Was wäre wenn ...?

  • Hallo,


    da ja wahrscheinlich jeder Referendar Angst vor dem Durchfallen hat, würde mich mal interessieren, was ihr alternativ tun würdet, wenn dieser Fall einträte.


    Was für Möglichkeiten gibt es überhaupt, nur mit dem 1. Staatsexamen hauptberuflich als Lehrer tätig zu sein? Hat man z.B. Chancen im Ausland?


    Welche sonstigen Alternativen gibt es?


    Keine Sorge, ich will nicht abbrechen und ich hoffe auch nicht, dass ich durchfalle - aber meine Gedanken mache ich mir schon.


    Liebe Grüße,
    Carla-Emilia :)

  • Hallo, ich selber habe nur mit 1. Staatsexamen und auch schon im Studium als Dozentin der VHS in Haupt und Realschulabschlusskursen gearbeitet und gut verdient!
    Ich kenne leute, die haben eine Waldorfausbildung gemacht und in der Waldorfschule ohne 2. Staatsexamen gearbeitet.


    Vertretungsstellen an Schulen kannst Du auch annehmen - oder eben Seiteneinsteiger werden.


    Andere arbeiten an der Uni und bei Verlagen -auch das soll Geld bringen.
    Ich glaube, es gibt möglichkeiten, die aber alle für dich - hastdu doch heute eerst gepostet, dass das dein Job ist!!! und du deinen beruf liebst! nicht zu Debatte stehen, oder??
    ;);)



    Also, weitermachen!
    Gott, wenn Du wüßtest, wie viel Angst ich vorm durchfallen bzw. Arbeitslosigkeit habe....... 8o8o?(?(


    Isa

  • Don't panic.


    An der Privatschule, an der ich unterrichtet habe, gab es zwei Kollegen, die seit Jahr und Tag nur mit der ersten Dienstprüfung dort angestellt sind - und volles Gehalt bezogen haben.


    Voraussetzung für die Arbeit an einer Privatschule ist das 1.Examen. Manche Privatschulen nehmen solche Leute sogar lieber:
    Die bleiben ihnen erhalten und wechseln nicht sofort zum Staat, wenn sie eine Stelle angeboten bekommen.
    Nachteil - wie mein Ex-Schulleiter formulierte: "Der ist der Schule auf Gedeih und Verderb ausgeliefert!"


    Übrigens:
    Privatschulen für Erziehungshilfe suchen immer wieder Leute.
    Weil diese allerdings eine fundierte pädagogische Ausbildung und nicht so sehr Fachwissenschaft voraussetzen, nehmen sie lieber GHS-Leute.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

    Einmal editiert, zuletzt von alias ()

  • Hallo,
    habe schon mal mit dem Gedanken gespielt an eine Schule für Erziehungshilfe zu wechseln. Wusste gar nicht, dass es die auch als Privatschule gibt. Weißt du zufällig, ob es auch in NRW welche gibt?
    Viele Grüße
    Minchen

  • Hallo,


    aber ist es nicht ein Unterschied, ob man direkt nach dem 1. Staatsexamen z.B. an eine Privatschule geht oder ob man durch ein nicht bestandenenes 2. Staatsexamen (aus welchem Grund auch immer) quasi offiziell die Bescheinigung hat, dass man als Lehrer ungeeignet ist?


    Immerhin kann man das Referendariat und die Prüfungsversuche nicht verschweigen im Lebenslauf.


    Was denkt ihr?


    Liebe Grüße,
    Carla-Emilia


    PS: In unserem Seminar hatten wir gerade benotete Lps ... viele Noten sind im 3er bis 4er-Bereich. Einige 5en gab es auch.

  • Hallo Carla-Emilia,


    ich denke, du machst dir immer viel zu viele Gedanken. Wenn man sich über jeden eventuellen Fall vorher verrückt macht, kommt man doch gar nicht mehr zum Leben.


    Ich bin zwar tendenziell auch so gestrickt, aber im Laufe meines noch kurzen Lehrerlebens habe ich gemerkt, dass man zum einen nicht jede Eventualität einplanen kann, weil es doch oftmals anders kommt und zum anderen, dass ich mit der "vorher-verrücktmach-Methode" vermutlich nicht lange lebe, zumindest nicht ohne gesundheitliche Probleme.


    Liebe Grüße,


    Birgit

    Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.“

    Elie Wiesel

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