NRW: Trotz des massiven Lehrermangels - A13 für alle erst einmal nicht in Sicht

  • Mit Idealismus etc. macht man sich nur kaputt.

    Zusätzlich: noch niemals in der Geschichte hat Idealismus in einer Sache zu tatsächlichen strukturellen Verbesserungen der Sache geführt. Man muss Idealismus antiintuitiv beurteilen: er ist auf vielen Ebenen schädlich.


    Nele


    P.S. Mal ganz zynisch gesagt: mit Idealisten kann man nur dann sinnvoll und produktiv zusammenarbeiten, wenn sie mit klaren Vorgaben sehr eng geführt werden und andere und sie selbst vor Auswüchsen ihres Idealismus geschützt werden. Das ist aber nur in Schulen mit fähiger und verantwortungsvoller Leitung möglich. Wie viele gibt es davon? Bestimmt weniger als es Idealisten gibt.


    P.P.S. Der GAU tritt ein, wenn der Schulleiter ein Idealist ist.

  • Eine Einstellung wie Nele sie hinsichtlich unseres Berufs hat, kann man im Umgang mit Kindern und Jugendlichen meines Erachtens nicht an den Tag legen - so gut man damit an seiner Schulform auch fahren mag.

    Wenn du damit in den Raum stellst, dass im schulischen zweiten Bildungsweg eine weniger anspruchsvolle Pädagogik notwendig ist, dann muss ich dir doch deutlich widersprechen. Die persönlichen Problemfelder sind andere, aber nicht weniger intensiv. Ich habe sicherlich nicht das Problemfeld von verwahrlosten Elternhäusern aber z.B. überschuldete und vorbestrafte Lerner oder Patienten psychiatrischer Kliniken, nur um zwei typische Beispiele zu nennen. Diejenigen die im ersten Bildungsweg an den sozialen Problembereichen gescheitert sind, kommen ja oft zu uns; und die sind ganz regelmäßig noch nicht stabilisiert sondern auf der Suche.

    • Offizieller Beitrag

    Lieber Nele,


    für Kinder bin ich immer noch stärker Vorbild und Identifikationsfigur. Das lässt sich mit einem zu nüchtern distanziertem Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen meiner Erfahrung nach nur schwer vereinbaren. Ich habe es in der Regel so erlebt, dass die Beziehungsebene - und hier meine ich nicht kumpelhaft oder anbiedernd - eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Darüber habe ich so manches Problem in den Griff bekommen.

  • Lieber Nele,


    für Kinder bin ich immer noch stärker Vorbild und Identifikationsfigur. Das lässt sich mit einem zu nüchtern distanziertem Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen meiner Erfahrung nach nur schwer vereinbaren. Ich habe es in der Regel so erlebt, dass die Beziehungsebene - und hier meine ich nicht kumpelhaft oder anbiedernd - eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Darüber habe ich so manches Problem in den Griff bekommen.

    Da muss ich Nele mal Recht geben. Wir sinf zwar nicht unbedingt Identifikationsfiguren, aber gerade für die, die aus familiär schwierigem Umfeld kommen oder gerade frisch auf eigenen Füßen stehen müssen, in gewissem Grad eine "Ersatzfamilie" (natürlich mit Grenzen). Ein Schüler sagte mal zu mir "Sie sind ein bisschenwie ein schlauer großer Bruder, Herr W. wie ein Vater, und Herr M. Wie der strenge Onkel, der auf alles eine Antwort hat".


    Das ist sicher anders als bei den kleinen. Dass es aber weniger Beziehungs- oder pädagogische Arbeit ist, bezweifle ich.

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