Uneinheitliche Notenberechnung

  • Hallo, welche Fächer unterrichtest du in welchem Bundesland? Was sagt deine Fachschaft zu dem Thema ?


    Ich glaube, erst dann könnte man sinnvolle Antworten geben.

    Und wie ist die Notengebung im jeweiligen BL schulrechtlich vorgebenen und geregelt? Ich meine beispielsweise in Bayern muss man arithmetisch runden, hier in BW dürfen wir nicht einfach arithmetisch runden, sondern müssen Noten pädagogisch runden und bilden. Wie ist das denn in deinem Bundesland (welches wäre das?) und für deine Schulart geregelt @Methodiker und was stört dich an dieser konkreten Vorgabe? Wünschst du dir eine einheitliche Lösung für alle Klassen aller Schularten aller Bundesländer? Und falls ja, inwiefern sollte das pädagogisch gerechtfertigt sein, "mal eben" alle SuS über einen Kamm scheren zu wollen?

  • Versuch eines kurzen Zwischenstandes:
    - "Du bist ja gar kein Lehrer!!!11"
    - "So kannst du doch nicht mit anderen Lehrern reden!"
    - "Der will uns doch nur eine Software verkaufen!"
    - "Das ist doch in jedem Bundesland klar geregelt, was soll die Frage?!"
    - "Nein, es ist nicht überall klar geregelt, teilweise fällt es sogar auf die einzelnen Schulen zurück" (aha!)
    - "Was willst du hier eigentlich diskutieren?"


    Ich hoffe ich habe das halbwegs treffend zusammengefasst. Der obere Teil ist einer Diskussion auf akademischer Ebene wie gesagt unwürdig und wäre den Betreffenden sicher zu peinlich um unter Klarnamen so an der eigenen Schule zu antworten, aber hier anonym im Forum kann man es ja.
    Zu den restlichen Fragen...
    Nein, eine Software will ich nicht verkaufen, das war nur ein nahe liegender Lösungsvorschlag für alle, die nicht komplett Computer-Un-Affin sind.


    Und was die Frage angeht was ich diskutieren wolle, das war eben gerade nicht die theoretisch irgendwo festgelegte Regelung, sondern die im ersten Beitrag genannte reale Praxis. Darauf ist noch keiner eingegangen.


    Ist es für euch kein Problem, das sogar innerhalb der gleichen Schule, wie z.B. anhand der im zweiten Beitrag verlinkten Forumsbeiträge erkennbar, keine einheitliche Vorgehensweise herrscht oder das Kollegen gar nicht wissen, wie die Vorschrift lautet oder wie man korrekt rechnet? Oder ist es für einige hier so gängig, derartige Missstände zu leugnen oder als Einzelfälle vom Tisch zu wischen? Wenn ja so ist auch das kein gutes Vorbild. Mich würde interessieren, wie man sicherstellen kann, das dies in der Praxis transparent (ohoh!) abläuft.

  • Ist es für euch kein Problem, das sogar innerhalb der gleichen Schule, wie z.B. anhand der im zweiten Beitrag verlinkten Forumsbeiträge erkennbar, keine einheitliche Vorgehensweise herrscht oder das Kollegen gar nicht wissen, wie die Vorschrift lautet oder wie man korrekt rechnet?

    Es gibt kein korrektes Rechnen, da man Noten nicht miteinander verrechnen kann. Stichwort: Ordinalskala


    https://wissenschafts-thurm.de…rdinal-und-kardinalskala/


    Aus diesem Grund schaue ich mir die gesammelten Noten eines Schülers an und begründe dann pädagogisch, welche Zeugnisnote er erhält. Da ich mir auch immer notiere, wofür es die Noten gibt (Plakat, schriftl. Wiederholung, Langzeitbeobachtung der Mitarbeit über mehrere Wochen) kann ich selber überlegen, welche Noten ich da stärker und welche ich weniger stark gewichte in meiner pädagogischen Entscheidung.
    Selbstverständlich achte ich darauf, dass ich keine Noten über- oder unterbewerte, aber ich würde nie auf die Idee kommen die Noten miteinander zu verechnen.
    Ich bin gelinde gesagt schockiert, dass man in Bayern Noten verrechnen soll?! Hat denn dort noch niemand davon gehört, dass Noten ordinalskaliert sind?
    Und ich dachte bislang immer, dass die Bayern in so vielen Dingen einfach klüger sind. Dass denen als gesamtes Bundesland so ein Schnitzer passiert ist ja unglaublich.

  • Und ich dachte bislang immer, dass die Bayern in so vielen Dingen einfach klüger sind. Dass denen als gesamtes Bundesland so ein Schnitzer passiert ist ja unglaublich.

    Bayern ist nicht klüger, Bayern macht einfach nur seine ganz eigenen "Bayern-Regeln" wie den Übertritt in die weiterführende Schule anhand der Nachkommastellen des Schnittes, die Kontrolle der Klausuren durch den Fachvorsitz, die verpflichtende Rückgabe innerhalb einer bestimmten Zeit (siehe anderer Thread vor kurzem), etc. etc.


    Das einzige, was ich gut finde, sind die fehlenden "SoMi"-Noten.

  • Und was die Frage angeht was ich diskutieren wolle, das war eben gerade nicht die theoretisch irgendwo festgelegte Regelung, sondern die im ersten Beitrag genannte reale Praxis. Darauf ist noch keiner eingegangen.

    Wie sieht denn die reale Praxis an deiner Schule bzw. die Vorgaben in deinem BL aus? Dein Einstiegseintrag liest sich nicht unbedingt nach realer Praxis, sondern nach "ich habe gehört, dass", wenn das täuscht, dann bitte trag doch nach, was deine Basis ist, damit zumindest verständlich wäre, von welchem Ausgangspunkt aus du arbeiten musst weil es ggf. klare Landesvorgaben gibt oder eben diese komplett fehlen.


    Zitat von Methodiker

    Ist es für euch kein Problem, das sogar innerhalb der gleichen Schule, wie z.B. anhand der im zweiten Beitrag verlinkten Forumsbeiträge erkennbar, keine einheitliche Vorgehensweise herrscht oder das Kollegen gar nicht wissen, wie die Vorschrift lautet oder wie man korrekt rechnet? Oder ist es für einige hier so gängig, derartige Missstände zu leugnen oder als Einzelfälle vom Tisch zu wischen? Wenn ja so ist auch das kein gutes Vorbild. Mich würde interessieren, wie man sicherstellen kann, das dies in der Praxis transparent (ohoh!) abläuft.

    In meinem BL gibt es Vorgaben, die klar genug sind, ohne die pädagogische Freiheit von Lehrkräften komplett zu beschneiden. In meinen Fachschaften einigen wir uns auf ein gemeinsames Vorgehen zu Schuljahresbeginn und setzen das auch entsprechend um. Ich finde es wichtig, als Fachschaft an einem Strang zu ziehen, ich finde es keinesfalls wichtig, dass jede Schule meiner Schulart in meinem Bundesland z.B. schriftliche und mündliche Noten in Französisch Klasse 5 und 6 jeweils zu 50% in die Gesamtnote mit einfließen lassen, da es für andere Regelungen auch an meiner Schulart durchaus nachvollziehbare und angemessene Argumente gibt. Da du keine Missstände von deiner Schule konkret zu berichten weißt, wüsste ich spontan erstmal nicht, über welche angeblichen Missstände ich mir Gedanken machen sollte. Was die Transparenz anbelangt: Die rechtlichen Vorgaben sind nachlesbar für alle Interessierten, die Beschlüsse aus den Fachkonferenzen zur Gewichtung erfahren die SuS zu Schuljahresbeginn, notieren sie im Heft. Das wird auch in den Klassenbüchern dokumentiert, dass man den SuS die Notengebung offen gelegt hat und muss in allen Klassen geschehen. Die SuS wissen dabei, dass alle KuK im jeweiligen Fach derart gewichten. Bei weiteren Noten wie z.B. Rollenspielen mache ich vor einer Bewertung (und auch vor der Erarbeitung) meine Bewertungskriterien transparent- kurz: Ich sehe die von dir pauschal deklarierten Missstände gerade einfach nicht.


    Statt dich als neue Motzkugel vom Dienst zu etablieren: Wie wäre es denn, wenn du selbst etwas zur Sache inhaltlich beitragen würdest? Das würde einer fruchtbaren inhaltlichen Diskussion vermutlich nicht schaden, womöglich sogar helfen. (Tonfall gefällt dir nicht? Guess what- mir deiner auch nicht, könnten wir beide ändern oder?!)

    Einmal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: diverse Tippfehler

  • Es wäre ein leichtes, eine offizielle Software herauszugeben, in der die Einzelnoten einfach eingegeben werden und die Berechnung wird dann basierend auf offiziellen Vorgaben durchgeführt.

    Pack das hier
    "(6) Die Zeugnisnoten des Jahreszeugnisses werden aufgrund der Leistungen im gesamten Schuljahr unter stärkerer Berücksichtigung der Leistungen im zweiten Schulhalbjahr festgelegt."
    (§61 Satz 6 der Schulordnung für die öffentlichen Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen, Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien in RLP) doch mal in Software, die nur (nur) die Einzelnoten kennt.
    Als Lehrkraft mache ich den Umfang der "stärkeren Berücksichtigung" an irgend etwas fest (und kann dieses "irgend etwas" im Einzelfall auch benennen).
    Welche Parameter willst du mit der Software sonst noch erfassen, und wie willst du sie erfassen, damit die Software die "stärkere Berücksichtigung" durchführen kann?

  • Es wäre ein leichtes, eine offizielle Software herauszugeben, in der die Einzelnoten einfach eingegeben werden und die Berechnung wird dann basierend auf offiziellen Vorgaben durchgeführt.

    Keine Software kann mir die Arbeit abnehmen Noten pädagogisch zu runden, womit jede Notensoftware (und ich nutze selbst eine) nur ein Hilfsmittel bei der Erfassung und Berechnung von Durchschnitten ist, die Endnote kann aber nur ich erstellen. Alles andere wäre ein Verstoß gegen die geltenden Gesetze des Landes Baden-Württemberg. Wie sieht es denn in Hamburg aus, dass ich jetzt bei dir lese als BL, dürft ihr dort Noten rein arithmerisch runden?

  • Nein, es wird nicht ein leichtes sein, dass die Schulbehörde/ Schulamt eine einheitliche Software für das gesamte Land herausgibt. Jede Schule wird sich hier selbst überlassen, welche Software sie sich raussucht. Das ist bewusst Absicht, damit wird den Schulen/ Lehrer die Entscheidung übertragen!

  • Danke für deinen Beitrag. Wie stellst du sicher, dass deine Vorgehensweise einheitlich ist? Siehst du nicht die Gefahr, dass - völlig unabsichtlich - Schülerin A dann für ihr tolle Präsentation überbewertet wird wohingegen Schüler B, der zwar schriftlich stark ist, aber bei den Hausaufgaben schludert, von dir eine im Verhältnis schwächere Note erhält?


    Was bedeutet denn für dich "pädagogisch"? Für unsere Schüler ist es ja aus nachvollziehbaren Gründen wichtig, dass sie eine gewisse Verlässlichkeit in der Bewertung ihrer Leistungen haben. Wenn Schüler dann jedoch nicht darauf zählen können, dass die zuvor genannten Verhältnisse von mündlich und schriftlich und die vorhandenen, vom Lehrer genannten Bewertungen der Klausuren und der mündlichen bzw. weiteren Leistungen auch zu der daraufhin zu erwartenden Gesamtnote führen, ist dies nicht sehr problematisch?


    Schüler B würde bei einem (ordinalskalierten) Notenschnitt von schriftlich 2 und einer wenige Wochen vor den Zeugnissen kommunizierten mündlichen Note von "3+" sicher (verständlicherweise) nicht erwarten, im Zeugnis eine glatte Drei zu erhalten (nicht sichtbar: 3+). Genau dies könnte aber doch bei deiner Vorgehensweise passieren. Besonders wenn er dir am Tag vor der Notenvergabe auf die Nerven fiel. Oder? Natürlich kannst du das von dir weisen, aber wir wissen doch beide, dass Menschen nie so logisch und sauber vorgehen, wie wir es uns gern selbst einreden.
    Ein fieser Rechtsanwalt könnte der betreffenden Lehrerin Rechenfaulheit oder gar den Hang zur Willkür unterstellen. Soweit würde ich nicht gehen, aber die Gefahr sehe ich schon.


    P.S.: Auch wenn Noten nominell auf einer Ordinalskala basieren, ist die Nähe zur Intervallskala hier durch die Vergabe von Ziffern mit gleichen Abständen vorhanden, was dann ja auch später durch das System mit 15 Punkten belegt wird. An meiner Schule wird, wie sicher vielerorts, den Schülern z.B. auch mitgeteilt, wie der Schnitt einer Klassenarbeit war.

  • Pack das hier"(6) Die Zeugnisnoten des Jahreszeugnisses werden aufgrund der Leistungen im gesamten Schuljahr unter stärkerer Berücksichtigung der Leistungen im zweiten Schulhalbjahr festgelegt."
    (§61 Satz 6 der Schulordnung für die öffentlichen Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen, Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien in RLP) doch mal in Software, die nur (nur) die Einzelnoten kennt.
    Als Lehrkraft mache ich den Umfang der "stärkeren Berücksichtigung" an irgend etwas fest (und kann dieses "irgend etwas" im Einzelfall auch benennen).
    Welche Parameter willst du mit der Software sonst noch erfassen, und wie willst du sie erfassen, damit die Software die "stärkere Berücksichtigung" durchführen kann?

    Ich bin kein Informatikern, aber mein begrenztes Wissens reicht aus, dass ich sogar eine Excel-Formel programmieren könnte, die diese Gewichtungen berücksichtigt und zudem Raum für eigene Gewichtung, Sonderprojekte etc. lässt.
    Jedoch geht es mir weniger um die Umsetzung, als eher um die Frage, wieso so etwas offensichtlich nicht standardisiert ist. Unterschiedliche Vorgehensweisen führen immer zu Ungleichbehandlung und das sollten wir vermeiden.

  • Jedoch geht es mir weniger um die Umsetzung, als eher um die Frage, wieso so etwas offensichtlich nicht standardisiert ist. Unterschiedliche Vorgehensweisen führen immer zu Ungleichbehandlung und das sollten wir vermeiden.

    Ungleichbehandlung, weil nicht alle eine "standardisierte Methode" verwenden um ordinalskalierte Werte zu verrechnen, die man eh gar nicht sinnvoll verrechnen kann? :pfeifen:
    Dann sag mir doch mal, in welchem mathematischen Verhältnis man ein Plakat im Verhältnis zur sachgemäßen Arbeitsweise beim Experimentieren (in einer Woche, im Monat ?) gewichten sollte so als Standard?
    Und in welchem standardisierten Verhältnis wird dann eigentlich der 4 Minuten dauernde Kurzvortrag zum Stundeneinstieg (für den aber 5 Minuten ausgemacht waren, und bei dem das Thema nicht vollständig erfasst wurde, aber dafür optisch eine echt tolle PP-Präsentation geboten wurde) mit den letzten fünf Meldungen, die zweimal grundlegend richtig waren, aber oberflächlich blieben, einmal grundlegend falsch, einmal genau auf den Punkt (aber nur Anforderungsbereich 1 bei der Frageschwierigkeit beinhalteten) und einmal im Anforderungsbereich 2 mittelmäßig gut beantwortet wurden. Wie kommt das denn in deine Excel Tabelle rein?



    Eine Note wird und muss immer eine individuelle, vom Lehrer begründete Entscheidung sein. Sie basiert auf vielen einzelnen Eindrücken, die ein Gesamtbild ergeben, aus dem eine pädagogische Note entsteht. Da ist nichts mit exakt oder standardisiert ausrechnen.
    Du wirst hinnehmen müssen, dass du, oder deine Tochter / dein Sohn eine schlechte Zeugnisnote bekommen hast / hat.
    Ein Lehrer bist du nicht.

  • Wie sieht denn die reale Praxis an deiner Schule bzw. die Vorgaben in deinem BL aus? Dein Einstiegseintrag liest sich nicht unbedingt nach realer Praxis, sondern nach "ich habe gehört, dass", wenn das täuscht, dann bitte trag doch nach, was deine Basis ist, damit zumindest verständlich wäre, von welchem Ausgangspunkt aus du arbeiten musst weil es ggf. klare Landesvorgaben gibt oder eben diese komplett fehlen.

    In meinem BL gibt es Vorgaben, die klar genug sind, ohne die pädagogische Freiheit von Lehrkräften komplett zu beschneiden. In meinen Fachschaften einigen wir uns auf ein gemeinsames Vorgehen zu Schuljahresbeginn und setzen das auch entsprechend um. Ich finde es wichtig, als Fachschaft an einem Strang zu ziehen, ich finde es keinesfalls wichtig, dass jede Schule meiner Schulart in meinem Bundesland z.B. schriftliche und mündliche Noten in Französisch Klasse 5 und 6 jeweils zu 50% in die Gesamtnote mit einfließen lassen, da es für andere Regelungen auch an meiner Schulart durchaus nachvollziehbare und angemessene Argumente gibt. Da du keine Missstände von deiner Schule konkret zu berichten weißt, wüsste ich spontan erstmal nicht, über welche angeblichen Missstände ich mir Gedanken machen sollte. Was die Transparenz anbelangt: Die rechtlichen Vorgaben sind nachlesbar für alle Interessierten, die Beschlüsse aus den Fachkonferenzen zur Gewichtung erfahren die SuS zu Schuljahresbeginn, notieren sie im Heft. Das wird auch in den Klassenbüchern dokumentiert, dass man den SuS die Notengebung offen gelegt hat und muss in allen Klassen geschehen. Die SuS wissen dabei, dass alle KuK im jeweiligen Fach derart gewichten. Bei weiteren Noten wie z.B. Rollenspielen mache ich vor einer Bewertung (und auch vor der Erarbeitung) meine Bewertungskriterien transparent- kurz: Ich sehe die von dir pauschal deklarierten Missstände gerade einfach nicht.
    Statt dich als neue Motzkugel vom Dienst zu etablieren: Wie wäre es denn, wenn du selbst etwas zur Sache inhaltlich beitragen würdest? Das würde einer fruchtbaren inhaltlichen Diskussion vermutlich nicht schaden, womöglich sogar helfen. (Tonfall gefällt dir nicht? Guess what- mir deiner auch nicht, könnten wir beide ändern oder?!)

    Danke für deinen Beitrag. Naturgemäß werden bei so einer Diskussion nicht unbedingt jene zuerst antworten, die sich unsicher bezüglich der Vorgehensweise sind. Doch die von mir verlinkten Postings sollten eigentlich als Belege ausreichen. Zudem kann ich, ohne die Anonymität zu verletzen, berichten, dass an meiner Schule eben kein einheitliches Vorgehen zur Berechnung der Noten im Jahreszeugnis herrscht, was ich auch von befreundeten Kollegen anderer Schulen so kenne.


    Und ich bin mir sehr sicher, dass die von mir genannte Frage, wie man diese Endnote bildet, auch an deiner und vielen anderen Schulen eben nicht einheitlich gehandhabt wird. Der Punkt ist: Es macht eben einen Unterschied, ob ich bspw. die Halbjahre verschieden gewichte oder nicht, ob ich - wie in vielen Bundesländern Vorgabe der Behörde - die Gesamtnote basierend auf den Einzelleistungen über das gesamte Jahr bilde und nicht etwa irgendwelche Mittelwerte verrechne etc.


    Der Punkt bleibt also bestehen: Es ist nicht im Detail definiert und das ist nicht sinnvoll.

    • Die Notenfindung ist geregelt. Jedes Bundesland hat dazu Gesetze und Erlasse. Wenn die dir nicht gefallen, werd politisch aktiv.
    • Falls dir eine konkrete Note einen Verwaltungsakt mit negativer Konsequenz beschert (z.B. Nichtversetzung), kannst du Widerspruch einlegen. Dann wird dieser begründet, geprüft und ggf. geändert/ausgesetzt.
    • Falls dir so eine Notengebung nicht gefällt, kannst du dir (zumindest in meinem Bundesland) vom Fachlehrer die Zusammensetzung der Note erklären lassen
    • Falls du eine Notensoftware programmieren willst, dann siehe Punkt 1.
    • Falls du einfach nur deinen Unmut äußern willst, hast du es hiermit getan, bist aber irgendwie hier im Forum an der falschen Stelle. Deine Folgeposts erwecken den Eindruck, als ginge es dir darum.
  • Und ich bin mir sehr sicher, dass die von mir genannte Frage, wie man diese Endnote bildet, auch an deiner und vielen anderen Schulen eben nicht einheitlich gehandhabt wird. Der Punkt ist: Es macht eben einen Unterschied, ob ich bspw. die Halbjahre verschieden gewichte oder nicht, ob ich - wie in vielen Bundesländern Vorgabe der Behörde - die Gesamtnote basierend auf den Einzelleistungen über das gesamte Jahr bilde und nicht etwa irgendwelche Mittelwerte verrechne etc.
    Der Punkt bleibt also bestehen: Es ist nicht im Detail definiert und das ist nicht sinnvoll.

    Ich kann nur über BW, Sek.I schreiben: Hier ist klar geregelt, dass nicht Halbjahresnoten die Endnote bilden (möglicherweise samt Ungleichgewichtung von Halbjahren), sondern Einzelnoten. Wir verrechnen keine Mittwelwerte aus zwei Halbjahren, sondern Einzelleistungen gemäß der Gewichtigung, auf die wir uns in der Fachschaft und unter Berücksichtigung der Vorgaben des Schulgesetzes geeinigt haben. Ich sehe nicht, wo es zielführend sein könnte bis ins letzte Detail die Gewichtung zentral für mein Bundesland und meine Schulart (oder sogar darüber hinaus) festzulegen.


    Möglicherweise gibt es Bundesländer in denen deine Pauschalaussagen zutreffend sind (kann ich mir zwar erstmal nicht vorstellen, da mir dafür deine Beiträge zu undifferenziert sind bislang, aber möchte ich nicht pauschal ausschließen), BW gehört eindeutig nicht dazu.

  • Danke für deinen Beitrag. Naturgemäß werden bei so einer Diskussion nicht unbedingt jene zuerst antworten, die sich unsicher bezüglich der Vorgehensweise sind. Doch die von mir verlinkten Postings sollten eigentlich als Belege ausreichen. Zudem kann ich, ohne die Anonymität zu verletzen, berichten, dass an meiner Schule eben kein einheitliches Vorgehen zur Berechnung der Noten im Jahreszeugnis herrscht, was ich auch von befreundeten Kollegen anderer Schulen so kenne.
    Und ich bin mir sehr sicher, dass die von mir genannte Frage, wie man diese Endnote bildet, auch an deiner und vielen anderen Schulen eben nicht einheitlich gehandhabt wird. Der Punkt ist: Es macht eben einen Unterschied, ob ich bspw. die Halbjahre verschieden gewichte oder nicht, ob ich - wie in vielen Bundesländern Vorgabe der Behörde - die Gesamtnote basierend auf den Einzelleistungen über das gesamte Jahr bilde und nicht etwa irgendwelche Mittelwerte verrechne etc.


    Der Punkt bleibt also bestehen: Es ist nicht im Detail definiert und das ist nicht sinnvoll.

    Bei uns wird das auch einheitlich gehandhabt. Ich war an verschiedenen Realschulen in Bayern und alle haben nach dem gleichen System die Jahresnoten berechnet.


    Wenn das an deiner Schule im Kollegium nicht klappt, würde ich dir dringend vorschlagen das in der nächsten Konferenz zum Thema zu machen und ein einheitliches System einzuführen.

  • Bei uns ist auch klar geregelt, wie man zur Notenfindung kommt. Insbesondere muss sich die Fachschaft selbst einig sein, wenn es um Details geht (Anzahl der Tests, ...)
    Der Rest ist offiziell geregelt.
    Wir dürfen auch nicht die Quartale (1. und 2. Quartal) einfach miteinander verrechnen, sondern die Note ergibt sich aus der Gesamtleistung des Schülers. Bisher hat sich auch noch kein Schüler beschwert, dass Kollege A doch anders bewertet als Kollege B.

  • Überprüfe mal deine abwehrende Vermutung: Wenn ich als Vater wegen einer schlechten Zeugnisnote hier wäre... wie wahrscheinlich ist es dann, dass ich Anfang Dezember dieses Thema eröffne? Echt nervig diese Versuche ein unbequemes Thema wegzuinterpretieren.

    • Die Notenfindung ist geregelt. Jedes Bundesland hat dazu Gesetze und Erlasse. Wenn die dir nicht gefallen, werd politisch aktiv.
    • Falls dir eine konkrete Note einen Verwaltungsakt mit negativer Konsequenz beschert (z.B. Nichtversetzung), kannst du Widerspruch einlegen. Dann wird dieser begründet, geprüft und ggf. geändert/ausgesetzt.
    • Falls dir so eine Notengebung nicht gefällt, kannst du dir (zumindest in meinem Bundesland) vom Fachlehrer die Zusammensetzung der Note erklären lassen
    • Falls du eine Notensoftware programmieren willst, dann siehe Punkt 1.
    • Falls du einfach nur deinen Unmut äußern willst, hast du es hiermit getan, bist aber irgendwie hier im Forum an der falschen Stelle. Deine Folgeposts erwecken den Eindruck, als ginge es dir darum.

    Deine Reaktion zeigt genau das Problem. Vielleicht schon mal gehört: Wer nicht will,findet Gründe, wer will, findet Wege.


    Die Vermutung, ich würde hier nur Unmut über ein persönliches Problem äußern wollen, fällt auf dich zurück. Wenn dies der Fall wäre, hätte ich mich mit Sicherheit zu Beginn der Sommerferien gemeldet, nicht jetzt.


    Du suchst nach Gründen, das Problem uneinheitlicher Notengebung zu negieren. Das ist ein sehr unredlicher Diskussionsstil.

  • Überprüfe mal deine abwehrende Vermutung: Wenn ich als Vater wegen einer schlechten Zeugnisnote hier wäre... wie wahrscheinlich ist es dann, dass ich Anfang Dezember dieses Thema eröffne? Echt nervig diese Versuche ein unbequemes Thema wegzuinterpretieren.

    Da interpretierst du aber gerade wild herum, denn das Thema an sich ist ja nicht "unbequem". Die Art und Weise wie du es einführst ist aber schlichtweg zu pauschal gehalten, um eine differenzierende Debatte zu erwarten, Versuche von dir weitere, zielführende Informationen, Antworten oder auch einfach nur inhaltlich weiterführende Diskussionsbeiträge zu erhalten laufen bislang ins Leere. Wenn du ein Lehrer bist, sollte es dir ein Leichtes sein, mit deinen eigenen Beiträgen zu einer zielführenderen Diskussion beizutragen, statt diese lediglich anderen abzuverlangen. Wärst du lediglich als Elternteil hier aktiv ohne eigenen schuldienstlichen Hintergrund ließe sich nachvollziehen, warum es dir schwer fällt diesen Hintergrund an praktischer Erfahrung, schulrechtlichen Kenntnissen, Wissen um Abstimmungen in Konferenzen etc. darzustellen, warum es dir nicht direkt präsent ist, weshalb gerade so ein Thema nicht einfach pauschal mit bundesweitem Bezug diskutiert werden kann, sondern einen völlig unmissverständlichen Bundeslandbezug hat, der höchstens im Laufe der Diskussion erweitert werden, nicht aber ignoriert werden kann, angesichts verschiedenster Landesgesetze und schulrechlicher Vorgaben. Wärst du ein Elternteil wären deine Beiträge zwar immer noch ein hundsmiserabler "Einstand" (von der fehlenden Schreibberechtigung abgesehen), aber weniger erklärungsbedürftig. Da du darauf bestehst Lehrer zu sein, sollte dir bewusst sein, wo deine Beiträge inhaltlich nicht annähernd das erfüllen, was du nicht müde wirst einzufordern. Also bitte: Erstmal selbst für eine vernünftige Diskussionsbasis sorgen (inhaltlich wie vom Tonfall her). Danke.



    EDIT: Nachdem inzwischen Beitrag Nr.39 dazugekommen ist möchte ich den letzten Satz noch einmal fett hervorheben. Beiträge die dir inhaltlich widerstreben als unredlichen Diskussionsstil abzutun sagt viel über dich und deine Diskussionskultur, aber in diesem Fall gar nichts über die von dir so abgewatsche Person, denn an dem Beitrag ist nichts Unredliches zu finden. Sachliche, inhaltliche Auseinandersetzung forderst du, dann leiste!

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