Beiträge von Lindbergh

    Männer beim Nachnamen nennen, Frauen in der gleichen Funktion/Position respektlos beim Vornamen entspricht dem Klischee des "alten weißen Mannes".

    Da wird wieder zu viel reininterpretiert. In den USA ist es sehr üblich, Leute mit Vornamen anzusprechen. Ich bleibe im Zweifelsfall beim Nachnamen (also "die Baerbock" statt "die Annalena"), wobei ich mich daran erinnere, dass das mal in meinem englischsprachigen Forum thematisiert wurde und es ein paar User als gekünstelt empfanden. Wieder ein Fall von "damned if you do, damned if you don't".

    OT, aber das finde ich sehr spannend, Antimon.

    Wenn ich an meine Oberstufenzeit zurückdenke, war Biologie bei diejenigen, die mit Naturwissenschaften auf Kriegsfuß standen, noch das geringere Übel. Diejenigen, die in allem Mittelmaß waren, entschieden sich zumeist für Biologie und Physik. Chemie war ein Fach, das man entweder liebte oder hasste, und diejenigen, die Chemie und Physik hatten, galten als die Naturwissenschaftscracks.

    Wir sind nach einem Quartal in Chemie mit dem Lk mal in eine Vorlesung an die Uni gegangen und waren schockiert, dass das Thema des ganzen Quartals in 90 Minuten Vorlesung abgehandelt wurde. Ich behaupte daher mal, dass man selbst im LK nur bedingt Vorsprung hat.

    Stimmt, aber da muss man andersherum denken: Wer mit dem "hohen" LK-Niveau gut klar kommt, hat eine Chance, mit dem noch höheren Hochschulniveau klarzukommen. Wer auf LK- oder gar GK-Niveau schon schwächelt, kann evtl. im Studium über sich hinauswachsen - ist aber eher unwahrscheinlich.

    Die Münchner Randbezirke sind ja auch sauteuer, z.B. richtung Ammersee, Starnberger See, aber auch der Münchner Osten. Da kann man eigentlich kaum irgendwo günstig wohnen.


    2-Zimmer Wohnung mieten in München (immowelt.de)

    Krasses Preisniveau! Wenn bereits Wohnungen so teuer sind, frage ich mich, wer sich überhaupt ein Reihenhaus oder ein freistehendes EFH (Und ich meine keine Villa, sondern ein schönes Durchschnittshaus.) dort leisten kann.

    Was ich mit dem Argument gemeint habe, ist dass man annehmen könnte, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem die Leute sagen, dass ihnen das Mietpreisniveau zu hoch ist und sie sich folglich eher für andere Wohngegenden entscheiden.

    Aktuell deute ich es eher so, dass für die Münchner:

    - das Preisniveau noch völlig OK ist ODER

    - sie es zwar nicht OK finden, aber das Argument "in München wohnen" stärker wiegt ODER

    - das Preisniveau die Entscheidung gerade für Gutverdiener erst attraktiv macht

    Ich finde es interessant, dass einerseits München immer teurer wird, andererseits immer mehr Zuzug erfährt. Normalerweise regelt das irgendwann der Markt. Hier scheint es sich um den seltenen Fall zu handeln, bei dem hohe Kosten nicht abschrecken, sondern eher noch das Interesse wecken, erst recht dorthin zu ziehen.

    Schade für diejenigen, die nach München versetzt werden, es sich aber gar nicht leisten können oder wollen, dort zu wohnen.

    Letztens gab es ein Interview mit Scholz, ein Lehrer aus Berlin war zu Gast und er hat einfach konsequent den glottalen Plosiv angewendet. Fand ich insofern interessant, weil es in der Flüchtigkeit des Mündlichen doch schwerer ist, konsequent zu gendern als im Schriftlichen. Ich stellte aber auch schon fest, dass manche Politiker das Gendern verwenden, aber es in der Flüchtigkeit des Mündlichen verschlucken, sodass dann sowas wie "Liebe Kollegen und Kollegen" herauskommt.

    Ich schrieb nichts von einer Bürgermeisterwahl, aber ich muss meinen Eindruck hinsichtlich der Komplexität des Wahlprozesses auch nicht verteidigen. Da sind wohl einfach die Meinungen unterschiedlich.

    Es waren diverse Zettel. Wie ja schon angedeutet wurde, finden teilweise mehrere Wahlen gleichzeitig statt.


    Seph hat mit seinem Input auch Recht und wenn ich so darüber nachdenke: Es ist schon wichtig, dass politische Wahlen geheim ablaufen, um Beeinflussung durch Dritte zu vermeiden. Da denke ich nicht nur an Heimbewohner, wo die Pflegeleitung schauen könnte, dass die Bewohner auch ja das Richtige ankreuzen, sondern auch an 18-jährige Erstwähler, die u.U. andere politische Ansichten als ihre Eltern haben, aber von diesen (z.B. finanziell) noch abhängig sind.

    Schmidt: OT, aber wieso antwortest du auf meine Nachricht, wenn du mich blockiertest? Ich hätte deine Frage per PN beantwortet, da es um ein Detail geht, das ich nicht im öffentlichen Forum schreiben wollte, geht aber nicht.


    @FallenAngel: Stimmt, da hast du auch wieder Recht!

    Ein Familienmitglied hat per Briefwahl gewählt. Der Prozess hat etwa dreimal so lang gedauert wie es bei mir üblicherweise der Fall ist. Das Familienmitglied fand den gesamten Prozess, da viele einzelne Materialien, recht umständlich. Ich als Außenstehender ehrlich gesagt auch. Ich habe zwar weggeschaut als es um das Kreuzchensetzen ging, aber sonderlich geheim war die Wahl so jetzt nicht gerade.

    Deutschland ist Autoland schlechthin, weswegen ich den Versuch, die Deutschen zu mehr öffentlichem Verkehr zu motivieren, bereits schwierig finde. Autonomes Fahren hingegen... Ich weiß nicht, ob die Deutschen sich emotional vom "selbst am Steuer sitzen" trennen könnten.


    Wegen den Geldautomaten: Ich persönlich würde es ja immer noch vorziehen, das Geld vom weiblichen Bankkaufmann meines Vertrauens in die Hand gedrückt zu bekommen, ist aber Geschmackssache.

    Was die angesprochene Demütigung angeht: Das ist halt jetzt ein sehr subjektiver Punkt. Wenn man wie ich ein sehr positives Bild von Arbeit hat und vlt. sogar die Arbeitslosenquote auf 0 bringen würde (Ausnahmen: Leute, die aus medizinischen Gründen nicht arbeiten dürfen, und Leute, die es sich finanziell leisten können, nicht arbeiten zu müssen), sieht es als problematisch an, wenn jemand arbeiten könnte, aber nicht möchte und gleichzeitig staatliche Unterstützung erhalten möchte. Einen gewissen Druck für Leute, die von selbst nicht aus dem Quark kommen, finde ich daher nicht grundsätzlich verkehrt, ich würde es jedoch ein bisschen anders handhaben. Wenn jemand selbst keinen Job findet und die Vorschläge des Arbeitsamtes ablehnt, muss er einen sozialen Dienst zum Wohle der Kommune verrichten (Hecken schneiden, Kindern in der Kita vorlesen, mit Rentnern spazieren gehen, Straßen fegen, etc.) und bekommt dafür die staatliche Unterstützung. Wer all das verweigert, ist durch alle gesellschaftlichen Raster gefallen und muss selbst schauen wie er klarkommt.

    Alterra: Ich finde, es ist vollkommen legitim, wenn jemand lieber zuhause bleiben und Haushalt und Kindererziehung übernehmen möchte. Das ist gleichermaßen eine wichtige Tätigkeit, die in unserer Gesellschaft leider zu gering geschätzt wird. Mein "Aber" wäre jedoch an der Stelle, dass meine Unterstützung dann aufhört, wenn jemand im Gegenzug staatliche Leistungen - da mache ich keine Unterschiede, ob man das jetzt BGE, Grundsicherung oder Hartz-IV nennt - dafür erhält (Ich kenne mindestens einen solchen Fall.), da ich der Meinung bin, dass staatliche Leistungen nur für nachweislich Bedürftige sein sollten.

    Nach der Theorie des BGE würde der Verdienst von TZ Jobs nicht angerechnet werden, sondern käme oben drauf.

    In den vereinigten arabischen Emiraten sind 90,4% erstgeimpft, in Portugal 87%. Wenn ich davon ausgehe, dass in beiden Ländern dieselben Personengruppen nicht geimpft werden können wie in Deutschland (=Kinder unter 12 und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen) und annehme, dass der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung ähnlich dem wie in Deutschland ist (Die Geburtenrate beider Länder liegt leicht unter der deutschen.), muss die Gruppe der Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, sehr klein sein, ich schätze <1%.

    Ich oute mich nun mal: Bei einem Grundeinkommen von 1000 Euro bliebe ich gern die nächsten 5 Jahre zu Hause

    Ich kenne auch Leute, die das sicher so machen würden. Es hängt sicher vom eigenen Verhältnis zum Thema Arbeit bzw. allgemein Zeitvertreib ab. Ich teile selten Persönliches, aber ich darf an der Stelle schreiben, dass ich zu Schülerzeiten Ferien hatte, in denen ich mich unendlich langweilte, nichts mit mir anfangen konnte und im Prinzip nur darauf wartete bis die Schule wieder anfing.

    Ich erinnere mich gerade an die Spongebob Schwammkopf-Folge, in der sein Chef Mr. Krabs sein Lokal verkauft und zunächst davon träumt, was er alles Tolles in seiner Freizeit machen könnte. Ganz kurze Zeit später ist alles, was er schon immer machen wollte, erledigt, ihm ist totlangweilig, weswegen er einen Aushilfsjob im selbigen Lokal aufnimmt und es am Ende doch wieder zurückkauft. Ich vermute, Millionen von Deutschen würde es ähnlich gehen. Nach dem Lockdown berichteten mir auch viele, dass sie es zwischenzeitlich doch langweilig fanden, weil eben irgendwann alles Aufgeschobene doch erledigt ist.

    cera: Du setzt voraus, dass die Nachfrage nach den Gütern konstant bleibt, und dass das Geld der entscheidende Faktor ist, um die Nachfrage zu stillen. Stimmt irgendwo schon, aber die Implikation "Dann muss man den Bürgern einfach Geld schenken.", teile ich nicht. Das passt einfach nicht in eine Leistungsgesellschaft, in der es normal ist, sich durch Leistungsbereitschaft Vorteile zu verdienen. Für mich klingt logischer, dass man Arbeitsplätze erhält, da produktive Arbeit wichtig ist für die menschliche Sozialisation. Man muss sich nur diejenigen anschauen, die heute keiner geregelten Arbeit nachgehen... Im Idealfall sind es Selbstdarsteller, die ihre Selbstinszinierung in den sozialen Medien feiern, im schlechtesten Fall sind es Leute, die vereinsamen, kriminell oder süchtig werden, verwahrlosen, in den Tag hineinleben.

    Maschinen sind im Übrigen nicht per se günstiger. Nicht nur der Markt regelt Preise, sondern auch der Staat. Wenn eine menschliche Arbeitsstunde 12€ und eine maschinelle Arbeitsstunde 50€ kosten würde, was würden Unternehmen machen?

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