? Zwangsabordnungen NRW Sek II

  • Der schwerbehinderte Kollege, oft krank und über dessen Unterricht sich SuS nicht positiv äußern, bleibt.

    Lieber Aviator: Zwei englische Wörter habe ich für dich, das zweite Wort davon ist you. Das erste Wort kannst du dir überlegen.


    Ich bin schwerbehindert, fehle so gut wie nie und ich erhalte sehr positive Rückmeldungen.

    Es gibt objektive Gründe, weshalb Schwerbehinderte eher nicht versetzt werden sollen.


    Wenn es dir nicht passt, suche dir ein neues Ponyhof aus.

  • CDL

    Thema Berufsbeamtenturm Abordnung Versetzung

    Ich weise an der Stelle Mal darauf hin, dass auch die Angestellten ohne grössere Probleme abgeordnet oder versetzt werden können. Die Arbeitsverträge enthalten bewusst keine Angabe zu irgendeinem Dienstort.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Die Einwände sind alle richtig, dennoch verstehe ich den Frust. Auch über die Kriterien, die man sicherlich mal mehr (Schwerbehinderung), mal weniger (Familiengedöns) überzeugend finden kann. Ändert aber letztlich nichts daran, dass die Dinge sind, wie sie sind, und ggf. nur bleibt, sich gut zu überlegen, wie man damit umgehen wird. Neid und böses Blut gegenüber Kollegen finde ich nicht angemessen, denn bescheiden ist die Situation für alle und am Ende haben bei sowas eben einige Glück und andere Pech, that's life.


    Ich bin mir für mich inzwischen sehr klar, dass ich nicht mehr mit Kindern arbeiten möchte und im Fall des Falles den Beruf verlassen werde. Das habe ich dann aber inkl. aller Konsequenzen mit einer für mich wohl letztlich suboptimalen Berufswahl (denn in Schulen springen ja nunmal überwiegend Kinder rum/hätte man wissen können) selbst verursacht und kann ich nicht den übergeordneten Stellen ankreiden. Deren berechtigtes Interesse muss die Deckung der Unterrichtsversorgung sein.

  • Je nach Fächern gibt es ggf. auch die Möglichkeit ans BK zu gehen. Ich denke aber, man sollte da proaktiv rangehen und nicht abwarten was passiert. Letztendlich kann man auch froh sein über die Jobgarantie. In der Industrie würde man einfach entlassen.

  • Maylin85

    Der Deckung des Unterrichtsbedarfs steht der Arbeits- und Gesundheitsschutz gegenüber. Zusammen mit anderen Maßnahmen aus der Büchse der Pandora befürchte ich, dass die Mitarbeitergesundheit in einem nicht mehr zu verantwortbaren Maße geschädigt wird. In so einer Situation darf die Kürzung der Stundentafel kein Tabu mehr sein.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Je nach Fächern gibt es ggf. auch die Möglichkeit ans BK zu gehen. Ich denke aber, man sollte da proaktiv rangehen und nicht abwarten was passiert.

    Das ist eine schwierige Abwägung, denn ich arbeite sehr sehr gerne an meinem WBK. Während ich mir das BK auch gut vorstellen könnte, gefällt es mir bei uns noch ein bisschen besser ;)

  • Ich würde schon alleine für das geringere Deputat freiwillig vom BK ans WBK gehen. Und kleinere Klassen dazu? Klingt sehr verlockend aktuell.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Ich denke der Schritt zum WBK hin wird bei der aktuellen Entwicklung so schnell nicht mehr möglich sein.


    Für die verbleibenden Kollegen wird es aber auch ungemütlicher werden, mit weniger Personal wird man Klassen zusammenlegen müssen und das Kursangebot reduzieren.

  • Unter 10 finde ich auch schon schwierig. Da sind manche Gruppenarbeiten schon gar nicht mehr möglich. Wir haben vergleichsweise kleine Klassen. Ich finde so 15-18 super angenehm. Danach merkt man schon, dass es 2-3 Leute mehr sind. Über 20/21 ist dann so der nächste Sprung. Über 25 haben wir (zum Glück) nicht. Allerdings kommt es auch sehr auf das Fach an. Aber grad im Programmierunterricht bin ich immer froh, wenn die Klassen klein sind.

  • Deswegen lasse ich mich jetzt eher in den naturwissenschaftlichen Klassen einsetzen. Meine 13er sind nur noch 13 und 15, von anfangs 18 und 22.

    Bei Erziehung/ Soziales starten wir mit 29 und enden mit 25-27.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Deswegen lasse ich mich jetzt eher in den naturwissenschaftlichen Klassen einsetzen. Meine 13er sind nur noch 13 und 15, von anfangs 18 und 22.

    Das klingt nach einer guten Anzahl, ich finde 15-20 optimal. Da hat man eine gute Dynamik, kann sich aber trotzdem noch recht gut um einzelne kümmern.

  • Kann ich ebenfalls nur bestätigen. Gerade Gruppengrößen von unter 10 sind echt nervig und können zäh zu unterrichten sein. Der Korrekturaufwand ist natürlich gering ;)

  • Da wird zB der Alleinstehende, der nie fehlt und seine Arbeits zum allergrößten Teil vorschriftsmäßig macht, ggf versetzt, weil es ihm zuzumuten ist.

    Der schwerbehinderte Kollege, oft krank und über dessen Unterricht sich SuS nicht positiv äußern, bleibt.

    Schwerbehinderung ist auch in der Privatwirtschaft ein hochrelevanter Schutzgrund vor am Ende womöglich willkürlichen Versetzungen, die Schwerbehinderte durch Überlastung rausekeln sollen oder auch willkürlichen Entlassungen qua Behinderung. Da werden dann im Zweifelsfall erst die Integrationsfachdienste und wenn das nicht wirkt Arbeitsgerichte tätig. Das habe ich in der "goldenen Privatwirtschaft" dank Schwerbehinderung durchaus schon selbst erlebt. Auch im Schuldienst habe ich es schon erlebt qua Behinderung und nicht qua Leistung beurteilt zu werden (und deshalb - belegbar, also keine frustrierte Übertreibung meinerseits - eine Stelle nicht zu erhalten). Es gibt also hier wie dort ausreichend Menschen, die Behinderte qua Gesundheitsstatus unfair behandeln und diskriminieren. Genau deshalb gibt es aber auch Gesetze, die das deutlich untersagen.

    Es mag dir schwer fallen, das nachzuvollziehen, aber die Existenz dieser Gesetze ist ein Gewinn für uns als Gesamtgesellschaft. Das trägt dazu bei, dass unser GG nicht beständig ausgehebelt und ausgehöhlt werden kann (du weißt schon, das doofe Ding, auf das du vereidigt wurdest...), was uns allen dient.

    Nochmal: Werd erwachsen! Wenn du meinst, das Gras wäre viel grüner in der Privatwirtschaft und du dort auch berufliche Chancen hättest, dann wechsel halt in die Privatwirtschaft. Wenn es aber am Ende attraktiver ist Beamter zu bleiben im Schuldienst, dann mach deinen Job angemessen und versuch das, was du nicht ändern kannst zumindest aktiv und konstruktiv zu gestalten, z. B. durch proaktive Bewerbungen bei interessanten Schulen (Gym, Gesamt, BBS), die dich brauchen könnten.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • CDL

    Thema Berufsbeamtenturm Abordnung Versetzung

    Ich weise an der Stelle Mal darauf hin, dass auch die Angestellten ohne grössere Probleme abgeordnet oder versetzt werden können. Die Arbeitsverträge enthalten bewusst keine Angabe zu irgendeinem Dienstort.

    Ist mir klar. Für Angestellte ist der Weg der Kündigung und Neubewerbung aber oftmals leichter, weil finanziell weniger finanzieller Verlust entsteht dadurch.

    Trotzdem danke für deinen Hinweis. :)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Kann ich ebenfalls nur bestätigen. Gerade Gruppengrößen von unter 10 sind echt nervig und können zäh zu unterrichten sein. Der Korrekturaufwand ist natürlich gering ;)

    Ich hatte auch schon Lerngruppen mit 4 oder 8 SuS. Ja, manche Methode wird da einseitig, weil es z. B. immer nur eine Arbeitsgruppe geben kann, weniger verschiedene Ideen und Ansätze den Unterricht bereichern. Entspannend waren diese Stunden trotzdem immer, weil auch in unseren kleinen, engen Räumen alles machbar war, ich alle SuS intensiv fördern konnte , so dass niemand auf der Strecke blieb und es natürlich wenig Korrekturen gab. Vor allem, wenn man nicht ausschließlich solche Gruppen, sondern eben oft auch Klassen mit deutlich über 25 SuS in viel zu kleinen Räumen unterrichtet, ist so eine Gruppe eine wohltuende Entlastung im Stundenplan.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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