Realschullehramt/Hauptschule - warum so negativ?

  • Da es offiziell keine Resteschulen gibt, handelt es sich um das Verbot eines gedanklichen Konstrukts, genauer gesagt ein Denkverbot. Laut CDL darf man Regelschule nicht mal denken, geschweige denn sagen, auch wenn man sich im gleichen Atemzug davon distanziert bzw. dieses Konstrukt kritisch analysiert. Darum geht es!

    Du schreibst "Regelschule" im zweiten Satz, das hat Fallen Angel angemerkt, dir ist es aber offenbar bis heute nicht aufgefallen.


    Zum Inhalt: joa, dann ist das halt so. Da alle Schulen gleichwertig, wenn auch natürlich verschieden sind, gibt es nur Schulen. Du möchtest nicht als "Rest" bezeichnet werden, andere wollen das auch nicht. So einfach ist das. Der Begriff ist hier zwar erst aufgetaucht, um sich davon zu distanzieren wie du sagst. Er ist aber nun in aller Munde und prägt ein negatives Bild einer Schulform, so geht das mit Framing.


    Dein "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"-Ansatz ist perfide, nicht der, dass man Worte abwägt, bevor man sie verwendet. Und Bewusstwerden geht nur darüber, dass man darauf hingewiesen wird, wenn einem selbst nicht auffällt, was man da gerade anrichtet.

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Nimm die Welt freudig und sanft auf, wie ein Kind sein Spielzeug."

  • Du schreibst "Regelschule" im zweiten Satz, das hat Fallen Angel angemerkt, dir ist es aber offenbar bis heute nicht aufgefallen.

    Danke, genau das meinte ich. War mir nicht sicher, ob das ein Verschreiber von MrJules war.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Dein "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"-Ansatz ist perfide,

    Den erkennst bzw. liest du bitte wo?



    Auch darum geht es absolut nicht. Es geht darum, dass man bestimmte Wörter komplett aus der Sprache verbannen will. Und laut des Ansatzes bestimmter Gruppen, ist es eben schon verboten, das Wort "Resteschule" überhaupt in den Mund zu nehmen, auch wenn man diesen Begriff kritisch betrachtet. Auch du solltest dich bitte noch mal näher mit dem Sprache-beeinflusst-das-Denken-Ansatz auseinandersetzen - oder auch eben nicht, aber dann höre bitte auf, dich am Thema vorbei dazu zu äußern.



    Zu Regelschule: Ja, da habe ich mich verschrieben. Da ich gerade kurz zuvor aber Resteschule schrieb und sich CDL auch auf Resteschule bezog, wobei Regelschule zuvor überhaupt nicht gefallen ist, wäre es wahrscheinlich auch nicht zu viel verlangt, wenn man einfach mal mitdenken würde, statt daraus den Vorwurf der Verwirrung zu konstruieren, so wie Fallen Angel es mir gegenüber tat. Das ist einfach nur Korinthenkackerei mit dem Versuch der Diffamierung.


    Ich bin auch absolut dagegen, dass man eine Schule abwertend als Resteschule bezeichnet. Ich bin aber dagegen, dass man diesen Begriff generell (auch satirisch, selbstironisch oder kritisch-analytisch) überhaupt nicht verwenden darf. Darum geht es.

  • Auch du solltest dich bitte noch mal näher mit dem Sprache-beeinflusst-das-Denken-Ansatz auseinandersetzen - oder auch eben nicht, aber dann höre bitte auf, dich am Thema vorbei dazu zu äußern.

    Ach, du willst mir wohl das Schreiben verbieten? Wie lustig in diesem Kontext ^^

    Nee, ich höre dann auf, wenn mir danach ist. Und Threadthema ist sowieso ein anderes, wir haben ihn nur gekapert.

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Nimm die Welt freudig und sanft auf, wie ein Kind sein Spielzeug."

  • Zu Regelschule: Ja, da habe ich mich verschrieben. Da ich gerade kurz zuvor aber Resteschule schrieb und sich CDL auch auf Resteschule bezog, wobei Regelschule zuvor überhaupt nicht gefallen ist, wäre es wahrscheinlich auch nicht zu viel verlangt, wenn man einfach mal mitdenken würde, statt daraus den Vorwurf der Verwirrung zu konstruieren, so wie Fallen Angel es mir gegenüber tat. Das ist einfach nur Korinthenkackerei mit dem Versuch der Diffamierung.

    Kann ja sein, dass du etwas anderes gemeint hast. Ich kann leider keine Gedanken lesen. Vielleicht liest du einfach deine Beiträge Korrektur?

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  • Vielleicht liest du einfach deine Beiträge Korrektur?

    Ja, sollte ich vielleicht besser machen bzw. mache ich auch eigentlich, aber manchmal übersieht man eben mal was.


    Ist bei mir halt auch etwas mehr Arbeit, weil ich meistens nicht nur 1-2 Zeilen schreibe. ;)



    Ach, du willst mir wohl das Schreiben verbieten? Wie lustig in diesem Kontext ^^

    Nein, ich habe nur um etwas gebeten. Wie du das handhabst, liegt letztendlich bei dir. Wenn du dich weiter bloßstellen willst, indem du zu einer Thematik schreibst, über die du nicht Bescheid weißt, und auch kein Interesse daran zeigst, sie zu verstehen, dann ist das selbstverständlich deine Sache.



    Im Prinzip ist es doch gar nicht schwer:


    Bist du dagegen, dass bestimmte Worte komplett aus dem Sprachgebrauch verschwinden, auch wenn man sie satirisch, selbst-ironisch oder kritisch-analytisch verwendet, denn lehnst du den Sprache-beeinflusst-das-Denken-Ansatz ab - genauso wie ich.


    Bist du dafür, dann hältst du den Ansatz für gut.


    Mehr ist es im Grunde nicht.

  • Ist bei mir halt auch etwas mehr Arbeit, weil ich meistens nicht nur 1-2 Zeilen schreibe. ;)

    Qualität ist wichtiger als Quantität. Außerdem hast du als Lehrer sicher mehr Übung im Korrigieren/Korrekturlesen als ich. ;)

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  • Bist du dagegen, dass bestimmte Worte komplett aus dem Sprachgebrauch verschwinden, auch wenn man sie satirisch, selbst-ironisch oder kritisch-analytisch verwendet, denn lehnst du den Sprache-beeinflusst-das-Denken-Ansatz ab - genauso wie ich.


    Bist du dafür, dann hältst du den Ansatz für gut.

    Du sprichst hier offenbar über die Sapir-Whorf-Hypothese, dass das Sprechen unser Denken determiniert. Da das eine linguistische These ist, geht es nicht um „gut finden“, sondern um „zutreffend oder nicht“.

    Diese Hypothese ist nämlich bei weitem nicht unumstritten, wie man sogar bei Wikipedia nachlesen kann (anderes würde hier zu weit führen):


    Der Linguist Guy Deutscher urteilt über die Annahme, dass die Sprache, die wir zufällig sprechen, ein Gefängnis ist, welches unsere Vorstellungskraft beschränkt. […] Es ist kaum begreiflich, wie eine dermaßen groteske Ansicht derart weite Verbreitung finden konnte, da einem doch so viele Gegenbeweise in die Augen stechen, wo immer man hinblickt. Fällt ungebildeten Englischsprechern, die nie von dem deutschen Lehnwort „Schadenfreude“ gehört haben, die Vorstellung schwer, dass sich jemand am Unglück eines anderen Menschen weidet?“


    Du siehst, aus dem Verbot eines Wortes resultiert nicht nach jeder Auffassung ein Denkverbot.


    Zutreffend und ziemlich unumstritten ist m. E., dass man bestimmte Worte in bestimmten Kontexten „nicht sagt“. Da sind sprachliche Konventionen, die sich natürlich im Laufe der Jahre verändern in Abhängigkeit von dem, was gesellschaftlich anerkannt ist.

    So betitele ich z. B. meine SuS niemals als „Arschloch“, obwohl ich das bisweilen sehr wohl denke. Tatsächlich finde ich es richtig, auch den Jugendlichen bestimmte Wörter in der Schule bzw. im Unterricht zu untersagen, auch wenn ich weiß, dass sie diese Begriffe ansonsten verwenden und immer behaupten würden, dass sie ja nicht als Beleidigung gemeint seien.

    Derlei Wörter lassen sich aber nur schwer katalogisieren, da es sehr fließende Grenzen gibt. Ob z. B. das Wort „Scheiße“ als spontaner Ausdruck o. k. ist, wird heute sicher anders gesehen als noch vor 50 Jahren.

    Insofern halte ich es für legitim, die Verwendung mancher Wörter/Redewendungen zu kritisieren, da sie (zur Zeit) bestimmte Konnotationen haben, die bestimmten moralischen Vorstellungen zuwiderlaufen.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

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