Beiträge von Das Pangolin

    Man findet es unter anderem hier:

    https://www.welt.de/vermischte…mmerferien-ins-Spiel.html


    Ich brauche da noch ein wenig, um mir eine vollständige Meinung darüber zu bilden.


    Das hatten wir ja auch schon mal hier vor kurzer Zeit. Anscheinend ist dieser Vorschlag inzwischen "oben" angekommen.


    SIEHE: Sollte das Schuljahr wegen Corona verlängert werden?


    Ich hoffe, sie machen das nicht. Eine Verschiebung um 2-4 Wochen hingegen fände ich akzeptabel.


    Ah, danke für die Präzisierung (wobei ich "IMHO" nicht verstehe, aber egal ...).


    Ich kann auch präzisieren:


    Zitat

    In mehreren Bundesländern soll der Unterricht für die Abschlussklassen der Jahrgänge 10 und 12 beziehungsweise 13 schon am 27. April wieder beginnen. Konkret planen Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, den Schulbetrieb eingeschränkt vor dem 4. Mai wieder aufzunehmen. In Sachsen soll der Unterricht für die Abiturienten schon kommenden Montag losgehen. In Berlin beginnen die Abi-Prüfungen wie geplant bereits am kommenden Montag, in Schleswig-Holstein am Dienstag.


    https://www.n-tv.de/panorama/0…ril--article21626512.html


    Da ja auch ab dem 04.05. nicht gleich alle kommen sollen, finde ich die Aussage, die man jetzt überall liest bzw. gestern las, dass die Schulen bundesweit am 04.05. öffnen, aber doch eher bereits wieder hinfällig.

    Die scheinbare bundesweite Einheitlichkeit bzgl. der Schulöffnungen ist ja dann wohl doch ein Trugschluss.


    Es hieß heute groß und alle Medien vermeldeten es, die Schulen öffnen ab dem 04.05. wieder schrittweise. Ok, ist es halt so, dachte ich mir. Jetzt lese ich, in NRW und Sachsen (?) aber schon kommenden Montag, also am 20.04. und in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz schon übernächsten Montag, also am 27.04. Wer weiß, wer noch ausschert und früher öffnet?!? Da hätte man sich ja diese Verkündung vom 04.05. in den Medien ja eigentlich auch sparen und gleich sagen können, jedes Bundesland regelt die Schulöffnungen alleine.


    Hier weitere interessante Aussagen.



    Das Zitierte klingt für mich eigentlich ganz plausibel.

    Pragmatisch? Vielleicht weil du jünger bist?


    Ich war auch pragmatisch, bis ich im Gespräch mit einer Kollegin (auch sie gehört zu den immer Schaffenden, sie sprach mich unmittelbar vor der Schuschĺießung an) bemerkt habe, dass wir beide bereits höheres Risiko haben (nicht unbedingt zu sterben, aber schwere Verläufe mit langer Beatmung und evtl. Langzeitfolgen gibt es bereits häufiger ab Mitte 50, Zahlen dazu schwanken ja, es wird über spezielle Reha für diese Gruppe gesprochen ).


    Es ist immer leicht, pragmatisch zu sein, wenn man glaubt, nicht unmittelbar betroffen zu sein. Es mag für dich nicht zutreffend sein (ich kenne dich ja nicht), es ist mir in den letzten Wochen aber aufgefallen.


    Nein, ich meine, dass Risikogruppen zu Hause bleiben sollen. Ich zähle nur eben Menschen ab 60 (also bis zum Renteneintritt) angesichts der zitierten Zahlen noch nicht so sehr dazu.


    Edit: Jetzt habe ich gerade die Verwarnung gesehen. Na dann äußere ich mich hier mal lieber nicht weiter zu diesem Thema.

    Brauchst ja nur nachzurechnen. Angenommen, du hast in einem Kollegium 25 Leute Ü60. Ist in einem großen Kollegium jetzt nicht so ungewöhnlich. Angenommen, die infizieren sich alle, trifft es bei einem Risiko von 4% halt einen. Ob das jetzt verhältnismäßig ist?


    Rund 4% (waren es nicht 3,3%) von 25 Personen? Ja, dann wäre es einer. Klar, sobald es jemanden konkret betrifft, den man kennt, sieht alles schon wieder ganz anders aus. So ist das halt mit der Statistik. Aber sollen 96% dauerhaft oder langfristig nicht mehr arbeiten gehen, weil rund 4% ein Sterberisiko haben, WENN sie sich anstecken (diese 2. Bedingung muss ja auch noch erfüllt sein, denn es sind ja jetzt nicht 4% aller Leute in den 60ern, die wegen Corona sterben, sondern rund 4% der Infizierten in den 60ern). Wer macht dann die Arbeit, wenn alle über 60 nicht mehr arbeiten? Wer bezahlt deren Gehalt/Lohn und wovon?


    Ja, wahrscheinlich spielt es jetzt eine große Rolle, wie man dem ganzen Thema gegenübersteht. Wie anderswo jemand schrieb, gäbe es in seinem Kollegium die panischen und die pragmatischen. Ich gehöre garantiert nicht zu den panischen. Weiß auch nicht, warum. Ist einfach so.

    Bei Beschränkung auf die Kernfächer wüsste ich aber gern mal, was denn meine Kollegen mit Nicht-Kernfächern machen. Vor den Osterferien hat meine Klasse nämlich fast nur von Hauptfachlehrern Material und Fernunterricht erhalten, die Nebenfächler waren, dezent gesagt, weitgehend in der Versenkung verschwunden.


    Gute Frage! Vielleicht können die ja auch fachfremd was anderes machen? Vielleicht müssen die dann mehr in die Notbetreuung? Wir können ja mal Ideen sammeln.


    Im Gegensatz zu meinen Fachkollegen habe ich auch für Sport praktische Aufgaben herausgegeben.

    Wenn nun nur die Hauptfächer unterrichtet werden sollen, könnte ich mir vorstellen z.B. im Gesundheitsamt auszuhelfen.


    Respekt! Ich glaube, dazu sind nur wenige bereit.

    @ Titel geändert, hoffe, jetzt fühlt sich jede Sichtweise berücksichtigt. ;)


    Hier erstmal zwei Ergänzungen. Die Leopoldina, das sind doch die, die die (ups, 3 x die) Bundesregierung beraten, empfehlen wohl auch rasche Schulöffnungen. Ich schreibe "wohl", weil die Aussagen sich da im Artikel widersprechen. Erst "so bald wie möglich", dann "nur sehr eingeschränkt", naja, dann wohl "so bald als möglich sehr eingeschränkt". Es geht vor allem darum, dass man kleinen Kindern nicht zutraut, sich an Abstandsregeln und Hygienevorschriften (Masken?) zu halten bzw. dies durchzusetzen. Ich übrigens auch nicht.


    Hier nachzulesen: https://www.gmx.net/magazine/n…moeglich-oeffnen-34610250


    Bei uns in Sachsen-Anhalt klingt das eigentlich recht ausgewogen. Da finde ich eigentlich fast alles zitierenswert (für die, die es nicht öffnen können, das hatten wir ja schon).



    Die Klassen in zwei Gruppen zu teilen, würde mir ja gefallen. Gegen Unterricht im Schichtsystem, also vormittags und nachmittags, hätte ich nicht so viel, WENN das nicht dann jeweils beides ich machen soll, also in allen meinen Klassen und in allen meinen Fächern. Wahrscheinlich muss man dann irgendwie auch die Stundentafel für die Schüler reduzieren, indem man sich erstmal auf die sogenannten Kernfächer beschränkt. Wir Lehrer können ja nun nicht doppelt so viele Stunden abhalten und woher will man sonst die Lehrer dafür nehmen, wenn es eh schon keine gibt?

    Aus Hessen lese ich dies. Ein vorübergehender Schichtbetrieb ist ja derzeit in aller Munde.



    Bei einer Aufteilung der Klassen in Gruppen bekämen wir im Nebeneffekt endlich die gewünschten kleineren Klassen. ;) Aber wie soll der Unterricht abgedeckt werden, wenn man dann jede Klasse in 2 Gruppen unterrichten soll?

    Sachsen wird wohl das erste Bundesland sein, dass seine Schulen nach den Osterferien wieder öffnet.


    Was spricht dafür, was spricht dagegen? Unter welchen Bedingungen kann das verantwortet werden?


    Bei uns zählen auch alle ab 60 als Risikogruppe. Hoffentlich stellen sich da nicht ein paar Übereifrige dagegen. Ich finde es völlig in Ordnung, dass man hier lieber vorsichtig ist.


    Warum übereifrig? Es geht doch auch um Realismus und Verhältnismäßigkeit. Ab 60 finde ich mit den neuen Zahlen nicht mehr gerechtfertigt (siehe auch Heinsbergstudie).


    Wer soll denn die Arbeit machen, wenn alle zuhause bleiben? Ab 50 ist das Risiko 1,2 % (satt 3,3% ab 60). Sollten denn dann sicherheitshalber und vorsichtshalber nicht auch alle ab 50 zuhause bleiben? (Selbst das habe ich schon gelesen.)

    Auch in Schweden sind nicht alle Schulen offen, nur Schulen der Klassen 1-9. Darüber hinaus gibt es online-Unterricht. Auch die Universitäten sind geschlossen. Herr Tegnell ist - auch in Schweden selbst - nicht unumstritten und es regt sich zunehmend Protest gegen die gewählte Vorgehensweise im Land. Auch bei angesehenen schwedischen Wissenschaftlern. Daneben sollte man berücksichtigen, dass Schweden, abgesehen von einigen größeren Städten, wesentlich lockerer besiedelt ist als z.B. Deutschland. Schweden: 21 Einwohner pro Quadratkilomenter, Deutschland 229 Einwohner auf derselben Fläche. Die durchschnittliche Klassengröße in Schweden beträgt ca. 20 Schüler. Zum Vergleich: hessische Gymnasien 2012 im Schnitt 26 Schüler pro Klasse. In den schwedischen Vorschulen kommen auf einen Erzieher 5,2 Schüler. Die Schule einer Freundin hat einen Austausch mit einem Gymnasium im ländlichen Schweden - da besteht die gesamte (!) Klassenstufe 10-12, die dort Gymnasium heißt, gerade einmal aus 120 Schülern. Das sind ganz andere Voraussetzungen als an vielen unserer Klassenzimmer, die eher besseren Legebatterien ähneln. Finnland, das ähnliche Bedingungen wie Schweden hat, hat übrigens die Schulen geschlossen. Die Frage "Wie kann man da in Deutschland noch Schulschließungen rechtfertigen, wenn Schweden sie offen lässt?" stellt sich für mich nicht. Das ist z.T. Äpfel mit Birnen vergleichen.


    Eigentlich widersprichst du dir aber selbst. Du meinst, Deutschland und Schweden zu vergleichen, sei Äpfel mit Birnen zu vergleichen (z.T.), weil z.B. in einer schwedischen Schulklasse durchschnittliche 20 Kinder sitzen und in einer hessischen Gymnasialklasse durchschnittlich 26. Und das soll für die Ansteckungsgefahr in einer Klasse relevant sein, dass da nur 20 Kinder sitzen und nicht 26?


    Dass Schweden insgesamt dünner besiedelt ist, weil weite Flächen wahrscheinlich kaum oder gar nicht besiedelt sind, nützt doch aber den Menschen in Stockholm nichts bzgl. Corona und macht sie nicht weniger anfällig. Andererseits gibt es auch dünnbesiedelte Regionen in Deutschland. ...


    Aber vor allem begründest du, warum sich Schweden diesen Sonderweg leisten kann und dann schreibst du, dass Finnland ähnliche Bedingungen hat, aber Finnland geht einen anderen Weg. Dann liegt es doch aber gar nicht an den unterschiedlichen Bedingungen (zu Deutschland) bzw. an den ähnlichen Bedingungen (zu Finnland). Also deine ganze Argumentation ist nicht stimmig, finde ich.

    Das ist jetzt nur anektdotisch, aber das ist die Personengruppe, die bei mir an der Schule die Notbetreuung überhaupt nicht wahrnimmt. Das gab mir etwas zu denken.


    Bei uns zählen bisher alle als Risikogruppe, die über 60 sind, ...


    Naja, bzgl. Covid-19 sind wir alle Lernende (gewesen). Auch Masken sollten zuerst unnütz sein und nun werden sie doch empfohlen. Bei Leuten ab 60, also in den 60ern, von Risikogruppe zu sprechen, ist angesichts der Zahlen (siehe Bild in meinem vorherigen Kommentar) inzwischen unhaltbar. Alle möglichen Krankheitsrisiken nehmen leider ab 60 zu.


    Zitat

    Fast 80 Prozent aller Schlaganfälle sind in der Altersgruppe ab 60 zu finden.


    https://www.t-online.de/gesund…drohen-mit-dem-alter.html


    Als wirkliche Risikogruppe würde ich bzgl. Covid-19 die über 80-Jährigen einstufen mit 14% Sterberisiko, aber selbst da beträgt ja also die Überlebenschance 86 %. Das ist doch enorm hoch! So eine hohe Überlebenschance hast du bei vielen Krebs-Erkrankungen nicht.

    Zur Risikogruppe (dem Alter nach) gehört man frühestens ab 70 Jahren, denn da steigt die Sterblichkeitsrate stark an, ab 80 Jahren liegt sie dann bei 14%. Von 60-70 (und alle Jüngeren natürlich) gehört man eigentlich noch nicht zu einer Risikogruppe dem Alter nach. Vielleicht "tröstet" das ja auch ein wenig.


    Ich versuche mal, so eine Übersicht einzufügen (die schwarzen Balken rechts zeigen die Sterblichkeitsrate).

    @Lehramtsstudent ,


    hier lese ich es gerade wieder:


    Zitat

    Bei Menschen über 80 Jahren liegt die in der offiziellen chinesischen Analyse errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, es sterben also in dieser Altersgruppe in China im Mittel etwa 15 von 100 Infizierten. Auch bei Menschen mit schweren Vorerkrankungen ist das Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf höher. In der Gruppe der 10 bis 39 Jahre alten Menschen sterben 0,2 Prozent der Infizierten, also etwa 2 von 1.000 Betroffenen.


    https://www.t-online.de/gesund…gpItWG0liqsix_KEWFdB0nTSo


    Das heißt, auch über 80 überlebt es die große Mehrheit, wobei 15% Sterberate schon hoch ist, und du siehst die Zahl für die jüngeren Leute (0,2%). 0,2% sind ab 1000 Fällen 2 Personen, also ab 500 Betroffenen bereits 1 Person zwischen 10 und 39 Jahren. :( Da kann man sich alles Weitere ja selbst ausrechnen.


    Nee, @Lehramtsstudent , das erinnere ich anders:


    zu 1.) Es ist nie gesagt worden, dass junge Leute nicht schwer erkranken können; es ist nur immer gesagt worden, dass alte Leute und Leute mit Vorerkrankungen ein sehr viel höheres Risiko hätten, schwer zu erkranken. Die entsprechenden Zahlen (Prozente) bestätigen das ja auch. (Irgendwo hatte ich das schon mal verlinkt im Zusammenhang mit den Risikogruppen.) Jemand zuvor schrieb schon, dass bei entsprechend hohen Fallzahlen eben auch diese geringere Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung bei jüngeren Leuten auftritt - und in den Medien vermeldet wird.


    zu 2.) Ich habe es so verstanden, dass man infiziert sein kann, aber noch nicht ansteckend ist. In irgendeiner Talk-Show wurde gesagt, dass man, ich glaube, so ungefährt 3 Tage nach Ansteckung anfängt, "infiziös" zu sein. Genauso kann man nach Genesung noch das Virus in sich tragen ("Restbestände"), aber nicht mehr ansteckend sein. Ob man "nie" Symptome hat, solange man noch nicht ansteckend ist, und ob man immer Symptome hat, wenn man ansteckend geworden ist, das weiß ich gerade nicht. Müsste man nochmal nachlesen, aber du weißt ja, die Meinungen gehen weit auseinander und selbst Belege (siehe zweimalige Ansteckung) werden unterschiedlich interpretiert bzw. sind umstritten.

    Schweden geht einen anderen Weg, weil sein Chefvirologe Anders Tegnell anderes rät. Ob das besser oder schlechter ist, werden wir wohl erst nach der Corona-Krise wissen.



    Ich frage mich vor allem, wie soll es nach den Osterferien weitergehen? Wie lange sollen die Schulen denn geschlossen bleiben? Wie können sie öffnen, wenn das Corona-Virus noch grassiert?


    Wie lassen sich Schulschließungen vor dem Hintergrund des Zitierten überhaupt noch rechtfertigen?

    ...


    Zum Schuljahr 2021/22 würde ich sie abgeben und dann meine Stunden so stark reduzieren, dass ich keine Klassenleitung mehr bekomme.


    Kann man denn eine Klassenleitung so einfach abgeben? Wie viele Stunden muss man in einer Klasse haben, damit man keine Klassenleitung mehr bekommen kann?


    Die privaten Telefonnummern sollte man wohl nicht herausgeben. Hat man es doch getan, sollte man Anrufzeiten vorgeben. Hält sich jemand nicht daran, sollte man darauf hinweisen und Gespräche, die doch kommen, nicht annehmen bzw. sofort beenden. Notfalls die Nummer ändern. Ob es rechtliche Schritte gibt, die man unternehmen kann, weiß ich nicht. Mails kann man ja immer dann lesen und beantworten, wann man will.


    Nur einfache Klassen, Schüler, Eltern zu bekommen, wäre traumhaft, kann aber nicht erwartet werden. Es gehört halt dazu. Nervt mich aber auch sehr, wenn sowas auftritt.

    Hallo zusammen,

    wir haben ja nun alle gelernt, dass man soziale Kontakte möglichst meidet und Abstand hält. Im privaten Bereich setze ich das vorbildlich um: Wir halten uns nur zu Hause auf bzw. gehen als vierköpfige Familie kurz im Wald spazieren. Unsere eigenen Kinder dürfen sich nicht verabreden, mit den Großeltern nur telefonieren, etc. ABER: Wie läuft das bei euch in der Grundschule konkret mit der Notbetreuung? Vorerkrankte und ältere Kollegen sind raus, das ist gut und richtig. Aber was mit den anderen, nicht vorerkrankten Kollegen? Wie schützt der Dienstherr die? Es kann doch nicht sein, dass man ausgerechnet da dann mit fünf Kindern überm Mensch-ärgere-dich-nicht die Köpfe zusammensteckt? Das sind ja in der Regel selber alles Kinder aus Familien, die beruflich viel mit Menschen, auch Erkrankten, zu tun haben.

    Was kann man da machen? Sich selbst hinters Pult klemmen, die Kinder an weit auseinander stehende Tische verteilen und dort beschäftigen? Das klappt bei 6-10jährigen doch niemals 4 Stunden lang!

    Wäre dankbar für eure Meinung bzw. Erfahrungen.


    Ich wundere mich über die Argumentation mit der Fürsorgepflicht. Ja, ich weiß, der Dienstherr hat gegenüber den Beamten eine Fürsorgepflicht. Lassen wir jetzt mal das mit den angestellten Kollegen beiseite (rund 200.000 von rund 800.000 Lehrern in Deutschland), hat denn der Dienstherr gegenüber seinen verbeamteten Polizisten nicht auch eine Fürsorgepflicht? Sollen die also nun deshalb auch alle besser zu Hause bleiben, um soziale Kontakte möglichst zu vermeiden, wie wir ja nun alle gerade gelernt haben? (Würde wohl so manchem Kriminellen gut in den Kram passen?!?)


    Aber im Ernst: Die konsequenteste Lösung wäre, alle blieben zu Hause. Klar! Dabei geht es nicht vorrangig darum, die Ausbreitung des Virus' zu stoppen, sondern sie zu verlangsamen. Klar! Damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Wissen wir! Aber einige müssen eben doch noch "ihren Job" machen. Das geht eben einfach nicht anders. Und die müssen bestmöglich geschützt werden dabei (Abstand, Trennwände, Masken, Desinfektionsmittel usw.). Dazu gehören z.B. auch die Verkäuferinnen in den Supermärkten!


    Es geht also bei der Fürsorgepflicht des Dienstherrn nicht darum, dass Lehrer und Erzieher nun keinerlei Kontakt mehr zu Kindern haben sollen, damit sie sich nicht anstecken, sondern sie - wenn sie Kontakt zu Kindern haben müssen - dabei bestmöglich zu schützen (s.o.). Eine Krankenschwester, die aus Angst vor Ansteckung lieber zu Hause bleiben möchte (egal, bei welcher Krankheit), hat ihren Beruf verfehlt. Sie sollte kündigen oder gekündigt werden.

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