Welcher Nebenjob fürs Zweitstudium? Als was habt ihr gearbeitet?

  • Nochmal eine ganz andere Frage.



    Ich habe im Bereich der Altenpflege einen Koordinierungsjob gefunden, der sich auf 20 Stunden beläuft. Ihr wisst ja, ich muss nebenher jobben, um das Zweitstudium zu finanzieren und habe Pflegemanagement studiert.


    Im Hintergrund liegt die Angst, dass die irgendwann sagen: Du musst einspringen und ich habe zur gleichen Zeit Pflichtseminar an der Uni.



    Wie sind eure Erfahrungen? Kann man einen solchen Job gut vereinbaren, oder sollte ich mich lieber in der Gastro umschauen?


    Als was habt ihr nebenher gearbeitet? In welchem Bereich lief es gut? In welchem schlecht?

  • ich habe erst im Kino, nachher bei einer Bank (hatte ich vor dem Studium gelernt) gearbeitet.


    Der Vorteil bei einem Studentenjob ist doch, dass du dir einfach nen anderen suchen kannst, wenn es nicht mehr passt. Also wenn sie dir blöde Schichten reindrücken wollen, dann suchst du dir halt was andres.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Ich habe fast ausschließlich in den Semesterferien gearbeitet. Im Sommer/Herbst bei meinem Vater im Betrieb. Sechs Wochen Vollzeit. Gab 3.500€. Im Winter/Frühjahr kam es drauf an, was sich so angeboten hat. In der Therme, im Kino, wenn es nicht anders ging in der Gastronomie. Das war leider nicht so gut bezahlt und da kam ich, obwohl ich die gesamten Ferien, also ca. 8 Wochen gearbeitet habe meist nur auf um die 2.000€. Mit diesen gut 5.000€ hatte ich monatlich dann über 400€ zur Verfügung. Das reichte damals mehr als dicke, auch in Freiburg. Das Zimmer kostete 190€.


    Während des Semesters habe ich höchstens mal ein, zwei Stunden Nachhilfe die Woche gegeben oder bin mit Hunden Gassi gegangen. Das war immer ein schönes Taschengeld bzw. hat mich auch als sehr weit gebracht. Ich erinnere mich, dass es Monate gab, da musste ich für Lebensmittel, Freizeit, etc. nichts vom Konto holen. 2 Stunden Nachhilfe und 2 Stunden Gassi gehen waren 40€. Das reichte für eine Woche.


    Manchmal hatte ich Hunde auch Vollzeit zur Urlaubsbetreuung. Das gab 140€/Woche.


    Also ich bin damit schon ganz gut über die Runden gekommen und aus dem Studium mit einem dicken finanziellen Plus rausgekommen. Obwohl ich im Hauptstudium Studiengebühren zahlen musste...



    In welcher Größenordnung musst du denn verdienen damit du über die Runden kommst? Viele meiner Freunde haben auch in ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet neben dem Studium. Das gab natürlich mehr Kohle. Meine damals beste Freundin hat immer 2,5 Tage/Woche in der Bank gearbeitet, weil sie Bankkauffrau gelernt hatte.

  • Ich habe beim Jugendamt gearbeitet. Dort habe ich Kinder, deren Familien vom Jugendamt betreut wurden, schulisch unterstützt (Nachhilfe, Schulmaterial besorgen, mit Lehrern sprechen, und was die Eltern sonst noch an schulischen Belangen ihrer Kinder nicht hinkriegten, …) Wurde ganz gut bezahlt.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Ich habe in dem Unternehmen, in dem ich zuvor meine Ausbildung gemacht habe, halbtags als IT-Berater gearbeitet. Da ging viel remote. Ich war allerdings eher selten bis gar nicht in Vorlesungen.


  • Danke für all eure Rückmeldungen.


    Pro Monat müssen es schon 900 Euro sein. Ich muss, wenn ich nicht sv pflichtig arbeite, ja noch meine KV bezahlen von fast 200 Euro.

  • In der Gastronomie kann es ebenso passieren, dass man dir Schichten aufdrücken möchte.
    Kommuniziere deine Pflichtzeiten im Studium möglichst klar und im Zweifelsfall musst du eben die Bitte ums Einspringen direkt ausschlagen, auch wenn das dünnes Eis sein mag.

  • Das ist das "Soll".
    Sei mal realistisch.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Ich habe für eine Personaldienstleistungsagentur gearbeitet und Einzeljobs (auch häufig Service/Gastro-Bereich) angenommen - oder eben auch nicht. Das war sehr flexibel, auch oft abends und am W/e und in den Sem-Ferien eben mehr und in Prüfungsphasen weniger. Allerdings hatte ich kein Kind.
    Bei der Agentur haben viele Studis gearbeitet, manche haben das aber auch vollberuflich gemacht. Vorlesungen hab ich dabei selten ausfallen lassen.

  • Ich habe für ein Nachhilfeinstitut gearbeitet, kurz in der Gastronomie und länger im Sportverein. Mir war immer wichtig, dass ich eine gewisse Verlässlichkeit hinsichtlich der Arbeitszeiten habe.

  • Bei über 450 EUR bist du zwangsläufig sozialversicherungspflichtig beschäftigt.


    Jein, nicht als Student in der studentischen Versicherung. Aber dann darf man eben auch nur 20 Stunden arbeiten und zahlt nur die 9 % SV (Rente/Pflege?)
    Weiß nun nicht, wie das hier in dem Fall so aussieht.



    Ich habe in einem IT-Unternehmen als Softwaretesterin gearbeitet (freie Zeiteinteilung, bzw ich konnte eintragen, wann ich konnte), außerdem in der Gastro (immer nur abends, manchmal aber auch lang abends und morgens früh raus), und im Hochschulsport als Kursleiterin.
    Allerdings hatte ich auch kein Kind.


    Ich hatte aber auch extrem wenig Pflichtveranstaltungen, mal das ein oder andere Seminar und die Labore natürlich in meinen Fächern. Also da würde ich mir wirklich als erstes den Stundenplan anschauen und natürlich auch mit offenen Karten spielen beim Arbeitgeber.

  • Ich hatte immer nen Nebenjob an der Uni: Es gab im Semsester einen festen Besprechungstermin in der Woche und zwei Stunden Präsenzzeit, ansonsten konnte ich mir meine Arbeit frei einteilen. Später hab ich dann auch über die Semesterferien Verträge gehabt und für irgendwelche Forschungsprojekte Statistiken erstellt, Interviews transkribiert usw. War von daher ziemlich praktisch, weil ich nicht noch woanders hinfahren musste und alles sehr flexibel war.

  • Ich habe in einem Buchladen gearbeitet und monatlich so um die 350 Euro verdient, in Klausurphasen fand ich das schon recht stressig und ich hatte kein Kind... Ich will dich nicht demotivieren, aber eine lange Anfahrt, VZ-Studium, Arbeit und Kind sind vermutlich echt kein Zuckerschlecken. Das funktioniert wirklich nur mit einer verlässlichen Betreuung des Kindes.

  • "Die Kosten für die private Krankenversicherung sind meist sogar geringer als die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse, die ein Student über 30 zahlt. ... Die Grundtarife für Studenten über 30 beginnen bei den privaten Versicherern bei etwa 100 € monatlich. Allerdings wird auch dieser Betrag oft noch gar nicht fällig, weil viele Privatversicherungen ihren Studententarif nicht wie die gesetzlichen Krankenkassen nur bis 30 gewähren, sondern bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres. Der Studententarif beträgt hier je nach Versicherer und gewählter Abdeckung ab ca. 70 € monatlich."


    https://www.mystipendium.de/st…icherung-student-ueber-30

  • Sie ist aber 29 und wird vermutlich 30, bevor sie das Studium aufnimmt. Da bleibt nur noch die freiwillig-gesetzliche Versicherung übrig, und da ist es deutlich sinnvoller (und günstiger) sv-pflichtig zu arbeiten.

    Ja, genauso ist es. Also, mir nützen hier die 350 Eurojobs nichts, auch wenn das wirklich lieb von einigen von euch gemeint ist.
    Ich brauche einen Job, mit dem ich mindestens 900 Euro im Monat erarbeiten könnte.


    Dazu noch etwas.
    Ich habe nun durch Dritte gehört, dass die Bedingungen bei der Pflegekoordination, bei der ich anzufangen plane absolut schlecht sind. Gekommen bin ich darauf, weil eine Freundin einer Verwandten dort arbeitet.


    Nun überlege ich, mich weiter zu bewerben.
    Ich habe die Chance in einer Kita zu arbeiten. Allerdings wollen die mich 3 Gehaltsstufen unter einer Erzieherin einstellen, weil ich keine Erzieherin bin, sondern Pflegemanagement studiert habe.
    Damit hätte ich dann 800 Euro raus. Wie es mir scheint könnte ich das aber leider leichter koordinieren.


    Ich suche aber weiter. Ich brauche wie gesagt einen Job, der mindestens 900 Euro abwirft (auch 800 wenn nötig) und bei dem ich sv pflichtig bin.


    Ich kann mich nicht mehr studentisch versichern, muss fast 200 Euro zahlen für die KV .


    Bei der Debeka als Privatversicherung habe ich nachgefragt. Die meinten, da würde ich 318 Euro bezahlen :ohh:


    Da bleibe ich doch lieber bei der Gesetzlichen und bezahle zwischen 160 und 180.


    Da reicht aber kein kleiner Job, denn wenn ich nur 450 Euro verdiene und fast 200 abgeben muss, bleibt ja kaum was übrig.

  • Wie wäre es, einen Bildungskredit bei der KfW zu beantragen? Das müsste IMHO auch für ein Zweitstudium gehen.

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