Der rote Regenschirm

  • Hallo ihr Lieben:)


    ich befinde mich im Referendariat und werde nach den Herbstferien meinen ersten Unterrichtsbesuch in Deutsch (1.Klasse) haben. Ich habe mich für einen kreativen Schreibanlass entschieden. Dafür gefällt mir das textlose Bilderbuch der rote Regenschirm sehr gut. Hat vielleicht schon jemand Erfahrung mit dem Buch gemacht oder sogar schon Entwurf dazu?


    Liebe Grüße und schöne Herbstferien :)

  • Hallo und willkommen. Ich finde es völlig in Ordnung als Anwärter:in nach Tipps und Hinweisen zu fragen, gerade im Hinblick auf UBs. Ich finde es aber befremdlich, wenn man direkt Unterrichtsentwürfe ergattern möchte, denn erstmal musst du selbst lernen, wie du solche Entwürfe erstellst, was nunmal voraussetzt, dass du diese einfach selbst erstellst. Fehler sind- auch im Ref- dazu da, um dazuzulernen und die UBs zuallererst ein mögliches Lernmoment für dich. Das schmälerst du, wenn du deinen Teil der Arbeit nicht machst oder zumindest allzusehr reduzierst. Also bitte: Mach dir erstmal die Mühe, dich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen, dann stell hier deine Vorüberlegungen ein mit Hinweisen zu deiner Lerngruppe und vor allem deinen Unterrichtszielen, damit du gezielt an der einen oder anderen Stelle noch Hinweise erhalten kannst oder frag dann gezielt nach, wie du eine bestimmte Stelle schülerzentrierter/zielorientierter/... gestalten könntest. Mach deine Arbeit, bzw. lern diese zu machen- genau dafür wirst du aktuell ausgebildet und bezahlt. Würdest du es deinen SuS durchgehen lassen, wenn diese erst um Hilfe bitten bzw. ganze Lösungen erfragen, ehe sie sich die Mühe gemacht haben diese allein zu finden?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich habe mich für einen kreativen Schreibanlass entschieden.

    1. Frage: Warum? Was willst du erreichen?

    2. Frage: Was ist "kreatives Schreiben"? wie geht das? Beschäftige dich zuerst mit der Didaktik. Wie muss man vorgehen, welche Hilfen brauchen die Kinder, welche Methoden gibt es...?

    3. Frage: Wen unterrichtest du? Was können sie schon? Und zwar sowohl in Bezug auf das Schreiben als auch auf Methoden, Sozialformen usw.

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Nimm die Welt freudig und sanft auf, wie ein Kind sein Spielzeug."

  • ich befinde mich im Referendariat und werde nach den Herbstferien meinen ersten Unterrichtsbesuch in Deutsch (1.Klasse) haben. Ich habe mich für einen kreativen Schreibanlass entschieden.

    Den Erstklässler möchte ich sehen, der sechs Wochen nach der Einschulung in der Lage ist, einen zusammenhängenden Text zu verfassen. Kennen die sus überhaupt schon alle Buchstaben?

    The pen is mightier than the sword.

    - Edward Bulwer-Lytton

  • Schönes Buch, aber worum soll es gehen und was ist das Ziel … heute Kompetenz?


    Geht es um das hübsche Material oder gibt es eine Absicht, die du verfolgen möchtest?


    Welchen Ansatz des Schreibenlernens verfolgt ihr? Bringen die Kinder dadurch nach 6-8 Wochen Schule die Voraussetzungen mit, etwas zu einem Buch zu notieren oder ging es gar nicht ums Schreiben?

  • Natürlich kennen die SuS noch nicht alle Buchstaben und keiner verlangt zusammenhängende Texte oder Sätze von ihnen. Einige sind aber fit und können mit der Anlaut einige Wörter schreiben. Das Ziel soll sein, dass die SuS mögliche Reiseziele des Hundes festhalten sollen. Somit können Kinder die noch nicht schreiben auch malen. Ich wollte vorher aber mit ihnen schon wichtige Wörter erarbeiten, so dass sie bekannte Wörter schreiben könnten.

  • Auf was zielt dann der Unterricht ab?

    Sollen sie die zuvor erarbeiteten Wörter abmalen

    oder selbst etwas malen/ schreiben?


    Was möchtest du mit der Stunde vermitteln und was lernen die Kinder in dieser Stunde dazu?

  • Natürlich kennen die SuS noch nicht alle Buchstaben und keiner verlangt zusammenhängende Texte oder Sätze von ihnen. Einige sind aber fit und können mit der Anlaut einige Wörter schreiben. Das Ziel soll sein, dass die SuS mögliche Reiseziele des Hundes festhalten sollen. Somit können Kinder die noch nicht schreiben auch malen. Ich wollte vorher aber mit ihnen schon wichtige Wörter erarbeiten, so dass sie bekannte Wörter schreiben könnten.

    Trotzdem solltest du deinen Entwurf etwas näher ausarbeiten und kannst dann sicherlich noch mal konkreter nachfragen (wenn es um Detailfragen geht).

    Gerade bei Erstklässlern, aber auch bei allen anderen Jahrgangsstufen ist es so wichtig, dass die verwendeten Methoden etc. zur Lerngruppe passen (und auch zur Lehrkraft). Ich habe als Lehrkraft schon man gute Refstunde gesehen, die ich aber so nicht (immer) durchführen würde ... und zwar nicht, da die Stunde nicht gut war, sondern da sie entweder nicht zu meinen Typus passt und/ oder nicht zu meiner Lerngruppe. Selbst "fertige" Unterrichtsreihen bastel ich je nach Lerngruppe immer wieder um.

  • Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht und die Stunde geplant, sorry wenn das falsch rüber kam. Ich suche nur gerade noch Inspirationen für die Ausgestaltung. Vor allem an der Präsentation / Reflexion hänge ich noch. Da die Kinder ja noch keine Texte schreiben und einige auch noch garnicht schreiben, finde ich das Vorstellen schwierig, so dass der Fokus weiter auf dem Schreiben bleibt. Die Klasse ist sehr leistungsstark und kann schon ganz gut reflektieren, daher überlege ich aktuell welchen Reflexionsschwerpunkt ich setzen möchte. Vielleicht: was hat mir beim Schreiben geholfen. Und welche Idee hat mir gut gefallen.

  • Mögliche Reiseziele sind die aus dem Buch und die Wörter erarbeitest du vorher? Oder die Kinder sollen sich weitere Reiseziele ausdenken/aufmalen und du meinst Wörter wie "Hund", "fliegt" usw.? Ich kann es mir noch gar nicht vorstellen und kenne es eher so, dass man im ersten Besuch in Klasse 1 z.B. ganz solide und langweilig eine Buchstabeneinführung zeigt.

  • Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht und die Stunde geplant,

    Glaube ich nicht. Denn:


    ... Reflexionsschwerpunkt ich setzen möchte. Vielleicht: was hat mir beim Schreiben geholfen. Und welche Idee hat mir gut gefallen.

    Ohne Ziel keine Reflexion. Du weißt noch nicht, wo du hin willst, daher auch nicht, wie das gehen kann und deswegen kannst du auch noch nicht überlegen, was du reflektieren willst.


    Du: "Kinder, was hat euch denn geholfen beim Schreiben?" Kind: "wieso schreiben, ich soll malen, hast du gesagt".

    Du: "Hm und welche Idee hat euch gut gefallen?" Kind "Die von Max".

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Nimm die Welt freudig und sanft auf, wie ein Kind sein Spielzeug."

  • Ich wollte vorher aber mit ihnen schon wichtige Wörter erarbeiten, so dass sie bekannte Wörter schreiben könnten.

    Wann denn? Bis zu den Herbstferien? sie können auch unmöglich alle Buchstaben haben.


    Hock dich in deinem eigenen Interesse an die Planung:)

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Nimm die Welt freudig und sanft auf, wie ein Kind sein Spielzeug."

  • Was mir direkt auffiel: Ein Bilderbuch ohne Text finde ich als Erzählanlass super, als Schreibanlass eher ungeeignet. Der Bilderbuchzeichner fand geschriebenen Text unnötig, warum sollen die Kinder jetzt gerade zu diesem Buch etwas schreiben?


    Die Förderung der Erzählfähigkeit würde ich hier in den Vordergrund stellen. Für Kunst ist das sicher auch ergiebig, vielleicht einen roten Regenschirm mit dem Hund als Vorlage geben, anmalen und ausschneiden lassen oder beides basteln und aufkleben und die Kinder gestalten selbst dann ein Bild dazu, wo der Hund mit dem Schirm landet. Die Bilder sind schöne Erzählanlässe.


    Sonst wäre das Buch als anschließende Einführung für das R vielleicht auch geeignet: Regenschirm, rot, Reise… Der Hund fliegt ins Buchstabenland und lernt den Buchstaben R kennen oder so.

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