Mehr Eigenständigkeit im Referendariat

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    • Palim schrieb:

      Frapper schrieb:

      Früher waren die Ausbildungen etwas einheitlicher. Heute kochen so viele ihre ganz eigenes Süppchen - teilweise nicht einmal in einem Bundesland einheitlich. Das ist doch Mist für alle, die mal wechseln (wollen/müssen). Außerdem wird auch ständig irgendetwas verändert. Es kehrt nirgendwo Ruhe ein, um mal einen klaren Kopf zu bekommen. Ich finde des alles nicht hilfreich.
      Den Überblick habe ich nicht, aber die Seminarorte haben auch früher schon ihre eigene Ausprägung vorgenommen und SeminarleiterInnen spezielle Wünsche vorgebracht.Das hat sich nicht geändert.

      Mir fällt zum einen auf, dass manches aus den Anforderungen genommen oder zumindest eingeschränkt wurde, z.B. der Umfang der 2. Examensarbeit,
      andererseits werden neue Vorgaben gesetzt
      und die Heterogenität in den Klassen schafft zusätzliche Herausforderungen, die zwar den Alltag bedeuten, aber eine extreme Zusatzbelastung darstellen.
      Es gibt Unis mit Ba/Ma und welche mit normalem Staatsexamen oder vielmehr gab es die? Ist das überall umgesetzt worden? Dann gibt es Unis mit Praxissemester und oft entsprechend verkürztem Ref, woanders wo nicht. Es gibt noch traditionelle Ausbildungssettings in Form von konstanten Fachleitern, während es z.B. in Hessen modularisiert wurde.
      Es endet bei weitem nicht bei den individuellen Schwerpunktsetzungen der Seminarstandorte.
    • @Buntflieger
      Danke für den Text. Der lässt sich einmal leichter lesen als andere in dieser Sparte. ;)

      Wenn man das Ganze einmal runterbricht, dann geht es doch letztendlich darum, wie einige schon geschrieben haben, ob man sich im pädagogischen Handeln auf die Erfahrungen und Ideen anderer stützen kann oder auf wissenschaftliche Forschungen, die den dafür gültigen, objektivierbaren Gütekriterien genügen.
      Ich denke, da gibt es kein Entweder/Oder, sondern man handelt von dem Hintergrund von beidem heraus. Wissenschaftliche Forschungen, die der Pädagogik zuarbeiten, z.B. aus der Gehirnforschung oder der psychologischen Forschung liefern durchaus brauchbare Ergebnisse, die man persönlich in seiner Analyse von Situationen mit einbeziehen kann.

      Ich fand das zwar jetzt interessant, aber wir kommen vom Thema ab.


      Vielleicht auch noch etwas zum Referendariat:
      Seit ich im Schuldienst bin, hat kein Referendar, dem ich begegnet bin, sein Referendariat abgebrochen, bis auf die letzten drei Jahre. Da waren es 3 Referendare (2 Grundschule, 1 Gymnasium), die den Stress nicht mehr aushielten oder mit dem ganzen hierarchischen System und den ellenlangen Dokumentationen mit Begründungen, die man anscheinend nach Gusto des Seminarleiters erstellen muss (war jetzt jemand vom Gymnasium, der das sagte) nicht mehr klarkamen. Alle Referendare hatten das Gefühl, dass man von ihnen Perfektheit erwartete, die sie nicht leisten konnten.

      Inzwischen gibt mir das sehr zu denken! Irgendetwas stimmt da nicht mehr.
      Ich hatte in meiner Ausbildung nie das Gefühl, dass ich perfekt sein muss, eher, dass ich meine Sachen so gut ich kann erledigen soll, das andere kommt dann schon. Ich hatte mich eher unterstützt und als Lernende gesehen als unter Druck.
    • Caro07 schrieb:

      Alle Referendare hatten das Gefühl, dass man von ihnen Perfektheit erwartete, die sie nicht leisten konnten.
      Inzwischen gibt mir das sehr zu denken! Irgendetwas stimmt da nicht mehr.
      Ich hatte in meiner Ausbildung nie das Gefühl, dass ich perfekt sein muss, eher, dass ich meine Sachen so gut ich kann erledigen soll, das andere kommt dann schon. Ich hatte mich eher unterstützt und als Lernende gesehen als unter Druck.

      Hallo Caro07,

      Perfektionismus wird bis zum Extrem getrieben. Bei uns ist/war es genauso. Der Begriff "Lehrergesundheit" wird nur angesprochen, weil es Mode ist. Inhaltlich wird das Thema - wie so vieles - nicht aufgegriffen.

      Ich weiß nicht, wie das früher war und ob das woanders besser ist. Nach allem, was ich aber höre, dürfte das Phänomen einigermaßen verallgemeinerbar sein. Aber wie so vieles kommt das auf die Einzelumstände an: Hat man z.B. Mentoren, die einen unterstützen und ihre Fürsorgepflicht ernst nehmen oder solche, die einen als Arbeitstier (be)nutzen zur eigenen Entlastung? Ein wichtiger Punkt meines Erachtens. Manche Mentoren wollen ausführliche Verlaufspläne und eigens erstelltes Arbeitsmaterial für jede Stunde (im ersten halben Jahr und fortgesetzt bis weit in den Eigenständigen hinein), andere wollen nur sehen, dass man mit den SuS klarkommt und übernehmen ohne Murren eine Stunde, wenn man vom Seminar her gerade stark belastet ist oder ein UB bevorsteht. Letzteres war bei mir nie der Fall, aber ich kenne einige Leute, die echt super Mentoren hatten.

      Mich stört halt nur, dass das doch sehr von Zufälligkeiten abhängt, wie man im Referendariat gebettet ist. Ein Problem, das wohl nicht ohne Weiteres lösbar scheint. So, jetzt muss ich abfliegen, die bunte Schule ruft... ;)

      der Buntflieger
    • Caro07 schrieb:

      Ich hatte in meiner Ausbildung nie das Gefühl, dass ich perfekt sein muss, eher, dass ich meine Sachen so gut ich kann erledigen soll, das andere kommt dann schon. Ich hatte mich eher unterstützt und als Lernende gesehen als unter Druck.
      Lag das eher an deinen MentorInnen oder war das generell so?

      Zu meiner Zeit gab es hier im Bundelsand Seminarstandorte, die verschien waren, weil die Refs dazu aufgefordert wurden, sich gegenseitig feritg zu machen. Wer sich nicht beteiligte, konnte eine bessere Note abschreiben.
      An anderen Standorten war es anders.

      Dass die Unterstützung unterschiedlich sein kann, ist verständlich, zumal es keine Entlastungen gibt und man zur Übernahme der Menotrenschaft auch genötigt werden kann. Hinzu kommt, dass nicht wenige LuL in ihrem Ref so gelitten haben, dass sie es kaum ertragen, wenn jemand mit in den Unterricht geht. Ich erinnere mich noch gut daran, dass eine Kollegin mal sehr blass wurde, als die SL einen regulären Besuch ankündigte, weil ihre schrecklichen Ref-Erfahrungen wieder hochkamen. In den letzten Jahren erlebe ich es anders und ständige Begleitung durch I-Hilfen verschiebt das womglich auch ein Stück weit.

      Der Druck, der sich aufbaut, liegt m.E. auch darin begründet, dass man durch die vielen Besuche in einer Dauerkontrolle steht. Es wird immer genannt, es seien Beratungen und sie würden nicht zählen, im Gespräch zum Ausbildungsstand werden sie dann doch herangezogen und zur Notenfindung letztlich wohl auch. Damit ist jeder Besuch eine kleine Prüfung und darüber baut sich der Druck auf.
      Die Rückmeldungen nach den Besuchen sind in der Herangehensweise sehr unterschiedlich. Auch da hat sich in den letzten Jahren zumindest in meiner Umgebung einiges getan, die Reflektionen sind erheblich wohlwollender geworden und stellen auch Positives heraus.

      Angesichts der gestrichenen Einstiegsphase (3 Monate parallel), des damit höheren Anteils eigenständigen Unterrichts und der zusätzlichen Anforderungen (z.B. weit ausführlichere Darlegung der kompletten Einheit, Kompetenzraster auf Std. bezogen, Berücksichtigung von Inklusion und DaZ) finde ich die derzeit angesetzten Beusche (15 in einem SJ) zu viel.
      Zudem finde ich, dass es offenbar eine noch eindeutigere Abstimmung bräuchte, welche Inhalte wohin gehören (Uni + Praktikumssemester, Seminar, Schule) und dies für alle Beteiligten transparent ist.
    • Palim schrieb:

      Lag das eher an deinen MentorInnen oder war das generell so?

      Zu meiner Zeit gab es hier im Bundelsand Seminarstandorte, die verschien waren, weil die Refs dazu aufgefordert wurden, sich gegenseitig feritg zu machen. Wer sich nicht beteiligte, konnte eine bessere Note abschreiben.
      An anderen Standorten war es anders.
      Ich kann das sicher nicht generell beurteilen, da ich nur in einem Seminar war und im Zeitalter ohne Internet die Kontakte zu anderen Seminaren noch nicht so direkt und intensiv waren.
      Wir hatten uns in meinem Seminar in Arbeitsgruppen zusammengetan und privat zusammen Unterricht bzw. Unterrichtssequenzen vorbereitet. Konkurrenzdenken war uns fremd und wurde auch so nicht vermittelt. Ich vermute, das hatte etwas mit dem damaligen Zeitgeist zu tun. Da war das Konkurrenzdenken und sich nach außen verkaufen müssen allgemein in der Gesellschaft noch nicht so ausgepägt. Ebenso hat keiner Perfektion verlangt.

      Perfektionistisch(er) bin ich selbst erst geworden, nachdem ich angefangen habe, mit dem Computer zu arbeiten. Mit Computer und Internet kann man alles bis zum Erbrechen optimieren. Das wirkt sich in meinen Augen auf die innere Einstellung aus.
    • Caro07 schrieb:

      Perfektionistisch(er) bin ich selbst erst geworden, nachdem ich angefangen habe, mit dem Computer zu arbeiten. Mit Computer und Internet kann man alles bis zum Erbrechen optimieren. Das wirkt sich in meinen Augen auf die innere Einstellung aus.
      Das solltest du abstellen, vor allem die optische Optimiererei bei computererstellten Materialien ist ein gefährlicher Zeitkiller.
    • Meerschwein Nele schrieb:

      Caro07 schrieb:

      Perfektionistisch(er) bin ich selbst erst geworden, nachdem ich angefangen habe, mit dem Computer zu arbeiten. Mit Computer und Internet kann man alles bis zum Erbrechen optimieren. Das wirkt sich in meinen Augen auf die innere Einstellung aus.
      Das solltest du abstellen, vor allem die optische Optimiererei bei computererstellten Materialien ist ein gefährlicher Zeitkiller.

      Hallo Meerschwein Nele,

      das kann ich voll bestätigen. Ich habe inzwischen fast komplett auf Handschrift umgestellt: Habe mir Vorlagen für selbst zu erstellende Arbeitsblätter gemacht, die ich nur noch mit Inhalt füllen muss. Differenzierung (Zusatzaufgaben, Tipps) inklusive. Das spart mir extrem viel Zeit und qualitativ ist das Ergebnis quasi identisch, allenfalls optisch und damit oberflächlich betrachtet nicht.

      der Buntflieger
    • Caro07 schrieb:


      Wir hatten uns in meinem Seminar in Arbeitsgruppen zusammengetan und privat zusammen Unterricht bzw. Unterrichtssequenzen vorbereitet. Konkurrenzdenken war uns fremd und wurde auch so nicht vermittelt.

      Hallo Caro07,

      und genau das, was du beschreibst, fehlte mir fast komplett. Wir haben quasi nie zusammen Unterricht vorbereitet, besprochen und Trockenübungen (Micro-Teaching) gemacht. Stattdessen unendlich viele Gruppenspielchen ohne oder mit kaum Inhalt.

      Oberflächlich wurde auf Gruppenkuscheln gemacht, tatsächlich aber war der Konkurrenzdruck exorbitant hoch. Auch an der Schule wurstelt ja jeder für sich allein herum, Teamwork tritt nur sporadisch auf (wenn Kollegen sich gut verstehen) und wenn ich in den letzten 1,5 Jahren eines vollends gelernt habe, dann ist das Einzelkämpfer zu sein und mich auf niemanden zu verlassen, außer auf mich selbst.

      der Buntflieger
    • Buntflieger ich stimme dir mit allem zu!

      Das waren und sind auch eher meine Eindrücke der Vergangenheit..., aber allen von dir in mühevollen Postings beschriebenen Effekten kann man bis zu einem gewissen Grad mit einer guten inneren Haltung, etwas Glück oder gekonntem NETZWERKEN entgegenwirken. Leider ist man ja nachher immer so viel schlauer als vorher...
      "unterm vollmond im mai"
    • Meerschwein Nele schrieb:

      Das solltest du abstellen, vor allem die optische Optimiererei bei computererstellten Materialien ist ein gefährlicher Zeitkiller.

      Buntflieger schrieb:

      das kann ich voll bestätigen. Ich habe inzwischen fast komplett auf Handschrift umgestellt
      Das kann ich gar nicht bestätigen.
      Inzwischen habe ich einen Großteil meiner AB auf dem Rechner und das sehr gut sortiert abgelegt.
      Auch bei den Planungen der Einheiten gehe ich dazu über, sie am Rechner zu schreiben, sie sind zumeist in Tabellen eingetragen, sodass ich einzelne Bausteine austauschen und die Planung einfach verändern kann.

      Es erspart mir den immensen Aufwand, die Einheiten in Ordnen abzuheften, weil sie schon auf dem Rechner lagern.
      Man kann hervorragend AB wieder nutzen oder mal eine Kleinigkeit ändern.
      Viele Materialien lassen sich wieder und wieder einsetzen.

      Zudem habe ich jetzt bei den vielen Abordnungen und neuen Leuten an der Schule gemerkt, wie gut es ist, dass man etliches bereits digital vorliegen hat und es auf diese Weise weitergeben kann.
    • Buntflieger schrieb:

      Wir haben quasi nie zusammen Unterricht vorbereitet, besprochen und Trockenübungen (Micro-Teaching) gemacht.
      Das war bei uns Inhalt in den Praktika im Studium, die man zu Beginn in 6er oder 8er Gruppen, danach zu zweit abgeleistet hat. Da hatte ich oft ein gutes Team und entsprechend viel Austausch.
      Im Ref hatte man weit weniger Zeit dazu, aber meine Mentorin war herausragend und für das andere Fach gab es eine Referendarin, die 1/2 Jahr weiter war und mir bei den Besuchen geholfen hat.

      Und auch da: dieser Austausch ist sehr sinnvoll, aber es bräuchte m.E. Absprachen dazu, wann dies erfolgen kann. Wenn es im Studium Inhalt sein soll, braucht es begleitete Praktika mit entsprechenden Anforderungen. Im Ref, so wie es jetzt aufgebaut ist, ist das eigentlich zu spät.
    • Palim schrieb:

      Meerschwein Nele schrieb:

      Das solltest du abstellen, vor allem die optische Optimiererei bei computererstellten Materialien ist ein gefährlicher Zeitkiller.

      Buntflieger schrieb:

      das kann ich voll bestätigen. Ich habe inzwischen fast komplett auf Handschrift umgestellt
      Das kann ich gar nicht bestätigen.Inzwischen habe ich einen Großteil meiner AB auf dem Rechner und das sehr gut sortiert abgelegt.
      Auch bei den Planungen der Einheiten gehe ich dazu über, sie am Rechner zu schreiben, sie sind zumeist in Tabellen eingetragen, sodass ich einzelne Bausteine austauschen und die Planung einfach verändern kann.

      Es erspart mir den immensen Aufwand, die Einheiten in Ordnen abzuheften, weil sie schon auf dem Rechner lagern.
      Man kann hervorragend AB wieder nutzen oder mal eine Kleinigkeit ändern.
      Viele Materialien lassen sich wieder und wieder einsetzen.

      Zudem habe ich jetzt bei den vielen Abordnungen und neuen Leuten an der Schule gemerkt, wie gut es ist, dass man etliches bereits digital vorliegen hat und es auf diese Weise weitergeben kann.

      Hallo Palim,

      das ist wohl eine Frage des Geschmacks bzw. der persönlichen Präferenzen (ist eigentlich dasselbe...?!), seit ich viel mit Handschrift mache, bin ich deutlich schneller als mit rein digitalen Vorlagen. Das liegt bei mir hauptsächlich an dem genannten Problem: Ich will, dass alles akkurat angeordnet ist, nichts verschoben ist und dann tendiere ich auch dazu, wenn der Rechner schon läuft, noch schnell andere Dinge zu machen... :pfeifen:

      Die ABs kann ich trotzdem weiter nutzen. Einfach kopieren und/oder scannen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich - der sonst eher der Fortschrittstyp ist - in dieser Hinsicht wieder überspitzt gesagt in der Steinzeit lande. :rotwerd:

      der Buntflieger
    • Palim schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Wir haben quasi nie zusammen Unterricht vorbereitet, besprochen und Trockenübungen (Micro-Teaching) gemacht.
      Das war bei uns Inhalt in den Praktika im Studium, die man zu Beginn in 6er oder 8er Gruppen, danach zu zweit abgeleistet hat. Da hatte ich oft ein gutes Team und entsprechend viel Austausch.Im Ref hatte man weit weniger Zeit dazu, aber meine Mentorin war herausragend und für das andere Fach gab es eine Referendarin, die 1/2 Jahr weiter war und mir bei den Besuchen geholfen hat.

      Und auch da: dieser Austausch ist sehr sinnvoll, aber es bräuchte m.E. Absprachen dazu, wann dies erfolgen kann. Wenn es im Studium Inhalt sein soll, braucht es begleitete Praktika mit entsprechenden Anforderungen. Im Ref, so wie es jetzt aufgebaut ist, ist das eigentlich zu spät.

      So ist es! Im Studium war das Normalität - Team-Teaching habe ich im Referendariat nicht einmal gemacht. Im Praktikum gleich mehrmals. Und dabei ist das voll mein Ding; ich liebe es, Unterricht im Team zu gestalten.

      Letztlich liegt es denke ich daran, dass das Referendariat eben als in die Länge gezogene Einzelprüfung konzipiert ist und da passen "echte" Ausbildungsinhalte (Micro-Teaching, Team-Teaching, kollegiales Feedback etc.) halt nicht rein. Allenfalls pro forma, damit man es als Bestandteil offiziell ausweisen kann.

      der Buntflieger
    • @ Palim zu Beitrag 74
      Mache ich genau so. Die handschriftlichen Unterrichtsvorbereitungen von früher waren eher suboptimal. Jetzt ist alles im Rechner und ich kann es entweder wieder so ausdrucken oder verändern. Auch ABs passe ich an die aktuelle Situationen an. Ich finde das ist eine Art, die gut ist, weil man eben alles flexibel anpassen kann.

      Ich gebe Meerschwein Nele in der Beziehung Recht, dass man nicht zeitintensiv seine ABs optisch optimieren muss und irgendwann einmal einen Schlussstrich ziehen sollte. Die Sucherei nach immer besseren Kleinigkeiten und nach Inhalten in den unendlichen Weiten des Internets fressen Zeit.
      In diese Gefahr kam ich ohne Computer gar nicht. Nachdem ich in meinen Anfangszeiten eine Matritze zum 2. oder 3. Mal handgeschrieben angefangen hatte, war ich dann so wütend und ungeduldig, dass es mir schlussendlich egal war, wie sie aussah. ;) Ich hatte einmal einen Elternbrief herausgegeben, den selbst mein Schulleiter von der Form her zu Recht bemängelte, als er ihn zufällig einmal in die Hände bekam. Danach habe ich mich mehr angestrengt. Das war jetzt eine Anekdote. :engel:
    • Palim schrieb:

      Buntflieger schrieb:

      Team-Teaching
      ???
      Das ist DAS, was in der FoBi zur Inklusion vor gefühlt 10 Jahren angepriesen wurde und in der Theorie so toll klingt.

      Wir sind froh, wenn in jeder Klasse zumindest eine Lehrkraft steht.

      Doppelbesetzung geht an der Realität vorbei.

      Hallo Palim,

      ich bezog mich auf Team-Teaching als Ausbildungsinhalt. Es geht darum, dass man zu Absprachen gezwungen ist und die Unterrichtsplanung daher sehr bewusst vollzieht. Gerade für Anfänger ist das enorm hilfreich.

      Zwei Lehrer pro Klasse wäre für Sek. I wohl die Lösung der allermeisten aktuellen Probleme und würde ein riesiger Schritt in Sachen Bildungschancengerechtigkeit sein. Leider sprengt das natürlich komplett den finanziellen Rahmen aus bildungspolitischer Sicht. In dieser Hinsicht bin ich Realist genug.

      der Buntflieger
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