Bin ich doch zu alt?

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Cdl: Ich habe eine Erfahrung ausgeführt. Nirgendwo habe ich geschrieben, dass es für alle gilt und die Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern alle übergriffig werden.

    krabappel: Hab von genügend Studien gelesen, die sich hinterher als gefälscht entpuppten oder die unter widrigen Umständen entstanden. Nein, natürlich nicht alle.

    Es braucht trotzdem mehr männliche Lehrer und Erzieher. Dazu stehe ich
  • tabularasa schrieb:

    Cdl: Ich habe eine Erfahrung ausgeführt. Nirgendwo habe ich geschrieben, dass es für alle gilt und die Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern alle übergriffig werden.

    krabappel: Hab von genügend Studien gelesen, die sich hinterher als gefälscht entpuppten oder die unter widrigen Umständen entstanden. Nein, natürlich nicht alle.
    Allein der Umstand, dass du eine argumentative Verbindung herstellst zwischen der sexuellen Orientierung der Mütter des Jungen und seinem Fehlverhalten zeigt an dieser Stelle wes Geistes Kind du bist.

    Du schreibst, du habest "von Studien gelesen", hast du dir die Mühe gemacht einfach einmal selbst eine strittige Studie nachzulesen, dich mit dem Studiendesign auseinandergesetzt, geprüft, ob die Studie überhaupt prüfen konnte, was sie prüfen wollte und ob und inwiefern daran geäußerte Kritik fundiert ist? Diese Mühe darf man sich schon machen, ehe man mit Verweis auf kolportierte und angeblich oder tatsächlich problematische Studienergebnisse Aussagen vornimmt wie du es hier gemacht hast. Um welche Studien handelt es sich denn? Welche Fragestellung wurde von wem geprüft? Könntest du diese vielleicht verlinken oder zumindest benennen, denn ich würde mir sehr gerne die Mühe machen diese selbst nachzulesen?


    tabularasa schrieb:

    Sollte einiges falsch rüber gekommen sein, tut es mir leid. Ich bin natürlich nicht frauenfeindlich. Bin ja selbst eine.
    Auch Frauen können so sehr verhaftet sein in gesellschaftlichen Stereotypen, dass ihnen die eigene immante Frauen- und Männerfeindlichkeit (denn auch Männer werden dadurch ja begrenzt) gar nicht auffällt. Dein Geschlecht besagt an dieser Stelle einfach mal nullkommagarnix über deine Haltung, deine Aussagen dafür eine ganze Menge. Ob man daraus jetzt direkt das Urteil "Frauenfeindlichkeit" ableiten möchte sei dahingestellt, ein emanzipiertes, mündiges Frauen-, Männer- Menschen- und Gesellschafsbild sieht aber auf jeden Fall ganz anders aus, als das, was du hier an angeblichen Selbstverständlichkeiten darstellst. Die Homophobie ist allerdings nur sehr sehr sehr schlecht cachiert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CDL ()

  • tabularasa schrieb:

    Auszeit, cdl. Überdenk mal deinen Tonfall.
    Was für eine Antwort oder Reaktion erwartest du dir auf eine derart anmaßende Ansage?
    "Ja, Mama, bin jetzt auch ganz ganz ganz brav. Bitte nicht hauen!" ?

    Wenn ein Moderator oder eine Moderatorin eine begründete Forumsauszeit verordnet akzeptiere ich das, weist mich ein gestandener User oder Userin hier aus dem Forum darauf hin, dass ich mich im Ton vergriffen habe, denke ich sehr ernsthaft darüber nach, inwieweit der Vorwurf berechtigt sein könnte und entschuldige mich ggf. Wenn jemand einfach nur berechtigte Kritik nicht annehmen will und mich deshalb unangemessen zu reglementieren sucht dann, ja dann kommt ein äußerst widerborstiger Teil meiner Persönlichkeit heraus, der sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lässt, schon gar nicht bei einem Thema, das mir so wichtig ist. Da musst du mir schon argumentativ begegnen.
  • Morse schrieb:

    Veronica Mars schrieb:

    Es gehört eben zum Leben dazu Kinder zu gebären.
    Das soll jetzt kein Widerspruch sein, aber ich möchte anmerken, dass es auch für Frauen nicht zum Leben dazu hören muss Kinder zu gebären. Es geht auch ohne.

    Genau. Es gibt auch Leute, die bewusst keine Kinder in diese Welt setzen wollen. Andererseits scheint es doch auch so eine Art "biologischen Antrieb" zu geben, Kinder zu haben, womöglich ist es aber auch ein kulturell-gesellschaftlicher Antrieb?

    Der Welt täte es sich gut, wenn wir sehr viel weniger Menschen wären.
    "Aus Niederlagen kann man auch gestärkt hervorgehen." (AUS: Günter Görlich: Eine Anzeige in der Zeitung)
  • Morse schrieb:

    Veronica Mars schrieb:

    Es gehört eben zum Leben dazu Kinder zu gebären.
    Das soll jetzt kein Widerspruch sein, aber ich möchte anmerken, dass es auch für Frauen nicht zum Leben dazu hören muss Kinder zu gebären. Es geht auch ohne.
    Aber genau das meine ich ja auch. Ich bin eine Frau, gehe auf die 40 zu und habe keine Kinder. Trotzdem bin ich schon mehrfach diskriminiert worden, weil ich ja theoretisch Kinder bekommen könnte.
    [img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10500;414/st/20160731/e/Geschafft+%F0%9F%98%8A/dt/6/k/6c2c/event.png[/img]
  • Ich wurde, kurz vor der Rückkehr aus der Elternzeit, von der Schulleitung angerufen und gefragt, ob ich wirklilch wie angekündigt mit einer vollen Stelle zurück kommen würde. Hatte ich fest vor!
    Der Unterton der ganz offensichtlich mitschwang war aber "wir haben ja jemanden Neues mit einem deiner Fächer eingestellt und waren einfach davon ausgegangen, dass du nur in TZ wieder kommst".
    Das wurde einfach so erwartet. Nachdem ich dann aber tatsächlich in VZ wiedergekommen bin, wurden aus dem Kollegium (ganz besonders überigens von KollegINNEN) die Frage laut, wann denn (endlich) Kind Nr. 2 kommen würde und danach würde ich dann ja sicher in TZ arbeiten wollen. Man (sollte heißen Frau) schafft ja nicht Haushalt, Kinder und Vollzeitstelle!

    Ob man das mit mehreren Kindern schafft weiß ich nicht und werde ich auch nicht rausfinden. Aber mit einem Kind geht es bei uns gut (und wir haben beide einen VZ Job). Interessanterweise ist den mänlichen Kollegen das wirklich total egal, aber auch jetzt mehrere Jahre nach Rückkehr aus der Elternzeit (die übrigens kürzer war als ein Jahr), werde ich sehr regelmäßig und hin und wieder auch eher vorwurfsvoll gefragt "Wie schaffst du das? Hast du denn überhaupt Zeit für den Kind? Vermisst du das Kind nicht, während du in der Schule bist?"

    Es ist einfach eine gesellschaftliche Erwartung, dass Frau mit Kind maximal in TZ arbeitet. Frau ohne Kind wird Kinder bekommen, Frau mit einem Kind wird weitere Kinder bekommen, Frau mit mehreren Kindern wird andauernd fehlen, weil eines der Kinder krank ist.

    Mich macht das verrückt.
  • CatelynStark schrieb:

    Es ist einfach eine gesellschaftliche Erwartung, dass Frau mit Kind maximal in TZ arbeitet. Frau ohne Kind wird Kinder bekommen, Frau mit einem Kind wird weitere Kinder bekommen, Frau mit mehreren Kindern wird andauernd fehlen, weil eines der Kinder krank ist.
    Für mich ist das nicht nur gesellschaftliche Erwartung, sondern es gibt - leider - zahlreiche Frauen, die das freiwillig so WOLLEN und genau wie von dir beschrieben auch ausleben.

    Schwanger = ich kann natürlich nicht mehr arbeiten und lasse mich krankschreiben

    Baby da = erst mal ausgiebig daheim bleiben und dann ein paar Stündchen arbeiten. Der Arbeitgeber orientiert sich bitteschön zu 100% an meinen Einsatzwünschen, die Kollegen natürlich auch

    Kind hustet = ich bleibe daheim, schließlich stehen mir ja pro Kind jährlich 10 bezahlte Krankentage zu

    Das ist natürlich sehr übespitzt ausgedrückt, aber nicht wenige Frauen agieren so und verschlechtern damit für alle Frauen in dieser Altersspanne die berufliche Situation.
  • CatelynStark schrieb:


    Das wurde einfach so erwartet. Nachdem ich dann aber tatsächlich in VZ wiedergekommen bin, wurden aus dem Kollegium (ganz besonders überigens von KollegINNEN) die Frage laut, wann denn (endlich) Kind Nr. 2 kommen würde und danach würde ich dann ja sicher in TZ arbeiten wollen. Man (sollte heißen Frau) schafft ja nicht Haushalt, Kinder und Vollzeitstelle!
    Und ganz bestimmt möchtest du nur - wenn "endlich" Kind Nr. 2 kommt, das volle EZ-Geld haben. Das gäbe es nicht, wenn du nur TZ arbeiten würdest. :grimmig:
    (Es spiegelt nicht meine Meinung wieder, sondern solche Sprüche habe ich schon gehört, wenn eine Frau mit Kind in VZ wieder kommen möchte.)
  • Du solltest nur bedenken: Ja, es mag mit deiner Fächerkombi einen Lehrermangel geben, aber (ich spreche jetzt für NRW):
    - Auch gibt es in manchen Fächern (NW, IF, Latein, ...) einen Lehrermangel. An einigen Schulen fehlen andere fächer. Dennoch sind in genau diesen Fächern oft gar nicht so viele Stellen ausgeschrieben.
    - Schulen können z.T. in eben jenen Fächern nicht alle Stunden abdecken oder gerade eben so (gerade an eher unattraktiven Standorten wie z.B. dem Land, sozialen Brennpunkten).
    - Schulen können trotz dieses offenkundigen Mangel keine Stellen ausschreiben. Habe ich mehrfach so erlebt. Laut irgendwelcher seltsamer Berechnungen, haben die Schulen offiziell einen Überhang. Ergo: Darf die Stelle nicht ausgeschrieben werden.
    - Es kommen Mütter oder Väter aus der EZ zurück und lassen sich versetzen aus anderen Gründen. Soweit so gut! Ich habe nichts dagegen, wenn eine junge Mutter oder ein junger Vater sich wohnortnah versetzen lässt. Leider sind es dann die Fächer, die die Schulen nicht unbedingt benötigen. Somit kann eben diese Schule erst Recht das Mangelfach nicht ausschreiben.
    - Es gibt aus eben jenen Gründen viele (ehemalige) Referendare, die trotz angeblichen Mangelfachs keine Stelle bekommen und sich erst einmal mit Vertretungsjobs über Wasser halten (erst Recht, wenndie Note nicht gerade 1,x ist), in ein anderes BL wechseln, ...
    - Gerade hat NRW die Idee, dass Gymnasiallehrer ja mal eben für 2 Jahre zur Grundschule gehen können. Natürlich wird ihnen dann einen feste Stelle an einem Gymnasium/einer Gesamtschule versprochen. Aber: Bitteschön in 30 km (?) Entfernung vom Schulort (nicht: vom Wohnort!!)

    Ich hoffe, dass es in NDS an Berufsschulen besser ist.