Beiträge von Lindbergh

    Und wenn auch für Männer am Ende noch etwas herauskommt? Es sind doch recht viele Vorkommnisse in kurzer Zeit - und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da die Inzidenz steigt und die Impfungen dringend gebraucht werden.


    samu: Verdacht auf "nicht vertrauenswürdiger Impfstoff = hoher Wirkungsgrad mit keiner überdurchschnittlich hohen Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen".

    Für Männer scheint er ungefährlich zu sein. Dann sollten Männer AZ und Frauen (und Männer, wenn zu wenig AZ da ist oder es aufgrund von Krankheiten nicht verwendet werden soll) BT bekommen, Problem gelöst.

    Es wirkt aber schon etwas verdächtig:

    1. Nicht für Ältere geeignet, da keine Studien hierfür vorhanden.

    2. Genereller Stopp, da Thrombosengefahr. Dann doch nicht.

    3. Auf einmal dürfen alle Altersgruppen geimpft werden.

    4. Jetzt Stopp für (jüngere) Frauen.

    Abgesehen von weniger Krebsarten.

    HIV ist beispielsweise ansteckend. Hierbei kann man das von mir zuvor Beschriebene gut anwenden. Jemand, der nicht verhütet und regelmäßig wechselnde Sexualpartner hat, hat ein erhöhtes Risiko, sich mit HIV anzustecken, im Vergleich zu jemandem, der stets verhütet und wenige Sexualpartner hat. Risiko = 0% hast du nur, wenn du gänzlich auf sexuelle Aktivitäten verzichtest (und nie auf Bluttransfusionen angewiesen bist). Sollte es im zweiten Fall dennoch zu Ansteckungen kommen, ist das zwar ärgerlich, aber dann würde ich auf keinen Fall mit (Selbst-)Vorwürfen reagieren, sondern es als allgemeines Lebensrisiko verbuchen.

    Sag das den Menschen, die auf der Intensivstation um ihr Leben kämpfen oder die jemanden an Covid verloren haben.

    Aus Respekt vor den Erkrankten würde ich das natürlich nicht machen. Allerdings ist Corona nicht die erste und wird nicht die letzte Krankheit sein. Glücklicherweise ist Corona eine Krankheit mit verhältnismäßig geringem Sterberisiko. Wenn jemand einen sehr risikoreichen Lebensstil pflegt und dann infolgedessen verstirbt, da könnte man sagen: "Das war selbstverschuldet. Das hätte man vermeiden können.". Wenn jemand einen risikoarmen Lebensstil pflegt und dennoch erkrankt: Mir tut jeder Krebs-, Herzinfakt- oder Schlaganfallerkrankte leid, aber das sind Risiken, die das Leben so mit sich bringt. Klar, theoretisch könnte ich auch in der Situation sein. Das Schlimmste, was man dann aber machen kann, ist sich selbst Vorwürfe zu machen à la "Hätte ich doch nur...". Wir müssen keine unnötigen Risiken eingehen, aber es gibt auch nicht 0% Risiko und wenn etwas passieren sollte, dann sollte es so sein.

    Sie ist Ärztin.

    In dem Fall kann man sagen, dass die Ansteckung unausweichlich war. Mit regelmäßigem Testen hätte man vlt. die Erkrankung rechtzeitig erkannt, sodass es der Mann und die Kinder nicht bekommen hätten, aber bei aller Liebe, wenn wir nur noch irgendeinen Schritt aus dem Haus machen können, wenn wir uns vorher testeten, muss man fragen, ob das noch Lebensqualität ist. Ab einem Punkt muss man dann einfach sagen: "Wenn es passiert, passiert es halt.".

    Würde man warten, bis Gruppe 1 komplett "durch" ist, wäre das genau die Unflexibilität, die du immer ankreidest.

    Findest du? Ich würde bei Resten, die am Abend übrig bleiben, nicht auf den Prioritäten beharren, aber bei den Regelterminen hätte ich jetzt schon gesagt: "Wir machen jetzt Gruppe 1 durch und wenn wir damit fertig sind, kommt Gruppe 2 dran, danach Gruppe 3 und danach Gruppe 4.".

    Eine Freundin von mir hat sich auch auf der Arbeit angesteckt, ihr Mann und die Kinder dann später auch. So steigt der Anteil der Infektionen im privaten Umfeld hier auf 3. Die Ansteckung im beruflichen Umfeld liegt bei 1. Wobei das im Grunde ja nicht stimmt, ohne die Ansteckung auf der Arbeit hätten es Mann und Kinder nicht bekommen. Sonst haben die 4 mangels Kontakten niemandem infiziert.

    Arbeitet sie in einem systemrelevanten Beruf, womöglich sogar mit Körperkontakt? War die Ansteckung unvermeidlich? Wenn beides mit "ja" beantwortet wird, frage ich mich, was es jetzt groß bringen soll, ein Kleidungsgeschäft oder einen Tattooladen zu schließen. Das sind ja letztendlich eher Tropfen auf den heißen Stein.

    Sagen wir mal, Peter arbeitet im Supermarkt und hat zwei Kitakinder. Woher soll er wissen, ob er sich auf der Arbeit oder bei seinen Kindern angesteckt hat?

    Im Zweifelsfall Ausschlussverfahren: Was ist wahrscheinlicher? Ich würde in dem Fall die Kitakinder sagen.


    @Frosch: Super, du bist ja ein Computerprofi! Ich denke, dass es nie 100% passende Metaphern gibt, ob es das Computervirus oder das mit dem Brand ist, aber ich verstand teilweise , was du mit der Analogie zu den Querdenkern meintest. Querdenker hast du in einer Demokratie und solange sie sich an den Gesetzesrahmen halten, weiß ich nicht, was man dagegen machen sollte.

    Ja, grundsätzlich ist es möglich, dass ein Stecker lose ist und das Bild z.B. flackert, es aber besser als gar nichts ist. Ich habe da selbst gerade ein solches Gerät zuhause (wird demnächst durch ein neues ausgetauscht).

    Wir können aber auch sagen, dass wir nur auf einen Teil der Programme des Computers Zugriff haben, wenn dir das besser gefällt.

    https://www.tagesschau.de/inla…emie-bekaempfung-101.html


    Wenn die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer nicht willens oder in der Lage sind, die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen, dann muss das der Bund übernehmen. Und entscheiden. Für den Moment gibt es nur eine Lösung: alles zu, alles dicht - und zwar jetzt. Die Lage ist verdammt ernst.

    Deutschland ist immer noch ein föderales System, keine Ahnung, ob Merkel überhaupt die Befugnisse hätte, die Landesminister zu übergehen. Davon mal abgesehen: Ich bin durch Zufall heute auf eine passende Metapher gekommen. Wir haben einen Computer mit einem Virus, der Stecker ist minimal drin, um wenigstens die wichtigsten Geschäfte zu erledigen. Jetzt wird überlegt, ob man den Stecker ganz zieht. Danach kann man aber gar nichts mehr mit dem Computer machen. Wenn der Stecker wieder reingesteckt wird, ist das Virus immer noch auf dem Computer.

    Weil jetzt wieder Ausgangssperren diskutiert werden: Vor wenigen Wochen waren Kekulé und Lauterbach zu Gast bei Stern TV und ersterer sah Ausgangssperren eher als Gefahr statt als Hilfe, da er argumrntierte, dass im Freien die Ansteckungsgefahr deutlich geringer sei und durch eine Ausgangssperre die Menschen mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Lauterbach ist ja immer sehr skeptisch, aber selbst ihm fielen dabei keine nennenswerten Gründe ein, die Kekulés These widersprachen.

    Lindbergh

    Vorsicht mit den niedrigen Todeszahlen. Das liegt z.T. auch am Meldeverzug an Wochenenden. Solange Behörden noch mit Karteikarten arbeiten und am Wocheende der Griffel fällt, immer eine Woche als Ganzes betrachten!

    Mir fallen aber schon länger Todeszahlen im zweistelligen Bereich auf. Ich werde natürlich an der Sache dranbleiben. Mein LK ist von der Altersstruktur relativ alt und war verhältnismäßig stark gebeutelt als es die Altenheime erwischte. Seitdem diese fast komplett durchgeimpft wurden, gibt es kaum noch Tote, was ich als sehr erfreulich betrachte.

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