Stundenplangestaltung als Teilzeitbeschäftigter

  • Lüg dir nicht selbst in die Tasche, die Berufserfahrung hast du wohl kaum auf unnötig vielen Hin- und Rückwegen gesammelt.
    Grundsätzlich finde ich einen zum Studium passenden Nebenjob aber auch sehr sinnvoll und auch trotz eventuell schlechterer Erreichbarkeit gewinnbringender als McDonalds und co..

  • Ich verstehe, unabhängig vom Arbeitsvertrag, jede Zeit, die ich für die Arbeit aufwende, als Arbeitszeit. Daher sinkt durch unbezahlte Arbeitszeit wie bspw. Wege, unbezahlte Mehrarbeit etcpp. der Stundenlohn. Ist doch völlig logisch, ich nehm doch lieber 4000€ Brutto für 42h Arbeit als für 42h Arbeit plus 10h Weg pro Woche.

    Interessante, aber sicher nicht die korrekte Sichtweise.

  • Unabhängig vom Wohnort und der Pendelei gehört es doch zu den unglaublich asozialen Aspekten des Lehrerseins, dass man bei entsprechenden Teilzeitdeputaten oftmals keinen freien Tag bekommt und es an vielen Schulen auch bewusst nicht entsprechend gehandhabt wird, damit Kollegen an allen Tagen für Vertretungen zur Verfügung stehen oder andere erst gar nicht anfangen, Teilzeit zu beantragen. Und darüber sollte hier diskutiert werden!
    Ist in der Privatwirtschaft übrigens anders, da gäbe es Aufstände, wenn jemand regelmäßig für ein oder zwei Stunden an einem Tag antanzen müsste.

  • Unabhängig vom Wohnort und der Pendelei gehört es doch zu den unglaublich asozialen Aspekten des Lehrerseins, dass man bei entsprechenden Teilzeitdeputaten oftmals keinen freien Tag bekommt und es an vielen Schulen auch bewusst nicht entsprechend gehandhabt wird, damit Kollegen an allen Tagen für Vertretungen zur Verfügung stehen oder andere erst gar nicht anfangen, Teilzeit zu beantragen. Und darüber sollte hier diskutiert werden!
    Ist in der Privatwirtschaft übrigens anders, da gäbe es Aufstände, wenn jemand regelmäßig für ein oder zwei Stunden an einem Tag antanzen müsste.

    Genau das!

  • Unabhängig vom Wohnort und der Pendelei gehört es doch zu den unglaublich asozialen Aspekten des Lehrerseins, dass man bei entsprechenden Teilzeitdeputaten oftmals keinen freien Tag bekommt und es an vielen Schulen auch bewusst nicht entsprechend gehandhabt wird, damit Kollegen an allen Tagen für Vertretungen zur Verfügung stehen oder andere erst gar nicht anfangen, Teilzeit zu beantragen. Und darüber sollte hier diskutiert werden!
    Ist in der Privatwirtschaft übrigens anders, da gäbe es Aufstände, wenn jemand regelmäßig für ein oder zwei Stunden an einem Tag antanzen müsste.

    Nachdem du aus BW kommst, sollten dir die Möglichkeiten des Konferenzrechts in BW bekannt sein. Wenn du und dein Kollegium diese nicht nutzt, sondern lieber gegen- als miteinander arbeitet, dann seid ihr mitverantwortlich für unsoziale Rahmenbedingungen an eurer Schule. Die Diskussion darüber ist nicht hier im Lehrerforum zu führen, sondern fängt in der eigenen Schule an, denn dort können wir konkreten Einfluss auf Rahmenbedingungen nehmen, statt nur leise zu meckern, KuK bei ihren Anliegen nicht zu unterstützen die einen selbst nicht betreffen und nach oben zu buckeln. Bei mir an der Schule wird sehr offen in der GLK seitens der Schulleitung thematisiert welche unangenehmen Auswirkungen auf den Stundenplan bestimmte Profilbildungen oder von einigen KuK gewünschte zeitliche Kopplungen von Hauptfächern haben ehe letztere beschlossen werden. Entsprechende Beschlüsse werden prinzipiell erst einmal ein Schuljahr getestet, ehe erneut diskutiert wird, ob es sinnvoll ist das beizubehalten oder die Kosten für die KuK letztlich den Nutzen überwiegen, da solche Kopplungen immer ungünstigere Stundenpläne für KuK zur Folge haben. Bei Teilzeitdeputaten ist klar geregelt ab welcher Stundenzahl zumindest ein freier Tag in der Woche eingebaut wird, eh sei denn weitere, als vorrangig angegebene Sonderwünsche (kein Nachmittagsunterricht...) verunmöglichen den freien Tag. Usw. Wenn ihr keine Schafe seid, sondern eure Rechte kennt und aktiv zur Mitgestaltung nutzt, dann kann eure SL nicht mal eben über eure Köpfe hinweg anordnen was immer ihr beliebt. Realistischerweise will das auch keine SL, denn wie bereits an anderer Stelle von mir erwähnt, hat jede SL ein vitales Interesse an konstruktiven Lösungen mit dem eigenen Kollegium. Konstant gegen die Interessen des Kollegiums arbeiten zu wollen hätte einen zu hohen Preis für Schulleitungen.


    Was das Genörgel über die angeblich so formidablen Bedingungen in der Privatwirtschaft anbelangt: Wer meint, die Früchte jenseits des Zauns seien immer süßer, dem steht es doch frei den Wechsel zu wagen. Private Schulträger die händeringend Personal suchen gibt es gerade in BW mehr als genug. Aber dann bitte nicht weitermeckern, weil es keine Verbeamtung mit Beurlaubung gibt oder weniger Netto auf dem Konto landet oder oder oder.
    Ich habe schon in "der" Privatwirtschaft gearbeitet über 10 Jahre lang und bei meinem letzten Arbeitgeber war es völlig normal regelmäßig nur 2-3 Stunden am Tag zu arbeiten, weil genau das Teil der vorab bekannten Arbeitsbedingungen in dem von mir gewählten Arbeitsbereich war. Wem das nicht passte, der musste entweder den Arbeitsbereich bei diesem Arbeitgeber wechseln oder aber einen neuen Arbeitgeber suchen. Könnte daran liegen, dass es "die" Privatwirtschaft mit "den" Arbeitsbedingungen nicht gibt.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Schön, dass es bei dir an der Schule so gut läuft. Es soll ja auch Schulen geben, wo es anders aussieht! Als einzelner Kollege (in der Probezeit) mit wenigen Mitstreitern seit Jahren etablierte Strukturen aufzubrechen, theoretisch möglich, praktisch so ne Sache!


    Zumindest meine Teilzeitbekannten müssen nicht für 2-3 Stunden pro Tag antanzen. Und das dürfte an Schulen auch deutlich häufiger vorkommen als in der Privatwirtschaft.

  • Es hilft hier nicht viel herumzumeckern. Ihr müsst immer zusammen mit dem Stundenplaner sprechen.
    Evtl. ging es echt nicht anders und wenn der Stundenplaner jetzt mit Gewalt versucht euren Wunsch umzusetzen, dann wird es an anderer Stelle wieder schlechter. (Notfalls wir er für alle Kollegen die möglichen Springstunden erhöhen). Damit ein Stundenplaner es auch ohne schafft, müsst ihr es ihm auch leichter machen und nur Wünsche angeben, die wirklich benötigt werden. Wenn ich z.B. versuche den Fachunterricht immer im Fachraum zu setzen und das kaum schaffe, dann aber mitbekomme, dass die Kollegen gar nicht in den Fachraum gehen, sondern im Klassenraum bleiben, dann ärgert mich das ungemein. Wenn ich das vorher gewußt hätte, dann hätte ich den Fachraum nicht beachtet und ich hätte bei anderen Lehrern andere Wünsche bachten können bzw. für alle Lehrer die Anzahl der Springstunden reduzieren können.
    Daher gilt: Mit dem Stundenplaner sprechen; im sagen was ihr gerne hättet UND was er nicht beachten muss. Gerade der zweite Teil wird gerne vergessen und dann wundert man sich, wenn der Stundenplaner irgendwann an sein Limit kommt.

  • Die zuständige Person hat vor den Ferien von drei Tage die Woche gesprochen.Zwei Tage vor Schulbeginn durfte ich mein Stundenplan sehen. Ich war geschockt und als ich ihn ansprach hieß es: "Geht halt nicht anders."
    Ich habe alles hingenommen und dachte sowas wäre "normal". Später konnte ich mir die Stundenpläne anderer Lehrer ansehen.


    Die Leitung weiss das ich unerfahren bin. Es ärgert mich sehr dass die SL versucht meine Unwissenheit auszunutzen.

    Egal welche Regelung ihr da in Hessen habt oder nicht habt, erst 3 Tage in Aussicht zu stellen und dann 5 Tage zu verplanen ist schon ziemlich dreist.
    Die einzige Ausnahme wäre, wenn du das selbst verursacht hättest, z.B. durch spezielle Klassen/Fachwünsche oder eine AG.


    Falls du Vertretungslehrer bist, würde ich an deiner Stelle nachdrücklich darum bitten, wenigstens einen weiteren Tag freizublocken und andernfalls mit der kürzest möglichen Frist kündigen und eine andere Vertretungsstelle annehmen.
    Natürlich wird man danach nicht wieder an dieser Schule arbeiten können...aber das will man sicher dann auch nicht.

Werbung