Umgang mit Vertretungslehrern in der Berufsanfangsphase und Erwartungen

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    • Vielleicht schieße ich mit meinen Bemerkungen etwas über das Ziel hinaus, aber je mehr ich von Herme lese, desto mehr ärgere ich mich...

      Herme schrieb:

      das hat man mir immer vorgeworfen. Ich lasse sehr viel laufen.
      Könnte das nicht zu einer Einsicht führen, dass tatsächlich etwas nicht richtig läuft, wenn man es IMMER (also an unterschiedlichen Schulen) gesagt bekommt? Sehr viel laufen zu lassen ist - insbesondere in unteren Klassen - ein Zeichen, dass man es mit dem Erziehungsauftrag nicht so ganz ernst meint.

      Herme schrieb:

      Ist ja mein Unterricht und ich entscheide, ob es läuft oder nicht.
      Ob es wirklich läuft, erkennt man am Ende, wenn die SuS die geforderten Lernzuwächse erzielt haben. Zwar entscheidet der einzelne Kollege über seinen Fachunterricht, aber jeder - auch der langjährige Kollege - muss sich an die von der Fachkonferenz oder Lehrerkonferenz vereinbarten Grundsätze hinsichtlich Inhalten, Leistungsbewertung, Schulordnung etc. halten.

      Herme schrieb:

      Auch dass ich nichts mit dem Kollegium zu tun haben möchte kommt nicht gut an.
      Zumindest in NRW widerspricht das der Allgemeinen Dienstordnung, in der es heißt: "Lehrerinnen und Lehrer stimmen sich in ihrer pädagogischen Arbeit miteinander ab und arbeiten zusammen." (§ 10, Abs. 4)

      Herme schrieb:

      Will natürlich das nicht zu sehr verallgemeinern, aber so habe ich Grundschulen kennengelernt.
      Spricht für sich...

      Herme schrieb:

      obwohl es pädagogisch/didaktisch/methodisch nicht notwendig ist
      ... schlussfolgert der nicht ausgebildete "Pädagoge".
    • Herme schrieb:

      Ich habe mich für den Seiteneinstieg entscheiden, weil es NRW zumindest mit einen Bachelor möglich ist. Sehe mich deshalb um, falls irgendwo eine pädagogische Einführung angeboten wird. Vertretungsunterricht allein ist keinesfalls mein Ziel. Gründe gegen ein Lehramts- bzw. Masterstudium habe ich schon genannt. Vielleicht habe ich irgendwann mal mehr Motivation wieder zu studieren. Solange werde ich aber versuchen per Seiteinstieg reinzukommen, auch wenn es karrieretechnisch schlechter ist. Werde das in den nächsten Wochen durchdenken.

      Die Begründung warum man mich negativ bewertet hat kommt nicht nur so. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich an einer Schule war und das hat man mir immer vorgeworfen. Ich lasse sehr viel laufen. Ist ja mein Unterricht und ich entscheide, ob es läuft oder nicht. Viele bzw. die meisten Lehrer mögen das aber nicht oder interpretieren meine Ruhe falsch. Auch dass ich nichts mit dem Kollegium zu tun haben möchte kommt nicht gut an. Habe auch das Gefühl, dass fertige Lehrer überheblich sind und sich gegenüber Anfänger und Praktikanten größer machen als sie sind. Grundschullehrer sind ja alles perfekte Kinderkenner. Können ihre Schüler selbst aber nur mit Angst, Drohungen und Smileys kontrollieren und haben auf ihre Schüler selbst kein Bock. Bekommt man ja alles im Lehrerzimmer mit. Will natürlich das nicht zu sehr verallgemeinern, aber so habe ich Grundschulen kennengelernt. Der Beruf ist super. Deswegen mich aber zu verstellen um anderen zu gefallen, obwohl es pädagogisch/didaktisch/methodisch nicht notwendig ist, finde ich traurig. Das ist mein Hauptproblem. Dass ich als kurzfristige Vertretung nicht perfekt behandelt werden muss ist mir klar. Es geht mir hier vielmehr um den Umgang und die Befürchtung, dass ich deswegen evtl. nie eine Schule finden werde. Egal was für ein Studium ich absolviert habe.
      Die Entscheidung, ob es im Unterricht "läuft" oder nicht wird auch wenn Du den Quereinstieg mit Bachelor machen solltest, nicht allein bei Dir liegen. In den meisten Ausbildungs-Formen des Vorbereitungsdienstes oder Referendariats finden Unterrichtsbesuche mit Seminar- oder Fachleitern statt, die werden Dir dann schon sagen, ob es wirklich "läuft".
      Und die Einstellung, nichts mit dem Kollegium zu tun haben zu wollen, kann schnell zu Problemen führen. Es wird von Dir zum Teil auch von Gesetzeswegen her verlangt, Absprachen zu treffen und parallel zu unterrichten. Dazu gehört auch, zur gleichen Zeit die gleiche Klassenarbeit zu schreiben. Da gibt eine solche Einstellung zur Teamarbeit, wie Du sie hier äußerst, für so manchen Schulleiter Grund zum Zweifeln.
    • Herme schrieb:

      Auch dass ich nichts mit dem Kollegium zu tun haben möchte kommt nicht gut an. Habe auch das Gefühl, dass fertige Lehrer überheblich sind und sich gegenüber Anfänger und Praktikanten größer machen als sie sind. Grundschullehrer sind ja alles perfekte Kinderkenner. Können ihre Schüler selbst aber nur mit Angst, Drohungen und Smileys kontrollieren und haben auf ihre Schüler selbst kein Bock.
      Wow, wenn das nicht arrogant ist, dann weiß ich auch nicht...

      Bitte, bitte such dir ein anderes Betätigungsfeld.
    • Die haben vielleicht nur "keinen Bock" (deine Worte! Ich würde sagen "keine Kapazitäten"), einem relativ unqualifizierten Vertretungslehrer, der nur vier Wochen da ist und in der Zeit andere Lehrer auf Ausflüge begleitet, die Basics zu lernen, da sie selbst genug zu tun haben und Vertretungslehrer eigentlich eine Entlastung sein sollen?
      Ehrenlos (auch dein Wort!) scheint mir nicht deine Einsatzschule, sondern eher wie du hier zum Rundumschlag gegen Grundschullehrer ausholst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kathie () aus folgendem Grund: Tippfehler