Beiträge von Kimetto

    Oder die SuS haben vielleicht auch den falschen Bildungsgang gewählt.


    Ich habe so viele im chemisch-technischen-Bildungsgang (FHR als Ziel), die keine Formel umstellen können. Das ist in Klasse 11 dann aber auch nicht mehr meine Hauptaufgabe.

    Bei uns dasselbe Bild. Bin in den Bildungsgängen Informatik und Wirtschaft & Verwaltung unterwegs. Was man da an mathematischem Vorwissen zu sehen bekommt ist erschreckend:

    - Brüche addieren/subtrahieren? - Woher soll ich das können?

    - Prozentrechnung? - 10% von 120? Keine Ahnung, brauche meinen Taschenrechner

    - Gleichungen umstellen? - Noch nie gemacht! Ich kann nicht mit Buchstaben rechnen


    Das Erstaunliche ist, dass viele dieser Schüler mit guten bis sehr guten Mathe-Noten bei uns aufschlagen und dann auf einmal die Welt nicht mehr verstehen.

    Safe Harbour Statement: Meine Aussagen basieren auf meinem Wissensstand von 2016. Regelungen können sich also geändert haben.


    Erstes Fach ist bei OBAS immer das, in dem man den Studienabschluss hat. Das zweite wird dann anerkannt. Bei Maschinenbau bieten sich da IMHO Mathe oder Physik zur Anerkennung an. Ich meine, man braucht für das zweite Fach 33 ECTS-Punkte.


    An welche Schulform hast du denn gedacht? Ich möchte hier ausdrücklich für das Berufskolleg werben.

    Falls die Frage an mich gerichtet war:

    Wenn ich mir deine Forumsbeiträge anschaue, dann kann es sein, dass wir im gleichen Seminar saßen. Bist du mit deinen Schülern in einen Escape-Room gegangen und hast deinen Unterricht entsprechend aufgezogen?

    Nein, das ist mir unbekannt. In unserem Seminar sollten wir nur unser pädagogisches Selbstbild als Collage basteln und anderen grenzdebilen Unfug veranstalten. Meine Frage nach dem Bundesland zielte auf den TE ab, um den Seiteneinsteigerbegriff besser verstehen zu können. In NRW machen Seiteneinsteiger über OBAS z. B. ein ganz normales 2. StEx. "Seiteneinsteiger" scheint im BL des TE aber anders definiert zu sein.

    Gefühlsnoten z.B. aus einer 3,7 wird ganz magisch eine 3. Ich hab am Anfang im Lehrerforum gedacht, das sei ironisch gemeint :D

    Ich finde es umgekehrt total verrückt auf Basis pseudoobjektiver "Berechnungen", die auf Fehlinterpretationen mathematischer Regeln beruhen, Noten zu bilden. Habe auch nur gestaunt, als meine Schwiegereltern - beide Mathelehrer in Bayern - das ganz normal fanden.

    Nein, nein, das war von mir unglücklich ausgedrückt: Ich wollte damit sagen, dass es nicht am Fach liegen kann, weil es in allen Fächern so ist. Nicht nur in Mathe. Aber was du beschrieben hast kenne ich, so ging es mir in Mathe auch immer, irgendwie habe ich da einfach nichts verstanden, egal was oder wie viel ich geübt habe. Und wenn ich mal was verstanden habe, dann brauche sich nur eine kleine Nuance in der Fragestellung ändern und ich konnte es doch nicht mehr. Mathe ist für mich nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Aber meinen Schülern geht es so in fast allen Fächern. Egal welche Grundlagen in welchem Fach - sofort ist alles wieder weg :gruebel:

    Das sieht bei uns genau so aus (BK in NRW).

    Schlechter als 4,2 ist bei uns in manchen Bildungsgängen die Regel. Meistens liegt es zwischen 4,7 und 5,0. Das interessiert die SuS aber überhaupt nicht. Die meisten archivieren die Arbeiten noch nicht mal. Ich glaube, die SL hätte den ganzen Tag nichts anderes zu tun, müsste sie die Arbeiten gegenprüfen.

    Naja, dann hast du ein gutes Arbeitsumfeld. ;)


    Ich schätze, du unterrichtest mit deinen Fächern auch hauptsächlich eher Berufliches Gym, FOS oder Auszubildende in Berufen, in denen man schon eine gewisse Grundqualifikation braucht, um eingestellt zu werden, oder? Außerdem halt alles Sek 2.


    Aber je nachdem, wo man landet, kann der Beruf schon eine ziemliche Belastung darstellen. Ich denke einfach, dieses Risiko ist in der wesentlich IT geringer.

    Ich glaube, du weißt nicht, was in der IT abgeht. Insbesondere, wenn es in Projekten brennt, was aber eigentlich fast immer der Fall ist. Das ist allerdings IMHO OT und wäre einen eigenen Thread wert. Der Lehrerjob bietet so viele Möglichkeiten, seine Zeit frei einzuteilen. Ich genieße das richtig und nutze das z. B. gezielt zur Belastungssteuerung.

    Das ist ja alles richtig, was du schreibst. Dennoch geht es IMHO leicht an der Intention der Thread-Erstellerin vorbei. Ich wollte im Sinne der TE deutlich machen, dass Programme nur auf den Betriebssystemen laufen, für die sie entwickelt/kompiliert wurden. Das verstehen Laien ja häufig nicht.


    Das WSL lief bisher auch nicht ganz rund. Wenn man GUI-Anwendungen starten wollte, dann musste man erst den X-Server installieren/konfigurieren usw. Das ist zwar mit WSL2 alles besser geworden, aber dennoch kann man dem Otto-Normaluser nicht zumuten, soetwas zu konfigurieren. Ich sehe das vom Aufwand her auf einem ähnlichen Level wie WINE, nur eben in die andere Richtung.


    Fast immer lohnt der Stress nicht mit WINE - ich nutze (bis auf die BiBox) nur noch native Linux Programme.

    Das sehe ich genauso. Ich bin seit 20 Jahren fast ausschließlich auf Linux-Systemen unterwegs - damals SuSE 7.0 (da gab es sogar noch richtig gute Handbücher dazu), danach Fedora und Ubuntu. Mittlerweile bin ich aber bei Debian, bzw. LMDE heimisch geworden. Ich habe in der Zeit tatsächlich kein einziges Windows-Programm vermisst - noch nichtmal das Microsoft Office-Paket. Es gibt einfach für fast alles so viele gute Alternativen im Open Source-Bereich, häufig auch für Win/MacOS. Deswegen fragten ich nach den Programmen, welche die TE benutzt. Ggf. kann man dann Alternativen aufzeigen.

    Achtung rhetorische Fragen: Kannst du denn "ganz normale" Linux-Programme unter Windows laufen lassen? Oder iOS-Apps auf Android und umgekehrt?


    Was für Programme brauchst du denn unbedingt? WINE ist so eine Krücke, die das Ausführen von Windows-Programmen unter Linux ermöglicht. Als ich mir das vor einigen Jahren zuletzt angesehen habe, lief das aber eher mittelmäßig.

    Gibt es bei euch keine Vorgabe des Dienstherrn zum Umgang mit Klassenfahrt und Co? Oder endet die Vorgabe zum Schuljahresende?

    NRW. Vorgaben gibt es nur bis zum Schuljahresende. Ich denke, daher rührt auch der Standpunkt der SL.

    Wir haben letzten September 1 Woche Berlin für dieses Jahr Oktober gebucht. Die SL will mal noch nicht stornieren. Ich finde das nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten fragwürdig, sonder auch aus monetären. In meinen Augen ist es nicht in Ordnung knapp 300€ von den Eltern einzusammeln, wo vermutlich gerade viele von ihnen in Kurzarbeit sind.

    Danke für die bisherigen Antworten.


    s3g4: Das Anschreiben soll nur kurz sein. Auf der 3. Seite soll beschrieben werden, warum man für die Stelle geeignet ist.

    Also ich hatte schon mehrere Arbeitgeber in der Wirtschaft. Ich glaube von solchen Formalia hat noch keiner von denen gehört. Hast du Quellen für diese Anforderung?

    Die Frage hatten wir ja hier ganz am Anfang schon. Eigentlich soll es auch gehen Fremde einzuladen, geschafft hat es wohl noch niemand.

    Wir hatte das bis so konfiguriert. Das Problem ist, dass du Gastusern sehr weitreichende Rechte einräumst, weswegen wir heute auf Schüler-Accounts in Office 365 umgestiegen sind.


    Falls doch jemand Gastuser einrichten möchte, findet er über das Admin-Center so eine Checkliste, was alles konfiguriert werden muss.


    Edit: Hier die Anleitung für Gast-User in Teams

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