Beiträge von Ruhe

    Zitat

    ...aber das Gerücht, sowohl die Vormittage mit den leuchtenden Kinderaugen als auch insbesondere diese Urlaubs-Fahrten in besonders gut ausgestattete Jugendherbergen dienten ausschließlich unserem Vergnügen und seien damit mit jedwedem Betrag überbezahlt, hält sich in diesen Kreisen hartnäckigst.

    so ähnlich reagierte meine Schwägerin (Nichtlehrerin) als ich mich auf einen Kaffee nicht mit ihr treffen wollte, als ich gerade von einer einwöchigen sehr stressigen Abschlussfahrt kam (wollte mich ausruhen).

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Dejana: Schönes Poster. Das könnte ich mit den Schülern auch machen. Den Link werde ich mir mal ansehen.

    Ich habe bei diesem Thema ja schon die Methodenvielfalt stark zurückgeschraubt gegenüber dem letzten Thema. Ich rechne auch mit Einheiten. Allein schon, weil ich in Physik viel Wert darauflege. Ich glaube aber gerade das verwirrt die Schüler. Dadurch scheint es mir entstehen noch mehr Fehler.

    @ Pausenbrot: Deine Kleinschrittigkeit, die du hier vorstellst wird wahrscheinlich das beste sein. Aber irgendwie sträube ich mich dagegen, da es sich immer noch um Realschüler (ohne Förderbedarf) der 9.Klasse handelt. Da erwarte ich einfach ein bisschen mehr Engagement.

    Das Thema habe ich so aufgebaut und durchgeführt (Beschreibung in aller Kürze):
    1. Begrifflichkeiten am Kreis (eigentlich bekannt aus KL. 6)
    2. Problemstellung: Wie kann ich den Umfang genau bestimmen. Die Schüler haben mit Maßband gemessen. Dann habe sie Durchmesser und Umfang von kreisförmigen Gegenständen gemessen. Damit haben wir die Zahl Pi hergeleitet.
    3. Umfangformel kennengelernt und geübt.
    4. Flächeninhalt kennengelernt und geübt.
    5. Gemischte Übung: Radius und Durchmesser berechnen, wenn Flächeninhalt oder Umfang gegeben sind ...
    Dies hat insgesamt schon recht lange gedauert.

    Im Test habe ich dann abgefragt:
    1. Berechne Umfang und Flächeninhalt der beiden Kreise. bei einem war der Radius und bei dem anderen der Durchmesser gegeben.
    2. Ein Flächeninhalt war gegeben. Man sollte den Radius, den Durchmesser und den Umfang des Kreises berechnen.
    3. Eine zusammengesetzte Fläche aus 2 Halbkreisen, die unterschiedlich groß waren. Man sollte die Fläche berechnen.

    Für dieses Thema habe ich eigentlich auch nicht mehr viel Zeit. Für die Klasse ist das Schuljahr Fronleichnam gelaufen, da sie anschließend 2 Wochen ins Betriebspraktikum geht und dann nur noch eine Schulwoche ist. Das Thema Körperberechnung muss bis dahin auch noch gemacht werden.

    Ich habe große Probleme mit den Matheinhalt in meiner 9.Klasse.
    Dort nehme ich gerade das Thema Kreisberechnung durch. Nachdem wir einige Stunden lang Umfang und Flächeninhalt vorwärts und rückwärts geübt haben, fand heute der Test statt. Dieser ist ziemlich schlecht (nur 2 Schüler haben eine Note besser als 3; eine Handvoll 3en, der Rest ist 4 oder 5 oder 6) ausgefallen.
    Da meine Klasse sehr matheschwach ist, habe ich mir vor der Unterrichtsreihe sehr viele Gedanken gemacht wie ich das Thema angehe. Wir haben gebastelt, geklebt, ... Dann haben wir ein gemeinsam ein Formelblatt erstellt, welches auch im Test genutzt werden durfte. Dann haben wir zu beginn jeder Stunde immer wieder die Grundlagen und Begriffe wiederholt (Was ist der Radius, der Durchmesser, der Flächeninhalt, ...) und Beispielaufgaben gerechnet.
    Beim letzten Thema bin ich anders vorgegangen. Da habe ich die Schüler selbständiger arbeiten lassen (Lerntheke), was dazu führte, dass einige kaum das nötigste machten und zusätzliche Arbeitsaufträge gar nicht bearbeitet wurden. Eine selbständige Lösungskontrolle ging gar nicht.
    Bei heutigen Test wurde hauptsächlich Radius und Durchmesser vertauscht, Umfang und Flächeninhalt falsch ausgerechnet z.B. Als der Radius bei einer Aufgabe gegeben wurde, rechneten einige bei umfang: u = pi*2*r² oder ähnliches.

    Nebenbei: Meine Klasse ist eine nette Klasse. Mit der Disziplin gibt es kaum Probleme. Gebe ich Aufgaben im Unterricht werden diese dann auch bearbeitet, mehr oder weniger ausführlich, aber keiner verweigert.

    Ich weiß nicht, was ich noch besser machen kann? Wie kann ich die Situation verbessern? Mit welcher Methode?
    Vielleicht hat von euch einen Rat?

    Es geht nicht nur um Folgekosten, sondern das darüber hinaus.

    Hier nur der schlimmste Fall: Was ist, wenn an dem Knie Folgeschäden entstehen, die auch später zu einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit führen könnte. Da wäre es schon von Vorteil, wenn der Unfall ein Dienstunfall war.
    Mein Vater (Handwerker) z.B. hatte in jungen Jahren einen Arbeitsunfall. Er ist jetzt als Rentner froh, dass die Berufsgenossenschaft das damals anerkannt hat. Er hat immer noch teilweise hohe Folgekosten durch den Unfall vor ca. 45 Jahren.

    Ich wünsche IdrilC gute Besserung und alles Gute und, dass mein beschriebener Fall nie eintritt.

    Ich denke, dass ein Anruf bei der zuständigen Bezirksregierung helfen könnte.
    Ich bin nach einem Jahr - eben um an der Schule zu bleiben zu können - wiedergekommen. Ist aber eine Weile her.
    Eine Kollegin ( mit Mangelfächern) konnte sogar nach 5 Jahren Elternzeit (2 Kinder in rascher Folge) wiederkommen. Eine andere nicht. Das hängen wahrscheinlich auch noch andere Faktoren, wie z.B. der Bedarf in den Fächern, ... dran.

    Oder frag mal susannea, die kennt sich auf diesem Gebiet super aus.

    Bei unserer Kita (auch NRW) lief das mit dem Sprachtest Delfin4 eigentlich sehr gut. Es gab einen Infoabend (da war ich auch), dann erhielten wir eine umfassende Info von der durchführenden Grundschullehrerin. Ein Kind aus der Gruppe meines Sohnes erhielt Förderung von einer Fachkraft. Von der Seite kann ich mich nicht beklagen. Da scheint es ziemliche Unterschiede zwischen den Kitas zu geben.

    Aus Sicht von Erfahrungen aus meinem Bekannten- Verwandtenkreis würde ich annehmen. Einer war sogar die ganzen 2 Jahre an der gleichen Schule.
    Es ist ja auf 2 Jahre begrenzt.
    Bist du bei einer Vertretungsstelle nicht auch oft an einer anderen Schule, ohne die Sicherheit nach 2 Jahren eine feste Schule zu bekommen?

    Zitat

    Hier bekommt JEDE mit Erzierhabschluss eine Stelle. Egal ob mit 1 oder gerade so mit Augen zudrücken bestanden.

    Das ist aber in unserem Job genauso. Auch hier gilt: Prüfung bestanden ist Prüfung bestanden. Und wenn genug Stellen da sind.

    Zitat

    Ich habe im Haus eine russische Nachbarin. Wir haben nicht viel miteinander zu tun, ihr Deutsch ist mittelmäßig.

    Neulich kamen wir ins Gespräch. Sie ist Erzieherin.

    Aufgrund des Personalmangels fehlen Stellen und daher ist sie jetzt ganz happy über die "Beförderung": Sie ist ab sofort in ihrer Kita die Fachfrau für die Sprachförderung und macht jetzt den ganzen Bereich eigenverantwortlich.

    Was soll man dazu noch sagen

    Dazu fällt mir auch nichts mehr ein.

    Mach dir keinen Kopf.
    Bei uns lief es ziemlich ähnlich. Mein Sohn kommt auch im Sommer in die Schule. Da hat auch jede Stelle etwas anderes gesagt.
    Zudem haben im Kiga zwei Erzieherinnen gewechselt (seine Lieblingserzieherin war nun weg und mit der neuen wird er nicht richtig warm). Eine der neuen Erzieherinnen sagte auch andere Dinge über ihn als die langjährige davor.
    Meine Mutter sagte, dass es bei mir ähnlich lief. Ich sollte auch eigentlich - laut Erzieherinnen und Amt - in die Förderschule. Meine Eltern waren anderer Meinung.
    Ich sehe das aus der Erfahrung meiner Eltern und meiner eigenen Laufbahn, die ganz anderes verlaufen ist als früher prognostiziert.

    Ich sehe das ganze recht locker und warte erst mal ab.

    Bei mir (2. St.Examen 2002 in Thüringen):
    Ein Seminartag pro Woche. Dann hatten wir einmal nur Allgemeines Seminar, die nächste Woche nur Mathe, die Woche danach nur Physik, usw. Immer von 9Uhr bis 3Uhr.
    Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.

    off topic, aber ich kann es mir nicht verkneifen:


    Von Krümelmama:

    Zitat

    "Ich hoffe jedoch auf eine für sie passende Lehrerin, die sie auch entsprechend herausfordern kann, damit sie sich in der Schule dann nicht langweilt.. "


    Was ist, wenn es ein Lehrer ist?

    Danke für eure Antworten.

    Ich bin jetzt beruhigter, weil ihr den Sachverhalt genauso seht. Ich denke, dass die 10er Schülerin in der ZP 10 einen TR haben wird. Die Mutter beschwert sich wirklich wegen jeder Pimpernelle und hat das eine und andere Mal auch Recht bekommen.

    kodi: Der Physiktest enthielt selbstverständlich nicht nur Rechenaufgaben. Ich schrieb, dass es auch ohne TR geht, wenn man auch will. Aber der Schüler wollte nicht "zu Fuß" rechnen. Leider fehlte ihm dann zusätzlich der physikalische Background, so dass er die Ausgangswerte auch nicht interpretieren konnte (die Rechnungen waren eine Hilfe dazu). Der Test war eine Woche im voraus angesagt und die Themen (eben auch diese Berechnungen) ebenfalls. Die anderen ohne TR haben wenigsten noch die Interpretationen einigermaßen hingekriegt, aber eben nicht gut.

    SteffdA: Auch die Formelsammlung mit den Logarithmentafeln passen nicht immer in das Handtäschchen. ;)

    Danke für die Antworten.

    Die Schüler sind allesamt mit TR ausgestattet.

    Modal Nodes: Ja, die Schüler sind einfach zu ... diesen immer bei sich zu tragen.

    Diesen Schlendrian will ja eben nicht unterstützen. Ich lasse die Schüler ja dann auch ohne schreiben, was sich dann an der Note bemerkbar macht. Ich verleihe keine Rechner, Geodreiecke, Zirkel, ... und Smartphone erlaube ich nicht.

    Zwei Beispiele:
    - Beim Physiktest von gestern hatten, wie geschrieben 5 Schüler keinen TR. Pech gehabt. Einer hatte keinen, weil er seinen TR einem Schüler aus einer anderen Klasse geliehen hat, der eine Klassenarbeit schrieb und seinen TR vergessen hat. Nun konnte der Schüler seinen eigenen Physiktest nicht richtig mitschreiben und hat sich eine 5 eingefangen. Er war ohne TR völlig hilflos.

    - Eine Schülerin aus Klasse 10 hat selten ihren TR dabei. Sie wechselt oft die Tasche, vergisst dabei den TR. Nach einen Gespräch mit der Mutter besserte sich das für 2-3 Wochen. Jetzt hatte sie ihn wieder 2 Wochen am Stück nicht mit. Zwei Tests hatte sie dadurch "versemmelt", obwohl eigentlich leistungsmäßig im 2-3er Bereich liegt. So war es dann auf dem Zeugnis eine 3, was sie sehr ärgerte. Was mache ich bei der ZP 10 im schlimmsten Fall (höchstwahrscheinlich leiht sie sich einen)? Die Mutter beschwert sich gern direkt bei der Bezirksregierung.

    Aber wahrscheinlich mache ich mir übertrieben Gedanken.

    Es kommt bei mir häufiger vor, dass Schüler bei Tests und Klassenarbeiten den Taschenrechner (für die Arbeit aber wichtig) nicht mitbringen.

    Da ich ja kein TR-Verleih bin und auch gar nicht so viele davon habe, kann ich auch keine TR zur Verfügung stellen. Nebenbei: Ich will ja auch den Schlendrian nicht fördern.
    Nun bin ich da schmerzlos und sage mir, dass der Schüler dann eben Pech gehabt hat und ohne arbeiten muss. Gestern fehlten z.b. bei einem Physiktest bei 5 Schülern der TR. Es ging auch ohne, aber mit Mehraufwand. Diese Schüler haben auch schlechter abgeschnitten, da sie viele Rechenfehler gemacht haben.

    Auch bei Klassenarbeiten hat schon mal ein Rechner gefehlt. Da wurde sich noch schnell einer aus einer anderen Klasse geliehen. Es ging in der Arbeit u.a. um Logarithmen, ... Ohne TR geht da nichts.
    Wie gesagt, ich sage mir sonst, Pech gehabt.

    Aber wie ist die Rechtslage, wenn z.B. bei der ZP10 ein Schüler den TR nicht dabei hat. Auch: Pech gehabt? Nicht, dass da dann noch Ärger folgt.

    Kennt sich da einer aus? Oder wie wird das bei Klassenarbeiten gehandhabt?

    Ach so: Es handelt sich um Realschule, NRW

    Wenn ich unsere Refs bzw. Praktikanten mit Kombinationen wie Geschichte/Deutsch, Religion/Geschichte, Bio/Sowi ... frage, warum sie kein Mathe, Physik oder Chemie gewählt haben, kommen immer Antworten wie:
    - Das sind doch viel zu schwere Fächer
    - Da schaffe ich die Prüfung nicht
    - Dafür muss man viel mehr lernen

    oder auch: In Mathe muss ich Klausuren bestehen, in Deutsch, Geschichte, ... brauche ich fast nur Hausarbeiten zu schreiben. Das ist einfacher.

    Die Aussage: "Ich bin begeistert/fasziniert von Geschichte, Deutsch, ..." kommt sehr selten.

    Schade, ich würde gern mal wieder einen Ref bzw. Praktikanten betreuen.

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