Gefährdungsbeurteilung - so ein Schmarrn

  • Ah ok, die Frustration kann ich verstehen, die Ursache aber nicht ganz nachvollziehen. Das müssen die im Zweifelsfall direkt untereinander ausmachen und ich sperre den Laden halt solange ab.

    Aber bisher läuft es bei uns zum Glück anders. Da werden alle Änderungsvorschläge der tatsächlichen Experten vom Träger zumindest ernstgenommen.

  • Nun - der Brandschutz hat schon Vorteile. Als wir unsere Schule "EDV-technisch"umgestaltet haben, war mein Vorschlag, dass alle Klassen mit PCs ausgestattet werden - das Drucken jedoch auf Laserprinter an den drei Internetstationen in den Fluren erfolgt. Auf diese Weise war unsere kleine GHS mit knapp 400 Schülern mit 78 PC-Stationen online ;-)

    Dann kam der Kreisbrandmeister und monierte die Internetpoints auf den Fluren als potentielle Brandherde auf den Fluchtwegen.
    Glücklicherweise wurde ziemlich zeitgleich die Schule mit neuen Fenstern ausgestattet. In Absprache mit der Stadtverwaltung wurden die Internetstationen auf den Fluren vom Fensterbauer "eingehaust" - und es waren auf den 3 Fluren 6 neue Schülerarbeitsplätze entstanden - glasklar einsehbar, schalldicht und mit Internet verbunden.
    Und die Schüler hatten beim Ausdrucken ihrer Recherchen gleichzeitig Sport - Flur rauf - Flur runter. Aber dalli!
    ;-)

    Two beer or not two beer, that's the question ...:prost:

  • Für alle Chemie-Lehrer, jetzt ganz stark sein:

    Folgenschweres Unterrichtsexperiment Elf Schüler in Sydney durch »Schlange des Pharao« verletzt

    In Australien ist ein Chemieversuch dramatisch aus dem Ruder gelaufen: Elf Schüler wurden verletzt, als ein Lehrer seiner Klasse ein Sandwurm- oder Zuckerschlangen-Experiment vorführte.




    https://www.spiegel.de/panoram…dc8ca78c8a78441585f7e91d2

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Nun - der Brandschutz hat schon Vorteile.

    An der BBS Westerburg wurden die Brandschutzprobleme und die daher notwendigen Umbaumaßnahmen genutzt, um die Schule komplett zu offenen Lernräumen umzubauen und ein neues pädagogisches Konzept einzuführen.

    Low lie the fields of Athenry
    Where once we watched the small free birds fly
    Our love was on the wing we had dreams and songs to sing
    It's so lonely 'round the fields of Athenry

  • Der ist in Berlin auch mal schief gegangen. Ich führe ihn immer noch durch, wenn er passt. Ich weiß aber,


    "Die Standardwarnung beim Zuckerschlangen-Experiment lautet: Niemals auf die heiße oder noch brennende Substanz Ethanol nachschütten. Denn der Alkohol kann sich entzünden und schwerste Verbrennungen hervorrufen."


    (Zitat aus dem Artikel, der Fehler wurde auch in Berlin an einer Berufsschule (4 Schüler und Lehrer verletzt) gemacht, in Australien wird noch untersucht, ich dachte aber auch gleich an diesen. Problem, man sieht kaum die Alkoholflamme und ist versucht, noch einmal Alkohol dazu zugeben, dass darf man aber nie tun (Verpuffung). Die Emser Pastille (es funktioniert nur eine Sorte) muss vorher mit Ethanol getränkt sein.)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • PS Ich habe erst nachher gelesen, dass mehrere Kinder schwer verletzt sind. Sonst hätte ich das wohl anders fomuliert.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Ergänzung zu Pharaoschlange


    Das, was wir in der Schule evtl. (zumindest mein Alter) noch unter diesem Begriff kennengelernt haben, ist längst verboten.


    Den "Nachfolger" findet man als Anleitung überall im Netz und wenn man ihn dann unwissend nachmacht...


    Ich finde es wichtig, auf diese Gefahren hinzuweisen, damit eben nichts passiert. Der Versuch ist live gar nicht so spannend, wird kaum nachgemacht (und falls doch, hoffentlich richtig) .

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  • Zum ursprünglich Thema zurück: ich hab für einen Ausflug sowas noch nie schriftlich erstellt und sämtliche (zum Glück bisher nur kleineren) Unfälle hätte ich eh in meinen wildesten Träumen nicht vorhergesehen. Wenn ich eins gelernt habt, dann sicherlich, dass die Kreativität von Kindern einfach unerschöpflich ist, wenn es darum geht, wo man überall runterfallen, dagegenlaufen, reinplumpsen, draufsteigen usw. kann. :sterne:


    Aber ich erinnere mich, dass wir im Referendariat mal bei der Unfallkasse waren und dort einen Vortrag zum Thema Aufsichtspflicht bekommen haben. Da ging es letztlich um ganz ähnliche Themen und ich fand es durchaus beeindruckend, was man eigentlich alles immer beachten müsste, um 100% auf der sicheren Seite zu sein.

    Ich erinnere mich an ein Beispiel, das da dargestellt wurde. Da ging es um eine Klassenfahrt einer 5. oder 6. Klasse (Regelschule) in die Berge. In einiger Entfernung zur Unterkunft (Berghütte, wenn ich mich richtig erinnere) gab es wohl einen gut versteckten, aber nicht abgeschlossenen Schuppen im Wald, in dem Werkzeug gelagert wurde, u.a. eine Säge. Zwei Schüler fanden beim Erkunden der Umgebung diesen Schuppen und ohne weiter ins Detail zu gehen, es ging nicht gut aus für einen der beiden, insbesondere was seine Finger betraf. :angst:

    Wenn ich mich recht erinnere, wurde den begleitenden Lehrkräften in diesem Fall grobe Fahrlässigkeit unterstellt mit der Begründung, dass sie vorher die gesamte Umgebung auf solche Gefahren hin hätten kontrollieren und so den Schuppen hätten entdecken müssen, obwohl dieser abgelegen und versteckt im Wald lag und sie hafteten angeblich auch für den „Schaden“ (d.h. Behandlungskosten. Schmerzensgeld, Rente usw.)


    Ich hab keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt, eine Quelle hab ich dafür erfolglos gesucht. Vielleicht wollte man uns damit auch nur Angst machen. Aber es ist mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben und ich bemühe mich, möglichst viele Gefahrenquellen vorher zu durchdenken (zumal meine SuS ja absolut nicht verkehrssicher sind und keinerlei Gefahrenbewusstsein haben).

    Aber alles kann man natürlich nie verhindern, würde man das wollen, müsste man sich im Klassenzimmer einsperren (und die Kinder sicherheitshalber am Stuhl festkleben, damit sie nicht beim Fangenspielen versehentlich aus dem Fenster fallen oder gegen die Wand laufen).

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