Klimadiskussion - ausgelagert aus Lissabon-Anfrage

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    • plattyplus schrieb:



      Und im Allgemeinen sind die Big Points:
      • Heizung
      • Auto
      • See-Fracht-Verkehr

      Und welchen Schluss ziehst du daraus?

      Ohne Heizung ist's kalt. Aber: dein Auto: abgeschafft? See-Fracht-Verkehr: mehr regional kaufen?

      Greta ist trotz allem noch ein Kind, ist nicht weise und sie kann genauso wenig wie wir die Welt retten. Trotz allem hat sie so viel Arsch in der Hose, wie viele Staatsmänner nicht.
    • Krabappel schrieb:

      Und welchen Schluss ziehst du daraus?
      Erster Punkt, wenn meine jetzige Karre hinüber ist: Elektro-Auto.
      Abschaffen geht nicht, sonst würde ich hier nicht zur Arbeit kommen. ÖPNV wurde in den letzten Jahren zurückgefahren, Bahnstrecken in Radwege umgewandelt usw. ...
      Zweiter Punkt: Die Gasheizung ist jetzt 25 Jahre alt und Warmwasser wird hier noch einzeln mittels Gasboiler erzeugt. Der Gasboiler frißt mehr als die Heizung, also steht da in den nächsten Jahren ein Umbau auf ein Kombi-Gerät aus Heizung und Warmwasser an, um den Gasverbrauch runterzubekommen.

      Regionale Produkte kaufe ich schon, soweit man sie bekommt. Da rede ich aber nicht nur von Gemüse und Obst sondern auch von verarbeiteten Lebensmitteln. Ich habe z.B. im Umkreis von 15km gleich zwei Schokoladenfirmen. Da muß es dann nicht die Schoki vom anderen Ende der Welt sein. Wobei das mit den Kakao-Bohnen natürlich schwer ist, die wachsen hier nicht. Also einmal muß das Lebensmittel transportiert werden, aber nicht zweimal.
    • An welchem anderen Ende der Welt gibt's denn überhaupt Schoggi? Hier gibt's nur einheimische Schoggi, da müsste man sich schon anstrengen überhaupt was anderes zu kaufen.

      Da wir in einem Minergie zertifizierten Haus wohnen, mehrheitlich in der Schweiz einkaufen und ich gar nicht Auto fahren kann ist meine Kohlendioxidbilanz trotz Flugreise nach Island jetzt schon deutlich besser als Durchschnitt.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Das mit der CO2-Bilanz ist echt auch ganz schön tricky. Mich reiten da beispielsweise mein Tageszeitungsabo und die Fachzeitschriften etwas rein, auch wenn ich vor 13 Jahren das letzte Mal geflogen bin. Da ringe ich innerlich mit mir, zumindest bei der Tageszeitung aufs E-Paper umzusteigen (die Fachzeitschriften gibt es so nicht), um weniger Papiermüll zu produzieren. Andererseits geht einfach nichts über dieses Gefühl am Morgen ein richtige Zeitung in den Händen zu halten und zu lesen. Ein E-Paper ist einfach nicht das Selbe haptisch und emotional. Wie löst ihr das?
    • @plattyplus bist du dir sicher das die Bilanz mit E-Auto so viel besser aussehen wird? Die CO2-Bilanz wird vielleicht tatsächlich etwas besser, solange der Strom aber nicht komplett Öko ist, wird auch hier irgendwo Kohle verbrannt um dich vorwärts zu bringen. Von den ganzen ökologischen Katastrophen zur Gewinnung der Metalle für die Akkus mag ich gar nicht sprechen.
    • @panthasan:
      Ich fahre einen PKW der Golf-Klasse, der sich so grob 6L Diesel/100km nimmt. Allerdings fahre ich damit sehr weit, je nach Dienstplan 60-70tkm/Jahr. Bei 70tkm verbraucht das Fahrzeug also 4.200 Liter Diesel. Damit können andere ihr Haus glatt zwei Jahre beheizen. Ein Flugzeug verbraucht ca. 3L/100km pro Passagier, ich könnte mit dem gleichen Treibstoffverbrauch von 4.200 Litern also jedes Jahr glatt dreimal komplett um den Erdball fliegen.
      Der enorme Treibstoffverbrauch bei Flugreisen kommt halt dadurch zustande, daß wir damit Ziele ansteuern, die viel weiter weg sind, die so weit weg sind, daß wir sie mit anderen Verkehrsmitteln gar nicht erreichen würden. Mit dem Zug + Schiff mal gerade in den 2 Wochen Urlaub auf die Kanarischen Inseln? Würde niemand machen, er wäre dann nämlich nur 3 Tage dort.

      Umziehen ist keine Option, denn dann müßte meine Freundin/Verlobte/Frau entsprechend weiter fahren, um zur Arbeit zu kommen. Schließlich leben wir nicht mehr in einer Welt, in der man als Single-Mann im Lehrerberuf eine Haushälterin einstellen mußte und in der Frauen ihren Job kündigen (mußten), sobald sie heirateten. In unserer heutigen Welt ist es meiner Meinung nach dem Partner einfach nicht zumutbar alles aufzugeben, um an den Einsatzort des anderen Partners umzuziehen. Wäre "Dienstortwechel" + Ökobilanz vor Gericht ein Scheidungsgrund? Denn darauf würde es dann ja rauslaufen. Das weürde dann heißen, daß wir bei uns das Grundrecht (festgelegt von der UNO) auf Familienplanung aufgeben.

      Ähnliches gilt für die Ökobilanz und die Frage, ob man Nachwuchs in die Welt setzen sollte oder nicht. Gibt ja schon einige Verfechter, die zur Kinderlosigkeit auffordern, weil die die Ökobilanz eh total zerstören würden. Bevor wir über solch gesellschaftlich einschneidende Maßnahmen nachdenken, wäre ich echt dafür erst einmal die Haltung von Haustieren generell zu verbieten.
      --> quarks.de/umwelt/klimawandel/w…ich-sind-kinder-wirklich/

      Und klar, die Gewinnung der Metalle für die Akkus ist eine ökologische Katastrophe, aber die Gewinnung von Erdöl aus Ölsanden ist genauso katastrophal. :stumm:
    • Das Mädchen ist Asperger-Autistin, das hat nunmal bestimmte Folgen ganz ungeachtet der Intelligenz, vor denen normalerweise ihre Eltern sie schützen sollten. Zumindest von außen betrachtet bin ich mir nicht sicher, ob das ausreichend geleistet wird, aber andererseits kennt ja keiner von uns Greta und ihre Bedürfnisss undInteressen oder die Familie Thunberg persönlich, das lässt sich also nur schwer beurteilen, aber ganz herrlich ausschlachten und verurteilen, um von den hehren Zielen Gretas und ihrem beeindruckenden Engagement abzulenken.
    • Die FFF-Bewegung hat den Anspruch grundsätzliche und erhebliche gesellschaftliche Änderungen herbei zu führen. Dass man dabei auf erhebliche Widerstände trifft, die grundsätzlich auch berechtigt sein können, muss einem klar sein und diese Widerstände sind auch legitim und Teil eines demokratischen Diskurses.
      Die Fokussierung auf die Person von Greta finde ich da von beiden Seiten problematisch. Zum einen, weil es unsachliche Kritik, bis hin zu dummen, auf ihre Behinderung abzielenden Spott, an einem jungen Mädchen gibt, von der man sicher nicht erwarten kann, dass sie die Tragweite und Hintergründe jedes Fotos und jeder Aktion, bei der sie eingebunden wird, durchschaut.
      Zum anderen, weil sie auch vorgeschoben wird, um Kritiker ins moralische Abseits zu stellen - wer kann sich schon guten Gewissens gegen ein armes, kleines, behindertes Mädchen stellen, da ist doch klar, dass man sich mit inhaltlichen Argumenten von so jemandem gar nicht mehr auseinander setzen muss.
      Wir leben in einer Zeit, in der eine gesellschaftliche Spaltung an vielen Stellen als Instrument genutzt wird, da muss man nicht immer in die Ferne und auf Trump zeigen.
    • Moebius schrieb:

      Die FFF-Bewegung hat den Anspruch grundsätzliche und erhebliche gesellschaftliche Änderungen herbei zu führen. Dass man dabei auf erhebliche Widerstände trifft, die grundsätzlich auch berechtigt sein können, muss einem klar sein und diese Widerstände sind auch legitim und Teil eines demokratischen Diskurses.
      Wo siehst du denn die "erheblichen Widerstände"?

      FFF hat in Deutschland alle Parteien von Linke bis CDU hinter sich.
      Die Leitmedien unterstützen und hypen FFF massiv und bieten ihr eine sehr grosse Plattform.
      Bundespräsident und Bundeskanzlerin loben das Schulschwänzen für die "Klimarettung" als Zivilcourage.
      Die meisten Lehrer stehen hinter FFF, obwohl die Schüler ihren Unterricht schwänzen.
      Viele Wissenschaftler haben sich FFF angeschlossen.

      Also erhebliche gesellschaftliche Widerstände sehe ich da nicht. FFF ist alles andere als eine rebellische Jugendbewegung, die gegen das gesellschaftliche Establishment kämpft.
    • Und wieviel wird praktisch umgesetzt abgesehen von der öffentlichen Einhegung, um dieser Bewegung den Stachel zu rauben, den sie faktisch doch darstellt? An der Stelle zählen politische Taten mehr, als die ganze verbale Unterstützung und bei den Taten sieht es ganz offensichtlich ja noch zu mau aus oder hast du Informationen die besagen, der Klimawandel hätte abgewendet werden können die seriöser sind, als Trumps Twitter-Eskapaden?

      Achso ja, der Umstand, dass mit dem amerikanischen Präsidenten ein nicht ganz unwichtiger Politiker eines nicht ganz machtlosen Landes den Klimawandel einfach mal faktisch leugnet ist natürlich nur ein dummer kleiner Lapsus, kein gesellschfatlicher Widerstand. Ebenso wie es keinen Widerstand darstellt, wenn hierzulande die meisten zwar sagen, Umweltschutz wäre ihnen ach so wichtig, daraus aber bloß keine wirklich schmerzhaften persönlichen Konsequenzen ziehen wollen. Diese Art Widerstand mag nicht so sichtbar sein, weil wenig präsent im öffentlichen Diskurs, im alltäglichen Handeln sieht man ihn aber tagtäglich- wenn man denn sehenden Auges und hörenden Ohres durch die Welt geht.
    • Neu

      Gute Idee, der Preis ist auch wirklich ein Schnäppchen.

      *Aidafan

      Letztlich muss ja jeder schauen wo er einsparen kann. Wir haben ein Niedrigenergiehaus mit Photovoltaik und Wärmeabluftsystem... Ich habe einen Arbeitsweg von 4km. Da gönne ich mir unsere Kreuzfahrt einmal im Jahr.
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