Bin ich doch zu alt?

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  • Dankeschön. Ich habe auch schon einen Nebenjob in Aussicht, suche aber weiter, da die Bezahlung nur Mindestlohn ist.

    Besonders neidisch sind die Cousins und Onkel und Tanten.
    Da wird wirklich bei jeder Gelegenheit rein gebohrt.
    Bis vor einigen Jahren war es noch: "Und, wann bist du fertig mit der Uni?"
    Dann war es: "Wann heiraten Jan und du endlich?" (Jan ist mein Freund)
    Jetzt ist es: "Was? In deinem Alter nochmal studieren? Wie kannst du das machen? Bist du faul? Willst du nicht langsam mal arbeiten?"

    Zum Glück hab ich jetzt ja ein paar knackige Antworten. Die Fragen waren schon sehr übergriffig. Ob hinterher noch jemand mit mir spricht, ist eine andere Frage, aber bei solchen Menschen braucht man ja wirklich keine Feinde mehr, oder?
  • tabularasa schrieb:

    Besonders neidisch sind die Cousins und Onkel und Tanten.
    Genau das ist der springende Punkt. Die sind neidisch, weil du dich traust, deine Qualifikation sinnvoll zu erweitern und weil du in der Lage bist, Studium, Kind/Familie und Nebenjob zu organisieren! Du wirst vermutlich einen gut bezahlten Job bekommen, auf den du dich freust und an dem du sehr viel Spaß haben wirst. Du wirst nicht irgendwo versauern. Die Cousins und Tanten und Onkel aber vielleicht schon.

    Und warte es ab, wenn du Lehrin bist, dann kriegst du ständig zu hören, dass Lehrer ja ganz furchtbar sind, weil alle deine Cousins und Tanten und Onkel ja alle mal einen furchtbaren Lehrer hatten. Sie werden dir auch erzählen, dass du ja nicht arbeiten musst für's viele Geld, weil alle deine Cousins und Tanten und Onkel mal gesehen haben, wie der Klassenlehrer des Nachwuchses an einem Dienstag, an dem er Unterricht von der 3. bis zur 10. Stunde hat um 8:30 beim Bäcker ein Brötchen gekauft hat und in den Schulferien Unkraut gejätet hat.
    Darauf gibt es aus meiner Sicht nur eine vernünftige Antwort: Augen auf bei der Berufswahl!
  • tabularasa schrieb:

    Habt ihr alle, die spät studiert haben davor schon gearbeitet? Das ist ja mein größter Kummer, wegen der Rente usw.
    Um die Frage noch zu beantworten: Während der Promotion ist man in der Regel sozialversicherungspflichtig beim Land angestellt. Netto rausbekommen hab ich am Ende ca. 1200 € pro Monat und damit war ich schon ein absoluter "Luxusdoktorand". Wie hoch aus der Zeit mein Rentenanspruch ist, kannst Du Dir ungefähr ausrechnen ... Private Altersvorsorge ist wichtig, muss man einfach machen.
    =======================

    Früher war mehr Lametta!
  • Karl-Dieter schrieb:

    Fraggles schrieb:

    Gerade Frauen sollten schauen, durch qualifizierende Abschlüsse und Arbeit Sicherheiten zu erlangen - dass Thema Altersarmut zu umgehen.
    Sie hat doch einen Master in Pflegemanagement.
    ...der aber mit ihrem Berufswunsch nichts zu tun hat.
    Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil.
    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
  • tabularasa schrieb:

    ...

    Bis vor einigen Jahren war es noch: "Und, wann bist du fertig mit der Uni?"
    Dann war es: "Wann heiraten Jan und du endlich?" (Jan ist mein Freund)
    Jetzt ist es: "Was? In deinem Alter nochmal studieren? Wie kannst du das machen? Bist du faul? Willst du nicht langsam mal arbeiten?"
    Das macht mich ehrlich gesagt wütend, ohne dass ich euch kenne!

    Offenbar muss man bei diesen Menschen einen ganz anderen Ton anschlagen. Auf welche Weise hast du denn bisher reagiert? Erklärend? Rechtfertigend? Beschwichtigend? Humorvoll? Auf alle Fälle würde ich jetzt etwas anderes ausprobieren wollen.

    Ich möchte denen gerade auf den Kuchenteller knallen: Passt mal auf, Leute, ich heirate, studiere, ziehe um, bekomme Kinder, wie, wann und ob es mir passt. Und wenn noch ein einziger dummer, unverschämter, übergriffiger Kommentar kommt, dann war das unser letztes gemeinsames Grillfest.
  • Bist du gnädig, @Krabappel...
    bei so nem Kommentar fiele mir eher ein "Wieso, Onkel Otto, du bist doch schon kurz vor der Rente, magst du nicht mal langsam ans Sterben denken? Der Staat hat kein Geld für die Rentner..."
    :teufel:
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  • Krabappel schrieb:

    Miss Jones schrieb:

    ..."Wieso, Onkel Otto, du bist doch schon kurz vor der Rente, magst du nicht mal langsam ans Sterben denken? Der Staat hat kein Geld für die Rentner..."

    :teufel:
    ja, solcherlei lag mir auch auf den Lippen, bzw. Fingern. Da gibt's sicher bei jedem hübsche wunde Punkte auszugraben. Aber bringt ja doch nüscht ;( :sauer:
    ...doch. Genugtuung. Und sei es über das Geräusch, das die Kinnlade beim Aufschlagen auf dem Boden verursacht.
    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
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    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
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  • Genau das kecks, habe ich bereits praktiziert, wenn bestimmte Personen sich angekündigt haben und zum Besuch bei meiner Mutter waren und ich auch kommen sollte.

    Dann war ich mit meinem Junior im Zoo oder im Park und eben einfach nicht da.

    Nachdem es mir irgendwann zu bunt war, habe ich für mich die Konsequenz gezogen diese Leute zu meiden.

    Leider kann man das nicht immer bei Familienfesten, aber wenn ich dann einmal mit der Faust auf den Tisch haue, spricht dann keiner mehr mit mir.
    Auf der anderen Seite steht die Frage: Ist es mit solchen übergriffigen Fragen überhaupt möglich, noch ein normales Verhältnis zu haben?


    Bislang habe ich dann die Taktik gemieden mich eher zu anderen normalen Familienangehörigen zu setzen, aber einige der Idioten, kamen dann von sich aus, um zu sticheln.
    Ich habe es ins lächerliche gezogen, bin aber nach der letzten Sache der Meinung, ich tue mir das einfach nicht mehr an und lasse den Kontakt einschlafen.

    Auf der anderen Seite habe ich viel Wut in mir und würde es gerne darauf anlegen. Wenn ich dann aber vom Putz haue, wird es auf das gleiche von oben hinaus laufen (der Kontakt wird einschlafen).

    Ist eben die Frage, ob Tante Elfriede dann die Leittragende sein muss, die eigentlich gar nichts dafür kann oder ob das dann nicht egal ist.


    Ich finde die ganze Sache schon abscheulich.

    Als mein Sohn geboren wurde, war ich im Studium. Es hat eigentlich gar nicht gepasst und ich hatte viele schlaflose Nächte und es gab viele Tränen, weil sich zeitgleich mein Ex Partner als wenig verantwortungsvoll herausstellte und ich mitten im Studium mit einem Säugling alleine da stand. Zu dieser Zeit war nicht einer von den oben genannten Menschen aus der Familie da, der mal gesagt hat: Du schaffst das auch mit dem Kind. Ich hab mich mit meinem Baby (und meiner Schwester) allein durchgekämpft und jetzt wollen sie alle gute Ratschläge geben. Als es mir schlecht ging, war auch keiner da.
  • Ja. Und auf nen abgestumpften groben Klotz muss eben ein Vorschlaghammer.

    @tabularasa - wenn ich das so lese, frag ich mich nur, wieso hältst du da überhaupt noch Kontakt.
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  • tabularasa schrieb:

    ...aber wenn ich dann einmal mit der Faust auf den Tisch haue, spricht dann keiner mehr mit mir...
    ...und das verletzt dich noch mehr als die Sticheleien?

    Ich habe selbst sehr wenig Verwandtschaft, viele Kontakte wurden in vorigen Generationen abgebrochen. Ist nicht besonders schön, aber wenn Kontakte bedeuten, dass man sich schlecht fühlt (bzw. andere sogar wollen, dass man sich schlecht fühlt) ist der Abbruch derselben vielleicht wirklich besser :weissnicht:
  • Miss Jones schrieb:

    ...der aber mit ihrem Berufswunsch nichts zu tun hat.
    Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil.
    Das habe ich gelesen und auch verstanden, du aber die zitierte Aussage nicht. Diese war, dass gerade Frauen durch qualifizierende Abschlüsse und Arbeit Sicherheiten bekommen sollen - gerade wegen Altersarmut.

    Sie hat aber einen guten qualifizierenden Abschluss und Arbeit würde sie damit auch finden. Dieser Spruch hätte bei einer Hausfrau ohne Schulabschluss und Ausbildung gepasst.
  • Karl-Dieter schrieb:

    Miss Jones schrieb:

    ...der aber mit ihrem Berufswunsch nichts zu tun hat.
    Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil.
    Das habe ich gelesen und auch verstanden, du aber die zitierte Aussage nicht. Diese war, dass gerade Frauen durch qualifizierende Abschlüsse und Arbeit Sicherheiten bekommen sollen - gerade wegen Altersarmut.
    Sie hat aber einen guten qualifizierenden Abschluss und Arbeit würde sie damit auch finden. Dieser Spruch hätte bei einer Hausfrau ohne Schulabschluss und Ausbildung gepasst.
    ...dann hast du aber offenbar nicht verstanden, dass sie diesen Beruf nicht ausüben will.
    Warum sie den überhaupt studiert hat, ist völlig irrelevant. Ist so, kann sie nicht ändern, mag sein dass sie (bei der "Familie" könnte ich es mir denken) nicht mittendrin abbrechen und was anderes machen wollte... erst zu spät gemerkt hat, dass die Branche nicht ihr Ding ist... ja und? Das passiert doch andauernd.
    Wenn du von Anfang an genau gewusst hast, was du wolltest, herzlichen Glückwunsch. Ebenso wenn dir dein Job Spaß macht. Aber mach hier nicht den Meckeropa, weil das eben nicht bei jedem anderen so läuft. Besser so als arbeitslos, denn wenn sie einfach nur staatliche Unterstützung kassieren würde, weil sie depressiv zusammenklappt, und vielleiucht an diverse Substanzen gerät, weil sie sich selbst zu einem Scheissjob zwingt, bist du sicher der erste, der sich darüber beschwert, dass das ja seine Steuergelder kostet, hm?

    Und dann ist es allemal noch besser, als diverse völlig perspektivlose, die von der Schule abgehen und sich erst mal beim Amt melden, weil... Arbeiten? Wieso denn? Wieso überhaupt Gedanken dazu machen...
    Du bist doch auch ausm Pott, iirc... dann verstehst du das: Machn Kopp zu!
    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)