Beiträge von Berufsschule93

    RLP gibt (gab?) einen Bonus (0,5) für die eigenen Ref-Absolvent*innen bei der Einstellung zur Planstelle. Aber diese grundsätzliche Andersbehandlung ist ja sonst Bayern vorbehalten ;-)

    Vor ein paar Jahren kursierten auch Gerüchte, dass Grundschullehramtsabschlüsse zum Teil erst nach Nachholen von "bayrischer Geschichte / Landeskunde" anerkannt würden?

    In Bayern studiert man für das Lehramt an Grundschulen 4 statt 3 oder 2 Fächer. Da muss bestimmt deswegen was nachgeholt werden

    Selbst hier in Bayern ist es so. Ich hatte meine Kommunion in der 3. Klasse und meine Firmung in der 8. Klasse. Religion ist heutzutage völlig irrelevant. Ich weiß auch nicht wieso man in der Kirche und in weiß (eigentlich ein Zeichen dafür, dass die Künftige noch eine Jungfrau ist, was ich heutzutage sehr stark bezweifle, normalerweise müssten 99% aller Bräute durch den Hintereingang in die katholische Kirche, weil sie schon ewig nicht mehr Jungfrauen sind) heiraten muss, wenn man sowieso nie zur Kirche hingeht. Das ist nur zur Schau, eine "Märchenhochzeit" für Facebook und die Gäste. Schön. ^^:D

    Ich nehme an das dich der Lehrerberuf wirklich interessiert und würde dir daher zu folgendem raten, also was ich an deiner Stelle tun würde mit Deutsch/Geschichte:


    1. Kann ich das Referendariat auch an beruflichen Schulen machen? Das geht in manchen Bundesländern

    2. Kann ich nach dem Referendariat auch an anderen Schulformen arbeiten? Das geht in manchen Bundesländern

    3. Kann ich mir vorstellen in einem anderen Bundesland zu arbeiten?

    4. Kann ich ein anderes Lehramt (schnell) nachholen?

    5. Viele Bundesländer stellen ab 2024/2025 auf G9 um, wie kann ich die Zeit bis dahin sinnvoll überbrücken? Sinnvolle nachträgliche Erweiterungen z.B.

    Gibt's in Deutschland kein Pendant zu unserer Berufsmatura? Wer kann denn an eine FOS/BOS gehen, wie lange dauert das und wozu berechtigt dieser Abschluss überhaupt? Was natürlich immer geht ist das Abendgymnasium, ne? Kann man sich in Deutschland auch autodidaktisch auf die Abiprüfungen vorbereiten? Ich meine, es hat mal jemand hier was drüber geschrieben, dass es da eine zentrale Prüfung gibt zu der im Prinzip jeder hingehen kann. Bei uns gibt's eben die Eidgenössische Matur, zu der sich jeder anmelden kann. Die meisten machen Vorbereitungskurse dafür und die Erfolgsquoten sind wohl nicht so gut, aber immerhin es gibt die Möglichkeit. Meine Chefin hat es so gemacht, die hat als Schülerin nie das Gymnasium von Innen gesehen.

    Also in Bayern ist es folgendermaßen:


    Zuerst FOS:


    - darf jeder mit mittlerer Reife hin (kann nachgeholt werden durch Besuch der Vorklasse)

    - Klassen: Vorklasse (10), 11, 12, 13

    - Bis jetzt folgende Zweige: Wirtschaft, Internationale Wirtschaft, Sozial, Technik, Kreativ, Agrar, Gesundheit

    - Abschlussprüfungsfächer: Deutsch, Englisch, Mathematik + Profilfach (BWR - Wirtschaft, IBWR - Internationale Wirtschaft, PP - Sozial, Physik - Technik, Irgendwas mit Gestalten - Kreativ, Biologie - Agrar, Gesundheitswissenschaften oder so - Gesundheit)

    - Abschlüsse:

    12: Allgemeine Fachhochschulreife*

    13: ohne zweite Fremdsprache**: Fachgebundene Hochschulreife***

    13: + zweite Fremdsprache: Allgemeine Hochschulreife****


    BOS ist das Gleiche wie FOS, nur dass man eine abgeschlossene Berufsausbildung braucht, um sie besuchen zu dürfen. Man kann deshalb den Zweig nicht freiwählen, da er zum Beruf zugeordnet wird, z.B. Kaufmann - Wirtschaft, Erzieher - Sozial.


    * Berechtigt zum Studium aller Studiengänge an FHs

    ** Zweite Fremdsprache (Italienisch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Latein) beginnt in der 12ten neu, außer man hat sie bereits in der Realschule (Französisch Zweig) oder in der Ausbildung (Fremdsprachenkorrespondent) gehabt, dann wird dies anerkannt, sobald man im letzten Jahr eine 4 darin hatte. Im internationale Wirtschaft Zweig beginnt die zweite Fremdsprache, Französisch oder Spanisch, ab der 11ten oder wird fortgeführt ab der 11ten, wenn eine ganze Klasse mit Schülern (Realschule Französisch Zweig) mit Vorkenntnissen gebildet werden kann

    *** Berechtigt zum fachgebundenen Studium an einer Hochschule. Z.B. Pädagogik - Sozialer Zweig, Wirtschaftswissenschaften - Wirtschaft Zweig, etc.

    **** ist das Gleiche wie das Abitur am Gymnasium

    Ich meinte nur für fachlich einschlägige Studiengänge. Also z.B. ein Bachelor in Erziehungswissenschaft nach einer Erzieherausbildung oder ein Bachelor in BWL nach einer Ausbildung zum Industrie- oder Bankkaufmann.

    Klar kommt es bestimmt mal vor, dass man im Studium einen Text auf Englisch lesen muss. Das könnte dann problematisch werden. Wobei wirkliche Fachliteratur bestimmt auch für viele Abiturienten überfordernd ist (also ohne groß Vokabeln nachzuschlagen).


    Warum man noch das allgemeine Abitur macht?

    Damit man in die Studiengänge reinkommt, bei denen man nachher nicht mit den anderen in eine Versorgungskasse einzahlen muss. :teufel:

    Also an meiner FH hier ist es so, dass Erzieher, die Soziale Arbeit studieren wollen, nur 4 statt 7 Semester machen müssen, da ihnen das Praxissemester, der TPT und 2 Semester anerkannt werden. Sie studieren also nur noch 2 statt 3,5 Jahre und müssen keine Praktika mehr machen, was ich gut finde.

    OT, aber ich hatte mal an einem freien Tag auf Wikipedia geschaut, was es alles für Ausbildungsberufe gibt und war überrascht ob der Vielfalt. Ich fand dabei sogar Ausbildungsberufe, bei denen ich immer dachte, dass es dafür gar keine Ausbildung gäbe (eben die von samu genannte Fachkraft für Speiseeis, oder die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft). Klar muss es erst einmal Betriebe geben, die in diesen Bereichen ausbilden, aber ich finde das voll spannend und würde mir wünschen, dass sich mehr Jugendliche auch trauen, einen solchen Beruf anzunehmen statt immer nur Bürokaufmann oder Erzieher (natürlich auch tolle Berufe, aber ihr wisst, was ich meine).

    Erzieher machen zu wenige, ist ein sehr gesuchter Beruf, in Bayern aufjedenfall. Just to let you know

    Ich finde, man muss immer damit rechnen das (junge) Frauen schwanger werden können. Selbst wenn Jemand sofort bei Neueinstellung schwanger wird und weg ist, kann man da nicht eine Vertretungsstelle ausschreiben? So kenne ich das als Erzieher. Wenn bei uns Jemand schwanger wird und nicht mehr arbeiten kann, kriegen wir eine Langzeitvertretung. Ich finde Frauen dürfen nicht benachteiligt werden und es ist doch super das sie schwanger ist. Wir brauchen dringend Nachwuchs.

    In der Stadt zu wohnen und zu unterrichten ist furchtbar. Nur böse Menschen wohnen und arbeiten hier. Land ist perfekt. Landschulen sind super. Idylle, Ruhe, nette Kollegen etc. Seid nicht doof, geht aufs Land :aufgepasst:

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