Leistungssportler in der Klasse, welche Entlastungen kann es in der Oberstufe geben?

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      wie auch immer das kind heißt. in bayern heißt das halt so, wenn es stört, sollte man sich ans km wenden, wir können hier wenig dran ändern.

      übrigens wird sicher keiner kadersportler, der durch einen bonus auf den abischnitt (der nur unter sehr engen bedingungen gewährt wird; so ein c-kader, das ist der unterste bundeskader, ist normalerweise sehr klein, wir reden pro disziplin von unter zehn leuten in einzelsportarten. ) motiviert werden muss, leistungssport zu machen. :) leistungssportler sind eigentlich immer intrinsisch motiviert. sonst macht das keiner. du kannst in 99% der sportarten in d davon weder jemals leben, noch bringt es dir irgendwelche vorteile. nur einen riesigen (!) berg nachteile. der nta (oder sportlerbonus, wenn du magst) ist da nur ein klitzekleiner versuch, ein bisschen die härten abzufangen, ein sehr kleines bisschen. wir reden von 0.3 abischnitt besser, und warste einen tag zu kurz im kader, biste leider auch hier raus. man muss eher extrem opferbereit sein, wenn man außerhalb des fußballs ernsthaft kadersportler jenseits des 14. geburtstags oder so bleiben will. nicht nur das training selbst erfordert sehr, sehr viel und mehr, sondern vor allem die lebenstechnischen folgekosten sind enorm. und größer. 'olympian living in a car' ist leider nicht nur in den usa ein treffendes bild.

      die öffentlichkeit und damit die politik hat an der förderung des leistungssports (die finanziell fast nicht mehr existiert in den letzten zehn jahren, die mittel werden immer weniger) interesse, weil irgendwie die meisten dann doch gerne medaillen für deutschland hätten und vor allem, weil der leistungssport zum breitensport motivieren soll. dass der förderlich ist, weit mehr als jedes fitnessstudio (don't get me started...), liegt wohl auf der hand, und dass diese motivation v.a. bei kinder und jugendlichen (die dann meist lebenslang sport machen) wirkt, das sieht man eigentlich in jedem sportverein.

      daneben: schönste nebensache der welt. vielleicht schwer zu erklären, wie gesagt, leistungssport ist eine ganz andere welt. entlasteter raum, mensch ist nur da ganz mensch, wo er spielt, und so. archaischer raum. in dem sinne herr brecht: "Ich bin für den Sport, weil und solange er riskant (ungesund), unkultiviert (also nicht gesellschaftsfähig) und Selbstzweck ist." ich weiß nicht, ob das was gutes ist, aber es ist großartig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von keckks ()

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      Musiker müssen auch opferbereit sein und ein Musikinstrument zu erlernen darf man durchaus als ebenso hohes Kulturgut ansehen, wie sportliche Betätigung- wo bleibt da der analoge "Nachteilsausgleich" für junge Musiker? Wer fördert unsere Künstler angemessen? Warum sollten nicht junge, herausragende Mathematiker oder kleine Sprachgenies oder herausragende junge Handwerker Boni auf ihre Abschlussnoten erhalten zum Ausgleich für ihre Liebe und ihr großes Engagement für ihr Hobby? - Wirklich gute Gründe, warum gerade Sportler diese Vorteile erhalten sollen gibt es nicht. Wenn man sie dennoch gewähren möchte, sollte man begrifflich zumindest nicht vom Schwerbehindertenrecht profitieren wollen, so es nicht um tatsächlichen Nachteilsausgleich eines zufällig auch paralympisch engagierten Schülers geht.
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      also wer bei wettbewerben für mathe oder alte sprachen und dergleichen vorne dabei ist, kann das als leistungen in die benotung einbringen in bayern. wird also auch gefördert, inklusive freistellungen vom unterricht bei wettbewerben. bei musik ebenso. insofern ist das nicht viel anders, als bei den jungen leistungssportlern, wenigstens hier. für musik gibt es sogar die passenden eliteschulen ("musikgymnasien"), ähnlich sportgymnasien. sogar eher mehr. man kann das auch mal vom individuum her denken: den einzelnen in seinen stärken möglichst umfassend stützen und fördern, auch in bereichen, die wenig oder keinen kommerziellen erfolg oder eine verbesserung der jeweiligen "humanen ressource" aka des arbeitnehmers versprechen.
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      ^^^Habe ich absolut kein Problem mit. Finde ich sogar gut, wenn man das so sieht und fördert, wie von dir umschrieben:

      keckks schrieb:

      sogar eher mehr. man kann das auch mal vom individuum her denken: den einzelnen in seinen stärken möglichst umfassend stützen und fördern, auch in bereichen, die wenig oder keinen kommerziellen erfolg oder eine verbesserung der jeweiligen "humanen ressource" aka des arbeitnehmers versprechen.
      Das Wörtchen "Nachteilsausgleich" hat in dem Kontext aber einfach gar nichts verloren. Das verweist auf einen festgelegten Zusammenhang, in dem man es belassen sollte. Ich denke, dahingehend besteht auch keine Divergenz zwischen unseren Positionen.
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      Ich finde, auch "E-Sportler" sollten einen Nachteilsausgleich bekommen! Ich habe da so einige Schüler, bei denen ich den Verdacht habe, dass sie sich mit Online-Zocken die Nächte um die Ohren schlagen, was sich dann auch auf die schulischen Leistungen auswirkt. Durch diese Diskussion hier werden mir endliche die Augen geöffnet: Die treiben E-Sports und bereiten sich z.B. auf die Fortnite-WM vor. Da müsste man auf der nächsten Klassenkonferenz einmal einen Nachteilsausgleich vorschlagen. England ist da mal wieder schon viel weiter als das "hinterm Digitalberg" liegende Deutschland:

      Mutter nimmt Sohn wegen Fortnite-WM aus der Schule

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
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