Mini-Beamer für den Unterrichtseinsatz

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    • Buntflieger schrieb:

      Anbei ein anschauliches Video, in dem zeitgemäßer Medieneinsatz in Eigenregie demonstriert wird:

      youtube.com/watch?v=HtnPzEXygvc
      Da lernen wir dann, dass die Zehnminutenpause zum Aufbau des ganzen Geraffels reiche. Na, danke schön, da gehe ich doch in der Pause lieber aufs Klo. Dann habe ich wieder Platz für den Kaffee, den ich den verbleibenden 8 Minuten trinken werde.


      Buntflieger schrieb:

      Sehr inspirierend!
      In der Tat, s. o.


      Kiggie schrieb:

      neue Medien in den Unterricht eingebracht werden
      Welche sollen das sein? Oder anderherum, was ist an Beamer, Laptop und Lautsprecher neu?

      Kiggie schrieb:

      Papier und Kugelschreiber auch sehr viel charmantes.
      Papier? Ja! Den Kugelschmierer würde ich aber lieber durch Bleistift und Füllfederhalter ersetzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von O. Meier ()

    • O. Meier schrieb:



      Welche sollen das sein? Oder anderherum, was ist an Beamer, Laptop und Lautsprecher neu?


      Papier? Ja! Den Kugelschmierer würde ich aber lieber durch Bleistift und Füllfederhalter ersetzen.

      Ich schrieb nicht, dass Beamer neu ist oder? ich habe es allgemein formuliert.
      Ein Interaktives Whiteboard, Tablets und Co würde ich bezogen auf Unterricht durchaus als Neu bezeichnen. Sieht man insbesondere dann, wenn viele Schüler nicht damit umgehen können.

      Ich schreibe meinen Schülern nicht vor, womit sie schreiben, ich bin froh, wenn sie einen vernünftigen Satz zu Papier bekommen, den ich im besten Fall auch noch lesen kann. Es ging mir um das "analoge" im Gegensatz zum dauernden "digitalen" wie es viel gefordert wird.
    • Kiggie schrieb:

      Ein Interaktives Whiteboard, Tablets und Co würde ich bezogen auf Unterricht durchaus als Neu bezeichnen. Sieht man insbesondere dann, wenn viele Schüler nicht damit umgehen können.
      Schüler können mit vielem nicht umgehen, z.B. mit 'nem Taschenrechner oder 'nem Geodreieck.

      Das Problem ist, dass die angeblich ach so neuen Medien eine solche Verbreitung und Selbstverständlichkeit in der Gesellschaft inne haben, dass sich leider keiner mehr Gedanken dazu macht. So können dann die Schüler damit nicht umgehen, weil sie glauben, dass sie es könnten.

      Sie sind mit diesen Dingen aufgewachsen. Wie ernst sollen sie jemanden neben, der Ihnen Kompetenz im Umgang mit ihren täglichen Begleitern beibringen will, diese aber im Gegensatz zu ihnen nicht für selbstverständlich erachtet, sondern sie für neu hält.

      Ich erinnere mich noch an die Diskussionen an der Hochschule in den (späten) 90ern und der ersten Hälfte der Nuller. Da wurde "von oben" Wert darauf gelegt, dass überall (insbesondere bei Konzepten zur Lehre) "neue Medien" vorkommen, das sei jetzt halt der Hype, dem Trend müsse man hinterherhecheln. Also hat man in alle Papiere diesen Begriff eingestreut. Als man damit fertig war, kam die neue Order, dass man die digitalen Medien ja nicht mehr als neu bezeichnen könne, man mache sich ja lächerlich.

      Damals war "neue Medien" nur ein Buzzword und das ist's auch heute noch.


      Kiggie schrieb:

      Ich schreibe meinen Schülern nicht vor, womit sie schreiben,
      Ich auch nicht. Gleichwohl empfehle ich ihnen etwas.


      Kiggie schrieb:

      Es ging mir um das "analoge" im Gegensatz zum dauernden "digitalen" wie es viel gefordert wird.
      Habe ich so verstanden. Sehe ich sehr ähnlich.
    • O. Meier schrieb:

      Damals war "neue Medien" nur ein Buzzword und das ist's auch heute noch.

      Im Ref wird nun (NRW) ein UB speziell zu diesem Thema gefordert. Bzw. es wird generell eingefordert, deswegen ist es zumindest verständlich, dass es rumgeistert.

      Buzzword ist heute (bei uns) nun schon eher Industrie 4.0. ;)
      Anderes Thema.

      Ich übe mit meinen Schülern auch immer mal wieder Grundrechenarten ohne Taschenrechner. Die Mischung macht es. Bzw wichtig ist bewusst zu entscheiden, wo was eingesetzt wird und sich klar zu machen, warum.
    • Kiggie schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Von "elektrotechnischer Unbedenklichkeit" habe ich noch nichts gehört, auch ein entsprechendes Siegel ist mir unbekannt.

      Davon abgesehen halte ich nichts davon, dass man sich als Lehrer die im Unterricht verwendeten Medien vorschreiben lässt.
      Das kann aber sehr gefährlich werden. Wenn dein Beamer oder anderes Gerät einen Kurzschluss verursacht, haben wir das Problem.
      Also mit dem Thema sollte man sich schon einmal auseinandersetzen. Kommt aber eben auch drauf an, wo man sein Gerät her hat.
      In Deutschland vertrieben hat es in der Regel ausreichende Prüfzertifikate.
      Bei Chinaware wäre ich hingegen eher vorsichtig.

      Theoretisch darf man ja auch nicht sein Handy laden ohne zu fragen (Stichwort Stromklau).

      Hallo Kiggie,

      ich kaufe meine Geräte in der Regel schon von zuverlässigen Herstellern mit Prüfzeichen, das sollte nicht das Problem sein. Vielleicht ist das im Moment eine Grauzone, nach den Ferien mach ich mich mal diesbezüglich schlau.

      der Buntflieger
    • Mikael schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Anbei ein anschauliches Video, in dem zeitgemäßer Medieneinsatz in Eigenregie demonstriert wird:
      Zum Schnäppchenpreis von knapp 700€ (ohne Koffer), laut unter dem Video angefügter Amazon-Links.
      Das sollte einem die gelungene Unterrichtsstunde doch wert sein, oder?

      Gruß !

      Hallo Mikael,

      es geht auch billiger. Sind ja nur Vorschläge, die dort verlinkt sind. ;)

      der Buntflieger
    • O. Meier schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Anbei ein anschauliches Video, in dem zeitgemäßer Medieneinsatz in Eigenregie demonstriert wird:

      youtube.com/watch?v=HtnPzEXygvc
      Da lernen wir dann, dass die Zehnminutenpause zum Aufbau des ganzen Geraffels reiche. Na, danke schön, da gehe ich doch in der Pause lieber aufs Klo. Dann habe ich wieder Platz für den Kaffee, den ich den verbleibenden 8 Minuten trinken werde.

      Hallo O. Meier,

      er sagt in dem Video doch extra, dass er die Aufbauphase (5-10 Minuten sind realistisch) mit Einzelarbeit überbrückt. Die Zeit zwischen den Stunden reicht sowieso fast nie (jedenfalls nicht bei Raumwechsel), man erledigt ja auch andere Dinge mit etwas Routine ganz automatisch nebenher, z.B. Klassenbuch.

      der Buntflieger
    • Kiggie schrieb:

      Bin da sehr bei @CDL.Was ist daran inspirierend?
      Mal auf Messe für neue Technik gewesen? Da gibt es wirklich inspirierende Dinge.

      Irgendwie klingt bei dir raus, dass ohne diese Technik kein zeitgemäßer Unterricht stattfinden kann. Das erachte ich als falsch. Ja Medienkomptenz ist wichtig und neue Medien in den Unterricht eingebracht werden, aber deswegen muss ja nicht jede Stunde so stattfinden.
      Im Gegenteil in der heutigen Zeit, wo alle so viele Stunden den Bildschirm anstarren hat Papier und Kugelschreiber auch sehr viel charmantes.

      Hallo Kiggie,

      nein, nicht jede Stunde muss über Beamer gehalten werden, aber moderne Technik sollte ein fester Bestandteil im Unterricht sein. Im Grunde meinen wir also dasselbe.

      Das Argument mit der Medienüberflutung ist zwar korrekt, aber gerade deshalb ist es doch wichtig, dass unsere Schüler lernen, kritisch und reflektiert mit Medien zu arbeiten. Eben nicht nur als unverbindliche Freizeitbeschäftigung.

      der Buntflieger
    • Buntflieger schrieb:

      (...)Das Argument mit der Medienüberflutung ist zwar korrekt, aber gerade deshalb ist es doch wichtig, dass unsere Schüler lernen, kritisch und reflektiert mit Medien zu arbeiten. Eben nicht nur als unverbindliche Freizeitbeschäftigung. (...)
      Um es deinen SuS beizubringen, solltest du selbst aber halt auch etwas kritischer rangehen. Ein Video das simplen Materialaufbau zeigt und erklärt als "inspirierend" zu bezeichnen oder als "zeitgemäßen Medieneinsatz" zu beschreiben ist mit ganz doll viel Liebe nachsehbar, weil dein Kopf angesichts der Lehrprobenphase vielleicht grad mal eine kleine Denkpause eingelegt hat, ansonsten aber leider nur ziemlich unkritisch und unreflektiert..

      Kritisch und reflektiert mit Medien arbeiten zu lernen beinhaltet im Übrigen auch, dass wir in GK oder meine Kollegen in Deutsch mit Printmedien wie Zeitungen kritisch arbeiten, Wahlplakate in Deutsch ("Propaganda"), Geschichte oder GK mit den SuS analysieren, Werbung (digital und analog) auswerten in verschiedenen Fächern und und und. Einfach nur Beamer, Tablet und Co.einzusetzen hat erstmal gar nichts mit der Vermittlung der von dir genannten Kompetenzen zu tun sondern ist einfach nur eine andere Art von Medieneinsatz und Unterrichtsorganisation.

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    • CDL schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      (...)Das Argument mit der Medienüberflutung ist zwar korrekt, aber gerade deshalb ist es doch wichtig, dass unsere Schüler lernen, kritisch und reflektiert mit Medien zu arbeiten. Eben nicht nur als unverbindliche Freizeitbeschäftigung. (...)
      Um es deinen SuS beizubringen, solltest du selbst aber halt auch etwas kritischer rangehen. Ein Video das simplen Materialaufbau zeigt und erklärt als "inspirierend" zu bezeichnen oder als "zeitgemäßen Medieneinsatz" zu beschreiben ist mit ganz doll viel Liebe nachsehbar, weil dein Kopf angesichts der Lehrprobenphase vielleicht grad mal eine kleine Denkpause eingelegt hat, ansonsten aber leider nur ziemlich unkritisch und unreflektiert..

      Ich habe übrigens diverse Unterrichtsbesuche mit einem OHP gestaltet und in meiner UPP (eine der beiden Stunden) mit Tafel und Arbeitsblatt gearbeitet, ganz ohne "neue" Medien.
      Denn das ist Alltag. Nicht immer mit Gewalt Beamer und Co unterbringen.
    • CDL schrieb:

      Um es deinen SuS beizubringen, solltest du selbst aber halt auch etwas kritischer rangehen. Ein Video das simplen Materialaufbau zeigt und erklärt als "inspirierend" zu bezeichnen oder als "zeitgemäßen Medieneinsatz" zu beschreiben ist mit ganz doll viel Liebe nachsehbar, weil dein Kopf angesichts der Lehrprobenphase vielleicht grad mal eine kleine Denkpause eingelegt hat, ansonsten aber leider nur ziemlich unkritisch und unreflektiert..
      Kritisch und reflektiert mit Medien arbeiten zu lernen beinhaltet im Übrigen auch, dass wir in GK oder meine Kollegen in Deutsch mit Printmedien wie Zeitungen kritisch arbeiten, Wahlplakate in Deutsch ("Propaganda"), Geschichte oder GK mit den SuS analysieren, Werbung (digital und analog) auswerten in verschiedenen Fächern und und und. Einfach nur Beamer, Tablet und Co.einzusetzen hat erstmal gar nichts mit der Vermittlung der von dir genannten Kompetenzen zu tun sondern ist einfach nur eine andere Art von Medieneinsatz und Unterrichtsorganisation.

      Hallo CDL,

      ich habe nirgends etwas dazu geschrieben, wie ich meine Geräte/Medien einsetze, insofern bin ich einigermaßen verblüfft, dass du offenbar meinst schlussfolgern zu können, ich würde "einfach nur Beamer, Tablet und Co. einsetzen" und das als Medienkompetenz verbuchen.

      Ich schrieb doch - du hast es selbst zitiert -, dass man einen kritischen Umgang mit Medien (Medienbildung eben) vermitteln soll. Also werde ich wohl wissen, was man darunter zu verstehen hat. Das mit der "Denkpause" schicke ich also - mit Verlaub - postwendend an den Absender zurück. Komm mal wieder bisschen auf den Teppich bitte.

      der Buntflieger
    • Buntflieger schrieb:

      Hallo CDL,

      ich habe nirgends etwas dazu geschrieben, wie ich meine Geräte/Medien einsetze, insofern bin ich einigermaßen verblüfft, dass du offenbar meinst schlussfolgern zu können, ich würde "einfach nur Beamer, Tablet und Co. einsetzen" und das als Medienkompetenz verbuchen.

      Ich schrieb doch - du hast es selbst zitiert -, dass man einen kritischen Umgang mit Medien (Medienbildung eben) vermitteln soll. Also werde ich wohl wissen, was man darunter zu verstehen hat. Das mit der "Denkpause" schicke ich also - mit Verlaub - postwendend an den Absender zurück. Komm mal wieder bisschen auf den Teppich bitte.

      der Buntflieger

      Ich bin gerade fertig mit dem Ref und sehe es genau wie du, Buntflieger. Wann immer es meinen Unterricht bereichert gegenüber dem herkömmlichen Unterricht, nutze ich auch digitale Medien - mal ganz abgesehen davon, dass die SuS es auch mal gerne sehen, als die x-te OHP Folie, die schon seit 20 Jahren auf dem Projektor liegt. Der ein oder andere sollte auch mal die eigenen SuS befragen...das habe ich zur eigenen Kontrolle immer mal wieder gemacht und das Feedback sprach eine deutliche Sprache (was aber nicht heißt, dass Tablet, Beamer und Doku-Cam) immer gut sind.

      Ein Praxisbeispiel: ich nutze im PK-Unterricht bei Meinungsbildern und Abstimmungen in der Klasse gerne eine entsprechende App. Die SuS benötigen kein Handy, nur einen QR-Code, den ich als L. dann abscanne (man erfasst i.d.R. vom Pult aus alle QR-Codes der SuS gleichzeitig). An der Wand sehen wir anschließend das Live-Ergebnis. Bei Bedarf kann ich auch identifizieren, wer wie abgestimmt hat und konkret nachfragen. So ein Tool bereichert den Unterricht ungemein (habe ich auch in einem UB genutzt, der entsprechend top benotet wurde). Auch in der Bio gibt es nenne Tools wie VR-Anwendungen zur Erkundung z.b. von Körperzellen.

      Viele hier in diesem Thread sind grundsätzlich gegen Laptop und Beamer (und entsprechende Technik wie Apps & Co.), aus welchem Grund auch immer - und leider auch wenig bereit, sich persönlich dafür zu öffnen (vielleicht liegt es in diesem Bereich, ohne jemanden auf die Füße treten zu wollen, an der fehlenden Ausbildung - aktuelle Refs, zumindest bei mir waren es so, bekommen in jedem Fachseminar digitale Anwendungsbereiche vorgestellt). Stattdessen werden immer die gleichen Totschlagargumente abgefeuert, was die Diskussion, um die es ursprünglich hier ging, keinen Zentimeter weiterbringt.

      Grüße
    • Ich bringe mal ein konkretes Beispiel.

      Mozart, Jupitersinfonie:

      imslp.org/wiki/Symphony_No.41_…zart%2C_Wolfgang_Amadeus)

      Die Partitur hat 56 Seiten. Ok, gewöhnlich wird man intensiv nur einen Satz analysieren (etwa den ersten, ca. 20 Seiten).

      Ich habe für meinen ersten Musik Leistungskurs teilweise dutzende Folien für ein einziges Stück gemacht, damit man dann sinnvoll Ergebnisse zusammentragen und vergleichen konnte. Das hat gedauert, und das kostet!

      Heute: Ein Klick. Noch besser ist's natürlich, wenn die Schüler eigene Endgeräte haben, dann können sie das gleich digital markieren und im Plenum zeigen.

      Selbstverständlich arbeiten wir auch heute noch mit Taschenpartituren. Hier bleibt aber trotzdem das Problem, wie man dann Ergebnisse sammelt und dokumentiert. Angenommen, die Schüler haben jeder eine Taschenpartitur, dann bietet sich eine Dokumentenkamera sehr an, dann lässt sich das auch schön vergleichen. Am Musikwissenschaftlichen Institut hatten wir dafür in der Vor-Beamer-Zeit ein Episkop, was glaubt Ihr, was das gekostet hat!

      In Mathe ist der Unterschied viel geringer. Das ist aber auch einfach kein materialintensives Fach!

      Ich habe jedenfalls seit über 10 Jahren keine einzige Folie mehr gemacht, und ich vermisse es keine Sekunde.
    • Ach ja, und um auf's Thema zurückzukommen: Damals hat mir aus genau diesen Gründen mein eigener kleiner Beamer massiv Zeit gespart, vielleicht sogar Geld (wenn man über Jahr die Kopierfolien zusammenrechnet), vermutlich letzteres aber ehrlicherweise nicht.

      Mittlerweile ist unsere Schule moderner ausgestattet, man braucht nicht mehr unbedingt eigene Geräte. Das liegt aber sicher auch daran dass Leute wie ich vorgemacht haben, was man tolles mit den digitalen Medien machen kann. Es gibt immer Pinoiere, die sich was trauen. Beim bürokratischen Apparat kann man lange auf Innovationen warten.
    • meteos schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Hallo CDL,
      ich habe nirgends etwas dazu geschrieben, wie ich meine Geräte/Medien einsetze, insofern bin ich einigermaßen verblüfft, dass du offenbar meinst schlussfolgern zu können, ich würde "einfach nur Beamer, Tablet und Co. einsetzen" und das als Medienkompetenz verbuchen.

      Ich schrieb doch - du hast es selbst zitiert -, dass man einen kritischen Umgang mit Medien (Medienbildung eben) vermitteln soll. Also werde ich wohl wissen, was man darunter zu verstehen hat. Das mit der "Denkpause" schicke ich also - mit Verlaub - postwendend an den Absender zurück. Komm mal wieder bisschen auf den Teppich bitte.

      der Buntflieger
      Ich bin gerade fertig mit dem Ref und sehe es genau wie du, Buntflieger. Wann immer es meinen Unterricht bereichert gegenüber dem herkömmlichen Unterricht, nutze ich auch digitale Medien - mal ganz abgesehen davon, dass die SuS es auch mal gerne sehen, als die x-te OHP Folie, die schon seit 20 Jahren auf dem Projektor liegt. Der ein oder andere sollte auch mal die eigenen SuS befragen...das habe ich zur eigenen Kontrolle immer mal wieder gemacht und das Feedback sprach eine deutliche Sprache (was aber nicht heißt, dass Tablet, Beamer und Doku-Cam) immer gut sind.

      Ein Praxisbeispiel: ich nutze im PK-Unterricht bei Meinungsbildern und Abstimmungen in der Klasse gerne eine entsprechende App. Die SuS benötigen kein Handy, nur einen QR-Code, den ich als L. dann abscanne (man erfasst i.d.R. vom Pult aus alle QR-Codes der SuS gleichzeitig). An der Wand sehen wir anschließend das Live-Ergebnis. Bei Bedarf kann ich auch identifizieren, wer wie abgestimmt hat und konkret nachfragen. So ein Tool bereichert den Unterricht ungemein (habe ich auch in einem UB genutzt, der entsprechend top benotet wurde). Auch in der Bio gibt es nenne Tools wie VR-Anwendungen zur Erkundung z.b. von Körperzellen.

      Viele hier in diesem Thread sind grundsätzlich gegen Laptop und Beamer (und entsprechende Technik wie Apps & Co.), aus welchem Grund auch immer - und leider auch wenig bereit, sich persönlich dafür zu öffnen (vielleicht liegt es in diesem Bereich, ohne jemanden auf die Füße treten zu wollen, an der fehlenden Ausbildung - aktuelle Refs, zumindest bei mir waren es so, bekommen in jedem Fachseminar digitale Anwendungsbereiche vorgestellt). Stattdessen werden immer die gleichen Totschlagargumente abgefeuert, was die Diskussion, um die es ursprünglich hier ging, keinen Zentimeter weiterbringt.

      Grüße
      Ich vermute mal, die meisten hier sind nicht grundsätzlich gegen Laptop, Beamer etc, sondern nur dagegen, dass sie diese von ihrem eigenen Geld zahlen sollen, was ich auch verstehe und auch nicht machen würde.
      Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass man damit arbeiten soll, was einem der Schulträger bereit stellt und bei eigenen Anschaffungen sehr genau überlegen sollte, ob es einem das Wert ist.

      Im Ref ist die Situation noch einmal anders, da wird dann in den Lehrproben durchaus auch der Einsatz von Apps etc. erwartet (immer abhängig vom Seminar).
      Im Moment wird bei uns in der Schule ein Medienkonzept erarbeitet, bei dem alle Fachschaften und Lehrkräfte angeben konnten, was bereits vorhanden ist, was genutzt wird und was gewünscht wird. Diese Liste wird dann weitergegeben und wir hoffen mal, dass etwas davon umgesetzt wird.
      (Obwohl ich mich jetzt schon nicht über unsere Ausstattung beklagen kann, wenn ich sie mit einigen hier vergleiche)
    • Neu

      Vielleicht wäre es hilfreich bewusst zu trennen zwischen:

      - Mittel zur Unterrichtsorganisation: Da sind Beamer/Tablet und Co.erstmal gleichrangig neben OHP/Tafel/Arbeitsblatt/Schulbuch etc., wenngleich je nach bisheriger Vorarbeit oder persönlichen Präferenzen Unterschiede bestehen. Per se "besser" oder "schlechter" ist weder der eine, noch der andere Weg. Persönliche Entlastung von Lehrkräften kann hier ein wichtiges Argument für aber auch gegen eine Umstellung auf PPT und Co.sein vorausgesetzt die schulische Austattung lässt einem die Wahl.

      - Mittel zur Motivation von SuS: Ich bezweifel stark, dass es für SuS einen Unterschied macht, ob der Lehrer jetzt eine OHP-Folie auflegt oder dieselbe Folie als PPT mittels Beamer an die Wand wirft. Der Einsatz beispielsweise von Lernapps oder anderen Apps kann dagegen durchaus bestimmte SuS etwas besser ansprechen, als ein entsprechendes analoges Hilfsmittel.

      - Mittel zur Erarbeitung bestimmter Kompetenzen: An dieser Stelle ist vor allem der zielführende Einsatz im Rahmen der weiteren Unterrichtsplanung zentral. Gerade die vielbenannte Medienkompetenz umfasst selbstverständlich sowohl elektronische Medien, als auch Printmedien. Medien aller Art sind jedoch kein Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck. (Die von Goeba geschilderte Arbeit an elektronischen Partituren die dann auch vorgestellt werden können halte ich für ein sehr gutes Beispiel für zielführende Erarbeitung bestimmter Kompetenzen mit Hilfe eines E-Mediums. Wenn ich mit meinen SuS zu "Massenmedien" arbeite haben wir umgekehrt aber beispielsweise immer auch eine Doppelstunde mit analoger Zeitungsarbeit, bei dem die SuS das Printmedium in Händen halten und auswerten.)
      _________________________________________

      Ja, im Ref wird man auf alles Mögliche mit der Nase gestoßen, was Lehrbeauftragten X besonders glücklich macht oder Prüfungsordnung Y voraussetzt. Das bedeutet aber nicht, dass man diese Dinge unkritisch übernehmen müsste als absolute Wahrheiten. Selbst denken, abwägen und reflektiert den eigenen Unterricht planen ist ausdrücklich erlaubt.
    • Neu

      CDL schrieb:

      Ja, im Ref wird man auf alles Mögliche mit der Nase gestoßen, was Lehrbeauftragten X besonders glücklich macht oder Prüfungsordnung Y voraussetzt. Das bedeutet aber nicht, dass man diese Dinge unkritisch übernehmen müsste als absolute Wahrheiten. Selbst denken, abwägen und reflektiert den eigenen Unterricht planen ist ausdrücklich erlaubt.
      Hallo CDL,

      ich weiß jetzt nicht, gegen was oder wen du dich konkret wendest, denn hier hat niemand die Nutzung digitaler Medien als "absolute Wahrheit" und/oder "unkritisch" als "Selbstzweck" behauptet/verlangt. Hier ging es lediglich um die private Anschaffung von Beamer etc., sofern die Schule trotz aktueller politischer Programme mangelhaft mit entsprechendem Equipment ausgerüstet sein sollte.

      Deine gescheit wirkenden Vorträge zur Theorie der Medienkompetenz in allen Ehren, aber ich sehe nicht, inwiefern sie auf den Thread und die darin diskutierten Inhalte/Fragestellungen bezogen sind. Im Rahmen meines Studiums habe ich eine Hausarbeit zum Thema Medien verfasst und könnte jetzt einige der von dir als selbstverständlich genannten/behaupteten Aussagen zumindest als kontrovers diskutiert herausstellen, aber das wäre - wie gesagt - glatt am Thema vorbei und daher verzichte ich darauf.

      der Buntflieger