Digitale Klassenbücher

  • Keiner macht das, um die Lehrkräfte extra zu ärgern. Das denken die Schüler ja auch genauso über die Lehrer. 8o

    Nicht um zu ärgern, aber es ist halt ärgerlich, wenn man da sitzt und nur in ganz eingeschränkten Bahnen arbeiten kann, während das Programm viel mehr Komfortabilität ermöglichen könnte. Und natürlich ist es ärgerlich zu wissen, dass man pauschal als Sicherheitsrisiko gesehen wird, weil man den Status einer einfachen Lehrkraft hat.

    Meist fordern Mitglieder der Schulleitung Admin-Rechte ein, haben aber genauso das Potenzial, gravierende Fehler zu machen, was dann der arme tatsächliche Admin wieder gerade biegen soll.

    Teilweise ist es erheblich aufwendiger mit Programmen zu arbeiten als mit Papierversionen, weil jegliche potenzielle Komfortabilität durch Rechtebeschränkungen zerstört wurde.


    Es wäre schön, wenn man so viele Rechte bekäme, dass man seine Arbeit gut, effizient und komfortabel ausführen kann und nicht gerade noch so.

  • Prinzipiell bin ich sehr zufrieden mit unserem digitalen Klassenbuch (WebUntis). In der Stunde habe ich aber den Eindruck, dass ich eher länger beschäftigt bin. Ich trage muss beim Entschuldigen mehr eintragen als nur ein (e) hinter den Namen der Fehlenden.

    Bei uns muss jeder Kollege für seine eigene Stunde die Anwesenheit kontrollieren. Allerdings wird die Auswahl des Lehrers der vorherigen Stunde für den folgenden Lehrer voreingestellt. Nur der erste Lehrer muss also wirklich eintragen, die anderen nur noch mit einem Klick bestätigen. War aber analog auch so, dass man Ergänzungen eingetragen hat, wenn sich im Laufe des Tages Änderungen ergeben haben.

    Es wäre schön, wenn man so viele Rechte bekäme, dass man seine Arbeit gut, effizient und komfortabel ausführen kann und nicht gerade noch so.

    Ich vermisse, die Möglichkeit in Vertretungsstunden (auch anderes Fach als Mathematik) einfach mal die letzten Mathestunden der Klasse anzusehen und mir was passendes ausdenken zu können. Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir keine Fehler machen sollen, sondern mit Datenschutz. Jeder Kollege soll nur so viele Daten einsehen können wie notwendig.

    Schön ist es dagegen, wenn man Vertretung in Kopplungen (z.B. Religion) hat, wo man analog oft nicht wusste, welche Schüler genau in dem Unterricht sein sollten. Digital habe ich immer die korrekte Liste.


    Was man bedenken sollte, ist aber auch die Situation im Sportunterricht. Die Kollegen benötigen ein Dienstgerät und Internetzugang in der Sporthalle, wenn sie die Fehlzeiten direkt vor Ort digital erfassen möchten. (Oder ein Smartphone mit mobilen Daten und Netzempfang, aber wer hat das schon dienstlich?)

  • Was man bedenken sollte, ist aber auch die Situation im Sportunterricht. Die Kollegen benötigen ein Dienstgerät und Internetzugang in der Sporthalle, wenn sie die Fehlzeiten direkt vor Ort digital erfassen möchten. (Oder ein Smartphone mit mobilen Daten und Netzempfang, aber wer hat das schon dienstlich?)

    Ohja, und WLAN auf dem Sportplatz ist auch selten.


    À+

  • WebUntis macht trotz redesign immer noch einen sehr gestückelten Eindruck. Die Oberfläche wechselt sich optisch regelmäßig zwischen inzwischen drei Generationen der Weboberfläche ab. Die verfügbaren Integrationen z.B. in Richtung Untis oder Office 365 sind natürlich klasse. Wir authentifizieren sämtliche Schüler gegen ihre Office 365 Accounts und sparen uns so trotz individuellem Zugriff eine Menge Administrationsaufwand.

    Die Serviceleute der Betreiber -GmbH sind leider nicht kritikfähig

    Das kann ich durchaus bestätigen. Irgendwann gab es mal ein Sicherheitsproblem mit WebUntis. Das ist damals auch durch deren Produktforum gegangen. Jemand hatte wohl gezeigt, wie Schüler die Nachrichtenfunktion missbrauchen konnten, um Noten zu verändern oder Klassenbucheinträge zu löschen. Untis hatte damals ausgesprochen schlecht reagiert und auch nach langer Zeit keine wirksame Behebung implementiert. Das alles wohlgemerkt, obwohl Beispiele für die Ausnutzbarkeit öffentlich waren und die Verantwortlichen eindringlich gewarnt wurden.

  • Aus Lehrerinnensicht bin ich mit Webuntis sehr zu frieden. Auch als Klassenlehrerin kann ich mir schnell anzeigen lassen, wer wann gefehlt hat und wo mir noch Entschuldigungen fehlen.

    Wir können allerdings auch alle Stunden der KuK einsehen, so dass ich weiterhin einen Überblick haben kann was in anderen Fächern passiert oder wie weit die Parallelklasse ist. War der gemeinsame Wunsch des Kollegiums.

    Der Stundenplaner äußert manchmal, dass in einigen Punkten Papier einfacher war, dass liegt aber häufig an Abläufen die noch nicht vorkamen und wo man erstmal schauen muss, wie man damit in Untis umgehen kann.

    Wir benutzen Webuntis nun fast 2,5 Jahre und hatten eine Übergangsfrist wo wir zweigleisig gefahren sind. Bei den Rechten wird immer mal wieder geschaut, ob etwas geändert werden muss. Z.B. konnten selbst Klassenlehrkräfte zu Beginn falsche Einträge bei Fehlzeiten nicht löschen. Das geht inzwischen.

    Ich bin sehr zufrieden und möchte kein Papierbuch mehr. Endgeräte sind allerdings bei uns auch kein Problem.

  • ... Aber ich spreche aus der Sicht des Untis-Verwalters. Das Anlegen scheint doch zeitaufwändiger zu sein. Die Papierklassenbücher sind in der Verantwortung der jeweiligen Klassenlehrer. Jetzt muss alles die stellv. Schulleitung bei uns alles erst digital vorausfüllen sozusagen.

    Den Mehraufwand kann ich jetzt nicht so bestätigen. Die Arbeit verschiebt sich. Der kleine Mehraufwand beim Eintragen von Sondertagen wird von der mehr oder weniger automatischen Mehrarbeitsabrechnung aufgewogen. So aufwendig ist das eintragen jetzt auch nicht. Jede händisch gefrickelte Wordtabelle für so einen Tag ist aufwendiger.

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