Beiträge von Kalle29

    Demnach hätten also die Lehrkräfte für Gymnasium, FöS und BBS gar keinen Anspruch darauf, die für sie ausgeschriebenen Stellen an SI/SII-Schulen mit A13 und im höheren Dienst zu beginnen ?

    Es steht da doch ganz klar: Hast du einen Master, KANNST du eine Stelle im höheren Dienst bekommen. Du KANNST aber auch eine Stelle im einfachen Dienst bei der Aktenverteilung im Gericht bekommen. Umgekehrt geht das nicht.


    Im öffentlichen Dienst werden Stellen nicht nach deinem Abschluss vergütet, sondern so, wie sie zugeteilt werden. Du kannst auch als Prof. Dr. eine Stelle auf A5 belegen, wenn dich damit jemand einstellt. Trotzdem zahlt dir dann niemand A13+.


    Insofern kann die Politik es sich da ganz einfach machen, indem sie Stellen für Sek 1/Grundschule einfach im gehobenen Dienst ausschreibt. Da kannste dann auch soviele Master haben, wie du willst.


    Natürlich ist das hochgradig asozial - was erwartet man auch von Politikern, die von "Bildung ist das Wichtigste" labern und dann das machen, was in den letzten 16 Monaten so abgegangen ist?

    Sehr solidarisch (!).

    Wie ich aus anderen Threads mitgenommen habe, ist Tommi ein Verfechter von "Denkt jeder an sich, ist an alle gedacht." Ich könnte jetzt polemisch behaupten, dass ich gar kein Interesse habe, mein Steuergeld für dein A13 auszugeben. Ich finde nicht, dass man mir vorschreiben sollte, dass ich Steuern dafür bezahle, dass ein kleiner Grundschullehrer das selbe Geld bekommt wie ich. Tue ich aber nicht - und ganz allgemein unterscheidet das glaube ich uns ganz fundamental (mich und Tommi, nicht mich und Calmac, der immer sehr fundierte Infos hat. Danke dafür).


    Mal zurück zum Thema: Diesen Übergang gab/gibts es auch in der Polizeiausbildung. Ein Kumpel von mir hat vor einigen Jahren seine Polizeiausbildung abgeschlossen, die inzwischen ein duales Studium ist. Einstieg erfolgt dann bei A9. Ältere Polizist*innen dürften noch ohne Studium durch die Ausbildung gegangen sind und dann eigentlich ja in A5 aufwärts eingruppiert worden sein, oder? Weiß da jemand was genaueres? Die Laufbahnen existieren also parallel.

    Aber ich hab grad Probleme: von 12 auf 13 im FHR-Bereich? Welche Anlage ist es denn nun? C oder D?

    C bei FHR.

    Bei uns sind die Assistenten + FHR auch 3 Jahre da.

    Genau wie du sagst, Kiggie. Assistenten mit Ziel Fachhochschulreife (+Berufsabschluss) in Vollzeit.


    Habe auch ne Nachprüfung bei ner Schülerin, wo ich versucht habe ohne Ende zu beraten. Aber sie will es versuchen.

    Themen - ganzes Schuljahr. Umfang weiß ich auch nicht mehr, daher lese ich gerne mit.

    Bei mir genauso - macht aus meiner Sicht nur Arbeit. Hoffe ja fast, dass wie bei yestoerty die Person nicht auftaucht, aber wie ich mich kenne, habe ich keine Lust von Freitag auf Montag die mündliche Prüfung vorzubereiten und mach alles schon vorher (für die Tonne).


    Ich habe sicherheitshalber mal bei Bildungsgang-/Bereichs-/Schulleitungleitung nachgefragt. Wenn es da Erkenntnisse gibt, teile ich sie hier mit. Momentan denke ich, dass ich einfach mal eine alte AHR-Klausur nehme und die ein wenig abspecke. Macht weniger Arbeit.

    Ich antworte mal für mich selbst, was ich gefunden habe:


    Laut APO-BK (analog auch für die APO des Gyms) besteht eine Nachprüfung aus mündlicher und schriftlicher Prüfung (soweit kaum überraschend). Über die Inhalte wird dort und in den VV nichts geschrieben, so dass ich davon ausgehe, dass die Inhalte beider Prüfungen auch über gleiche Themenbereiche handeln können. Zusätzlich ist es dann aus meiner Sicht möglich, den Stoff des gesamten Schuljahres abzufragen.

    Moin zusammen,


    endlich mal wieder ne Fachfrage :-)


    Bei mir hat sich ein Held mit unfassbar schlechten Noten zur Versetzungsprüfung (12->13 im FHR-Bereich, falls relevant) gemeldet. Ich hatte in den vergangenen Jahren noch nie jemanden, der sich bei mir freiwillig gemeldet hat - Mathe und Technik sind offenbar unbeliebter als Sprachen. Da ich gerade die ganzen KuK bei mir nicht im Urlaub stören will (und eh kaum einer in Teams rein schaut) und ich keine Ahnung habe, wie der Umfang so einer Prüfung auszusehen hat, frage ich einfach mal euch Profis hier:


    Land NRW, SEK 2


    Besonders interessant finde ich, ob in schriftlicher und mündlicher Prüfung identische Themenbereiche vorkommen dürfen oder ob beide Prüfungen strikt getrennte Themen behandeln müssen. Damit ich nicht kurz vor Prüfungstermin noch was umbauen muss, würde ich mich am meisten über eine Verwaltungsvorschrift oder einen entsprechenden Paragraphen freuen, der mich darüber aufklärt.


    Danke euch :-)

    Danke Frosch. Tommi hat mal wieder viel, aber keine Ahnung.


    Was er als "Medienbeauftragter" beschreibt, ist eher die Arbeit eines IT-Koordinators, der per Definition nur First-Level-Support macht. Das ist "Kabel anstecken" und "Tickets schreiben" und "Word installieren" und beschreibt damit auch fast abschließend alle Aufgaben. Alles, was darüber hinaus gemacht wird, ist freiwillig und so nicht vom Schulträger gefordert. Wer aus Idealismus mehr macht, tut dies für die Schule oder für sich selbst oder für Entlastungsstunden, die man (freiwillig) bekommt, denn soweit mir bekannt ist, ist die IT-Koordination keine feste Vorgabe bei der Vergabe von Entlastungsstunden (anders als z.B. der Lehrerrat, wenn ich mich nicht täusche). Das der Laden ohne zusätzliches (freiwilliges) Engagement nicht läuft, weiß auch jeder. Man kann es aber auch einfach nicht machen, wenn man denn so unzufrieden ist.


    Wenn du so unzufrieden bist, wie du immer tust, dann solltest du diese Aufgabe nicht übernehmen oder, falls du sie hast, dich genau an die Vorgaben halten. Fertig.


    Der Medienbeauftrage ist beispielsweise das Medienkonzept zuständig. Da es keine Verpflichtungen gibt, wie umfangreich das sein muss (soweit mir bekannt), kann man hier auch einen zweiseitigen Schmierzettel abheften (wie bei uns bis 2016). Wenn man keine Beförderung dafür bekommt, macht man das auch so. Beförderungsfähig ist das Amt auf jeden Fall.


    Ich mag (mal wieder) besonders, wie du Einzelfälle ("bei mir an der Schule schaukeln die SoPäs sich die Eier, also muss es überall so sein) verallgemeinerst.


    Unabhängig davon ist A13 für Grundschulpädagogen Pflicht. Ich benötigte keine "Amtstitel" als Abgrenzung, um mich besser zu fühlen (aber aus den anderen Threads war mir irgendwie klar, dass Tommi aus sowas abfährt), ich unterschreibe auch - im Gegensatz zu manchen Kollegen - nicht damit. Frühkindliche Bildung ist allerdings in meinen Augen so wichtig, dass sowohl in der Kita als auch in der Grundschule das finanzielle Angebot höher sein muss.


    Edit: Ein paar peinliche Schreibfehler und unvollständige Sätze ergänzt (8:53)

    Die Schulzeit war schön, weil sie aus meiner damaligen Sicht eine Zeit ohne Verpflichtungen und Stress war. Ich war später kein besonders guter Schüler, aber es war mir auch nicht wichtig. Durchgekommen bin ich immer. Diese verpflichtungsfreie Zeit ohne Nachdenken wurde nur von meinem Zivi getoppt, bei dem ich nach 8 Stunden auf Station meine Sachen gewechselt habe und danach 16 Stunden keinerlei weitere Gedanken über die Zukunft, Konsequenzen oder Geld haben muss (das "üppige Gehalt" eines Zivis zusammen mit Zeitungen austragen war wirklich gut).


    Aus der Schule habe ich allerdings einige Einstellungen zum Menschsein von den engagierten Lehrern mitgenommen (hier gab es tatsächlich mangels Lehrerinnen keine wirklichen Prägungen, mit Ausnahme von Englisch, wo ein menschenhassender Drache mich unterrichtet hat). Ich erinnere mich sehr gerne an den SoWi-Unterricht in der Oberstufe, bei der mein Lehrer unglaublich gute Diskussionen anzetteln und moderieren konnte, ohne das es in Geschrei, Niedermachen oder ähnliches ausartete - der sollte hier mal Moderator werden :-)- Das war herausragender Unterricht, was mir aber natürlich erst Jahre später so bewusst geworden ist.


    Es klingt echt altklug, aber die Schulzeit war echt eine der schönsten, weil stressfreisten Zeiten die ich hatte. Entspannter waren nur 3/4 Semestern im Master, in denen ich einfach gar nicht in die Uni gegangen bin und WoW gesuchtet habe. Dafür war dann das vierte Semester etwas stressig, als mir aufgefallen ist, dass Bafög ja nur 4 Semester gezahlt wird. Annähernd alle Klausuren + Thesis in einem Semester zu machen war... anstrengend :-)


    An meine Grundschulzeit habe ich erstaunlich wenig Erinnerungen, weder positiv noch negativ. Wundert mich etwas, die sollte eigentlich prägender gewesen sein. Ab der Mittelstufe wurde es aber super - allerdings wirklich vor allem wegen den sozialen Kontakten aus und mit der Schule, die einen großen Teil meiner Freizeit geprägt haben.


    Achja, war das schön damals.


    (Bei Youtube gibt es tolle Musikvideozusammenstellungen von älteren Jahren/Jahrzehnten - das lohnt sich, um in Erinnerungen zu schwelgen. Kann ich nur empfehlen, wenn man mal abschalten möchte :-))

    Ich habe OneDrive über die Schule,

    Dito. 1 TB Speicher dürften noch lange reichen :-)


    Aber irgendwie habe ich in Zusammenhang mit der Flutkatastrophe überlegt, dass es doch gut wäre alle Zeugnisse und Versicherungsunterlagen usw irgendwo in der Cloud als Sicherungskopie zu haben. Aber so sensible Daten einfach in ne Dropbox laden? Wie macht ihr das?

    Ich besitze tatsächlich einen sogenannten Notfallordner, ganz analog noch im Schrank. Dort sind alle wichtigen Unterlagen (Versicherungen, Zeugnisse) eingeheftet. Ziel hier ist es, dass bei einem Brand oder ähnlichem im Haus nur ein Ordner mitgenommen werden muss, in dem alle relevanten Unterlagen zu finden sind. Meine KFZ-Versicherungsunterlagen sind da z.B. nicht drin, die kann ich mir problemlos wiederbesorgen - Lebensversicherungen, Wohngebäude und Co sind da drin, damit es im Fall der Fälle schnell gehen kann, insbesondere wenn ich oder meine Frau sich gerade nicht mehr drum kümmen können/wollen.


    Eine gescannte Kopie dieses Ordners habe ich auch in meinem (privaten) Clouddienst gespeichert, der ist allerdings nicht besonders gut gepflegt, da ich einfach neue Unterlagen rein packe, ohne alte zu entsorgen. Die Dateien sind mit meiner Frau geteilt, so dass wir beide Zugriff haben - verschlüsselt sind sie nicht, um im Notfall nicht am Passwort zu hängen (was grundsätzlich aber nicht die beste Idee ist, weiß ich)

    Denkt an die Sicherung eurer Dateien!

    An der Stelle mein Hinweis: Drei Backups an zwei verschiedenen Orten. Der NAS zuhause bringt euch nix, wenn die Bude abfackelt oder die Feuerwehr euch Löschwasser rein pumpt, die externe Platte zuhause kann unter dem gleichen Problem leiden. Sinnvolle Strategie ist:


    Mit kurzem Intervall Daten zuhause sichern (z.b. einmal pro Woche auf eine Festplatte/einen USB-Stick).

    Mit längerem Intervall Daten extern (verschlüsselt) sichern, z.b. auf einer externen Festplatte, die dauerhaft in der Schule gelagert wird


    Ein Backup in einem gängigen Clouddienst erfüllt bereits viele Kriterien wie Redundanz und externes Lagern (man merkt glaube ich, dass ich Cloud-Backup für die sinnvollste Variante halte :-)). Zahlt man für den Clouddienst ein paar Euro, hat man im Regelfall auch den Schutz gegen Ransomware oder unbeabsichtigtes Löschen inkl.


    Wer lieber auf Geräte schleppen steht: Ihr müsst unbedingt sicherstellen, dass Festplatten und USB-Sticks lesbar bleiben. Besonders günstige USB-Sticks bekommen das als Flash-Speicher, was für alle hochwertigen Anwendungen (SSD und Co) nicht mehr verwendet werden kann.- Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist hoch und wenn man das erst bemerkt, wenn es zu spät ist, ists kacke (deshalb auch 3 Backups :-))

    Die Kopierer sind wirklich sehr speziell, was Dateiformat, DateiSYSTEMformat des USB-Sticks und Art der Benennung angeht. Vor der Benennung solltest du dir unbedingt klar werden, ob deine Art der Speicherung überall auch funktioniert.


    Ich speichere sämtliche Unterrichtsmaterialien in OneDrive und drucke von einem PC an der Schule auf einem normalen Drucker aus. Der ist vom Tempo her ganz okay und hat eigentlich nie die Warteschlange, die ein Kopierer bei uns hat. Wenn es doch mal sehr viel ist, was ich kopieren möchte, drucke ich das einmal aus und lass dann die Kopien vom Kopierer machen.


    Die Cloud ist halt sehr sicher vor Verlust, hat keine Probleme mit Dateitypen und Benennung und ist quasi überall verfügbar. Unsere Drucker können auch direkt vom Handy drucken, so ist nichtmal eine funktionierende Internetverbindung an der Schule notwendig. Ein Stick dagegen hat ein recht hohes Ausfall- und Verlustrisiko und ist grundsätzlich eher unbequem zu nutzen, wie ich finde.

    Wer einen neuen CO2 Produzenten in die Welt setzt

    Mal davon abgesehen, dass dieses Forum in ein paar Jahren ausschließlich von Arbeitslosen betrieben wäre, wenn alle auf Kinder verzichten: Die Grundannahme ist falsch - ich muss nicht auf den Produzenten verzichten, sondern auf die Produktion. Bau den ganzen Laden CO2-neutral um, fertig. Was ich nicht erzeuge, muss ich auch nicht einsparen.

    Wer hätte denn eurer Meinung nach von der SPD eine realistische Chance gehabt? Malu Dreyer vielleicht?

    Keiner - die SPD ist sich in den letzten Jahren kein Stück treu geblieben, aus purem Machterhalt. Die Kompromisse, die die SPD ständig eingegangen ist, um die Koalition mit der CDU nicht zu gefährden, wiegen viel schwerer als die Handvoll Erfolge, die sie vorzuweisen hat. Die Regierungsbeteiligung hat aus meiner Sicht gezeigt, dass die SPD an sich überflüssig ist. Die paar sozialen Themen, die von der SPD eingebracht wurden, kann ich auch woanders bekommen (z.B. bei den Grünen).


    Übrigens, wenns schon persönlich um Kandidaten geht - meine linksgrünversiffte Timeline bei Twitter hat folgenden interessanten Artikel zu Tage gebracht:


    https://www.t-online.de/nachri…es-teflon-kandidaten.html


    Und da bleibe ich bei: Soziale Marktwirtschaft kann ich googlen, das ist keine Schande. Vetternwirtschaft schon!


    Meine Timeline bracht auch den Spruch zu Tage (inhaltlich wiedergegeben): "Die CDU wird in NRW bei der Bundestagswahl definitiv sehr gut abschneiden - damit Laschet endlich aus NRW verschwindet).


    Wer in NRW wohnt, hat die unfassbar schlechte Coronapolitik dieses Mannes mitbekommen.

    Naja, die redliche, aufrichtige, unbestechliche,... langweilige SPD. Ist leider viel dran an diesem Klischee.

    Ich finde, dass Scholz leider - wegen dem o.g. Warburgbeschiss und auch wegen seiner Rolle beim G7-Gipfel in Hamburg - keine dieser Eigenschaften hat. Der Direktkandidat in unserem Wahlkreis von der SPD ist allerdings genau das, was du beschrieben hast. Er hat aber auch eine starke Meinung zu Themen und ist sehr engagiert (und zwar nicht bei Maskendeals oder im Vorstand von RWE) :-)

    - Und im konkreten Fall: Eine Kanzlerkandadatin, die nicht mal weiß, von wem und wann die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland eingeführt wurde.

    Vom Rest mal abgesehen, wenn das ein Grund für dich ist, wird es bei den anderen Kanzlerkandidaten aber eng.


    - Der eine hat Klausuren vergessen und bewertet, ohne das er weiß, welche Leute überhaupt anwesend waren https://www.welt.de/politik/de…ch-Noten-Skandal-auf.html


    - Der andere kann sich nicht an Treffen mit dem Chef der Warburgbank erinnern, dessen Bank mal eben 47 Mio. Steuern aus den hochillegalen Cum-Ex-Geschäften erlassen bekommen hat https://daserste.ndr.de/panora…arburg-Bank,cumex204.html


    Aber ja, wenn man das Wikipediawissen über die soziale Marktwirtschaft nicht hat, ist das schon haarig, stimmt.


    Die moralischen Ansprüche an PolitikerInnen sind zu recht hoch. Ich habe den Eindruck, dass viele ihr Grünenbashing aber einfach mit einer eher unwichtigen Sache rechtfertigen. Dabei bietet das Programm an sich ja genug Möglichkeiten, konstruktive Kritik zu äußern.


    Edit: Umwelt- und Asylpolitik sind übrigens tatsächlich Gründe für eine Wahlentscheidung, die man unabhängig von Personen treffen kann. Damit trifft man dann natürlich auch für sich selbst eine moralische Entscheidung, für die man (wie in vielen Threads hier) kritisiert werden kann. Aber es ist zumindest eine Entscheidung und nicht irgendein Geblubbere. Übrigens setzt eine Entscheidung für mich immer voraus, dass man einen Vergleich hat, was andere machen wollen. Dazu muss man die entsprechenden Programme gelesen haben und nicht irgendwas wiederkauen, was man in Medien oder sozialen Netzwerken mitbekommen hat - querlesen (nicht denken!) lohnt sich auch immer.

    Bei uns an der Schule tragen die Männer im Durchschnitt im Sommer weniger als die Frauen. Es geht auch anders.

    Meldung an den Staats- und Verfassungsschutz ist raus. Pack für morgen lieber schon mal die Zahnbürste zur Schule mit ein, könnte eine längere Abwesenheit sein :-)


    (Im Ernst: Allein, dass diese Diskussion geführt werden muss, ist absolut erbärmlich. Ich als nie modisch gekleideter Mensch finde bestimmte Dinge bei anderen zwar optisch nicht toll, aber das ist für die Durchführung unseres Berufs vollkommen unerheblich. Das mit der Kleidung/dem Aussehen irgendeine Art von Respekt verbunden ist, ist echtes Steinzeitniveau.)

    Leute, wir können uns doch wohl als gesittete Menschen darauf einigen, dass weder Tattoos, noch Haarfarbe noch Piercings irgendwas schlimmes sind. Aber als zivilisierte Menschen ist es doch wohl Konsens, dass man keine KURZEN HOSEN Träger :P. Ich finde, diese Menschen sollte man noch mal auf ihre Verfassungstreue untersuchen - die fressen bestimmt auch kleine Kinder!


    (Beim Frosch bin ich mir sogar sicher!)

    Wir haben keinen Spielraum mehr für diese Späße, und diese den heutigen Menschen wegzunehmen ist nicht minder sozial, als das Klima der Erde für alle Mitmenschen, heute und in Zukunft, zu kippen.

    Den Satz finde ich gut. Der dürfte auch eine Zusammenfassung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sein, die vor einigen Wochen ergangen ist.

    Sorry, aber ich finde manchmal sollte man auch als Lehrer mit solchen Aussagen aufpassen. Du kannst gerne versuchen Herrn Sinn zu widerlegen, aber seine Kompetenz direkt angreifen ist einfach daneben.

    Wenn ich Lust hätte, würde ich das gerne tun. Fehlt mir aber die Lust zu, denn das Ergebnis wäre bei dir gleich null, wie man am Rest der Diskussion sieht. Wirtschaftswissenschaften sind reine Erfahrungswissenschaften - da kann jeder schreiben, was er will. Sinn verfolgt eine eigene, sehr nationalistische und antigrüne Politik. Muss man halt wissen, wenn man ihn zitiert, da reicht ein Blick in gängige Interviews. Insofern reicht mir das als Einordnung seiner Kompetenz in dieser Frage.

    Und vielleicht verstehe ich dich jetzt falsch. Aber meinst du das Ziel muss gegen Null? Also Kutsche und Tageslicht?

    Ja, das Ziel ist annähernd null CO2. "Kutsche und Tageslicht" - genau. Alternativ benutzt man erneuerbare Energie dafür - aber das wäre nicht so schön polemisch.

    Und nein ich finde nicht dass ich was ändern muss. Wer ab und zu etwas Fleisch isst, im Jahr 7000km Auto fährt und kaum heizt wie ich, ist sicher nicht das Problem.

    Wenn jeder Mensch die CO2-Menge erzeugt, die du/wir mit diesem Lebensstil erzeugen, dann ist das ein Problem. Ein großer Teil der Menschheit tut dies nicht und trotzdem steigen Temperatur, CO2-Konzentration und Co.


    Das Klima ändert sich auch so. Du tust so als sei das Klima direkt von unserem Handeln abhängig. Da muss ich dich enttäuschen. Auch wenn wir alle tot umfallen morgen, ändert sich das Klima immer weiter. Im Umkehrschluss heißt es auch, dass egal was du änderst, die Vorstellung man könne ein Klima "konservieren" auch völliger Käse ist.

    Oho, eine Binsenweisheit. Das Klima ändert sich, richtig, und zwar auch unabhängig von Menschen. Das Klima ändert sich im Moment aber massiv auf Grund der hohen Konzentration des CO2. Das ist wissenschaftlicher Konsens, auch wenn du offenbar denkst, das ist nicht so. Und im Gegensatz zu ökonomischen Theorien sind naturwissenschaftliche Belege durchaus nachvollziehbar.


    Edit:

    https://www.tagesschau.de/wirt…a-grimm-portrait-101.html

    Überraschung, man findet natürlich auch "Wirtschaftsweise", die genau das Gegenteil von Sinn behaupten - wer hat denn nun Recht? Münze werfen?

    Und ja, was Europa oder Deutschland an Öl nicht mehr importiert, lassen die Scheichs ja nicht in der Erde. Die Grünen glauben immer, dass das Öl das wir sparen, auch nicht verfeuert werden würde. In der Realität würde ein Absatzeinbruch aus Europa den Rohölpreis massiv fallen lassen, wodurch andere Nachfrageländer billiger importieren können. Im Umkehrschluss würden wir den Amerikanern ihr Öl rabattieren. Nennt sich grünes Paradoxon. Gibt glaube ich ein Buch dazu von Hans Werner Sinn. Zumal du doch nicht wirklich glaubst, dass die Scheichs ihre Umsatzverluste aus Europa einfach zum Wohl des Klimas hinnehmen würden. Die buddeln ja aus Angst vor baldigem Nachfragestop sowieso grad so viel aus wie geht.

    Diese Verkettungen kann man halt nicht einfach wegwischen und dass du polemisch mit Niger um die Ecke kommst, zeigt mir auch dass dir die Argumente dort fehlen.

    Auch die Amis müssten erstmal Möglichkeiten finden, diese Mehrmenge an Öl zu verbrauchen. Hier fehlen keine Argumente, sondern einfach die Anwendung von hohen Mengen Öl. Der Ami fährt ja dann nicht 10 Runden mehr um den Block, nur weil er es kann und die Industrie, die Öl benötigt, kann ihre Produktionsmenge nicht unbegrenzt erhöhen. Herr Sinn ist für mich aus vielerlei Hinsicht kein Mensch, der eine fundierte, fachliche Meinung zu Tage bringt. Das du ihn anbringt, zeit mir, dass dir Argumente fehlen :-)


    Das heißt die Frage, ob man wirklich etwas mit Politik in Deutschland verändern kann, ist eigentlich eine zentrale Frage.

    Es bleibt dabei - du ignorierst, dass die EU Maßnahmen trifft. Aber auch so finde ich dein Argument einfach nur schwach. Wenn andere sich scheiße verhalten, rechtfertigt das mein (weniger beschissenes) Verhalten kein Stück.



    Auch lustig finde ich immer, dass wenn man berechtigte Kritik an Umsetzungsplänen zum Klimaschutz übt, gewisse Leute schnell mit Sprüchen kommen wie "ja du willst ja nichts ändern". Da frage ich mich immer: "Was soll ich denn ändern?". Ich bin sicher nicht arm, aber ich esse ab und zu ein Stück Fleisch, fahre einmal im Jahr in die Berge, Fahre möglichst wenig mit dem Auto um Geld zu sparen. So wie die meisten Deutschen sicher. Also diese Vorstellung des bösen Deutschen, der pro Woche 3 Rinder futtert, 5 Kreuzfahrten macht und mitm SUV zum Nachbarn fährt, ist sicher nützlich für eine Klimadebatte, dürfte in der Realität eher selten zutreffen. Und was soll ich jetzt genau dann ändern? Zwangs-Vegetarier? Urlaub nur noch auf Balkonien? Mit dem Fahrrad 100km zur Mutter fahren?`

    Der durchschnittliche Deutsche erzeugt pro Kopf 9 Tonnen CO2 - da sind Menschen wie du drin, die eher die Regel sind und Menschen wie von dir beschrieben, die eher die Ausnahme sind und Menschen, die weniger als du erzeugen. 9 Tonnen, wenn das Ziel gegen 0 gegen muss. Da siehst du, dass du noch viel ändern musst.


    Ich frage mich immer, was deine Alternative ist - und das wäre eine Frage, die ich gerne mal beantwortet haben möchte. Wenn wir so weiter machen oder nur wenig reduzieren, wird sich das Klima hier massiv verändern. Was ist also deine Alternative zur massiven Veränderung der Gesellschaft?


    (Das Flüchtlingsthema lass ich mal weg: Menschen, die glauben, dass Flüchtlinge absichtlich in ein Land gehen, wo sie gefoltert werden können, haben jeglichen moralischen Kompass verloren - sorry!)

    Die Absichtserklärungen zum Ausbau des ÖPNV im Wahlprogramm deuten zwar in die richtige Richtung, sind aber noch arg schwammig. Konkreter werden sie erst wieder bei Verbindungen zwischen (größeren) Städten. Das löst aber noch nicht das Problem der Anbindung ländlicher Regionen. Hier wünsche ich mir deutlich konkretere Ideen.

    Absolute Zustimmung! Die Kommunen/Kreise sparen aber eben massiv am Ausbau - in meiner Heimatstadt werden Buslinien gestrichen, weil sie nicht oft genug genutzt werden. Hier werden wirtschaftliche Gründe für eine Einschränkung von Grundversorgung genutzt. Zusätzlich sind die auf den ersten Blick erscheinenden Kosten für den ÖPNV zu hoch - bei einer Vollkostenrechnung verliert im Regelfall das KFZ - diese Rechnung stellt aber fast niemand an.


    Letztlich ist der Ausbau in der Fläche Pflicht und eine massive Subentionierung des ÖPNV notwendig. Ich gehe sogar soweit, dass er in der gesamten Fläche kostenlos sein muss - nur so werden auch Leute mit Auto mal spontan sagen, dass sie den Bus nehmen, um eine kurze Strecke zurück zu legen. Bei mir kostet eine Fahrt über 4 Haltestellen (was bei den dichten Taktung von Haltestellen bei mir in der Gegend nicht mal 1 km ist) fast 3€ für eine Fahrt.

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