Austausch EDV Unterricht

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    • Austausch EDV Unterricht

      Liebe Kolleginnen und Kollegen,

      ich unterrichte seit diesem Schuljahr seit langem mal wieder EDV Grundlagen. Irgendwie bin ich aktuell unzufrieden und suche Anregungen.
      Vorweg: ich habe kein IT studiert, bin nur ganz gut in den Office Anwendungen.

      Mir fehlen total die Ideen wie ich den Unterricht interessant gestalteten soll. Laut didaktischer Jahresplanung sollen die Schüler am Ende etwas Computeraufbau beherrschen und in Word/Excel/PP die Grundlagen können. Besonders viele Stunden hab ich dafür nicht zur Verfügung. Als ewig lange Projekte, bei denen die Schüler sich alles selbst aneignen werden eher nicht klappen. Zudem sind die Schüler z.T. eher leistungsschwach.

      Von Kollegen gibt es Unterlagen, aber die sind total auf Frontalunterich und eher "altbacken" angelegt.

      Habt ihr irgendwelche Tipps? Internetseiten, auf denen es Anregungen gibt? Lehrwerke oder Arbeitshefte, die mehr Schüleraktivität fördern?

      Wir haben im Ref eigentlich gelernt, dass der Unterricht sich an einem betrieblichen Problemfall entlang hangeln soll und ich finde das grundsätzlich eigentlich auch ziemlich gut, nur bin ich so wenig kreativ. Bei beruflichen Fachthemen meiner Fachrichtung fällt mir das irgendwie leichter... :(
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    • Ist schon länger her, dass ich so was unterrichtet habe, aber damals gab es Unterrichtsmaterialien vom Herdt Verlag, die ganz brauchbar waren. Finde es auf die Schnelle nicht, hoffe ich denke morgen dran. Das war ein Buch mit Übungen zu Windows und den gängigen Officeanwendungen. Die Übungen waren auch sinnig: Stundenplan selbst gestalten, Aushang machen, Tabelle für die eigenen Ein und Ausgaben...
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Moin,
      Computeraufbau: Wir bekommen manchmal Computer geschenkt, die aber (selbst für die Schule, haha), zu alt sind.

      Die kann man dann einfach mal aufschrauben und sich alles anschauen, oder, besser noch: Auseinandernehmen und versuchen, wieder zusammenzubauen.

      Also, mal angenommen Du bekommst ein paar alte Rechner gespendet. Die müsstest Du natürlich erst mal testen (ein ganz einfaches 32 bit Linux von CD booten, geeignet wäre Puppy Linux, vom Stick booten die alten Kisten oft gar nicht). Wenn sie noch alle gehen, kannst Du den betrieblichen Fall simulieren: Alle Firmenrechner sind kaputt. Beim ersten das CD Laufwerk, beim zweiten die Festplatte, beim dritten die Grafikkarte und beim vierten das Mainboard. Damit der Betrieb irgendwie weiterlaufen kann, muss wenigstens ein funtkionierender Rechner wieder hergestellt werden.

      Für Fortgeschrittene: Denen gibst Du einen Rechner, der wirklich kaputt ist, und sie müssen rausbekommen, was kaputt ist.

      Wenn Du keine geschenkten Rechner hast, kannst Du Rechneraufbau mit etwas Spaß auch mit einem Raspberry Pi machen. Der besteht ja erst mal nur aus Mainboard.

      Den dann zusammenzustöpseln , dass er läuft, ist schon sehr lehrreich. Dann könnte man die Teile im Pi (sind ja nur Bauteile auf einer Platine) mal mit den Teilen aus einem richtigen PC (sorry, großen meine ich) vergleichen.

      Das, was sie dabei rausgefunden haben, packen sie gleich in eine Powerpoint, und Du hast das auch schon durch. Mehr zu Office im nächsten Post.
    • Ergänzung: Den raspberry Pi (besser: Mehrzahl) müsstest Du natürlich anschaffen über die Schule.

      Office: Ein bisschen Fettdruck usw. machen wir im PC Führerschein Klasse 5. Wenn ich das mit älteren Schülern mache, gebe ich denen meist ein strukturiertes Dokument (also Überschriften 1.1 Bla, 1.2 Blubb usw) (welches ich selbst mit LaTeX erstellt habe) und den reinen Text und lasse sie diese Formatierung wiederherstellen (mit Formatvorlagen und Verzeichniserstellung).

      Betrieblicher Fall: Ich habe ja leider keinerlei Ahnung, was für Leute Du ausbildest. Hier (sehr konstruiert): Die Datei mit der wichtigen Firmendoku ist verloren gegangen. Ein Ausdruck war noch da, die Texterkennung kann aber die Überschriften usw. nicht wiederherstellen. Damit man damit weiterarbeiten kann, usw. usf.

      Excel: Hier mache ich Gerne Sparbuch - Sparvertrag - Annuitätendarlehen. Gerade letzteres ist aber recht schwer. Mit Excel kann man natürlich noch ganz andere Sachen machen, ich bin da als Mathelehrer sicher etwas vorbelastet (will halt was ausrechnen).
    • Wenn Du aber etwas (es ist ja sowieso so wenig Zeit) von Deinem internen Plan abweiche kannst, würde ich vermutlich was anderes machen.

      Ein wenig das Internet verstehen.

      Die Seite clicksafe ist hier eine Fundgrube. Die einzelnen Kapitel könnten in Gruppenarbeit durchgearbeitet und per Powerpoint aufbereitet werden.

      Ich selbst verwende davon auch in der Oberstufe: klicksafe.de/themen/datenschutz/

      Selbst ein kleines Netzwerk bauen geht gut mit der Simulation "Filius".

      lernsoftware-filius.de/


      Das fände ich in der heutigen Zeit erst mal wichtiger als Rechneraufbau.
    • Veronica Mars schrieb:

      ...in Word/Excel/PP die Grundlagen können.
      Word:
      Tutorial schreiben lassen für z.B. Schüler einer achten Klasse zu Rubics Cube oder Varianten (es geht um das Tutorial, nicht darum Lösungen auszuarbeiten, die findet man im Netz). Den Schülern ein solches Teil in die Hand geben und ausprobieren lassen, Bilder machen lassen, bearbeiten (geht rudimentär in Word) und einbinden...

      Excel:
      Notenliste erstellen lassen. Diese schrittweise ergänzen mit Notendurchschnitt, zeitlichem Verlauf, Diagrammen etc.

      Powerpoint:
      Präsentationen erstellen lassen zum Thema gute Präsentation/schlechte Präsentation. Oder zu bestimmten Schwerpunkten/Funktionen in Powerpoint.
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

      Beitrag von Meerschwein Nele ()

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