Mütter-Mafia - oder wie man sich zum Wohle des eigenen Kindes dissozial verhält.

  • Beitrag von Bolzbold ()

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  • Ich spiele mal des Teufels Anwalt: Impulsivität, an seinem Verhalten arbeiten usw... In der Schule ist das ein Euphemismus für "ist verhaltensauffällig".


    Könnte es sein, dass die Muddis ihn schlichtweg aufgrund irgendeines Ereignisses für unerzogen halten? Als (relativ) außenstehende Person könnte ich mir vorstellen, dass je nach Szene, derartige Urteile schnell und ungerechtfertigt gefällt sind und ein Gespräch Abhilfe schaffen könnte.


    Ich finde es immer schwierig, Menschen auf solche Themen anzusprechen, ohne dass diese sich fast automatisch angegriffen fühlen und würde mich dann auch eher zurückziehen als mich zu erklären. Siehe Beispiel mit dem Nachbarsjungen, ich habe meine Nachbarin bislang nicht drauf angesprochen.

  • Beitrag von Bolzbold ()

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  • Bist du denn sicher, dass es überhaupt um das Verhalten des Kindes geht? Vielleicht passt denen was anderes nicht. Manchmal steigt man wirklich nicht dahinter, Menschen sind schwierig.

  • Beitrag von Bolzbold ()

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  • Aaahso, naja vielleicht ist doch noch ein Gespräch möglich. Ich hab schon beste Freundinnen sich über Kindererziehung zerstreiten sehen, das Feld ist wirklich sehr sensibel. Gerade wenn es um Dinge geht, die einem selbst große Sorgen machen, weil man merkt, wie wenig man bewusst ändern kann.

  • Beitrag von Bolzbold ()

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  • Wenn ich eins am Mamadasein hasse, dann sind es Krabbelgruppen, Muttitreffs usw. Ich habe mich da von Anfang an rausgehalten, könnte ich aber auch, weil ich über den Freundeskreis genug vernünftige Mamis mit gleichaltrigen Kids kenne.

    Danke. Jetzt fühle ich mich wieder normaler.:)

    Ich mag auch Spielplätze nicht so. Oder zumindest nicht, den ganzen Nachmittag da abzuhängen..

  • Ich habe immer dann "Einfluss" genommen, wenn ich wirklich den Eindruck hatte, es tut meinem Kind nicht gut bzw. schadet.


    Mein Kind wollte unbedingt mal ein anderes einladen zum Geburtstag, weil es die anderen Kinder das gern wollten. Mit dem hatte es aber immer Streit (das war noch im Kindergarten) und ich fand dieses Kind etwas schwierig. Wenn dem was nicht passte, spuckte und schrie es um sich (und die Mutter guckte zu), und das Theater wollte ich einfach nicht zu Hause haben. Meine Einflussnahme war erfolgreich und der Geburtstag schön.


    Apropos Geburtstagsfeiern - auch so ein Thema. Ich mag die nicht 🙈. Und am allerwenigsten mag ich, wenn die Kindergeburstage immer größere und umfangreichere Formate annehmen, man irgendwo weit rausfahren muss, irgendwas Teures gebucht wird usw. und es schon als langweilig gilt, wenn man einfach zu Hause feiert.


    Ich habe auch einmal eine Einladung zu einem Geburtstag meinem Kind gegenüber unterschlagen - das war nämlich während des ersten Lockdowns. Ich fand das unmöglich, mich da in so eine Bredouille zu bringen. Zum Glück wurde das später (als wieder Schule war) unter den Kindern nicht weiter thematisiert, dass mein Kind "nicht konnte".

  • Sorry, wenn ich nachträglich einiges gelöscht habe, aber letztlich ging es mir primär um das "ich hänge mein Fähnlein nach dem Wind"-Syndrom und weniger um das Verhalten meines Kindes. Ich wäre dankbar, wenn die User, die die gelöschten Beiträge direkt zitiert haben, dies in ihren Beiträgen anpassen könnten.

  • Nachdem ich diesen Thread nun gelesen habe, bin ich sehr beruhigt, dass es keine Paranoia ist, wenn ich mich jedesmal, wenn ich das erste Mal auf Eltern eines neuen Freundes meiner Kinder stoße, so scannt fühle.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Mamadasein und Krabbelgruppen finde ich auch fürchterlich. Genauso wie die meisten (nicht alle) "Spielplatzmütter". Es ist einfach nicht mein Fall, den ganzen Tag "nur" die Kinder zu haben und über wenig anderes nachzudenken. Dafür arbeite ich zu gerne. Mich nerven auch Kommentare wie "willst du keine Zeit mit deinem Kind verbringen?" oder auch "wie, du kochst die Marmelade für dein Kind nicht selbst, sondern kaufst die im Supermarkt? Wenn du nicht arbeiten würdest, könntest du die Marmelade selber kochen".


    Ich glaube aber, dass es auch eine ganze Menge Mütter gibt, die mich fürchterlich und veranwortungslos finden (lasse mein fast 6 Jähriges Kind ohne Aufsicht mit dem Fahrrad ums Haus fahren, nein, sie muss nicht auf die Straße, ja, sie trägt einen Helm).

  • Ich tauge auch nicht zur Hausfrau. Aber ich bin sicher, wir sind nicht in der Minderheit.

    Ich glaube, meine Kinder wären in manchen Staaten der USA schon von der Polizei nach Hause gebracht worden. :rotwerd:


    Und lass Dir nix einreden. Ich koche Marmelade auch selbst. Da ist nix dabei, das ist kinderleicht und geht ruckzuck.

    Damit kann sich Hausfrau nicht brüsten. :zungeraus:

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Wohnt jemand von euch in meiner Nähe? Mit euch würde ich mich gerne auf dem Spielplatz treffen. Dann können unsere Kinder Rutschen/Klettern gehen, ohne dass wir dahinter stehen.

  • À propos Klettern/Rutschen:

    Kennt Ihr diese Kletterkugeln, die aus ganz vielen roten Tauen bestehen, die miteinander verbunden sind?

    So ein Ding steht auf einem Spielplatz in unserer Umgebung. Oben ist eine Rutsche befestigt. Man kommt nur an die Rutschenöffnung, wenn man sich traut, durch das ganze Geflecht bis nach oben zu klettern (ca. 5-6 m hoch). Mein Großer (Kletternarr) kletterte damals mit etwa vier Jahren schnell und sicher hoch und rutschte juchzend runter. Mein Kleiner (damals 2,5) guckt erst neidisch und klettert hinterher. Nach ca. 2 m kriegt er Panik und fängt an zu weinen. Klettert aber weinend und zitternd weiter. Ich denke, O Gott, er wird sterben, schluck’s runter, drehe mich weg und lasse ihn weiterklettern. Er schafft’s und rutscht. Und freut sich so richtig. Und beide klettern fortan fröhlich hoch und rutschen, klettern, rutschen ...

    Und dann kommen andere Familien. Und die Mamas und Omas gucken in die Kletterkugel und fragen sich gegenseitig, wer so unverantwortlich sein kann, dieses winzige Kind da hochklettern zu lassen, das ginge doch nicht, da müsse man doch was gegen tun ...

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Besserwisser-Muddis sind die schlimmsten. Das fängt an bei der selbstgekochten Marmelade und hört auf bei Bio-SportKlamotten für Babyyoga. Ich krieg da regelmäßig innerlich eine Mischung aus Wut- und Lachanfall.


    Ich erinnere mich noch seeeeeehr lebhaft an folgende Szene: Mein Zwerg war ungefähr drei Wochen alt, als ich mit ihm in der Innenstadt ein wenig durch die Innenstadt gegangen bin (wir wohnten damals im Pott in einer Großstadt). Ich musste einfach raus, alleine daheim mit Babyblues war nicht meins. Ich also los, und zack, erster dummer Kommentar an der Ampel einer Hauptstraße: "Ist der nicht viel zu klein, um bei dem Wetter und der Lautstärke draußen zu sein?" Baby schlief tief und fest. Weiter gings. Dann nach ca. einer Stunde, früher als geplant, mitten in der Innenstadt großer Schreianfall (üblicherweise hatte ich immer so einen Zeitrahmen von etwa 2-3 Stunden zwischen zwei Milchflasche "Oh Gott, du stillst nicht?!"): Der Zwerg hatte wohl Hunger. Also, Rucksack ab, nach Fasche gewühlt, leider dumm gepackt, Flasche war ganz unten, Baby schreit sich während der gefühlt stundenlangen Flaschensuche in Rage. Ich reiße entnervt alles aus dem Rucksack raus, setze mich auf eine Mauer und verabreiche das heißbegehrte Getränkt. WÄhrenddessen bauen sich zwei ~ 60jährige Damen vor mir auf: "Wenn Sie stillen würden, könnten Sie sich solche Szenen sparen."


    Ich war echt sprachlos, hatte bis dahin derartige Berichte immer für etwas übertrieben gehalten. :D


    Jule13 Kenne ich nur zu gut. Unser Kurzer ist ziemlich mutig, will überall runterspringen, stürzt sich am Meer sofort in die Wellen usw. Ich lasse ihn durchaus auch gewähren, habe halt ein Auge drauf, wo andere vielleicht schon wild kreischend und fuchtelnd hinterherrennen würden. Ich ziehe ihn auch nicht panisch von jedem (großen) Hund weg, weil ich denke, dass ich damit eher ein falsches Signal setze. Wir haben einen ziemlich großen Garten mit einigen fraglichen Stellen, wo durchaus mal was passieren könnte, aber jetzt alles hermetisch abzuriegeln und zu sichern finde ich einfach doof. Er muss es ja auch selbst erlernen, und wenn er dem Papa beim Baumschneiden bis Sprosse 8 hinterherklettert, dann stehe ich zwar daneben und passe auf, aber werde den Teufel tun, ihn da panisch direkt runterzuholen. Aber jeder tickt da anders.

  • Wohnt jemand von euch in meiner Nähe? Mit euch würde ich mich gerne auf dem Spielplatz treffen. Dann können unsere Kinder Rutschen/Klettern gehen, ohne dass wir dahinter stehen.

    Ich freue mich so sehr auf die Zeit wenn das endlich wirklich möglich wird, mit 2 ist er dafür leider noch etwas klein. Naja...abhängig davon was das fürn Klettergrüst ist...

  • Mamadasein und Krabbelgruppen finde ich auch fürchterlich. Genauso wie die meisten (nicht alle) "Spielplatzmütter". Es ist einfach nicht mein Fall, den ganzen Tag "nur" die Kinder zu haben und über wenig anderes nachzudenken. Dafür arbeite ich zu gerne. Mich nerven auch Kommentare wie "willst du keine Zeit mit deinem Kind verbringen?" oder auch "wie, du kochst die Marmelade für dein Kind nicht selbst, sondern kaufst die im Supermarkt? Wenn du nicht arbeiten würdest, könntest du die Marmelade selber kochen".


    Ich glaube aber, dass es auch eine ganze Menge Mütter gibt, die mich fürchterlich und veranwortungslos finden (lasse mein fast 6 Jähriges Kind ohne Aufsicht mit dem Fahrrad ums Haus fahren, nein, sie muss nicht auf die Straße, ja, sie trägt einen Helm).

    Ob man seine Marmelade selbst macht oder nicht, entscheidet doch nicht, ob man eine gute Mutter ist. Es ist nur Marmelade. :autsch:

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Wohnt jemand von euch in meiner Nähe? Mit euch würde ich mich gerne auf dem Spielplatz treffen. Dann können unsere Kinder Rutschen/Klettern gehen, ohne dass wir dahinter stehen.

    Waaaaas? Aber wenn das Kind sich nicht traut zu rutschen, wenn es nicht mehr vom Klettergerüst runterkommt, wenn es sich einen Splitter zuzieht? Wollt ihr wirklich dann nicht direkt bei eurem Kind sein? Wie soll es solche traumatischen Situationen nur überleben? :D

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • "Ist der nicht viel zu klein, um bei dem Wetter und der Lautstärke draußen zu sein?" Baby schlief tief und fest

    Wie kann ein Kind zu klein sein, um draußen zu sein? Was ist das denn für eine Logik? :D

    Die Kinder dürfen wohl erst raus, wenn sie erwachsen sind. :autsch:

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




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