Beiträge von Kalle29

    Für mich wichtig und interessant: (Manche) Kollegen denken wieder über ihren Unterricht nach. Taschenunterricht mit dem Blatt von 2006, das ja immer gut funktioniert hat im Frontalunterricht, klappt auf einmal nicht mehr. Man wird aus der Bequemlichkeit herausgetrieben und muss sich mal wieder Gedanken machen, was besser funktioniert.


    Punkt 3 ist natürlich - gerade aus meiner Sicht - ziemlich wichtig. Ich arbeite seit einigen Wochen mit einem iPad zuhause. Das Ding ist nicht mal ansatzweise ein Ersatz für meinen Arbeits-PC zuhause. Aber ich schreibe handschriftlich unglaublich gerne darauf, sei es für Unterricht, Korrekturen oder einfach für Anmerkungen zu Dingen. Letzte Woche habe ich das mal mit nem AppleTV in der Schule ausprobiert (inkl. Kabelsalat, da der AppleTV natürlich nicht fest verkabelt war) und auch das hat super geklappt.


    Für die SuS würde ich mir wünschen, dass mehr Kollegen davon wegkommen, einfach nur Unterricht nach Schema zu machen. Viele verteilen tatsächlich immer noch alte Arbeitsblätter (jetzt digital) und korrigieren dann dort mit Word direkt rein. Vielleicht entwickeln sich hieraus andere, mehr projektorientierte Formen der Arbeit mit Schülern.

    Direkt mal nen Doppelpost:

    Normalerweise beziehe ich mich nicht auf Quellen, die ich nicht selbst im Original gesehen habe, aber Politiktalk im Stil von Anne Will und Co kann ich mir schon seit Jahren nicht mehr angucken. Deshalb habe ich nur die Zusammenfassung gelesen. Gestern hat Laschet wohl (inhaltlich überspitzt von mir zusammengefasst) dort gesagt, dass


    a) er gar nicht weiß, warum es Probleme bei der Schulöffnung gab - dabei hat die Gebauer doch sogar Desinfektionsmittel gekauft und wir konnten doch alle auf das Hygienekonzept von 2015 zurückgreifen

    b) Wissenschaftler (in diesem Fall Virologen) bei neuen Erkenntnissen tatsächlich ihre Einschätzung und Interpretation ändern und man sich deshalb doch wohl nicht darauf verlassen kann.


    Bin mir gerade unsicher, ob er zuviel im Seminar "Trump für Anfänger" gesessen hat. Ich finde Menschen, die wissenschaftliche Erkenntnisse und Arbeiten nicht würdigen und anerkennen können, einfach untragbar. Ein Politiker muss sicherlich auch noch andere Dinge wie gesellschaftliche und soziale Probleme berücksichtigen. Aber Äußerungen in diesem Stil - umwählbarer Mann. (Und das sage ich mit dem Wissen, dass dann die Alternative Söder ist, was vermutlich auch nicht besser sein wird)

    Mein Mann wurde auch durch die Schulleitung aufgefordert, allen seinen Schülern seine Telefonnummer zu geben. Er unterrichtet vor allem SEK. I.

    Sollte dein Mann entweder schriftlich remonstrieren oder einfach nicht befolgen und warten, bis die Schulleitung sowas schriftlich ausgibt. Dann auf dem vorgeschriebenen Dienstweg an die nächsthöhere Stelle weitergeben.


    Die Schulleitung an der Grundschule meiner Tochter ist auch so ein Typ Mensch. Wir erhalten Mails, wie lange der Klassenlehrer meiner Tochter krank geschrieben ist und mit welcher Diagnose. Manche Leute haben den Schuss einfach nicht gehört.

    Meiner Meinung nach wäre es fair, wenn die KuK, die momentan (aus gutem Grund, allerdings auch bei vollen Bezügen) reines home schooling betreiben z.B. zur Korrektur der FHR Prüfungen oder von regulären Klausuren eingesetzt werden würden.

    Das Problem sehe ich auch. Je nach Fachkombi hat man entweder die Arschkarte oder macht sich nen lauen Lenz. Vermutlich wird der Erdkunde/Sportlehrer am Gymnasium momentan eher weniger belastet sein als der Berufskollegskollege, der ein berufliches Schwerpunktfach im LK und ein GK-Fach unterrichtet. Die Regelung, dass die SuS nur wochenweise erscheinen und anschließend eine Woche zuhause mit Aufgaben bespaßt werden, würde wohl dazu führen, dass ich entweder noch mehr arbeite als im Moment oder die SuS, die zuhause sind, ein PDF-Arbeitsblatt bekommen, in das ich fünf Minuten Zeit investiert habe. Der Unterricht für die Präsenzschüler macht sich ja auch nicht von selbst.


    Wenn ich dann noch die glorreiche Idee höre, dass einige Leute über Samstagsunterricht oder die Verkürzung der Sommerferien nachdenken, steigert das meine Motivation eher noch weniger.


    (Ich betreue nebenbei noch fast alleine unser Onlinelernsystem und hab - als Privatvergnügen - noch zwei kleine Kinder zuhause. Spaß sieht anders aus)

    Kalle, ich fand die Anweisung in der Mail schon sehr klar. Aber leider gibt es auch unter Schulleitern genug Menschen, die da nicht richtig aufgehoben sind und "Freiwilligkeit" bewusst falsch verstehen wollen.

    Ja, du findest sie klar, vermutlich weil du ein netter Mensch bist und eine fähige Führungsperson :-)


    Ich finde sie bewusst schwammig formuliert, um bestimmte Dinge im Zweifel zuzulassen, wie schon seit Jahren gehandhabt ("Wir haben kein Geld für Klassenfahrten, aber wenn du vollkommen freiwillig hier unterschreiben willst, dass du selbst zahlst, können die Kinder doch noch eine schöne Reise haben" - statt einfach pauschal zu verbieten, dass selbst gezahlt wird)

    Natürlich wäre das dann klar. Wie bei so vielen anderen Dingen auch (digitaler Unterricht mit privat gekauften Geräten, klassenfahrten, die privat gezahlt werden, kinderfreundliche Ausstattung in Grundschulen). Aber das System funktioniert doch seit Jahrzehnten wunderbar. Deshalb ändert sich da auch nix dran.


    Bei uns an der Schule bastelt die Schulleitung selbst Schutzvisiere für uns! Do it yourself. Ganz grundsätzlich habe ich (mangels Risikogruppe im Umfeld) gar nicht so das Problem mit der Öffnung. Ich habe ein Problem damit, dass es immer noch die gleiche Vorgehensweise des Dienstherren ist sie schon immer (Motto : Scheiße fließt immer nach unten)

    Aus meiner Sicht der übliche Druck vom Ministerium, doch zu erscheinen. So eine Möglichkeit öffnet nämlich die Tür zu Maßnahmen der Marke "Na, Kollege Meier, wollen Sie nicht doch freiwillig kommen? Das entlastet die Kollegen massiv - und natürlich müssen wir sonst die Kollegen in den kommenden sechs Jahren bis zu Ihrer Pensionierung entlasten, indem wir die Stundenpläne für diese Kollegen besser gestalten können als Ihren. Das verstehen Sie doch sicher - und denken Sie doch mal an die Kinder!"

    Ohne wie ein Klugscheißer zu wirken, möchte ich mein Zitat von vor ein paar Tagen hier noch mal gerne aufpoppen lassen. Natürlich ist das der Grund für die Formulierungen in der Schulmail gewesen. Klare Anweisungen, wer nicht kommen darf (oder noch besser : klare Formulierungen, wer kommen darf) hätten die Spielraum für solche Dinge massiv eingeschränkt.

    Win+G funktioniert leider immer nur in dem Fenster, in dem es gestartet wurde. Programmwechsel wird nicht mit aufzeichnet. OBS nutze ich auch, hat quasi keine Einstiegshürde bei der Nutzung. Die iPad Aufzeichnung geht auch problemlos. Da beides intuitiv zu nutzen ist, kannst du eventuell ja auf die platformübergreifende Lösung verzichten, da die Einarbeitung entfällt.

    Kann ich ganz klar verneinen. Ich habe alle über 60 ausgeplant und keinen geschrieben das er sich bei mir melden soll. Meine Pläne sind alle gleich fair. Ob der Chef jetzt noch fragt kann ich natürlich nicht sagen.

    Absolut richtig. War auch keine Unterstellung, dass du oder irgendjemand das so macht, sondern nur ein Weiterdenken von dem, was einige hier über ihre Schulleitung berichten. In der momentanen Situation merk ich einfach wieder, wie gut meine Schule bei sowas funktioniert.

    Also, die SL soll es von den KUK schriftlich kriegen... Was kriegen denn die Freiwilligen schriftlich? Dass sie bei Ansteckung selbst haften, egal wie rum? Nach dem Motte "selbst Schuld".

    Aus meiner Sicht der übliche Druck vom Ministerium, doch zu erscheinen. So eine Möglichkeit öffnet nämlich die Tür zu Maßnahmen der Marke "Na, Kollege Meier, wollen Sie nicht doch freiwillig kommen? Das entlastet die Kollegen massiv - und natürlich müssen wir sonst die Kollegen in den kommenden sechs Jahren bis zu Ihrer Pensionierung entlasten, indem wir die Stundenpläne für diese Kollegen besser gestalten können als Ihren. Das verstehen Sie doch sicher - und denken Sie doch mal an die Kinder!"

    Interessant ist Punkt 1 am BK. Das umfasst eine ganze Menge an Klassen. Bin ja mal gespannt, wie man mit den Räumen da zurecht kommen wird. Ich (und offenbar auch meine Schulleitung) haben es bis jetzt so verstanden, dass FHR und AHR nur freiwillig zur Schule kommen müssen. Wir unterrichten übrigens vor Beginn der Prüfungen noch maximal zwei Tage im FHR-Bereich. Da lohnt es sich wirklich, auf die Schulpflicht zu pochen.


    Oh jetzt erst lese ich, dass die Mail hier schon gepostet ist. Hab sie gerade in den anderen Thread gestellt.

    Da war ich wohl eine Minute schneller :-)

    IV. Anforderungen an die Hygiene in der Schule


    Basierend auf der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) ist bei der Beachtung von Präventionsmaßnahmen und der Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen die Wiederaufnahme des Schulbetriebs möglich. Auch Prüfungen können dann durchgeführt werden.

    Im Wesentlichen sind die nachstehend genannten Punkte zu beachten:

    • Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

    Die Teilnehmerzahl ist zu begrenzen in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und der Zahl der benötigten Aufsichtspersonen. Es muss zwischen den Schülerinnen und Schülern (Prüflingen) und zwischen diesen und Lehrkräften (Prüfende / Aufsichtspersonal) ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden können.

    Es hat eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene Registrierung zu erfolgen, um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen.

    Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (s.o.) sollten Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nehmen.

    • Persönliches Verhalten

    Neben Beachten der Husten- und Nieß-Etikette, der Händehygiene und der Abstandsregeln sollten keine Bedarfsgegenstände wie Gläser, Flaschen zum Trinken, Löffel etc. gemeinsam genutzt werden.

    • Ausschluss von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Symptomen

    Symptomatisch kranke Personen sind von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen auszuschließen. Die Beteiligten (Prüflinge und Prüfende) sollten keiner gefährdeten Gruppe (s.o.) angehören. Zur Symptomatik bei COVID-19 finden Sie Hinweise in der verlinkten medizinisch-hygienischen Stellungnahme.

    • Gestaltung des Unterrichts- bzw. Prüfungsraums

    Die Gestaltung der Räumlichkeit muss von der Tisch- und Sitzordnung, dem Zugang zum Raum (auch Treppenhäuser und sonstige Verkehrsflächen) und zum Sitzplatz, den Belüftungsmöglichkeiten und dem Zugang zu Toiletten und Waschgelegenheiten die Gewähr bieten, dass der vorgegebene Mindestabstand zwischen Prüflingen und Prüfern von 1,5 Metern zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden kann. Die Hand-Kontaktflächen wie z.B. Tische sollen leicht zu reinigen sein.

    • Erweiterte Präventivmaßnahmen durch Tragen von Masken

    Eine Maskenpflicht ist nur dann erforderlich, wenn die gebotene Abstandswahrung nicht eingehalten werden kann.

    • Händewasch- und Händedesinfektionsmöglichkeiten

    Es ist für ausreichende Hände-Waschmöglichkeiten zu sorgen. Die Sanitäranlagen müssen mindestens mit ausreichend Seifenspendern ausgestattet sein. Sie müssen unter dem Kriterium der Abstandswahrung gut erreichbar sein. Der Zugang zur Händedesinfektion sollte vor Eintritt in den Unterrichts- bzw. Prüfungsraum und gegebenenfalls zusätzlich an gut erreichbaren Plätzen im Gebäude wie z.B. auf Fluren ermöglicht werden. Auf das Händeschütteln soll verzichtet werden. Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife über 20-30 Sekunden gewaschen werden. Hautverträgliche Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis können bei nicht sichtbarer Verschmutzung alternativ benutzt werden.

    • Mittel für die Händehygiene und für Reinigung und Flächendesinfektion

      Bei Verwendung von Desinfektionsmitteln für bestimmte, häufig von unterschiedlichen Personen berührten Flächen sollten nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet werden. Ihr Schulträger verfügt dazu über die notwendigen Informationen.
    • Standards für die Sauberkeit in den Schulen

    Potentiell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, sollen durch eine arbeitstägliche Reinigung und in zuvor definierten Bereichen (z.B. Handkontaktflächen, gemeinsam benutze Tastaturen, Sanitäranlagen, Türkliniken und Treppenläufe) ggfls. durch eine zusätzliche Flächendesinfektion mittels Wischdesinfektion (z.B. vorgetränkte Wischtücher) dekontaminiert werden. Es sollten nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet werden. Ihr Schulträger verfügt dazu über die notwendigen Informationen.

    • Hygieneplan

    Die ergriffenen Maßnahmen sollen Eingang finden in den Hygieneplan nach § 36 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz.

    • Kommunikation der Prüfungsbedingungen

    Informationen zu den Prüfungsvoraussetzungen sollen schriftlich zusammengefasst werden und allen Beteiligten einschließlich der Erziehungsberechtigten, des sonstigen Schulpersonals und sonstiger Personen, die sich während des Unterrichts und der Prüfungen im Schulgebäude aufhalten, ausgehändigt oder in geeigneter Form zur Kenntnis gebracht werden.

    Die medizinisch-hygienische Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

    Schulträger, die sich über zuverlässige Beschaffungsmöglichkeiten für geeignete Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie für geeignete Masken für den Infektionsschutz informieren wollen, können das hier tun:

    Krisenstab bei der Bezirksregierung Münster

    Krisenstab@brms.nrw.de

    Mobil: 0173/2918330



    V. Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler


    Ein besonderes Thema ist der Umgang mit Ängsten vor Ansteckung mit dem Corona-Virus (COVID-19), die neben Lehrkräften auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern ggf. haben. Diese Ängste müssen in jedem Fall ernst genommen werden. Für die Betroffenen ist es hilfreich, möglichst umfassend und transparent über die vor Ort geltenden Sachverhalte und die durchgeführten Hygienemaßnahmen informiert zu werden. Verunsicherte Menschen benötigen klare Information: Was kann ich selbst tun, wie geht es weiter, auf welche Unterstützungsangebote kann ich zurückgreifen?

    Sollte es sich hierbei um Ängste handeln, die sehr stark ausgeprägt sind, können sich alle zuvor genannten Betroffenen auch an die für sie zuständige Schulpsychologische Beratungsstelle wenden, die Kontaktdaten finden Sie hier.

    Mehr Informationen zum Thema "Umgang mit Ängsten“ haben wir auch auf unserer Informationsseite „Schule und Corona“ zusammengestellt.

    Auf dieser Informationsseite gibt es darüber hinaus auch weitere Informationen für Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Gestaltung des ersten Unterrichtstages, Umgang mit heterogenen Lernausgangslagen, Eltern- und Schülerfragen, sowie ein Spezial „Sicher durchs Abitur“.

    Ich hoffe sehr, dass uns der behutsame Wiedereinstieg in den Schulbetrieb und die am kommenden Montag, 20. April 2020, beginnenden Vorbereitungsmaßnahmen gut gelingen werden und dass die mit dieser SchulMail übermittelten Vorgaben und Informationen für Ihre Arbeit hilfreich sind und als Unterstützung dienen.

    Erneut möchte ich mich für Ihre Arbeit ganz herzlich bedanken.

    Mit freundlichen Grüßen

    Mathias Richter

    Damit der Link bei Flipper nicht untergeht, hier die gesamte Schulmail


    >>>>>>>>>> Beginn der Schulmail des MSB NRW >>>>>>>>>

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit der SchulMail Nr. 14 hatte ich Sie insbesondere über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab dem 20. April 2020 informiert. Wie angekündigt, möchte ich mit dieser SchulMail Nr. 15 weitere und ergänzende Hinweise zur Vorbereitung auf diese Wiederaufnahme geben. Dabei handelt es sich insbesondere um Hinweise und Vorgaben zu Hygienemaßnahmen und zum Infektionsschutz. Diese Hinweise und Vorgaben hat das Ministerium für Schule und Bildung auf der Grundlage einer eigens für diese Wiederaufnahme des Schul- und Prüfungsbetriebes erbetenen Stellungnahme von Medizinern und ausgewiesenen Wissenschaftlern erstellt. Die Stellungnahme wurde von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und von der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventionsmedizin (GHUP) erarbeitet.

    Darüber hinaus informiere ich Sie nachfolgend nochmals konkret und klarstellend über verpflichtende und freiwillige schulische Veranstaltungen für unterschiedliche Schülergruppen, für die ab Donnerstag, 23. April 2020, die Schulen wieder geöffnet werden.

    Die Zeit ab Montag, 20.04.2020, soll in den Schulen nur zur Vorbereitung dieses Neustarts genutzt werden – unter strikter Wahrung der unten dargestellten Vorgaben für Hygiene und Schutz der Beschäftigten.

    Ein „normaler“ Besprechungs- und Konferenzbetrieb ist weder gemeint noch damit vereinbar.


    I. Pflichtige und freiwillige schulische Veranstaltungen

    In der SchulMail Nr. 14 wurde ausgeführt, dass die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in der kommenden Woche zunächst alle weiterführenden Schulen betrifft, die Vorbereitungen auf Prüfungen und auf Abschlüsse vornehmen sowie Prüfungen abnehmen.

    Die Teilnahme am Unterricht ab dem 23.04.2020 und den anderen damit im Zusammenhang stehenden schulischen Veranstaltungen ist verpflichtend

    • für Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs mit bevorstehenden Terminen für dezentrale Abschlussprüfungen, für den schriftlichen Teil von Berufsabschlussprüfungen der Kammern und zuständigen Stellen (vgl. SchulMail Nr. 14, IV. Ziffer 1) sowie für Schülerinnen und Schüler in Bildungsgängen der Ausbildungsvorbereitung und der einjährigen Bildungsgänge der Berufsfachschule Anlage B,
    • für die Schülerinnen und Schüler weiterführender allgemeinbildender Schulen mit bevorstehenden Terminen zum Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10 oder des Mittleren Schulabschlusses (vgl. SchulMail Nr. 14, IV. Ziffer 3),
    • für Schülerinnen und Schüler an allen Förderschulen mit Abschlussklassen (vgl. SchulMail Nr. 14, IV. Ziffer 4).

    Lediglich die Teilnahme an Lernangeboten in den jeweiligen Prüfungsfächern zur Vorbereitung auf die Abiturprüfungen ist freiwillig, weil die Schülerinnen und Schüler den curricularen Unterricht in der Q2 nahezu vollständig erhalten haben. Das Angebot einer freiwilligen schulischen Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung soll den aktuellen Umständen Rechnung tragen und ist daher eine Option, keine Pflicht.


    II. Unterrichtsteilnahme von Schülerinnen und Schülern

    Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen (siehe hierzu III.) haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch bei ihrem Kind grundsätzlich möglich ist. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

    In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Diesen Schülerinnen und Schülern sollen Lernangebote für zu Hause gemacht werden (Lernen auf Distanz).

    Eine Teilnahme an Prüfungen ist für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen zu ermöglichen. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Können diese Schutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden, soll ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.


    III. Unterrichtseinsatz von Lehrerinnen und Lehrern

    Selbstverständlich trifft das Land Nordrhein-Westfalen als Dienstherr und Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Daher treffen wir im Folgenden besondere Regelungen zum Schutz der Beschäftigten, die sich auf die aktuelle Erkenntnislage stützen. Die Regelungen gelten zunächst bis zum Ablauf des 3. Mai 2020, da die aktuell gültige Fassung der einschlägigen Corona-Betreuungs-Verordnung

    https://www.mags.nrw/erlasse-d…pfung-der-corona-pandemie

    bis zu diesem Datum befristet ist. Über Folgeregelungen werde ich Sie rechtzeitig informieren. Soweit darüber hinaus dienst- und arbeitsrechtliche Regelungen im Einzelfall durch Schulleitungen oder Schulaufsichtsbehörden getroffen werden müssen, gilt als oberster Grundsatz, dass mögliche Gesundheitsgefährdungen so weit wie möglich auszuschließen sind.

    1. Lehrerinnen und Lehrer mit Vorerkrankungen

    Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):

    • Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
    • Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)
    • Chronische Lebererkrankungen
    • Nierenerkrankungen
    • Onkologische Erkrankungen
    • Diabetis mellitus
    • Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

    Deshalb ist bei Lehrerinnen und Lehrern mit diesen Vorerkrankungen ein besonderer Schutz erforderlich. Diese Lehrerinnen und Lehrer dürfen zunächst bis zum Beginn des 4. Mai 2020 aus Gründen der Fürsorge nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Ein Einsatz bei digitalen Lernformaten (Lernen auf Distanz) sowie die Teilnahme an (z.B. prüfungsvorbereitenden) Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben (siehe hierzu IV.) – zulässig.

    Der Nachweis der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe erfolgt durch eine schriftliche Erklärung der Lehrkraft gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Die Art der Vorerkrankung ist aus Gründen des Datenschutzes nicht anzugeben.

    Bei bestehenden Unsicherheiten über das Vorhandensein einer Vorerkrankung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

    2. Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben

    Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sind unabhängig von Vorerkrankungen nicht im Präsenzunterricht einzusetzen. Ein Einsatz bei digitalen Lernformaten (Lernen auf Distanz) sowie die Teilnahme an Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben (siehe hierzu IV.) – zulässig.

    Wollen Lehrerinnen und Lehrer dieser Altersgruppe in der Schule im Präsenzunterricht freiwillig tätig werden, ist dies möglich. Eine kurze schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter ist erforderlich.

    3. Lehrerinnen und Lehrer mit Schwerbehinderungen

    Bei einer Schwerbehinderung – ohne Vorerkrankung und vor Vollendung des 60. Lebensjahres – ist ein Einsatz auch im Unterricht grundsätzlich möglich. Bei bestehenden Unsicherheiten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Vertretungen der Schwerbehinderten sind einzubinden.

    4. Schwangere Lehrerinnen

    Aus arbeitsmedizinischen Gründen ist angesichts der derzeitigen Umstände ein Beschäftigungsverbot für eine schwangere Lehrerin auszusprechen. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden werden um entsprechende Veranlassung gebeten.

    5. Pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen

    Ebenfalls kein Einsatz im Präsenzunterricht erfolgt bei Lehrerinnen und Lehrern, die pflegebedürftige Angehörige mit Vorerkrankungen (siehe hierzu III.1.) im häuslichen Umfeld betreuen.

    Hier erfolgt der Nachweis der Betreuung eines vorerkrankten Angehörigen durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Die Art der Vorerkrankung des Angehörigen ist aus Gründen des Datenschutzes nicht anzugeben.


    Aber du musst doch zum Korrigieren nicht in die Schule????

    Vielleicht habe ich ja gar kein Arbeitszimmer, sondern nur einen Tisch in der Küche, an der ich mein "Dienstgeschäft Korrektur" nicht wahrnehmen kann, weil zwei Kinder zwischen meinen Beinen rumwuseln (ich selbst hab eh nur ne Zweitkorrektur eines technischen Faches, das ist gut machbar). Ich will hier keine rechtliche Diskussion aufmachen, bin aber der Ansicht, solange mein Dienstherr mir das Arbeitszimmer zuhause nicht bezahlt, muss ich ihm das auch nicht zur Verfügung stellen sondern kann das auch am Dienstort erledigen.

    Offenbar klammheimlich wurde die Liste vom Ministerium erweitert. Lehrkräfte, die Unterricht erteilen müssen, fallen unter die Notberteuung.


    https://www.mkffi.nrw/sites/de…abetrvo_ab_23.04.2020.pdf


    Zitat

    Lehr- und Dienstkräfte, die zur Erteilung von Unterricht im Sinne der

    Coronabetreuungsverordnung oder zur Wahrnehmung erforderlicher
    Dienstgeschäfte vom Betretungsverbot ausgenommen sind

    Korrekturen fallen da wohl nicht drunter, es sei denn, man interpretiert das als "erforderliche Dienstgeschäfte" (was vermutlich zulässig wäre).


    Edit:

    Hier noch die Coronabetreuungsverordnung, auf die Bezug genommen wird


    https://www.mags.nrw/sites/def…abetrvo_ab_20.04.2020.pdf


    §1 Absatz 4 ist relevant.

    Die Definition, dass "Betreuung" = "Unterricht" ist, finde ich nirgendwo schriftlich niedergelegt. Wenn die Kita oder die Grundschule das mit dieser Begründung ablehnt, ist sie vermutlich sogar im Recht. Das wir uns selbst zur kritischen Infrastruktur zählen, ist ja nicht relevant.


    Man könnte jetzt an ein Versehen denken - aber eine der größten Berufsgruppen in diesem Land, für das ständig Erlasse geschrieben werden, einfach zu vergessen, ist vermutlich unwahrscheinlich. Ich tippe auf Absicht.

    Hilft mir nicht, da ich es nicht nutze, aber ein ganz großes Dankeschön und großen Respekt, dass du die Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen in BW gemacht hast. Finde ich wirklich beeindruckend!

    Wie kommt es, dass ihr innerhalb von 6 Wochen Unterricht im 2. Halbjahr schon jetzt wisst, es wäre ein Defizit gewesen/geworden, aber noch nicht im ersten Halbjahr? Hattet ihr schon die erste Arbeit des Halbjahres geschrieben?

    Tja, am BK in der 11. Klasse bekommt man alle SuS neu. Die meisten brauchen auch ein paar Wochen, um sich zu akklimatisieren. Zusätzlich unterrichte ich noch Mathe. Wenn ich wollte, könnte ich den SuS mit dem aus der SEK I bei vielen KuK benutzten Unterrichtsformen größtenteils problemlos Defizite geben. Mein Anspruch ist aber ein anderer, nämlich den SuS wieder Interesse an Mathe zu vermitteln. Das funktioniert ziemlich gut mit der Strategie, im Q1 die Zügel nicht ganz so hart anzuziehen, um den SuS mal wieder Erfolgserlebnisse zu geben. Führt dazu, dass zum Halbjahr wenige Defizite vorhanden sind, da die ersten Wochen halt recht einfach gehalten sind. Die Defizite gibts dann im 2. Halbjahr. Da das 1. Halbjahr 11 für nichts relevant ist, war das eine gute Strategie. Geht dieses Jahr halt nicht auf. Die 3. Klausur hab ich noch nicht schreiben lassen - aber natürlich kann ich recht problemlos abschätzen, wer ein Defizit kassieren würde.


    Natürlich kann der Hintergrund sein, dass keiner weiß, wie es nach den Ferien aussieht. Es muss den SuS ja Zeit genug gegeben werden, ein Defizit auszugleichen. Aber das könnte man aus meiner Sicht auch noch mit einem späteren Erlass regeln, der eine Versetzung dann gewährleistet. Ganz ehrlich, es fehlen bis jetzt drei Wochen. Das bekommen SuS problemlos auch mit eigenen Fehlzeiten hin. Hindert mich trotzdem nicht daran, die Leistung zu bewerten.

    Und bei Abschlüssen zählen alle Minderleistungen, sofern Teil der Abschlussberechnung. So ein großer Vorteil ist das also für die SchülerInnen gar nicht.

    Bei FHR ist die 11. Klasse komplett uninteressant für den Abschluss - zumindest in den Fächern, die in beiden Jahren unterrichtet werden. Ziel ist es, in die 12. Klasse zu kommen - danach ist (erfahrungsgemäß) alles egal, der Abschluss ist irgendwie sicher. Platt gesagt ist es in der 12. Klasse schwerer, einen Abschluss nicht zu bekommen als ihn zu bekommen.

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