Beiträge von samu

    In Sachsen gibt es ja erst seit letztem Jahr das Beamtentum für den gemeinen Lehrer und somit auch das erste Mal Beurteilungen. Hierzulande also keine Anlassbeurteilung, sondern flächendeckend Lebenszeitverbeamtungen. Die Beurteilerei ist so dermaßen lächerlich personenabhängig, dass es zum Lachen wäre, wenn man nicht gerade Zähneknirschen müsste. An der Förderschule machen alle alles, jeder ist Klassenlehrer, einer organisiert das Schulfest, ein anderer die Computeradministriererei, einer die Berufsvorbereitung usw. und ich würde für jeden meiner Kollegen die Hand ins Feuer legen, dass er sich den Allerwertesten für die Schüler, die Elternarbeit und hervorragenden Unterricht aufreißt. Trotzdem kann man eins zu eins an den Beurteilungen ablesen, wen der Chef mag, wer zu oft seine Meinung sagt und wen er als seinen Nachfolger auserkoren hat, selbst wenn der das nicht möchte und bereits abgelehnt hat. Und ich rede von verschiedenen Schulen.


    Da ich bereits Staatsexamina abnehmen musste, weiß ich auch, wie dort die Noten zustandekommen und es kann mir kein Mensch erzählen, dass man Beurteilungen objektiv verfassen kann und dabei dem einen ein "hervorragend", dem anderen ein "mittelmäßig" ausstellen kann, ohne ins Beliebige abzudriften. Jeder hat Stärken, jeder hat Schwächen und anders als im Abi, wo man in erster Linie Vokabeln kennen und Inhalte herbeten musste, geht es im richtigen Leben um wesentlich mehr Kompetenzen, die objektiv beschreibbar aber niemals in Ziffernnote oder Bepunktung abbildbar sind und zudem in 99 von 100 Fällen auch gar nicht versucht werden zu beschreiben, weil irgendwer persönliche Interessen hat.


    Frag' die, die weiterkommen, wie sie sich nach oben geschlafen haben und passe dich an oder lass es. Warte im Schulsystem nie auf Lob. Und nimm's vor allem nicht persönlich :troest:

    Wäre es möglich, dass sich Eltern hier gegenseitig Stress machen? Ich würde niemanden informieren, dass irgendein Test negativ ausgefallen ist und erwarte das auch nicht von anderen. Ich würde auch keine anderen Gesundheitsdaten (m)eines Kindes veröffentlichen.


    Nicht so lustiger Funfact: Aids muss man niemandem anzeigen. Wenn also ein Kind eurer Schule HIV haben sollte, erfahrt ihr das nicht.

    Eigene Fähigkeiten und Kompetenzen zu realisieren.

    Und wenn man nach einem FÖJ oder Praktikum beim Installateur feststellt, nein danke, aber Berufsschullehrer ist genau mein Ding, dann ist die Einstellung eine gesunde und man muss niemand anderen für seine Entscheidung verantwortlich machen.


    Eine Freundin wollte eine Ausbildung machen, aber der Vater hat so lange rumgenölt, bis sie studiert hat. Ende vom Lied: Studium abgebrochen, Ausbildung doch gemacht


    Entscheidungen zu treffen hat meiner Erfahrung nach nur bedingt was mit Wissensstand über einen Sachverhalt zu tun. Am Ende hat man ein Bauchgefühl und wenn man dem vertraut wird es gut, weil man das Positive sieht, Spaß hat und für sich beschließt, mit Widrigkeiten umzugehen, wenn denn welche kommen.

    Oh okay. Dann drücken Sie mir halt nicht die Daumen,

    Ich schrieb nicht, dass ich dir nicht alles Gute wünsche, nur, dass ich nicht den Lehrerberuf empfehle und dir die Daumen drücke, dass es schon irgendwie toll werden wird. Dazu hab ich schon zu viele Unglücksraben getroffen, die dann nicht mehr umsatteln konnten.


    Wenn du sicher bist, dass es das Richtige ist, allein indem du eine Entscheidung triffst, wird es auch gut werden. Und dieses Vertrauen habe ich ganz sicher in dich, da muss ich gar nicht hoffen und Daumen drücken;)

    Ich hoffe einfach das ich meinen Weg finde - einen Beruf finde, oder mich im Lehrerberuf wohlfühle. drücken sie mir die Daumen !

    Nee, ich drücke niemandem die Daumen, dass er/sie sich hoffentlich im Lehrerberuf wohlfühlen möge. Deswegen überrede ich auch niemanden mit "wird schon cool werden, alles nicht so schwer". Mit Lehramt legt man sich extrem fest und es ist weder für die Schüler, noch für den Kollegen hilfreich, wenn einer sein Leben lang unter dem Job leidet.


    Aber ja, natürlich findest du deinen Weg. Den finden wir alle, jeder auf seine Weise. Warst du länger im Ausland? Oder hast du ein soziales bzw. ökologisches Jahr gemacht? Vielleicht wird dir dann klarer, was das Richtige ist?

    "In einem Aufnahmegespräch müssen Sie davon überzeugen, dass bei Ihnen der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zu erwarten ist, ohne dass Sie dafür die erste Klasse der Berufsfachschule absolvieren müssen." Das muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen :D!

    Naja also, das ist eine Vorbereitung für den Erzieherberuf und wirklich nichts, was ich zur Überbrückung bis Studienbeginn machen würde.

    Jetzt mischen sich die Threads.

    Hauptsächlich unterrichtest Du Schüler - damit solltest Du Dich identifizieren.

    So isses.


    Im übrigen: wenn du den Sozialassistenten machst, sitzt du mit 4 Jahre jüngeren Hauptschulabsolventinnen in den Kursen. Möchtest du das ernsthaft? Und wieso studierst du nicht Sozialpädagogik? Muss es Lehramt sein? Muss es überhaupt pädagogisch sein? Muss es ein Studium sein? Was interessiert dich am Lehramt? Wo liegen deine Stärken? Was spricht gegen Religion, auch ohne Lehramt, welche Studiengänge hast du dir noch angesehen? etc.pp.


    Ich weiß übrigens seit ich 15 bin, was ich werden will. Aber das bringt ja dich nicht weiter...

    Vielen Dank !


    Dadurch dass ich für das Studium eine Sozialassistenten Ausbildung brauche wird keine Zeit für Praktika vorhanden sein. Ich würde es vielleicht, wenn ich studiere nebenbei machen damit ich,

    wenn vorzeitig abbreche. Aber ich kann es mir eigentlich sehr gut vorstellen nur ist das zweite Fach die große Frage.

    Was für eine Ausbildung, was für ein zweites Fach? Du schreibst oben, dass du noch nicht weißt, was du werden willst.

Werbung