Beiträge von MrJules

    Lindbergh


    Redest du jetzt von Bayern?


    Hier in Hessen gibt es Politik/Wirtschaft als allgemeinbildendes Unterrichtsfach. Wirtschaft alleine gibt es doch nur als berufliche Fachrichtung.

    Und Informatik bietet, so wie ich das sehe, nur die TU Darmstadt als berufliche Fachrichtung an; sonst immer L3, und m.W. sind L3 und berufliche Fachrichtung hier - anders als bei Wirtschaft in anderen Bundesländern - auch äquivalent.


    Mit der Fachrichtung Wirtschaft kann man idR auch Informatik als allgemeinbildendes Unterrichtsfach studieren.


    PS: Ich sehe gerade, es gibt tatsächlich ein Kerncurriculum für Wirtschaftswissenschaften in der gymnasialen Oberstufe.

    Aber wo kann man das als allgemeinbildendes Fach in Hessen studieren?

    (...) und Informatik mit den Wurtschaftsinformatik Studenten zusammen hat,

    Ich glaube kaum, dass es eine Uni gibt, wo die Gym-Lehrämtler da unter sich sind.

    Wirtschaftsinformatik-Leute gibt es auch nur, wenn der Studiengang überhaupt an der Uni angeboten wird. Was für ein Qualitätskriterium das gegenüber reinen Info- oder Mathe-Studenten ist, ist mir aber schleierhaft. ;)


    Dass man Wirtschaft dann mit den "echten" BWLern studiert, liegt daran, dass das Fach Wirtschaft für den allgemeinbildenden schulischen Bereich m.W. eher volkswirtschaftlich ausgerichtet ist und somit mit BWL nur bedingt etwas zu tun hat.

    Ist das nicht in Bayern auch einfach irgendwann von Politikwissenschaft/Soziologie bzw. Sozialkunde abgesplittet worden? In machen BL gibt es eben PoWi oder ähnliches und manche teilen es auf in zwei Fächer.


    Ich würde auch empfehlen, auf Berufsschullehramt Wirtschaft zu studieren, sofern das an einer Uni angeboten wird, die infrage kommt.

    Ja, die meine ich.


    Das Konzept der IGS hingegen finde ich auch etwas schwierig, wenn man eine sehr hohe Vermischung hat. Aber auch da gibt es unterschiedliche Ausgestaltungen bzw. Differenzierungskonzepte, die auch ohne eine strikte Trennung in allen Bereichen gut sein können. In Sport oder Kunst sehe ich z.B. keinen weitrechenden Sinn in einer Trennung.

    Auch bieten sich gemeinsame Projektwochen oder AGs an, um auch mal ein bisschen aus der eigenen Blase rauszukommen.

    Es gibt ja auch unterschiedliche Formen der Gesamtschule. Also zumindest hier (für BW kann ich nicht sprechen).


    Wenn es eine Gesamtschule mit Oberstufe ist, bei der der gymnasiale Bildungsgang von den anderen komplett abgetrennt ist, sehe ich keinen Unterschied zum Gymnasium, außer vielleicht wenn man pseudoelitäre Vorstellungen hat.


    Generell würde ein starker Ausbau solcher Schulen m.E. einige wichtige Vorteile bieten.

    - Leichterer Übergang zwischen den Schulformen für die SuS.

    - Einfachere Versorgung mit Lehrpersonal, da dann auch Gym-Kräfte leichter im H/R-Bereich eingestellt/eingesetzt werden können.

    - Schlankere Verwaltung und somit geringere Kosten für den Steuerzahler.

    Ich muss sagen, BW scheint irgendwie ziemlich krass zu sein, was das Überangebot an Lehrkräften im Bereich Sek1 angeht oder die Prognosen stimmen nicht ganz.

    Denn in Hessen z.B. steigt das Bedarf in diesem Bereich laut Prognosen eher und ist schon jetzt auf einem recht hohen Niveau (mit starken regionalen Unterschieden natürlich) und das deckt sich auch mit den Prognosen der meisten anderen BL.


    Andersrum ist wohl Bayern das einzige BL, das insgedamt positive Prognosen für den Gymnasial-Bereich gibt. Da habe ich auch so meine Zweifel dran.

    Man könnte natürlich spekulieren und eine Kombi studieren, die dort zugelassen ist. Die begrenzte Auswahl an Kombinationen dort könnte auch etwas zu einem höherern Bedarf beitragen. Aber ich bezweifle, dass das so viel ausmacht, wie es die bayrischen Prognosen vermuten lassen.



    PS: Der zweite Link geht nicht. :)

    Naja, die Studienberatung hatte prinzipiell nicht unrecht. Trotzdem war die Beratung grottig.


    Klar kannst du damit auch an beruflichen Schulen unterrichten, wenn dieses Fach im allgemeinenbildenden Bereich (wie auch Politik, Ethik, Religion etc.) angeboten wird. Damit aber einen LK Wirtschaft am BG oder Industriekaufleute, also im berufsspezifischen Bereich zu unterrichten, ist damit nicht möglich.


    Wir hatten hier vor einiger Zeit erst jemanden, der das erst nach ein paar Semestern bzw. im Praktikum gemerkt hat. Sei froh, dass du es jetzt schon weißt und nicht erst kurz vor dem Abschluss.

    Somit hätte ich nach dem Studium die größtmögliche Flexibilität, oder stimmt das so überhaupt nicht?

    Nein, das stimmt leider nicht.


    Sonst würde das spezielle Lehramt für Berufsschulen mit dem Schwerpunkt Wirtschaft (Wirtschaftspädagogik) doch auch herzlich wenig Sinn machen, oder?


    Gäbe es denn überhaupt gute Kombinationen im gymnasialen Lehramt gemeinsam mit Deutsch? Also abgesehen von den MINT-Fächern..

    Da gibt es je nach Bundesland Unterschiede. Aber generell wären das Musik und Kunst. Und von den MINT-Fächern zählt Bio nicht dazu.


    Deutsch studieren einfach unheimlich viele. Wenn es aber unbedingt Deutsch und kein MINT- oder musisches Fach sein soll, würde ich zu einem Drittfach raten, um die Chancen zu steigern. Hier würde ich dann auch im Hinblick auf die Option einer späteren Beschädigung an einer Berufsschule die weiteren Fächer so wählen, dass diese auch an Berufsschulen breit über die Bildungsgänge unterrichtet werden. Deutsch/Englisch wäre dort im Prinzip eine gute Kombi bzgl. Einstellungschancen, aber den Korrekturaufwand würde ich mir nicht geben wollen, es wird deshalb eigentlich durchweg davon abgeraten.


    Allgemein gilt aber natürlich, desto besser die Noten, desto besser die Chancen. Je weniger gefragt das Fach bzw. je mehr Konkurrenz, desto wichtiger die Noten. Das sollte klar sein.

    Die wird er dir bestimmt nach elf Jahren aus dem Ärmel schütteln.


    Ich fand es aber super, dass EffiBriest hier als Erstes geantwortet hat. Das hat mich wirklich amüsiert. Wären danach noch Faust und der Physiker gekommen, noch besser. :D

    Augen auf bei der Fächerwahl.

    Dazu noch der Bildungswahn des Mittelstandes. Wer nicht Abi hat und studiert muss sich auf Familienfesten schon erklären...

    Ich finde es auch schlimm, wenn Leute aus der Mittelschicht sozial aufsteigen wollen. Die sollen das bitte den Eliten überlassen. Schuster bleib bei deinen Leisten.


    [/Ironie]



    Du meinst damit sicher, dass es eher darum geht, einen bestimmten Abschluss zu erreichen, statt sich möglichst gut zu bilden. So besteht auch heute in der Mittelschicht noch sehr oft die Ansicht, das Kind solle doch bitte "etwas Vernünftiges" studieren.


    Letztendlich geht es (zumindest den Eltern) eher um beruflichen Erfolg und dadurch sozialen Aufstieg, nicht wirklich um Bildung.


    Die Inflation der Bildungsabschlüsse ist ein bekanntes Phänomen, das schon lange zu beobachten ist. Es ist in meinen Augen ein bildungspolitischer Weg, um Chancengleichheit bzw. eigene bildungspolitische Leistung vorzutäuschen. Sofern es überall stattfindet, ändert sich im Hiblick auf NCs an der Uni nicht viel.

    Schlecht ist es eher für Personen mit niedrigen Schulabschlüssen, die oft keine Chance mehr bekommen und sozial herabgewürdigt werden, auch wenn der Hauptschulabschluss, den jemand vor 20 Jahren gemacht hat, oft wahrscheinlich kaum niedriger vom Niveau her ist als mancher Realschulabschluss heute.


    Das ist ein langer Prozess. In den 60ern konnte man mit einem sehr guten Volksschulabschluss noch eine Banklehre beginnen. Heute dürfte man ohne (Fach-)Abitur schlechte Chancen haben, überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, ein Hauptschulabschluss wäre mit Sicherheit ein absolutes Ausschlusskriterium, und das leider auch in vielen weniger ansspruchsvollen Ausbildungsberufen.

    Ich glaube das variiert regional recht stark. Ich habe von mehreren Kollegs in der Region gehört, dass sie Pädagogik dringend brauchen.

    Ich würde auch eher tippen, dass es sich dabei um Sozialpäd. handelt.


    Denn Pädagogik in NRW war laut Bedarfsprognose von vor wenigen Jahren noch eines der drei am wenigsten gesuchten Fächer. Und an BKs wird das doch bestimmt auch eher im sozialen Bereich unterrichtet, wo das dann auch die Sozialpäd.-Kräfte übernehmen werden, schätze ich mal.


    Ich habe jedoch schon mal gelesen, dass auch Personen mit Erzw. bzw. Pädagogik in NRW den Quereinstieg in Soz.Päd. machen können. Aber verlassen würde ich mich darauf nicht, denn insgesamt gibt es schon eigentlich viele Kräfte auf dem Markt; sie sind nur regional sehr ungleich verteilt.

    Promovieren, z.B. im Bereich GS-Didaktik.



    Und dann an der Uni lehren. Das wäre eine Möglichkeit.



    In die Selbstständigkeit - Nachhilfebüro gründen

    Jo, und mit Schülerhilfe und Co. und deren Pumpingpreisen konkurrieren. Würde ich eher sein lassen.


    Auch wird da sicherlich enorm viel unter der Hand gemacht. In meinen Augen kein besonders lukrativer Markt für selbstständige Kleinunternehmer.

    Ich habe im Übrigen nie behauptet, dass die Lehrkräfte in unterschiedlichen Schulformen und unterschiedlichen BL aufgrund unterschiedlicher Studiendauer besser oder weniger gut qualifiziert wären. .

    Du nicht. Andere, z.B. CDL, aber schon.


    Und nur, weil sie gleichlang studieren, müssen sie gleich bezahlt werden?

    Das ist auch eine komplette Milchmädchenrechnung.

    Die reine Ausbildungsdauer sagt auch bei Ausbildungsberufen null aus, wieviel man später verdient und wie anspruchsvoll die Ausbildung ist. Gleiches gilt für alle Studiengänge.


    Im Staatsdienst ist es leider tatsächlich idR so, dass die Ausbildungsdauer über die Eingruppierung entscheidet. Auch muss man sich hier nicht zwangsweise durch Leistung auszeichnen, um in eine höhere Gehaltsklasse zu kommen, sondern einfach nur lange genug im Dienst bleiben. Ist das fair? Ich denke nicht.

    Aber, wie ich schon sagte, von mir aus sollen doch alle Lehrer das Gleiche bekommen. Darum ging es mir aber nicht. Weiß deshalb auch nicht, warum du damit wieder anfängst, obwohl ich explizit gesagt hatte, dass das nicht das ist, worum es mir geht.


    PS: Ich sehe, Palim liket lieber Beiträge, anstatt endlich die Frage bzgl. der Unschlüssigkeit in ihrer Argumentation zu beantworten. Da erübrigt sich wirklich jede weitere Diskussion. :autsch:

    Oder meinst du, da hat sich keiner was bei gedacht und es "einfach mal so" festgelegt?

    Ja, das befürchte ich tatsächlich.


    Mal die Gegenfrage: Wie war es denn vorher? Wurden die Personen da nicht ausreichend ausgebildet? Ist eine GS-Kraft aus Hessen weniger qualifiziert als eine aus NRW?


    Mir fehlt nach wie vor die Begründung dafür, warum eine Sek 1 -Kraft so lange ausgebildet werden müsste wie eine Sek1+2-Kraft.

    Es macht einfach null Sinn.

    Mir soll eigentlich auch gleich sein. Die BL schneiden sich damit ins eigene Fleisch.

    Nur baue ich eben auch keine Argumentation auf mit so einem offensichtlichen Widerspruch.

    Humblebee


    Tatsächlich. Dann hätte ich das leider falsch in Erinnerung.

    Wobei es sicher auch andere Beispiele gibt.

    Auch hier: wirkliches Interesse an Informationen?

    Klar.

    Aber wenn man schon zweimal nachfragt.

    Ich habe eben generell ein Problem damit, wenn die Argumentation mancher Personen keine Logik aufweist, und diese scheinbar auch nicht daran interessiert sind, diese herzustellen.


    Wenn man sagt, GS-Kräfte müssten genauso lange ausgebildet werden wie Gym-Kräfte, dann bedeutet dies auch, H/R-Kräfte müssten genauso lange ausgebildet werden wie Gym-Kräfte. Da gibt es aber m.E. dann einen logischen Widerspruch, da Sek1 vs. Sek1+2.

    Das müsste dann begründet werden, was wohl kaum möglich sein dürfe. Oder möchte man dann sagen, GS-Kräfte benötigten eine längere Ausbildung als H/R-Kräfte?



    Stan


    Schluckst du einfach immer alles, was dir vorgesetzt wird, ohne es zu hinterfragen?

    In Hessen ist es z.B. nicht so.

    Und warum genau dürfen wir dann nicht darüber diskutieren?

    Schon erstaunlich, wie sich einige hier auf den Schlips getreten fühlen.


    Dabei habe ich doch gar nicht davon gesprochen, dass die unterschiedliche Bezahlung gerecht sei; sondern nur darüber, dass ich die unterschiedliche Ausbildungsdauer nachvollziehen kann.


    Palim


    Dann beantworte doch einfach mal meine Frage, warum eine Sek 1-Kraft so lange ausgebildet werden sollte wie eine Sek1+2-Kraft, anstatt um den heißen Brei herumzureden.


    Warum hat ein Anlagenmechaniker eine kürzere Ausbildungszeit als ein Werkzeugmechaniker? Sind doch beides Mechaniker und müssten deiner Logik nach die gleiche Ausbildungsdauer haben.

    Schreiben nach Gehör hat schlimme Folgen. Das haben auch Untersuchungen gezeigt und deshalb sind einige BL auch schon wieder zurückgewechelt.


    Hier in Hessen bleibt es leider den Schulen bzw. Lehrkräften überlassen, wie sie es machen.


    Ob du das machst oder wie das in deinem BL ist, weiß ich natürlich nicht.


    Ich maße mir an, den Vergleich anzustellen, weil ich selbst schon Vertretungsweise in der GS eingesetzt war und gesehen habe, was für LR-Kenntnisse viele Schüler mittlerweile in der 5 haben. Warst du auch schon in Sek 1 und Sek 2 tätig?

    Ich wollte dich damit nicht persönlich angreifen, sondern nur schildern, dass es teilweise meinem Empfinden nach so ist. Sich nur auf diesen Aspekt meines Beitrags zu konzentrieren, finde ich dann aber auch nicht fair.


    Deine Gleichstellung der Ausbildungen ist eben mindestens genauso anmaßend wie meine Unterscheidung.


    Auch Berufsausbildungen sind unterschiedlich lang. Irgendjemand wird sich schon was dabei gedacht haben.


    Wenn du sagst, eine GS-Kraft müsste natürlich auch so lange studieren wie eine Gym-Kraft, dann stimmst du damit auch der These zu, dass eine HR-Kraft so lange studieren müsste wie eine Gym-Kraft, obwohl sie "nur" die Sek 1 abdeckt. Mit welcher Begründung wäre das dann zutreffend?.

    Oder willst du sagen, eine GS-Kraft benötigte eine längere Ausbildungszeit als eine H/R-Kraft?


    Ansonsten macht das nämlich keinen Sinn, was du sagst.

    Du hast vergessen, mal deine Unterrichtsfächer und Schulform zu nennen.

    Du hast ein ganz schlechtes Gedächtnis ;)


    RE: Ist mein Traum zum Scheitern verurteilt?


    Wenn du meine Beiträge alle durchschaust, wirst du auch zumindest auf ein Fach stoßen. Mach das einfach mal, du scheinst ja genug Zeit zu haben, sagt mir zumindest die Anzahl deiner Beiträge.


    Und das war's jetzt erst mal wieder von mir. Mit dir diskutiere ich nicht mehr.

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