten zu finden.
    • Neu

      Die Frage, wie politisch man als Lehrer sein kann, soll oder darf, ist grundsätzlich sicher interessant, hat aber mit dem vorliegenden Problem rein gar nichts zu tun.
      Wie ich mit den FFF-Aktionen umgehe ist eine reine Sachentscheidung, sie muss völlig unabhängig von meiner persönlichen Haltung sein. Wenn Schüler A heute für das Klima streiken möchte, muss ich ihn genau so behandeln, wie Schüler B, der morgen während der Schulzeit gegen das neue Polizeigesetz demonstrieren will oder Schüler C, der gemäß seines Glaubens übermorgen für ein konservatives Familienbild und gegen die Ehe für alle demonstrieren will (ja, auch letzteres ist letztlich demokratisch legitim und sogar durch die Religionsfreiheit besonders grundgesetzlich geschützt, auch wenn es meinem persönlichen Empfinden vielleicht zuwider läuft).
      Das wollen aber auch viele Schüler und deren Eltern nicht verstehen, sie sind der Meinung, dass FFF durch die hohe Medienpräsenz etwas besonderes ist und privilegiert behandelt werden soll.