Online-Umfrage zu Vornamen/Phantasienamen, sozialer Herkunft und den Bildungserfolg von Schülern/Schülerinnen

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  • Beruhigt euch, liebe Kollegen!
    Schade, dass diese Umfrage zu so viel Diskussion führt.
    Wollen wir nich einfach festhalten, dass wir uns über die generelle Existenz von Vorurteilen bewusst sind, dass wir dennoch oder gerade deshalb professionell handeln, dass Kevin immer noch ein Name und keine Diagnose ist ;) :engel: und dass wir jetzt lieber alle diesen Sommerabend genießen, anstatt uns hier anzufeinden?
  • Kathie schrieb:

    Beruhigt euch, liebe Kollegen!
    Schade, dass diese Umfrage zu so viel Diskussion führt.
    Finde ich nicht so richtig schade.

    Ich gehe mal davon aus, dass du 2009 noch nicht im Forum hier warst, da war nämlich auch dieses Forum Ziel einer der ersten "Erhebungen" dieser Art - und du wirst lachen, dieser erste Versuch sah mehr oder weniger genau so aus wie die allerneuesten Bachelorstudenten, die damals noch in der Grundschule waren.

    Egal, könnte man sich denken, ist aber nicht egal - denn die Magisterarbeit mündete damals direkt in die berühmt berüchtigte "Kevinismus-Studie", in der die betreuende Professorin Kaiser und ihre Mitarbeiterin Kube einen anklangenden Zeigefinger in Richtung angeblich vorurteilsbeladene Lehrer geestreckt, was seine Runden wirklich quer durch die Presselandschaft machte. Die Datengrundlage und -erhebung war damals dafür auch nicht besser als heute. Seit damals ist man in diesem Forum eher skeptisch bis angepisst, wenn jede Examensrunde neue Studenten mit immer dem gleichen

    Denn warum sollte man als Lehrer lieb und nett helfen und hinterher ist man der Arsch?
  • Lies meinen obigen Beitrag und du wirst feststellen, dass ich mit der Kevin-Sache durchaus vertraut bin.

    Lies meinen Beitrag weiter vorne und du wirst feststellen, dass ich gar nichts davon halte, diese Fragen im Rahmen einer Umfrage hier zu beantworten, aus den Gründen, die deine letzte Frage impliziert.

    Trotzdem finde ich es schade, dass eine studentische Umfrage, eventuell sogar unbedacht erstellt (ich habe sie nicht angesehen, dazu erlaube ich mir kein Urteil) jetzt dazu führt, dass man sich hier angiftet.

    Alles geklärt?
    Nein? Du hast ja derzeit immer eine Erwiderumg auf meine Beiträge. Ich warte gespannt. Werde allerdings jetzt nicht das Diskutieren beginnen, nachdem ich es eigentlich beenden wollte.
  • Na, dafür, dass du was gegen Angiften hast, drehst du aber ziemlich hochtourig. :D Aber da habe ich ja auch keine Probleme mit, deine Sache...

    Und unbedarfte Studierende in ihrer Examensarbeit? Nein. Das sind junge Erwachsene, die haben eine akademische Ausbildung hinter sich, die haben den schulischen Schutzraum verlassen.

    On topic, hier ist ein schönes Zitat von damals, das gut beleuchtet, wie
    aus "unbedarftem Gepfusche" weitreichende Folgen erwachsen können!

    Moebius schrieb:

    Wenn man in einer Erhebung gefragt wird,
    "Nennen Sie Namen, die bei Ihnen Assoziationen zu "Verhaltensauffälligkeit" hervorrufen!"
    was soll man dann auch schon eingeben? Um überhaupt irgendwas antworten
    zu können wählt man halt eines der klassischen Klischees, wie Kevin oder
    Jacqueline. Daraus aber gleich zu schließen, dass Kevins oder
    Jacquelines automatisch auch im Unterricht benachteiligt werden ist
    natürlich ein billiger Taschenspielertrick um mehr mediale
    Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn man wirklich die Fragestellung
    schulischer Benachteiligung hätte untersuchen wollen, hätte man eine
    ganz andere Untersuchungsmethode gewählt, etwa indem man Abweichungen
    zwischen Intelligenzgrad und Schulerfolg abhängig von Zugehörigkeit zu
    bestimmten Namenskategorien untersucht hätte, was aber natürlich
    wesentlich anspruchsvoller gewesen wäre als einfach nach ein paar
    platten Allgemeinplätzen in einer Onlineumfrage zu fragen. (Ich
    persönlich neige sowieso dazu allem was mit „Onlineumfrage“ zu tun hat
    jeglichen ernsthaften wissenschaftlichen Anspruch abzusprechen)


    P.S.: Meine Kevins, Jacqueline und co. sind notentechnisch ziemlich gleichmäßig über das Spektrum verteilt.
  • Du scheinst nicht zu verstehen, dass ich in keinster Weise die Studentin und ihre Umfrage verteidigen will, sondern ganz deiner Meinung bin. Vielleicht drehe ich deswegen so langsam hochtourig :sterne:
    Mir ging es tatsächlich nur darum, dass wir uns von einer evtl. unbedacht erstellten Umfrage nicht so beeindrucken lassen sollten, dass wir streiten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kathie ()

  • Meerschwein Nele schrieb:

    Ich gehe mal davon aus, dass du 2009 noch nicht im Forum hier warst, da war nämlich auch dieses Forum Ziel einer der ersten "Erhebungen" dieser Art - und du wirst lachen, dieser erste Versuch sah mehr oder weniger genau so aus wie die allerneuesten Bachelorstudenten, die damals noch in der Grundschule waren.

    Denn warum sollte man als Lehrer lieb und nett helfen und hinterher ist man der Arsch?

    Hallo Meerschwein Nele,

    danke für die Info, sehr interessant!
    Es ist schon bemerkenswert, dass eine simple studentische Abschlussarbeit so viel Wirbel auslösen konnte. Das Thema war wohl einfach zu pressefreundlich und die Professorin tat ihr Übriges.

    Nüchtern betrachtet ist alles aber halb so wild, in einer Folgestudie wurde - so ich mich recht entsinne - festgestellt, dass die Auswirkungen von Namensvorurteilen auf die Notengebung verschwindend gering sind.

    Und das Bewusstsein fürs Thema wurde geweckt!
    Dass es nach Jahren solch eine Empörung auslöst, ist schade; aber vor dem aufgezeigten Hintergrund auch wieder irgendwo verständlich.

    der Buntflieger