Versetzung in die alte Heimat u. Freigabe abgebende Schule

  • Guten Morgen,


    vor 1,5 Jahren haben wir eine Info von einer anderen Berufsbildenden Schule bekommen, dass Anfang 2023 eine Kollege in Rente geht und eine Stelle somit frei wird. Mein Mann hat vor 1,5 Jahren mit seinem Schulleiter gesprochen und ihn um Freigabe gebeten. Wir haben die Freigabe von der abgebenden Schule. Nun haben wir erfahren, dass an der "annehmenden Schule" die Schülerzahlen eingebrochen sind. Es ist zwar ein Bedarf, aber zur Zeit ein Lehrerüberhang. Es wurde für 1 Jahr nun ein(e) Lehrerin abgeordndet, um überbrücken zu können. Wenn die Schülerzahlen eingebrochen sind, wird es, obwohl es für dieses Fach (Wirtschaft u. Mathe) niemanden an der BBS gibt, keine Eistellungsmöglichkeit bestehen und die Versetzung ist somit nicht möglich.


    Nun meine Frage: Können sich die Schülerzahlen auch innerhalb eines Jahres erholen, sodass innerhalb eines Jahres dann doch eine Einstellungsmöglichkeit besteht? WAnn wird die Planung gemacht? Wir sind verzweifelt. Unser Sohn kommt nächstes Jahr in die Grundschule und mein Vater hatte mehrere Schlaganfälle und wird 80. Wir haben uns so darauf gefreut, dass endlich eine Chance besteht, zurückzukommen und dann das mit den Schülerzahlen.


    Ich bin keine Beamtin, sondern habe Lehramt studiert und angestellt. Aber mein Mann ist Beamter.


    Danke für Eure Hilfe und Antworten.


    Liebe Grüße

  • Um die Frage verlässlich beantworten zu können,müsste man natürlich wissen, warum die Schülerzahlen eingebrochen sind. Wenn der Grund dafür im nächsten Jahr nicht mehr besteht, kann man vielleicht eine Erholung beobachten, anderenfalls halt nicht. Am Ende ist das ein Blick in die Glaskugel.

    Euch alles Gute und viel Erfolg bei der Versetzung.

    Selbst ein Friseur schafft es nicht, montags vor 10 Uhr so viele Gerüchte in die Welt zu setzen, wie das Kollegium eines Lehrerzimmers. (c) calmac

  • Viele Berufsbildenden Schulen in den Bundesländern haben einen Einbruch zu verzeichnen, da immer mehr Abitur machen und zur Universität wollen. Fachabitur und kaufmännische Ausbildungen lassen im Moment nach - ich hoffe es erholt sich. Herzlichen Dank für die Antwort.


    Liebe Grüße

  • Noch dazu zur Info: Diesen Sommer ist auch ein Schulleiterwechsel an der "annehmenden Schule". Vielleicht warten wir die Sommerferien ab und mein Mann redet in Ruhe mit ihm nach den Ferien mit ihm.


    Liebe Grüße

  • Es wird wohl kaum möglich sein, hier aus dem Forum heraus zu beurteilen, ob sich die Schülerzahlen einer uns unbekannten Schule erholen werden. Selbst aus Perspektive der eigenen Schule ist kaum zu beurteilen, ob in 1-2 Jahren ein Stellenbedarf oder -überhang vorliegen wird. Wir konnten z.B. durch den zeitlichen Ablauf von Versetzungswünschen (Zugänge und Abgänge) und eine Unwägbarkeiten bei der nun genauen Schülerzahl in den neuen Jahrgängen, die gerade so am Klassenteiler lag, bis zuletzt kaum sagen, ob wir nun noch Stellen ausschreiben können oder sogar abordnen müssen.

  • Viele Berufsbildenden Schulen in den Bundesländern haben einen Einbruch zu verzeichnen, da immer mehr Abitur machen und zur Universität wollen. Fachabitur und kaufmännische Ausbildungen lassen im Moment nach

    Woher hast du denn diese Info?!? Was die BBS hier in meiner Region hier in NDS angeht, so kann man definitiv nicht von einem "Einbruch" der SuS-Zahlen sprechen. Die Anmeldezahlen sind seit Jahren stabil, auch in diesem Jahr für das kommende Schuljahr.

    Zwar gibt es immer mal "Verschiebungen" - so haben wir schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr so viele SuS in den Fachoberschulklassen 12 wie noch vor 20 Jahren, weil tatsächlich - da gebe ich dir recht - das Interesse am Fachabi sinkt, aber dafür sind die Anmeldezahlen im beruflichen Gymnasium oder in verschiedenen Richtungen der Berufsfachschule in den letzten Jahren gestiegen. Auch nehmen die Azubi-Zahlen in einigen kaufmännischen Ausbildungsberufen ab (an meiner Schule z. B. im Bereich "Großhandel"), dafür in anderen Berufen zu (bei uns z. B. Kauffrau/-mann im Einzelhandel bzw. Verkäufer*in, Verwaltungsfachangestelle*r und Kauffrau/-mann für Büromanagement).

    Somit bleiben die Gesamtschülerzahlen seit Jahren gleich oder steigen sogar noch leicht.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Darf ich übrigens mal fragen, um welches Bundesland es eigentlich geht annililo ?


    für dieses Fach (Wirtschaft u. Mathe) niemanden an der BBS

    BTW: Das sind doch zwei verschiedene Fächer?! Bei uns gibt es zwar mehrere KuK mit dieser "Fächerkombination", aber wir haben auch Mathe-KuK, die eine andere berufliche Fachrichtung haben und trotzdem in meiner Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" Mathe unterrichten (z. B. unterrichtet dieses Schuljahr ein Kollege, der die berufliche Fachrichtung "Bautechnik" studiert hat, Mathe in der Fachoberschule Wirtschaft).

    Ich unterrichte Englisch auch manchmal in Klasen aus anderen Abteilungen, z. B. in den BFS Metall-, Fahrzeug- oder Elektrotechnik oder bei den "Sozialpädagogischen Assisten*innen".

    Und umgekehrt unterrichtet ein Kollege, der die berufliche Fachrichtung "Wirtschaftswissenschaften" im Lehramt BBS studiert hat, schon seit Jahren "Betriebswirtschaft" in der Fachschule Bautechnik.

    Ich bin keine Beamtin, sondern habe Lehramt studiert und angestellt.

    Das verstehe ich übrigens nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich habe ja auch Lehramt studiert - nämlich "Lehramt BBS" - und bin verbeamtet...

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  • Das verstehe ich übrigens nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich habe ja auch Lehramt studiert - nämlich "Lehramt BBS" - und bin verbeamtet...

    Ich nehme an, das Versetzungsproblem existiert nur für den Partner. Sie selbst kann sich als Angestellte einfach anderswo bewerben und dann kündigen.

  • Hallo,


    vielen Dank für die Antworten.

    Zu den Fragen:


    - Die Schülerzahlen sind dort an der BBS im Moment eingebrochen - manche Unternehmen schließen, wegen der Pandemie und wegen der hohen Kosten aufgrund des Ukraines-Krieges etc. (ländliche Region).

    Zudem habe ich mitbekommen, dass die Oberstufenanmeldungen stark zugenommen haben.


    - Es handelt sich um d. Bundesland Niedersachsen (Wirtschaftspädagogik Wirtschaft und Mathe)


    - Ich habe zwar Lehramt studiert, aber ich habe kein REF gemacht. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mich mit Versetzungen und Einstellungsmöglichkeiten bei Versetzungen mit Freigabe nicht so gut auskenne :) Im Moment müssen wir einfach hoffen, dass die Schülerzahlen wieder in der Region steigen und mein Mann die Einstellugsmöglichkeit bekommt (die Freigabe haben wir ja schon länger).


    Liebe Grüße






    -

  • Die Schülerzahlen sind dort an der BBS im Moment eingebrochen - manche Unternehmen schließen, wegen der Pandemie und wegen der hohen Kosten aufgrund des Ukraines-Krieges etc. (ländliche Region).

    Irgendwie kann ich das noch immer nicht nachvollziehen... Wenn Unternehmen schließen und somit weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, müssen die SuS aber doch trotzdem irgendwo unterkommen? Die meisten sind doch nach Abschluss der allgemein bildenden Schule noch schulpflichtig. Wenn diese jungen Leute dann nicht in eine Ausbildung gehen, tauchen sie i. d. R. bei uns in den Vollzeitklassen (Berufsfachschulen oder Berufseinstiegsklassen wie auch berufliches Gymnasium und Fachoberschule Kl. 11) auf. So war es schon mehrfach in Jahren, wo es weniger Ausbildungsplätze in der Region gab als in den Vorjahren, bspw. im ersten "Coronajahr" 2020.

    Also müsste es nach meinem Dafürhalten dann nur eine Verschiebung (weg von den Teilzeit-/Berufsschuleklassen hin zu den Vollzeitklassen) und keinen Einbruch der Schülerzahlen an den BBS geben. Oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler?

    Es kann doch nicht jede/r Absolvent/in einer allgemein bildenden Schule in die Oberstufe eines allgemein bildenden Gymnasiums wechseln; zum einen wegen fehlender Voraussetzungen (erweiterter Sek. I-Abschluss muss vorliegen), zum anderen, weil auch die allgemein bildenden Gymnasien irgendwann an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen (sowohl raum- als auch lehrkräftetechnisch)!?

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  • Ja, das stimmt. Ich glaube, ich mache mir einfach zu viele Gedanken bzeüglich der Versetzung. Im schlimmsten Fall stimmen die Schülerzahlen nicht und es kann keine Einstellungsmöglichkeit für Wirtschaft u. Mathe geben. Wir müssen abwarten. Mein Mann wird nach den Sommerferien mit dem neuen Schulleiter reden, ob die Stelle mit Wirtschaft u. Mathe kommen wird. Bedarf ist wie gesagt da, aber wie gesagt ist zur Zeit Einstellungsstopp aufgrund der Schülerzahlen und Lehrerüberhang.


    Vielen lieben Dank für die Einschätzungen und Hilfe.


    Liebe Grüße

  • ob die Stelle mit Wirtschaft u. Mathe kommen wird.

    Des Öfteren werden die Stellen ja auch mit einem der beiden Fächer als "beliebig" ausgeschrieben. Also "berufliche Fachrichtung: beliebig - Mathematik" oder "Wirtschaftswissenschaften - Fach: beliebig", je nachdem, was dringender gebraucht wird. Wir haben auch gerade eine Stelle mit "WiWi - beliebig" ausgeschrieben, weil uns in unserer Abteilung über 50 Stunden in Wirtschaft "fehlen" (dadurch, dass mehrere Kolleginnen in Elternzeit sind, ein Kollege vor zwei Monaten unerwartet verstorben ist und eine weitere Kollegin schwer erkrankt ist und nicht abzusehen ist, wann sie mit wie vielen Stunden wieder einsteigen kann).

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  • Woher hast du denn diese Info?!? Was die BBS hier in meiner Region hier in NDS angeht, so kann man definitiv nicht von einem "Einbruch" der SuS-Zahlen sprechen. Die Anmeldezahlen sind seit Jahren stabil, auch in diesem Jahr für das kommende Schuljahr.

    Zwar gibt es immer mal "Verschiebungen" - so haben wir schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr so viele SuS in den Fachoberschulklassen 12 wie noch vor 20 Jahren, weil tatsächlich - da gebe ich dir recht - das Interesse am Fachabi sinkt, aber dafür sind die Anmeldezahlen im beruflichen Gymnasium oder in verschiedenen Richtungen der Berufsfachschule in den letzten Jahren gestiegen. Auch nehmen die Azubi-Zahlen in einigen kaufmännischen Ausbildungsberufen ab (an meiner Schule z. B. im Bereich "Großhandel"), dafür in anderen Berufen zu (bei uns z. B. Kauffrau/-mann im Einzelhandel bzw. Verkäufer*in, Verwaltungsfachangestelle*r und Kauffrau/-mann für Büromanagement).

    Somit bleiben die Gesamtschülerzahlen seit Jahren gleich oder steigen sogar noch leicht.

    Doch sehr viele haben solche Probleme. Bildungsgänge werden konzentriert, weil es zu wenig Schüler gibt. Das höre ich von sehr vielen Schulen.


    Wir haben zwei große Probleme. Die Jahrgänge ansich werden immer kleiner und es machen immer weniger eine Asubildung bzw. machen sie später weil es mit dem Studium nicht geklappt hat.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Bei uns ist das Problem, dass die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze nicht besetzt bekommen, auch nicht solche mit dualem Studium. Keine Ahnung woran das liegt...

  • Doch sehr viele haben solche Probleme. Bildungsgänge werden konzentriert, weil es zu wenig Schüler gibt. Das höre ich von sehr vielen Schulen.

    Du kennst die BBSn hier in meiner Region? Interessant; wusste ich ja gar nicht ;-) . Ich habe von sinkenden Schülerzahlen - wie gesagt - von noch keiner Schule hier in der Gegend gehört (obwohl ich hier an jeder BBS Lehrkräfte kenne, die mir das sicherlich erzählt hätten); zumindest nicht in den letzten ca. 10-12 Jahren. Die Erklärung - z. B. "Verschiebung" in Richtung Vollzeitklassen - hatte ich ja oben bereits gegeben; siehe Post Nr. 10. Ich frage mich, wo denn die SuS bleiben, wenn sie nicht zu euch kommen. Diejenigen, die noch schulpflichtig sind, müssen doch irgendwo zur Schule gehen!?

    Aber die TE schrieb ja auch, dass in der Region der besagten BBS einige Betriebe geschlossen hätten. Auch das ist im Landkreis, in dem meine Schule liegt, nicht der Fall (abgesehen von einigen Hotels und Restaurants, aber für den Bereich sind wir nicht als Berufsschule zuständig).

    Wir haben zwei große Probleme. Die Jahrgänge ansich werden immer kleiner und es machen immer weniger eine Asubildung bzw. machen sie später weil es mit dem Studium nicht geklappt hat.

    Das ist bei uns definitv nicht der Fall. Natürlich gibt es kleinere/geburtenschwächere Jahrgänge als noch 2003, als in an meiner Schule anfing, aber unsere Klassen sind in der Gesamtschülerzahl wirklich seit Jahren ungefähr gleich groß (wobei wir auch kleine Klassen haben, z. B. im Bereich Großhandel, aber die sind ebenfalls schon seit ca. 10 Jahren so klein, weil es nur wenige Betriebe im Landkreis gibt, die Azubis im Großhandel ausbilden) und die Bewerber*innenzahlen stabil, was ich sicher weiß, da ich schon lange in unseren Aufnahmeausschüssen tätig bin. Das betrifft sowohl den Teilzeit- als auch den Vollzeitbereich. Insgesamt sind unsere Schülerzahlen in den letzten 10 Jahren sogar gestiegen, gerade durch den Zuzug von Migrant*innen.

    Dass wir Azubis, die ein Studium abgebrochen haben, mal in unseren Berufsschulklassen sitzen haben, ist übrigens an meiner Schule selten der Fall.


    Bei uns ist das Problem, dass die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze nicht besetzt bekommen, auch nicht solche mit dualem Studium. Keine Ahnung woran das liegt...

    Was Unternehmen, die ein duales Studium anbieten, weiß ich es nicht, aber gerade Handwerksbetriebe haben hier auch schon seit etlichen Jahren große Probleme, ihre Ausbildungsplätze besetzt zu bekommen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

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  • Dass wir Azubis, die ein Studium abgebrochen haben, mal in unseren Berufsschulklassen sitzen haben, ist übrigens an meiner Schule auch selten der Fall.

    Oh von denen haben wir immer einige. Und meist macht es mit denen richtig Spaß.

  • Oh von denen haben wir immer einige. Und meist macht es mit denen richtig Spaß.

    Kann ich mir gut vorstellen. Wir haben halt - außer den Industriekaufleuten und den Verwaltungsfachangestellten - keine Ausbildungsberufe, die für Abiturient*innen attraktiv sind, würde ich meinen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

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