Beiträge von Kalle29

    Es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen für Latein. Ich finde es unter anderem auch wichtig für das Verständnis von Fremdwörtern im Deutschen. Auf diesen Artikel zu einer Studie zum Leseverständnis von Studenten habe ich irgendwann schon einmal verwiesen. Zentral für mich ist aber, dass man ohne Lateinkenntnisse die über zweitausendjährige europäische (politische, kulturelle, religiöse, ...) Geschichte eigentlich nicht verstehen kann.

    Au man, ich dachte bei deinem ursprünglichen Beitrag, dass du das ironisch meintest - du meinst das aber tatsächlich ernst. Ich hatte im Übrigen Latein. Hat für meine Studienberechtigung für Elektrotechnik ungefähr gar nichts gebracht. Einen Zusammenhang über die politische, kulturelle oder religiöse Geschichte Europas habe ich den gesamten fünf Jahren nicht einmal(!) erkennen können. Man liest am Anfang Texte auf dem Niveau von Englisch, Klasse 5. Hinterher liest man ein bisschen Cäsar oder Cicero - die mögen zwar einen Einfluss auf Europa gehabt haben, dieser Einfluss ist aber auch mit zehn Minuten Wikipedia zu lesen. Alternativ liest man eine der Übersetzungen aus dem Lateinischen. Das Studium der Originalquelle ist auf keinen(!) Fall notwendig, um irgendwas davon zu verstehen.


    Die Studie zum Leseverständnis habe ich mal kurz überflogen, deshalb nur ein vorsichtiges drauf eingehen: Hier wird ein Zusammenhang zwischen Latein und gutem Leseverständnis hergestellt (sprich= Latein fördert Textverständnis). Ob die Korrelation nicht umgekehrt ist (Leute mit gutem Textverständnis wählen eher Latein), wird dort offenbar nicht untersucht. Da die Wahl für die Fremdsprache aber freiwillig erfolgt, wäre das genauso zu untersuchen. (Hier nochmal: Sollte dieser Teil in dem längeren Text aufgegriffen worden sein, gerne ein Hinweis darauf - morgens um halb sechs am Handy liest sich sowas nicht so gut).


    Übrigens: Im vielen Studiengängen ist aus meiner Sicht Textverständnis ziemlich unwichtig. Mag bei Sozialpädagogik anders sein, aber ich kann mich nicht erinnern, irgendwann mal einen naturwissenschaftlichen Text gelesen zu haben, bei dem es Schwierigkeiten beim inhaltlichen (nicht fachlichen(!)) Teil gab.


    Edit: Die Herkunft von Fremdworten ist in den allermeisten Fällen vollkommen unwichtig. Wichtig ist die heutige(!) Bedeutung des Wortes, die nicht unbedingt mit der ursprünglichen Bedeutung übereinstimmen muss. Die kann ich mir in einem Fremdwörterlexikon oder alternativ im Duden angucken. Wenn ich jetzt als alter Lateiner weiß, dass das Wort "Niger" aus dem Lateinischen kommt, hab ich damit nix gewonnen. Es ist eine Beleidigung - und das muss ich wissen, nicht die Bedeutung des Wortes von vor 2000 Jahren.

    Ja, das stimmt. Man sollte sowas grundsätzlich nicht machen, irgendwelchen Ideologien folgen. So wie damals, als Frauen auf einmal wählen wollten, Sklaven nicht mehr von anderen Menschen besessen werden wollten oder Homosexuelle nicht mehr bestraft werden wollten. Lieber die Leute selbst denken lassen bei Dingen, die relativ bis eindeutig sind oder die tatsächlich niemanden benachteiligen, wenn sie umgesetzt werden. Stimme dir da vollkommen zu, sowas sollte es einfach nicht geben!


    Nicht falsch verstehen, ich finde Frauen, Freiheit und Homosexuelle wichtig, aber da soll mir doch nicht das denken abgenommen werden...

    Also im Vergleich zum allgemeinen Gymnasium etwas intensivere Behandlung der Mechanik, dafür kaum Atomphysik, keine Kernphysik und keine Relativitätstheorie.

    Ich unterrichte ja auch den profilbildenden LK in einem technischen Bildungsgang eines BKs. Wir haben auch Physik mit all diesen genannten Themen in diesem Bildungsgang.


    Das Abi am BK bereitet natürlich besser auf einen Studiengang in dem entsprechenden Schwerpunkt vor als als Gym. Das ist auch nicht verwerflich. Natürlich werden viele Absolventen des Studiengangs "Ingenieurswissenschaften" später ein Studium mit Ingenieursschwerpunkt belegen. Ich kann für mich sagen, dass aus meinem Physik-LK am Gym wenig bis gar nichts für den Elektrotechnikingenieur relevant war. Dürfte bei Maschinenbau und Bauingenieurswesen ähnlich sein. Wichtig ist, die Form des wissenschaftlichen Arbeiten kennenzulernen. Das mache ich entweder an allen möglichen Themen wie am Gym oder spezialisiert auf Schwerpunktthemen (wie am BK und später auch in der Uni).


    Die hier aufgekommene Frage, wieso man mit einem BK-Abi die allgemeine Hochschulreife erhält, ignoriert, dass ich mit einem Abi vom Gym auch alles studieren kann. Ich hatte seit der neunten Klasse kein Chemie und kein Bio mehr, Erdkunde seit der 10. Klasse nicht mehr. Ich hätte problemlos Biochemie studieren können.

    Zum Einen denke ich, holen wir die Schülerinnen und Schüler in der Eingangsklasse ganz anders ab. Da wird sich wirklich gekümmert, dass man Jeden, der signalisiert, dass er möchte, auch tatsächlich "mitnimmt". Weiterhin wird den SuS durch den Schulwechsel auch quasi ein Neustart ermöglicht.

    Ich unterrichte zwar mehr im FHR als im AHR-Bereich, aber das ist ein entscheidender Punkt beim Übergang. Ich erlebe oft (viel zu oft leider) SuS, die mit schlechten Mathenoten zu uns kommen, aber dann bei mir im Unterricht aufblühen. Der Unterricht im FHR-Bereich ist oft kompetenzorientiert, was den SuS aus meiner Sicht entgegenkommt. Die kennen tatsächlich nur:

    ("Heutiges Thema: Die Parabel. Hier Funktionsterm, hier Wertetabelle, hier Schaubild. Zack, Übungsaufgaben.) I

    Viele KuK an den abgebenden Schulen scheinen eher auf dem Stand "Ich Chef, du nix, und das zeige ich dir auch" zu sein. Wenn man die SuS ernst nimmt und mal da abholt, wo sie stehen, funktioniert das auch in Mathe gut. Der Neustart hat schon vielen SuS geholfen (aber natürlich gibt es auch einige, die mit dieser Art des Unterrichts nicht zurecht kommen).

    Wir haben einen Bildungsgang mit Sport-LK. Die Vorstellung, dass man mit schnellem Laufen alles ausgleichen könne, ist zwar verführerisch, trifft aber so nicht zu. Zum einen hat der Sport-LK auch einen nicht unerheblichen Theorieteil, in dem die meisten schlechter abschneiden als in der Praxis. Zum anderen ist der weitere Leistungskurs Biologie. Da kann man vortrefflich lang hinschlagen.

    Widerspricht ja nicht meiner Aussage. Die Formulierung zielte darauf hin, dass man mit dem LK viele Punkte machen kann, nicht muss. Das Problem des Bio-LKs bei den Freizeitsportleitern kennen wir auch. Auch schnelles Laufen im Sport-LK reicht natürlich nicht, man muss auch gut einen Ball schlagen können :-)

    Ein Vorteil könnte sein, dass man einen Leistungskurs in einem Fach wählen kann, in dem man noch keine eigene Bildungsbiographie vorzuweisen hat. "Gesundhiet" oder "Bautechnik" hatte man vielleicht in der Sek I noch nicht.


    Ich denke die Schwerpunktsetzung macht den Unterschied. Wenn ich beispielsweise kein Englisch mag, rede ich aber vielleicht lieber über gesunde Ernährung als über Shakespeare beispielsweise.

    Ich denke,dass fasst es gut zusammen. Ich spreche jetzt mal von mir: Damals, auf einem allgemeinbildenden Gymnasium hatte ich nur mit Mühe und Not einen Physik LK bekommen. Das war auch das einzig naturwissenschaftliche/technische Fach abseits von Mathemaik, das ich belegen konnte und interessant war. Schaue ich bei uns auf eins der naturwissenschaftlichen Schwerpunktfächer sehe ich dort fünf(!) Fächer (zusätzlich zu Mathe) mit technischem Schwerpunkt.


    Ich war in der Schule damals in vielen Fächern nicht besonders gut. Was mir lag, waren technische/naturwissenschaftliche Fächer- davon hatte ich genau zwei inkl Mathe. Ich habe mein Abi mit 3,x bestanden. Das anschließende Ingi-Studium habe ich im Bachelor mit 1,3 (der Master war etwas schwächer) abgeschossen. Das lag mit Sicherheit nicht daran, dass das Studium einfacher war, sondern dass hier viele Fächer waren, die mich interessiert haben (mein schwächstes Fach im gesamten Studium war eine Pflichtbelegung von BWL - selten so etwas sinnloses gehört). Ähnlich wird es den Leuten am BG gehen. Und wie wir alle wissen: Was uns interessiert, fällt uns leichter oder motiviert uns mehr. Das Schwerpunktfach ist auch garantiert ein LK, was relativ viele Punkte im Abitur bringt. Mein zweites Abi-Fach im LK war Deutsch... Mit entsprechenden Leistungen.


    Die Abituraufgaben aus NRW sind übrigens online verfügbar, da kann man sich leicht einen Eindruck verschaffen, ob es leichter ist oder nicht. Die naturwissenschaftlichen Assistentenberufe haben einen recht hohen Praxisanteil (jeder LK ca 2-3 Stunden/Woche, zusätzlich Praxisanteile in vielen berufsbezogenen Fächern). Außerdem haben die Bildungsgänge unterschiedlich lange Praktika, die extern abgeleistet werden müssen.


    Leute, die zu uns kommen, weil "es hier näher ist und ich glaube ich auch ein bißchen Spaß an Technik habe" scheitern bei uns genauso wie am Gym. Leute, die vorher am Gym schwach waren, können insbesondere in den Schwerpunktfächern bei uns aufblühen. Es ist gar nicht so selten, dass in den technischen LKs und den begleitenden technischen Fächern gute bis sehr gute Leistungen gebracht werden und in den eher geisteswissenschaftlichen Fächern nur mittelmäßige bis schwache Leistungen. Da die technischen Fächer aber hier stärker vertreten sind, kann natürlich auch das Abi besser werden.


    Viele KuK versuchen in den technischen Kernfächern, sehr anwendungsbezogen zu arbeiten. Meistens ist das auch gut möglich. Natürlich hat mein alter Physiklehrer auch für mich einen sehr guten Unterricht gemacht. Anwendungsbezogen war aber höchstens die Aufgabe, an der wir mal den Anpressdruck der Kühlschranktür berechnen mussten :-)

    Das durchschnittliche Nettoeinkommen lag bei 1800€. Jede verbeamtet Lehrkraft in Vollzeit liegt das locker drüber.

    Man muss Zahlen auch richtig lesen können und wollen.


    Betrachtet man alle Arbeitnehmer in Deutschland, also auch alle Arbeitnehmer in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung, lag das durchschnittliche Gehalt im gleichen Jahr bei rund 2.860 Euro im Monat. Das durchschnittliche Nettoeinkommen aller Arbeitnehmer betrug monatlich 1.890 Euro.


    Die 1890€ (das sind eher 1900€ statt 1800€ nett) sind für alle(!) Arbeitnehmer, auch diejenigen in Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung (ja, das sind die 450€ Kräfte - die geben den Mittelwert sicherlich nicht an). Außerdem handelt sich dabei um eine bunte Mischung von Menschen ohne Ausbildung, Menschen mit Ausbildung, Menschen mit einem Technikerabschluss, Menschen mit Hochschulstudium. Es sollte jedem klar sein, dass ein verbeamteter Lehrer (Abitur, fünf Jahre Studium, 2 Jahre Ref) sich nicht mit einem Fachlageristen (glaube, das sind die mit zwei Jahren Ausbildung, oder?) vergleichen muss, was sein Gehalt angeht. In deinem o.g. Mittelwert tauchen aber beide Einkommen auf.


    "Das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland lag im Jahr 2017 bei ca. 3.770 Euro."


    Hier sind offenbar all diese Beschäftigtungsformen rausgerechnet. Trotzdem umfasst es den vollzeitarbeitenden Maurer genauso wie den vollzeitarbeitenden Lehrer.


    Äpfel, Birnen und Statisik sind nicht immer für alle wohlbekömmlich.

    Wer die nötigen Apps bezahlt ist übrigens auch nicht geklärt.

    Bei uns soll das die Schule bezahlen - aus irgendeinem umgeschichteten Budget, denn extra Geld dafür gibt es nicht. Immerhin kann man App-Lizenzen zuweisen und wieder entziehen, so dass man nicht jede App für alle kaufen muss. Aber natürlich muss das wieder ein Admin machen, der dafür... ach, das wissen wir ja schon.


    Übrigens funktionieren bei uns offenbar nicht die normalen Apple-Karten, die man ständig mit 20% Rabatt im Supermarkt angeboten bekommt. Bei uns muss man zu einem(!) Laden fahren, dort Bargeld auf den Tisch legen, die buchen dann das gekaufte Guthaben direkt auf das Konto auf. Erst dann kann man Apps kaufen.... Der Laden ist ca 30 Fahrminuten von unserer Schule entfernt.

    nicht mal eben so einfach Kompetenz für das Lehramt an Grundschulen hat

    Genau das. Meine Tochter ist jetzt ein Jahr in der Grundschule und die Didaktik dort ist vollkommen anders. Ganz ehrlich : es mag sicher einige geben, die dort hervorragend aufgehoben sind. Aber ich hab eigentlich keine Lust, dass in der Grundschule Leute rum wurschteln, die das weder können noch wirklich wollen. Das Resultat von Lehrern, die nicht vernünftig mit ihren Schülern umgehen sehe ich im Matheunterricht der 11. Klasse FHR jeden Tag.


    Ich denke, da kann man schon früh ganz viel kaputt machen, was später keiner mehr beheben kann

    Eigentlich müsste ich mich freuen. Aber:


    • 500 € für ein Gerät
    • inkl. Software
    • inkl. 3-5 Jahre Garantie
    • inkl. 3-5 Jahre technischem Support


    Ich denke wir reden dann über in etwa sowas.


    Natürlich kann ich für 399€ nen Laptop besorgen. Der ist vermutlich sogar brauchbar. Aber für 100€ kümmert sich da niemand drei bis fünf Jahre drum. Also bleibt das wieder bei der Schule hängen (sprich: demjenigen PC-affinen Menschen, der nicht schnell genug weggerannt ist).


    Alternativ bekommen alle ein iPad. Damit kann ich zwar nicht vernünftig arbeiten, aber das dürfte preislich in dem Rahmen bleiben.


    Auch hab ich nirgendwo gelesen, ob geplant ist, regelmäßig die Geräte zu erneuern.


    Nachtrag: Auf Twitter gabs den passenden Post dazu: "Was erwartet ihr, was es werden wird?" "Ein Logineo-Tablet von Wish"

    Die Windows-Laptops die ich bisher in meinem Leben verwendet habe, konnte da nicht mithalten.

    2 Sekunden bei jedem Gerät, das diesen Modus unterstützt. Das sind so ziemlich alle Laptops in allen Preisklassen seit ca 10 Jahren. Wenn du das nicht kennst, dann hast du das einfach nicht richtig eingestellt (oder der Hersteller) oder du hast einfach nicht auf "Energiesparen" geklickt oder den Deckel nicht zugeklappt.


    Windows 10 auf einer SSD in halber Preisklasse deines MacPro booten auch aus dem ausgeschalteten Modus innerhalb deiner Zeit.

    Davon abgesehen bin ich absolut davon überzeugt, dass kein Laptop-Akku dieser Welt mit einem iPad Akku mithalten kann

    Das kannst du nicht vergleichen. Ein Laptop in der Preisklasse hat im Regelfall 15(,4) Zoll Displaygröße, ein iPad nur 9,7 Zoll. Die effektive Bildschirmfläche ist 100%(!) größer. Das Display ist der mit Abstand größte Stromfresser. Mein iPad hier hat ne Screen-On-Time von ca 10 Stunden im "Arbeitsbetrieb" ohne besonders rechenstarke Anwendungen. Mein Laptop in ähnlicher Preisklasse macht da knapp sieben Stunden mit. Man muss halt wissen, was man haben will. Das iPad ist viel kleiner - mit entsprechenden Vor- und Nachteilen.


    Ich hab grundsätzlich nix dagegen, wenn Leute ihre Macs und iPads benutzen. Die Argumentation, die sie häufig nutzen (besser, schneller, stabiler) stimmt nur leider seit Windows 7, spätestens seit Windows 10 absolut nicht mehr.

    bemerkt kostenfrei ist.

    Naja - du bekommst es kostenfrei mitgeliefert bei Hardware, die für ihre Leistung ziemlich überteuert ist. Das Windows auf meinem Laptop ist auch mitgeliefert, aber sicherlich nicht kostenfrei.


    Mich würde mal interessieren, wieviel Geld ich für einen Laptop investieren müsste, der in genau dem gleichen Zeitraum arbeitsbereit ist (also ohne Verzögerung)

    Gleich viel bis etwas weniger. Mein iPad hat ne Hülle zum aufklappen. Der Zeitrahmen, den ich dafür brauche ist genauso groß wie das Aufklappen meines Laptops. Beide Geräte sind danach direkt(!) einsatzbereit.


    Nachtrag: Powerpoint ist für Lehrkräfte übrigens tatsächlich kostenlos. Die A1-Lizenz kann sich jeder Bildungsträger besorgen. Ganz problemlos. Benötigt nicht mal Windows, sondern nur einen Browser (geht also auch auf Safari)

    Bei Laptops hast du immer eine gewisse Zeit, die das Gerät für das Hochfahren benötigt.

    Da dieser "Nachteil" immer wieder genannt wird. Er existiert bei vernünftig eingerichteten Laptops einfach nicht. Im Hybrid-Standby (Auswahl von "Energie sparen" beim Herunterfahren) legt das Gerät sich nur schlafen und hält alle Infos im Arbeitsspeicher. Der Akkuverbrauch ist minimal, das Gerät ist im Regelfall schneller wieder da als du den Deckel hochgeklappt hat. Wenn man natürlich immer auf "Herunterfahren" geht, muss man sich nicht wundern. Das dauert und ist sinnlos. Ein modernes Windows muss im Normalfall einmal im Monat neu gestartet werden: Am Patchday, das ist der zweite Dienstag jeden Monats.


    Dennoch bin ich persönlich der Meinung, die Präsentationen mit Keynote (die ebenfalls mit netten Übergangseffekten, etc. ausgestattet und nebenbei bemerkt völlig kostenlos sind) stehen den PPTs von Microsoft in Nichts nach

    In Office 365 gibt es unzählige kostenlose Vorlagen, da im Abo auch die "Premium"-Versionen dabei sind. Aber mal ganz ehrlich: Die meisten Übergangseffekte erzeugen eher Präsentationen, die für einen Kindergeburtstag geeignet sind. Wenn ich mir die ein oder andere Schülerpräsentation angucke, dann dauern da die Übergangseffekte länger als der eigentliche Vortrag. Ich empfehle hier mal die Lektüre eines passendes Buches zur angemessenen Erstellung von Präsentationen.


    Wir nutzen Miracast in den Räumen und die Geräte (entweder die der Schüler, wenn wir sie dafür freigeben) oder das iPad, das Surface usw. des Lehrers ist auch darüber mit dem Beamer verbunden. Funktioniert klasse.

    Miracast ist ziemlich gut, wenn es denn funktioniert. Ich nutze das in den Fachräumen, um schnell was vom Handy zu zeigen. Leider ist die Integration in verschiedene Handys/Tablets nicht immer gelungen. Gelegentlich gibts Kopplungsschwierigkeiten, das ein oder andere Gerät funktioniert überhaupt nicht (trotz Miracast). Das ist dann immer ein bißchen ärgerlich. Mein aktuelles Handy hat sogar einen "Präsentationsmodus" bei Miracast, welches das Bild auch bei ausgeschaltetem Display überträgt (was extrem Akku spart) und alle Benachrichtungsanzeigen unterdrückt.


    daher bin ich sehr glücklich mit dem Surface

    Nutzen bei uns viele Kollegen. Scheint für Leute mit nur einem Gerät für Schule und Zuhause optimal zu sein. Höre eigentlich nur gutes über die Geräte. Sind leider etwas bis sehr teuer. Es gibt auch sicherlich Anwendungsfälle in der Schule, wo ein Windows-Rechner notwendig ist. An BKs gibts viel Spezialsoftware. Für das, was die meisten machen, nämlich Recherche, kooperativ arbeiten, was kurzes schreiben, braucht man kein Surface, da würde es auch ein günstiger Laptop tun. Die sind aber meistens schwer und unhandlicher als ein Tablet, welches genau den gleichen Zweck erfüllt.


    Als Admin kann ich übrigens stundenlang davon erzählen, was mit nicht vernünftig administrierten Windows-PCs alles angestellt werden kann. Ob ich das bei hunderten von Schülern leisten möchte, wage ich mal zu bezweifeln. Die iPads sind verrammelt und im Zweifel schnell zurück zu setzen. Das geht alles auch mit Windows (über intunes), aber grundsätzlich ist das abgeschlossene System von Apple für genau DIESEN Anwendungsfall aus meiner Sicht sehr gut geeignet. Ich selbst würde mir so ein Gerät niemals selbst kaufen.

    Ich möchte unbedingt weiterhin Power-Point nutzen - gibt es noch eine kostenlose Möglichkeit Power-Point für das I-Pad zu nutzen und funktioniert das problemlos?

    Office 365 - wenn du ein Abo hast (bevorzugt die kostenfreie Version über den Schulträger) kannst du mit deinem Lizenzschlüssel auch die Office-Apps am iPad nutzen. Funktionsumfang ist etwas eingeschränkt, aber vollkommen brauchbar. Aufwendige Animationen müsstest du mal probieren. Denke aber, da sollte es kein Problem geben.


    Interessant wären zurzeit vor allem Apps, die es mir ermöglichen würden den recht langweiligen Corona-Frontalunterricht interessanter zu gestalten, z.B. durch Möglichkeiten über das I-Pad kooperativ zusammen zu arbeiten.

    Office 365 :-). In Zusammenhang mit OneDrive, OneNote oder Teams kannst du die Schüler in allen Officeprogrammen zusammen arbeiten lassen (setzt aber wieder die kostenfreie Office 365 Lizenz für Schulen voraus). Ansonsten gibts Padlet, das wird gerne genutzt.


    Welche Möglichkeiten habe ich über das I-Pad Filme abzuspielen? Läuft z.B. der VLC-Mediaplayer auf dem I-Pad?

    Wie üblich bei Apple ist die Auswahl der möglichen Dateiformate eher gering. Die meisten Filme wirst du in ein kompatibles Format umwandeln müssen. Das geht mit kostenfreien Tool, kostet aber etwas Zeit. Danach spielt auch die systemeigene "Foto"-App das Video ab.

    Meine Idee war, meine Daten zwischen Notebook und I-Pad per Cloud zu synchronisieren (allerdings brauche ich recht viel Speicherplatz)

    Auch hier wieder (Wiederholungsgefahr!): Office 365. In der Abolösung (bei der kostenlosen bin ich mit gerade unsicher) ist 1 TB Speicher dabei. Das bekommst du eher nicht voll.


    Zuhause möchte ich auf jeden Fall dieses Notebook weiter nutzen, da meine ganze restliche Ausstattung (Bildschirm, Drucker etc.) darauf ausgelegt ist und ich mir auch viele Programme angeschafft habe, auf deren Nutzung ich nicht verzichten will.

    Hervorragende Idee.


    Nachtrag: Was super mit dem iPad geht: Schreiben mit dem Stift. Das solltest du auf jeden Fall mal probieren, wenn du dir eins anschaffst. Damit kannst du im Unterricht direkt auf dem Pad schreiben und musst nicht auf die Tafel ausweichen.


    Nachtrag2: VLC-Player gibts fürs iPad. Laut Beschreibung kann er alles wiedergeben. Probiert habe ich das noch nicht.

    Die amtsärztliche Untersuchung braucht's wohl, weil man später vielleicht soch noch verbeamtet wird (auch wenn man dann nochmal untersucht wird).

    Genau, das ist zwar schon ein Check für die Verbeamtung, aber wenn man da nicht durch kommt, wird man nachher Angestellter. Muss man natürlich wollen. Letztlich scheitert die Einstellung wohl nicht am Amtsarzt. Ein Angestellter ist ja für den Dienstherren kein besonders großes Risiko, das trägt ja die Sozialversicherung.

    Also zumindest 2009 und 2011 wurden meine Führungszeugnisse direkt an die Bezirksregierung übermittelt. Das durfte/ konnte man nicht mitnehmen.


    Auch die Info vom Amtsarzt wurde bei mir 2011 direkt an die Bezirksregierung übermittelt.

    Das ist auch immer noch so. Es ist ein sogenanntes "erweitertes Führungszeugnis". Das bekommt niemand in die Hand, sondern wird immer direkt an die Dienststelle geschickt. Das "normale" Führungszeugnis, das der ein oder andere Arbeitgeber haben möchte, bekommt man meines Wissens nach zugeschickt.


    Der Amtsarzt schreibt auch direkt an die Bezirksregierung. Wenn du da nett fragst, geht das ganz modern per Fax innerhalb eines Arbeitstages. So war es zumindest bei mir.


    Wann wuerdet ihr kuendigen oder wann habt ihr euren alten Job gekuendigt?

    Ich trau den Leuten bei der Bezirksregierung keine zwei Finger breit. Mein persönlicher Tipp: Warte bis alles zusammen ist. Kündige dann, sofern du bis zum 1.11 aus deinem alten Job raus kommst. Die Zeit von Schuljahresbeginn bis zum 1.11 ist noch keine Ausbildungszeit, sondern so ne Art Vorgeplänkel. Die Bezirksregierungen kennen das Problem mit den Kündigungsfristen. In meinem OBAS-Seminar sind im Wochentakt neue OBASler dazu gekommen.


    Kann man natürlich auch anders machen. Wenn dein alter Arbeitgeber nett ist und ihr ein gutes Verhältnis habt, gibts vermutlich auch die Chance auf einen Aufhebungsvertrag. Weg bist du ja eh irgendwann.

    In 2 Schulgebäuden während der Kernunterrichtszeit an der Eingangstür sitzen und Kontrollieren, dass die Lernenden mit Mundschutz die Schule betreten und dann die Hände desinfizieren.

    Also so grob 1.-7. Stunde. Aktuell machen das die Sportlehrer start Sportunterricht. Steht so in unserem Hygienekonzept...

    Dafür gibts am BK übrigens mindestens A13 - da weiß man, warum man studiert hat.

    Apropos, wir haben noch keinerlei Info aus dem Schulministerium bezüglich des nächsten Schuljahrs. Unsere bisherigen Planungen beruhen auf den allgemeineren Infos aus der Presse und den Dingen, die man so aus anderen Bundesländern hört.

    Du meinst, also alles wie immer? Vielleicht haben die MitarbeiterInnen im Ministerium keine schulpflichtigen Kinder mehr und sind schon im Urlaub (das macht sogar Sinn: dadurch, dass alle SchülerInnen wieder in der Schule sind, kann keiner früher in den Urlaub fahren und die Strände sind noch leer fürs Ministerium :-)).


    Infos zum nächsten Schuljahr gibt es dann am Dienstag, den 11.8 um 22.30.

    Das ist weder linkspolemisch noch Unsinn.

    Es ist genug Geld da, es ist nur völlig falsch verteilt.

    Das Resultat ist eine immer ungesundere "Schere".

    Volle Zustimmung


    Und ganz im Stile Catos muss es einfach immer wieder erwähnt werden.

    Vollste Zustimmung.


    Es ist vollkommen offtopic, aber das framing, das solche Menschen auch noch als "Leistungsträger" bezeichnet werden, ist kaum auszuhalten. Der Fleischmogul ist ein glänzendes Beispiel dafür, was in einem ungezügelten Kapitalismus schief läuft (und nein, das was wir als "soziale Marktwirtschaft" bezeichnen und damals von Erhard geprägt wurde, ist schon seit Jahrzehnten im Abbau)

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