Unterrichtsbeginn 9 Uhr? (NRW)

  • Es kann ja als Teilzeitkraft (oder Vollzeit) passieren, dass du ausnahmsweise nur 1 Fach in dem Jahr unterrichtest.

    Natürlich ist es auch bei uns so, dass ein/e Kolleg/in mal - ausnahmsweise ein Schuljahr lang oder auch über einen längeren Zeitraum - bspw. ein Lernfeld in einer Klasse des Teams "Handel" unterricht, obwohl sie/er ansonsten mit einem Großteil ihrer/seiner Stunden im Bereich "Bürodienstleistungen" eingesetzt ist. Dann ist oder bleibt sie/er aber Teammitglied in letzterem Team und nicht im Team "Handel". Und natürlich darf sie/er dann auch an den Teamsitzungen des Handelsteams teilnehmen, aber das ist keine Verpflichtung (und oft auch zeitlich gar nicht machbar, weil die Teamsitzungen oft parallel stattfinden).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Das heißt, wenn man in dem Jahr beides hat, kann man nur an einer Sitzung teilnehmen und muss sich entscheiden?

    Aber sind diese Bereiche vergleichbar mit Fächern? Oder sind es kleinere/größere Einheiten, in welchen alle Fächer drin sind? (Ich weiß nicht, worüber sie entscheiden dürfen zb)


    Ganz konkret: ich habe zb in einem Jahr keinen Politikunterricht und es wird das neue Hauscurriculum abgestimmt oder das neue Lehrwerk. In NRW bin ich stimmberechtigt, weil ich durch meine Fakultas der Fachschaft angehöre und auch kommen soll. In NDS gehöre ich auch der Fachkonferenz (keine Ahnung, ob ich kommen _muss_, sicher eine Schulfrage), bin aber nicht stimmberechtigt. Das heißt, nächstes Jahr unterrichte ich mit einem Lehrwerk, wo ich nicht mal die Möglichkeit hatte, mitzubestimmen, ob wir es nutzen.


    Und so nervig solche Diskussionen und Sitzungen um 17 oder 18 Uhr sind: ich will sie weiterhin führen dürfen.

  • 4 Fachkonferenzen pro Fach?! Du hast doch auch 4 Fächer! Hast du ein bisschen Glück und sie tagen parallel oder musst du 16 (!!) mal ran?

    3 sind es immer, manchmal eine 4.

    Eine vor Schuljahresstart. Die dauert aber so 30 Minuten.

    Eine mittendrin wegen neuer Bücher und Anschaffungen vom Etat und meist eine zwecks Absprache von Wünschen für die neue UV. Keine dauert davon wirklich lange und wir müssen nur zu den Fächern die wir auch aktuell unterrichten.

    Mittlerweile sind aber viele online und Absprachen laufen vorher per Teams und dann nicken am Ende nur alle irgendwas ab.

    Manchmal noch eine wenn jemand verabschiedet wird.

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  • Okay, das heißt, nicht alle müssen nicht mit den Elternvertreter*innen stattfinden und sind dann vielleicht bei uns "Absprachen" oder Dienstbesprechungen, die vergesse ich immer :-D (die meisten meiner Fachschaften haben 3-4 Leute, in einem Fach hatte ich jahrelang 3 Tage die Woche eine quasi Fachkonferenz jeden Morgen in der Pause :-D )

  • Das heißt, wenn man in dem Jahr beides hat, kann man nur an einer Sitzung teilnehmen und muss sich entscheiden?

    Ja, wenn die Teamsitzungen parallel stattfinden, muss man sich ja für eine Sitzung entscheiden und kann dann eben nur daran teilnehmen. Finde ich aber nun nicht wirklich schlimm, denn wenn ich z. B. nur ein Lernfeld in der Berufsfachschule "Bürodienstleistungen" unterrichte, brauche ich meiner Meinung nach nicht unbedingt an den Teamsitzungen des Büroteams teilzunehmen, weil mich nicht alles, was dort besprochen, erarbeitet und beschlossen wird, wirklich interessiert, wenn ich den Großteil meiner Stunden woanders eingesetzt bin. Was für mich doch von Interesse ist, erfahre ich dann ja aus dem Protokoll (z. B. Prüfungstermine), oder teile es im Vorfeld der/dem Teamleiter/in mit (wenn ich bspw. Wünsche bzgl. meines Unterrichtseinsatzes habe).

    Aber sind diese Bereiche vergleichbar mit Fächern? Oder sind es kleinere/größere Einheiten, in welchen alle Fächer drin sind? (Ich weiß nicht, worüber sie entscheiden dürfen zb)

    Prinzipiell sind diese Bereiche mit Fächern vergleichbar, daher gibt es bei uns eben statt "Fachgruppen" zum einen "Bildungsgangsteams", zum anderen "Fachteams". Genau weiß ich es nicht, schätze aber, die Teams haben an meiner Schule zwischen drei und zwölf Mitgliedern (unser Fachteam "Deutsch" ist m. E. das größte).

    In unserer Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" gibt es folgende Bildungsgangteams - insgesamt sind es sieben Teams: für die entsprechenden einjährigen Berufsfachschul- und die Berufsschulklassen: "Einzelhandel" (wird von uns meist "Handel" genannt) und "Bürodienstleistungen"; nur für Berufsschulklassen (da wir in diesen Bereichen keine BFS-Klassen führen): "Groß- und Außenhandel", "Industriedienstleistungen" und "Verwaltung" (für die Berufsschüler*innen der "Verwaltungsfachangestellten"); sowie für zwei Vollzeitbildungsgänge separate Teams: "Fachoberschule Wirtschaft (Kl. 11 und 12)" und "zweijährige BFS kfm. Assistent/in - Schwerpunkt Informationsverarbeitung" (diese BFS führt mit Bestehen der Abschlussprüfung zu einem Berufsabschluss).


    Worüber die Teams entscheiden dürfen, kannst du hier nachlesen: https://www.nds-voris.de/jport…bsvorisprod.psml&max=true


    In NDS gehöre ich auch der Fachkonferenz (keine Ahnung, ob ich kommen _muss_, sicher eine Schulfrage), bin aber nicht stimmberechtigt.

    Doch, wenn ich das NSchG dahingehend richtig interpretiere, gehörst du allein dadurch, dass du in diesem Bildungsgang unterrichtest, der Bildungsganggruppe/team an (zumindest "auf dem Papier"; auch wenn du dem Team nicht durch die Abteilungsleitung zugeordnet bis) und wärest somit auch stimmberechtigt. Denn im obigen Paragraphen steht ja: "An berufsbildenden Schulen richtet die Schulleiterin oder der Schulleiter im Benehmen mit dem Schulvorstand Bildungsgangs- und Fachgruppen ein. 2Diesen gehören als Mitglieder an: 1. die in dem jeweiligen Bereich tätigen Lehrkräfte [...]" und zu den Aufgaben zählt u. a. auch die Einführung von Schulbüchern.

    Wie das allerdings laufen soll, wenn du selbst nicht bei der jeweiligen Teamsitzung anwesend bist/sein kannst, weiß ich nicht, da wir solch einen Fall zumindest in den beiden Teams (Handel und Englisch), in denen ich bin, noch nicht hatten.

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  • letzte Frage versprochen (ich versuche es!): Aber in dem Team "Bürdienstleistungen" sind sowohl die Englisch-, Mathe- und "Bürolehrer:innen" drin, oder?
    und dann zusätzlich ein Fachteam für alle Matheleher*innen? (des Bereichs oder der ganzen Schule?)

  • letzte Frage versprochen (ich versuche es!): Aber in dem Team "Bürdienstleistungen" sind sowohl die Englisch-, Mathe- und "Bürolehrer:innen" drin, oder?
    und dann zusätzlich ein Fachteam für alle Matheleher*innen? (des Bereichs oder der ganzen Schule?)

    Ja, es gehört ja - bis auf wenige Ausnahmen - jeder einem Bildungsgang- und einem Fachteam an. Das richtet sich danach, in welcher beruflichen Fachrichtung und in welcher "Untergruppe" (wenn ich das mal so nennen darf) man unterrichtet und welches Unterrichtsfach man hat.

    Für mich persönlich heißt das: Ich habe "Wirtschaftswissenschaften" als berufliche Fachrichtung studiert, bin an meiner Schule der Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" zugeordnet und unterrichte derzeit ausschließlich in der BFS und der Berufsschule "Einzelhandel" und dementsprechend bin ich auch im Bildungsgangteam "Einzelhandel". Zusätzlich bin ich im Fachteam - dort kommen die KuK der kompletten Schule zusammen, die dieses Unterrichtsfach haben - "Fremdsprachen", da ich Englisch als Unterrichtsfach studiert habe und dies derzeit in Klassen aus vier der fünf Abteilungen meiner Schule unterrichte.

    Anderes Beispiel meiner Kollegin M.: Sie hat ebenfalls Wirtschaftswissenschaften als berufliche Fachrichtung studiert und ist demnach in derselben Abteilung wie ich. Sie unterrichtet zwar je eine Doppelstunde in der BFS "Bürodienstleistungen" und der Berufsschule "Kauffrau/mann für Büromanagement", aber auch eine Doppelstunde in der BFS "Einzelhandel" und drei Doppelstunden in der Berufsschule "Kauffrau/mann im Einzelhandel / Verkäufer*in". Sie hat sich daher dem Team "Einzelhandel" zuteilen lassen. Ihr Fachteam ist das Team "Deutsch" (sie erteilt Deutschunterricht momentan in drei von fünf Abteilungen).

    Die Teamsitzungen der Bildungsgangteams und Fachteams finden übrigens natürlich nicht parallel statt, sondern in unterschiedlichen Wochen.

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  • Danke für die Einblicke.


    Was ist, wenn man 2 Fächer ohne Berufsbezug hat, z.B. Religion und Deutsch oder Sport + Englisch?

    Das hatte ich ja bereits geschrieben:

    An den BBS studiert man hier in NDS eine berufliche Fachrichtung und ein Unterrichtsfach. Daher gibt es bei uns eben "Bildungsgangteams" - entsprechend der beruflichen Fachrichtung - und "Fachteams" der einzelnen Unterrichtsfächer, in unserem Fall Fremdsprachen (Englisch und Spanisch), Deutsch, Politik (bildet an meiner Schule mit Geschichte ein Team), Sport, Religion/Werte & Normen, Naturwissenschaften (Bio und Physik), Mathe, Informatik/IV sowie BVWL.

    und

    I. d. R. ist jede Lehrkraft Mitglied in einem Bildungsgang- und einem Fachteam; abgesehen von den Fachpraxis-KuK, die nur in einem Bildungsgangteam sind, und den wenigen KuK, die Gym-Lehramt studiert haben und daher ein oder zwei Fächer unterrichten (die sind dann dementsprechend in ein bis zwei Fachteams).

    Es gibt an meiner Schule nur ganz vereinzelt KuK, die zwei Unterrichtsfächer (also Fächer ohne Berufsbezug) haben. Nämlich eben diejenigen, die ursprünglich nicht Lehramt BBS sondern Lehramt Gymnasium studiert haben. Da fallen mir aber spontan tatsächlich nur vier Kolleginnen ein, von denen drei Lehramt Gym studiert haben: eine hat Deutsch und Geschichte als Fächer, eine andere Mathe und Informatik und dann gibt es noch eine weitere, die nur Deutsch unterrichtet (sie ist aber Teilzeitkraft), sowie unsere Schulpastorin, die ja gar keine ausgebildete Lehrkraft ist und lediglich ev. Religion in einigen Klassen unterrichtet.

    Demgegenüber stehen dann die KuK, die "Fachpraxis" bei uns in den BFS- und BES-Klassen unterrichten (Näheres unter https://www.mk.niedersachsen.d…kraft_fuer_Fachpraxis.pdf ), die ebenfalls kein Lehramt studiert haben, sondern "von Haus aus" z. B. Malermeisterin, Kfz-Meister oder Dachdecker-Meister sind. Die sind dann halt nur Mitglied im entsprechenden Bildungsgangteam, da sie kein allgemein bildendes Unterrichtsfach unterrichten.

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  • also mir wär am Liebsten, die Schule würde später anfangen und früher aufhören =)

    +1


    Zitat

    Man müsste dann halt eine Betreuung VOR Unterrichtsbeginn einrichten.

    und diese Betreuung müssten ja nicht Lehrer*innen übernehmen … Nur: wer soll das bezahlen…

  • und diese Betreuung müssten ja nicht Lehrer*innen übernehmen … Nur: wer soll das bezahlen…

    Viel grundlegender: Wen gibt es überhaupt, um das zu machen?

    Es gibt doch jetzt schon einen riesigen Personalmangel bei OGS, Kita und Co.


    Aus Systemsicht kann das großflächig nur mit einer generellen Anpassung funktionieren. Dh im Endeffekt, dass auch andere Arbeitgeber zu flexiblen Anfangszeiten gezwungen werden müssten.

    ... oder wir müssen als Gesellschaft etwas weniger helikoptern und den Kindern und Jugendlichen wieder mehr Selbstständigkeit zutrauen.

  • 8 Uhr ist doch eigentlich super. Da können die Eltern die Kleinen noch zur Schule bringen bevor sie um 9 Uhr auf Arbeit sein müssen und die Kids haben weiterhin pünktlich zur beginnenden heißen Mittagssonne frei.


    9 Uhr wäre ein Fehler in der Raumzeit :D

  • Welche Eltern müssen denn um 9Uhr auf der Arbeit sein?!? Da kenne ich jedenfalls niemanden. Egal in welcher Altersgruppe.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Welche Eltern müssen denn um 9Uhr auf der Arbeit sein?!? Da kenne ich jedenfalls niemanden. Egal in welcher Altersgruppe.

    Ich auch nicht. Dafür kenne ich mehrere Leute, die zwischen 06:30 Uhr und 07:30 Uhr anfangen und das ist nicht Schichtdienst.


    An der Grundschule meiner Tochter beginnt der Unterricht kurz vor acht, aber ab sieben Uhr ist OGS. Dafür muss man relativ viel extra zahlen, darf dann das Kind aber nicht nur schon um 7 Uhr bringen, sondern auch erst um 17 Uhr abholen. Dank Unterstützung der Großeltern sind wir da nicht drauf angewiesen, aber ohne diese Unterstützung müsste sie ab kurz nach 7 in der Schule sein, wenn mein Mann und ich beide selbst zur ersten Stunde in der Schule sein müssen.


    .. oder wir müssen als Gesellschaft etwas weniger helikoptern und den Kindern und Jugendlichen wieder mehr Selbstständigkeit zutrauen.

    Das aus meiner Sicht auch.

    Sehr anekdotisch: Nach meinem Abi habe ich als Au Pair (=Kindermädchen) in den USA gearbeitet und die Kids, die ich dort betreut habe, waren sowas von unselbstständig, die konnten sich mit 9 noch nicht länger als 5 Minuten alleine beschäftigen. Das lag daran, dass die ganzen Tag betreut und unterhalten wurden. Auch in den Sommerferien. Am Anfang habe ich mal den Fehler gemacht, K1 auf die Aussage "I'm bored" vorzuschlagen, im eigenen Zimmer mit den dort vorhandenen Spielsachen zu spielen. Dem Kind sind die Augen aus dem Kopf gefallen. Im Zimmer spielen? Alleine? Das ging nicht. Und das war auch kein Einzelfall. Die Kinder dort waren, soweit ich das mitbekommen habe, alle so. Auch später im Studium dort habe ich gemerkt, dass viele Stundent:innen dort viel unselbstständiger waren als hier. Für mich waren das Lektionen für's Leben, die mich sicher auch in der Erziehung meiner Tochter beeinflussen.

    Ich fürchte allerdings, dass wir langsam aber sicher in die gleiche Richtung steuern, wenn sicher auch nicht ganz so extrem.

  • konnten sich mit 9 noch nicht länger als 5 Minuten alleine beschäftigen

    Oh, woher kennst du meine Neffen?

    Ich fürchte allerdings, dass wir langsam aber sicher in die gleiche Richtung steuern

    Ich spreche von vier Neffen, aber aus zwei Familien. Insofern hast du wohl Recht.

    wenn sicher auch nicht ganz so extrem

    Nein, nein. Was der Deutsche anfängt, macht er gründlich.

    Selbst ein Friseur schafft es nicht, montags vor 10 Uhr so viele Gerüchte in die Welt zu setzen, wie das Kollegium eines Lehrerzimmers. (c) calmac

  • Welche Eltern müssen denn um 9Uhr auf der Arbeit sein?!? Da kenne ich jedenfalls niemanden. Egal in welcher Altersgruppe.

    Da kenne ich einige wenige. Nämlich diejenigen, die im Einzelhandel arbeiten, wo die Geschäfte erst um 9:30 Uhr oder sogar erst um 10 Uhr öffnen. Eine ehemalige Schülerin bspw., die inzwischen Mama ist, arbeitet in einer Buchhandlung an unserem Schulort (Öffnungszeiten: 10-18 Uhr, Sa. bis 13 Uhr). Dann kenne ich noch eine ganze Reihe von Personen, die im Schichtdienst in Produktionsbetrieben oder in verschiedenen Schichten im Einzelhandel arbeiten. Deren Kinder sind aber allesamt schon älter und aus dem Haus oder sie haben gar keine Kinder ;-) .

    Sehr viele Elternteile sind es aber trotzdem sicherlich nicht, die erst um 9 Uhr bei der Arbeit sein müssen griding ! Denn der Anteil derjenigen aus meinem persönlichen Umfeld, die zwischen 7 und 8 Uhr beginnen, ist definitiv größer als der der oben Genannten.

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  • Oh, woher kennst du meine Neffen?

    Ich spreche von vier Neffen, aber aus zwei Familien. Insofern hast du wohl Recht.

    Nein, nein. Was der Deutsche anfängt, macht er gründlich.

    Es gibt auch andere Erziehungsmodelle in Deutschland. Meine kleinen Neffen können sich selbstverständlich auch alleine sinnvoll beschäftigen für deutlich über 5min. Auch die Kinder meiner Freunde und Bekannten können das.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ja, meine Kinder wurden auch von Anfang an so erzogen, dass sie sich auch mal selbst genug sind. Leider ist es ein absoluter Trend unserer Zeit, dass Eltern meinen, man müsse Kindern permanent "etwas bieten".

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  • Meine eigenen und meine Enkelkinder konnten/können sich meist ganz gut alleine beschäftigen.

    Bei uns und nun auch bei meinen Kindern galt von Anfang an die Devise „Never change a running baby“ und wir haben sie demnach stets schön in Ruhe gelassen, wenn sie sich mit irgendetwas beschäftigten und sei es, Klopapierrollen abzurollen😀 (was selbstverständlich nur bei Babys bzw. sehr kleinen Kindern erlaubt war.


    Auch bei Bekannten bzw. deren Nachkommen nehme ich durchaus wahr, dass es als erstrebenswert gilt, Kinder nicht ständig zu bespaßen, Grenzen zu setzen und auch die Frustrationstoleranz zu trainieren.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

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