Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche

  • Einiges ging ja schon durch die Presse, wie dieser wirre Oberpope den Krieg sieht, ist schon heftig.

    Kyrill I. sorgt mit Äußerungen zu Russlands Angriffskrieg auf Linie des Kreml-Chefs Wladimir Putin besonders in der Ukraine seit Wochen für Entsetzen. Den Militäreinsatz rechtfertigte er als "metaphysischen Kampf" des Guten gegen das Böse aus dem Westen. Der Patriarch propagiert seit Jahren eine "russische Welt", zu der auch die Ukraine gehöre. Am Dienstag sagte er bei einem Gottesdienst in einer Kathedrale im Moskauer Kreml, Russland habe nie jemanden angegriffen, "es hat nur seine Grenzen verteidigt".

    Kirchenoberhäupter und Diktatoren - ein Kapitel für sich...

    Alte, kranke, mächtige Männer fühlen sich frisch wie neu belebt,

    wenn erst das Blut von Millionen Menschen an ihren Händen klebt.

    [Hannes Wader]

  • Ich finde interessant, dass er auch beim KGB war, auch aus Leningrad stammt und auch heimlich dem Luxus zugeneigt ist

    ("Im Jahr 2012 wurde eine Uhr vom Handgelenk des Patriarchen wegretouchiert, war jedoch in der Spiegelung auf dem Tisch zu sehen gewesen. Laut Angaben von Journalisten aus dem Jahr 2009 besitzt Kyrill eine Luxus-Uhr der Marke Breguet, was dieser nicht verneint.[34] Eine „Gesundheitsresidenz“ der orthodoxen Kirche wird von den Einheimischen „Kyrills Datscha“ genannt.[35] Ein repräsentatives Anwesen bei Gelendschik wird offiziell als „Bildungszentrum“ bezeichnet, doch wies die Nowaja Gaseta darauf hin, dass es außer einer einzigen Synode im Jahr 2012 keine Berichte über Kurs-Aktivitäten gebe. Die Zeitung schrieb, eine neue Art des Atheismus sei auf den prunkvollen Luxus, die Paläste und Medienskandale und damit das Sinken des Ansehens der russisch-orthodoxen Kirche zurückzuführen.[36] Auch Julia Latynina kommentierte die unzähligen Residenzen des Patriarchen[37] und beschrieb, wie in diesem Land Spitäler unter Geldmangel litten und Warteschlangen üblich seien, während Kirchen renoviert und gebaut würden, welche leer stünden.[38]"


    (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kyrill_I.)


    Viele Gemeinsamkeiten zu Putin, kein Wunder, dass sie sich so gut verstehen.


    Auch hat er sehr frauenfeindliche Ansichten usw., ein sehr unangenehmer Zeitgenosse

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Auch hat er sehr frauenfeindliche Ansichten usw., ein sehr unangenehmer Zeitgenosse

    Das haben leider sehr viele strengreligiöse Menschen. :( Kein Wunder, sie leben ja gedanklich noch im tiefsten Mittelalter.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Wichtig ist ja zu wissen dass sich jede Seite auf die des Guten wähnt. Selbst Hitler soll kurz vor seinem Tod, als Europa in Schutt und Asche lag, sinngemäß gesagt haben, er wollte nur das Beste für Deutschland.


    Im russischen Fernsehen werden die dankbaren befreiten Ostukrainer gezeigt, die von den Russen so gut behandelt werden.

  • Wichtig ist ja zu wissen dass sich jede Seite auf die des Guten wähnt

    Ach, was du nicht sagst.


    Dass nicht nur die russisch-orthodoxe Kirche immer fest im Rektum der Mächtigen gesteckt hat, ist bekannt. Die sanctissima ist da mittlerweile - man muss es zugeben - doch den einen oder anderen Schritt weiter, zumindest auf höchster Ebene.

    Eine Rückkehr zur Normalität „nach der Pandemie“ wird nur für diejenigen möglich sein, die vorher schon normal waren. Es handelt sich um eine Pandemie, nicht um ein Wunder.

  • Keine EU-Sanktionen gegen Patriarch Kyrill


    Zitat von Tagesschau

    Ungarn wollte die Sanktionierung allerdings nicht akzeptieren. Regierungschef Viktor Orban hatte seine Haltung zuletzt "mit der Frage der Glaubensfreiheit ungarischer Religionsgemeinschaften" begründet. Diese sei "heilig und unveräußerlich".


    [Heilige Schei.. ]

    Alte, kranke, mächtige Männer fühlen sich frisch wie neu belebt,

    wenn erst das Blut von Millionen Menschen an ihren Händen klebt.

    [Hannes Wader]

  • ...ße.


    Mich wundert zwar, dass in der Beziehung Rücksicht auf Ungarn genommen wird, ist aber letztlich wahrscheinlich sowieso egal. Indien kauft 20x so viel Öl in Russland wie vor dem Krieg und viele andere große Staaten halten sich raus oder heißen gut, was dort passiert. Die "westliche Welt", die sich weitgehend einig ist, ist offenbar in der Minderheit der Staaten, die den Krieg verurteilen und Putin ausgrenzen wollen.

  • Einiges ging ja schon durch die Presse, wie dieser wirre Oberpope den Krieg sieht, ist schon heftig.

    Und weil dieser Operpope eine Meinung hat und diese auch äußert wird er sanktioniert?

    Und diese Sanktionierung hilft den Ukrainern in der derzeitigen Situation genau wie?

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P


    8_o_)Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • Ungarn lehnte mögliche Sanktionen gegen Kyril I übrigens schon aus rein formalen Gründen ab - beim EU-Gipfel wurde das nicht besprochen/verhandelt, sondern ist dann eigenmächtig bei der Redaktion der Beschlüsse von der EU-Verwaltung hinzugefügt worden.


    Zitat

    Beim EU-Gipfel Anfang der Woche sind die geplanten Sanktionen gegen Kyrill I. nach Angaben von Diplomaten nicht thematisiert worden.

    https://www.zeit.de/politik/au…nspaket-eu-kyrill-ukraine


    Die ukrainisch-ungarischen Beziehungen sind übrigens schon seit langem angespannt aufgrund der Behandlung/Diskriminierung der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Vor dem russischen Angriff wurde darüber sogar in deutschen Zeitungen mit wenig schmeichelhaften Unterton für die Ukraine berichtet, z.B.


    https://www.sueddeutsche.de/po…aine-minderheit-1.5228517


    Orban kann sich deshalb schon aus innenpolitischen Gründen nicht übermäßig für die Ukraine engagieren (geschweige denn gar, große ökonomische Risiken einzugehen...).

  • @Der Pirol Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass ich mit dessen Meinung übereinstimme oder gutheiße, was der so von sich gibt. Natürlich ist das Nonsens, speziel in dem von dir verlinkten Artikel.

    Ich habe hinterfragt was die Sanktionierung von Kyrill den Ukraineren / der Ukraine nützt. Was bringt es denn nun, Sanktionen sollten doch ein Ziel haben?

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P


    8_o_)Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • Sanktionen bauen Druck auf.

    Man kann Druck mit Gewalt aufbauen (wie Russland in der Ukraine)

    Man kann versuchen, Druck mit wirtschaftlichen Mitteln aufzubauen. Ob es was nützt - gute Frage. Der Effekt ist wahrscheinlich gering. Wahrscheinlich erzeugt er auch nur weiter Gegendruck. Gut möglich. Aber es nützt zumindest weniger, wenn man nichts macht.

  • @Der Pirol Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass ich mit dessen Meinung übereinstimme oder gutheiße, was der so von sich gibt. Natürlich ist das Nonsens, speziel in dem von dir verlinkten Artikel.

    Ich habe hinterfragt was die Sanktionierung von Kyrill den Ukraineren / der Ukraine nützt. Was bringt es denn nun, Sanktionen sollten doch ein Ziel haben?

    Die Frage ist doch, ob man hier von Meinung sprechen kann. Volksverhetzung zählt man auch nicht zur Meinung.


    Zu Sanktionen, ich weiß es nicht, ich vermute, es geht um Geld? Wenn sich ein Kirchenoberhaupt in politische Angelegenheiten einmischt und populistisch Stimmung macht, dann nutzt es wahrscheinlich, ihm Geld und somit Einfluss zu entziehen. Auf alle Fälle zeigt es die Haltung derjenigen, die sanktionieren, in dem Fall Europa. Wäre schon hilfreich gewesen, es würde einheitlich auftreten.


    Und Sanktionen gegen Einzelpersonen scheinen mir generell sinnvoller als gegen eine Nation, da dabei am Ende immer die Armen darunter leiden. Aber die Politikkolleg*innen wissen das sicher genauer.

  • Wichtig ist ja zu wissen dass sich jede Seite auf die des Guten wähnt. Selbst Hitler soll kurz vor seinem Tod, als Europa in Schutt und Asche lag, sinngemäß gesagt haben, er wollte nur das Beste für Deutschland.


    Im russischen Fernsehen werden die dankbaren befreiten Ostukrainer gezeigt, die von den Russen so gut behandelt werden.

    Eigentlich ist es einfach: wer mit Panzern in sein Nachbarland einfällt ist nicht der Gute.

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