Berlin will nun die nachträgliche Anerkennung von förderlichen Zeiten doch nicht vornehmen

  • Im November 2017 sollten die Zeiten spätestens beantragt worden sein, die meisten haben bis heute keine Antwort, nun wollte man ab dem 1.4. nach Auskunft der Personalräte und der GEW alle betroffenen anschreiben, dass man es sich anders überlegt hätte und die nun doch nicht anerkennt.


    Was bedeutet das für die meisten?
    Aktuell nichts, gezahlt wird ja eh Stufe 5, nur die die jetzt schon 6 hätten (wobei die es z.T. sofort anerkannt bekommen haben, soviel zur Gleichbehandlung) bekommen mehr Geld.


    Aber auf Dauer dauert es natürlich länger bis man in Stufe 6 ankommt und mehr Geld erhält.


    Die GEW will Musterklagen durchführen, ich freue mich schon und bin gerne bereit.


    Das ist dann mal wieder eine Abwertung des Berufs und der Verhandlungsergebnisse aus den Tarifverhandlungen (dies war ja eines der Ergebnisse der vorletzten Tarifverhandlungsrunde, die bis heute eben rausgezögert wurden). :tot:

  • :top: :top: Viel Erfolg! :)

    Danke.


    Da ich ja gerade auch gegen das Land Brandenburg klage wegen der angeblichen Verjährung der Rückmeldegebühren kann ich dann ja auch gleich noch gegen Berlin klagen, kommt es auch nicht mehr drauf an und solange die GEW mir das zahlt, entstehen mir ja auch keine Kosten.

  • Berlin hat fertig und verstößt ständig gegen geltendes Recht. Klagen werden daran nichts ändern.

    Warum sollten Klagen daran nichts ändern? Bisher musste Berlin dann diese Dinge alle nachträglich doch noch machen. Außer viel Ärger und Kosten hat es Berlin also nichts gebracht.

  • So, seit heute ist es amtlich und vom Personalrat mitgeteilt, die Finanzverwaltung beruft sich darauf, dass es eine "Kann-Bestimmung" ist und sie erkennen nicht mehr nachträglich an. Bei einigen haben sie es aber getan, aber wer bisher nicht bearbeitet wurde, wird auch nicht mehr bearbeitet.


    Was für ein Saftladen, wie sagte der Personalrat so schön "ein Punkt des Attraktivitätsprogramms" :daumenrunter:

  • Berlin zahlt jetzt allen voll ausgebildeten Lehrern A/E 13 und bei Neueinstellung sofort Erfahrungsstufe 5. Das macht bei angestellten Lehrern 5300,- Euro brutto (an einer Brennpunktschule mit über 80% Hartz-IV-Kindern noch mal + 300,- Euro, also bei angestellten Lehrern 5600 Euro brutto). Siehe:
    https://www.berlin.de/sen/bild…instellungen/lehrkraefte/


    (Ich wundere mich, da ist doch der letzte Tarifabschluss noch nicht einmal mit drin, oder? Die Zahlen sind doch schon alt!)


    Du hast Recht, Susannea, da merken die dann gar nicht, dass sie eine bestimmte Stufe doch noch nicht erreicht haben, weil sie eh schon in Stufe 5 sind (bis vor Kurzem war das ja die höchste).


    Was ich eigentlich sagen wollte, ist, was ich immer schon sagte: Was die an der einen Stelle mehr ausgeben, werden sie an einer anderen Stelle einsparen / einzusparen versuchen. Irgendwoher muss das Geld ja kommen und mehr Steuern will auch keiner zahlen.

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

  • Du hast Recht, Susannea, da merken die dann gar nicht, dass sie eine bestimmte Stufe doch noch nicht erreicht haben, weil sie eh schon in Stufe 5 sind (bis vor Kurzem war das ja die höchste).

    Doch, das haben wir sehr wohl gemerkt, denn ich habe ja damals gleich gegen die Einstufung in Stufe 1 bei der Einstellung Widerspruch eingelegt. Das wurde abgebügelt (und leider vom Personalrat bestätigt) mit der Begründung, dass man eine Vereinbarung hätte, da alle eh gleich die höchste Stufe bekommen, macht man sich die Mühe der Anerkennung der Zeiten nicht und stellt alle mit 1 ein.


    Das ist natürlich inzwischen nicht mehr so, aber alle die in den 3/4 Jahren eingestellt wurden (und nicht mal alle davon, denn anderen haben sie ja nachträglich die Zeiten anerkannt) gucken nun in die Röhre, denn die Zeiten sind weg.


    Das dann zur Gleichbehandlung.



    Ich bin ja damals wie ich schon mal schrieb mit Stufe 2 ins Ref gegangen und mit 1 nach einem Jahr (ohne Unterbrechung) wieder rausgekommen. Da ist doch was falsch!

  • Ich verstehe durchaus, dass du dich darüber ärgerst, dass man diese Überprüfung und ggf. Veränderung der Anrechnung/Einstufung versprach und nun doch nicht hält, aber Berliner Lehrer werden bei Neueinstellung seit 2013 sofort mit Erfahrungsstufe 5 eingestellt, verdienten seinerzeit also von Anfang an das Maximum, was sie verdienen können, das waren mitunter 1000,- Euro mehr als bei "normaler Einstufung" (z.B. Stufe 2 bei Neueinstellung).


    Jetzt ist vor Kurzem neu die Stufe 6 dazugekommen. Ok, ja, man erhält sie später, wenn da nichts neu angerechnet/eingestuft wird, aber bis dahin hat man jahrelang das (bisherige) Maximum verdient.


    Da jetzt von "Saftladen" zu reden ...???


    PS: A/E 13 bekommt ihr in Berlin nun auch (fast) alle, bei Neueinstellung sowieso. Ist das immer noch nicht genug? (Zahlen siehe oben)

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

  • Da jetzt von "Saftladen" zu reden ...???


    PS: A/E 13 bekommt ihr in Berlin nun auch (fast) alle, bei Neueinstellung sowieso. Ist das immer noch nicht genug? (Zahlen siehe oben)

    Ja, es ist ein Saftladen, weil es damit wieder zur Ungerechtigkeit gekommen ist und nicht zu vergessen, der ganze Aufwand, der betrieben werden musste die Unterlagen einzureichen z.T. mit beglaubigten kostenpflichtigen Kopien und dann zu sagen, haben wir nun alles entsorgt, weil wir es uns anders überlegt haben, nachdem wir ca. 100 (und nicht die ersten!) bearbeitet haben, geht für mich gar nicht. Kommt nur in einem Saftladen vor!

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