Beiträge von Ruhe

    Danke für die Antworten.

    Die Schüler sind allesamt mit TR ausgestattet.

    Modal Nodes: Ja, die Schüler sind einfach zu ... diesen immer bei sich zu tragen.

    Diesen Schlendrian will ja eben nicht unterstützen. Ich lasse die Schüler ja dann auch ohne schreiben, was sich dann an der Note bemerkbar macht. Ich verleihe keine Rechner, Geodreiecke, Zirkel, ... und Smartphone erlaube ich nicht.

    Zwei Beispiele:
    - Beim Physiktest von gestern hatten, wie geschrieben 5 Schüler keinen TR. Pech gehabt. Einer hatte keinen, weil er seinen TR einem Schüler aus einer anderen Klasse geliehen hat, der eine Klassenarbeit schrieb und seinen TR vergessen hat. Nun konnte der Schüler seinen eigenen Physiktest nicht richtig mitschreiben und hat sich eine 5 eingefangen. Er war ohne TR völlig hilflos.

    - Eine Schülerin aus Klasse 10 hat selten ihren TR dabei. Sie wechselt oft die Tasche, vergisst dabei den TR. Nach einen Gespräch mit der Mutter besserte sich das für 2-3 Wochen. Jetzt hatte sie ihn wieder 2 Wochen am Stück nicht mit. Zwei Tests hatte sie dadurch "versemmelt", obwohl eigentlich leistungsmäßig im 2-3er Bereich liegt. So war es dann auf dem Zeugnis eine 3, was sie sehr ärgerte. Was mache ich bei der ZP 10 im schlimmsten Fall (höchstwahrscheinlich leiht sie sich einen)? Die Mutter beschwert sich gern direkt bei der Bezirksregierung.

    Aber wahrscheinlich mache ich mir übertrieben Gedanken.

    Es kommt bei mir häufiger vor, dass Schüler bei Tests und Klassenarbeiten den Taschenrechner (für die Arbeit aber wichtig) nicht mitbringen.

    Da ich ja kein TR-Verleih bin und auch gar nicht so viele davon habe, kann ich auch keine TR zur Verfügung stellen. Nebenbei: Ich will ja auch den Schlendrian nicht fördern.
    Nun bin ich da schmerzlos und sage mir, dass der Schüler dann eben Pech gehabt hat und ohne arbeiten muss. Gestern fehlten z.b. bei einem Physiktest bei 5 Schülern der TR. Es ging auch ohne, aber mit Mehraufwand. Diese Schüler haben auch schlechter abgeschnitten, da sie viele Rechenfehler gemacht haben.

    Auch bei Klassenarbeiten hat schon mal ein Rechner gefehlt. Da wurde sich noch schnell einer aus einer anderen Klasse geliehen. Es ging in der Arbeit u.a. um Logarithmen, ... Ohne TR geht da nichts.
    Wie gesagt, ich sage mir sonst, Pech gehabt.

    Aber wie ist die Rechtslage, wenn z.B. bei der ZP10 ein Schüler den TR nicht dabei hat. Auch: Pech gehabt? Nicht, dass da dann noch Ärger folgt.

    Kennt sich da einer aus? Oder wie wird das bei Klassenarbeiten gehandhabt?

    Ach so: Es handelt sich um Realschule, NRW

    Wenn ich unsere Refs bzw. Praktikanten mit Kombinationen wie Geschichte/Deutsch, Religion/Geschichte, Bio/Sowi ... frage, warum sie kein Mathe, Physik oder Chemie gewählt haben, kommen immer Antworten wie:
    - Das sind doch viel zu schwere Fächer
    - Da schaffe ich die Prüfung nicht
    - Dafür muss man viel mehr lernen

    oder auch: In Mathe muss ich Klausuren bestehen, in Deutsch, Geschichte, ... brauche ich fast nur Hausarbeiten zu schreiben. Das ist einfacher.

    Die Aussage: "Ich bin begeistert/fasziniert von Geschichte, Deutsch, ..." kommt sehr selten.

    Schade, ich würde gern mal wieder einen Ref bzw. Praktikanten betreuen.

    Trotzdem bleibt die Frage: Wie ist das mit der Aufsichtspflicht?

    Wir hatten da gerade eine Riesendiskussion an unserer Schule (hoher Krankenstand). Ich hatte da neulich zwei Kurse in einem Raum sitzen. Natürlich war das pädagogisch nicht wertvoll. Es kam nicht viel bei rum. Aber das Hauptargument war, dass minderjährige beaufsichtigt werden müssen.
    Wenn in der Bibliothek bzw. Mensa eine Aufsicht war, dann ist das ja gewährleistet.

    Ein anderer Vorschlag:

    Lass die Schüler doch selbst Plakate malen. Das habe ich immer so gemacht. So entwickelt sich das das ganze Stück für Stück. Zudem sind die Schüler stolz, wenn sie selbst daran mitgewirkt haben. Das gibt dem ganzen einen anderen Stellenwert.

    Natürlich ist das kein gutes Prinzip, wenn man das in größeren Zusammenhängen betrachtet. Wenn ich aber nun gerade akut belastet bin, muss ich eine Lösung suchen. Entweder finde ich diese für mich oder ich kämpfe für bessere Bedingungen, was neue Belastung bringt. Da muss jeder selbst mich sich "ins Reine" kommen.
    Für mich persönlich wäre allerdings eine Reduzierung der Stundenzahl (= weniger Geld) um die Arbeit zu schaffen keine Option. Da behelfe mich anders.

    Naja, mit "ich mag Kinder" ist es doch genau so. Da könnte man auch Erzieherin oder Sozialpädagogin werden. Ich denke die Mischung macht es.

    Letztlich muss jeder selbst sehen, wie er mit der Belastung klarkommt. Aber, wenn man Hilfestellung in einem Internetforum haben will, muss man eben mit kontroverser Diskussion rechnen.
    Auch wenn die Threaderstellerin das gar nicht beabsichtigt hat.

    Warum sind 5.Klässler "angeblich" so unglücklich?

    Neben der These: Fachlehrerprinzip mit weniger Zuwendung und Pubertät, wage ich noch eine andere Vermutung: Vielleicht ist der eine oder andere 5./6.Klässler einfach nur in der falschen Schulform gelandet (Ursachen sind vielfältig).
    Nein, ich kann das nicht mit Statistiken belegen. Ich spreche nur aus eigener Erfahrung (genauso wie diejenigen, die von unglücklichen Schülern reden auch). An unsere Realschule wechseln immer mehr Schüler vom Gymnasium (auch jetzt zum Halbjahr wieder). Von Eltern bekomme ich immer wieder zu hören, wie viel besser es den Kindern jetzt geht, wie viel fröhlicher sie jetzt seien. Man hätte doch besser gleich die Realschule nehmen sollen.

    Zitat von unter uns: Allerdings scheint das Interesse des TE an Antworten auch nicht sooo ausgeprägt, insofern hat sich die Sache wohl erledigt.

    Vielleicht hat er schon Interesse. Aber bei dem, was hier abgegangen ist, würde ich mich auch nicht mehr melden.

    Diese Diskussion erinnert mich an eine Geschichte, die mir ein Bekannter (Lehrer an einer Förderschule) mal erzählt hat:

    Sein Nachbarjunge (Grundschüler) hatte sein Zeugnis bekommen. Darin stand, schön formuliert, dass er schon toll im Zahlenraum x rechnen könne. In anderen Fächern ging es ähnlich. Die Eltern waren total stolz und gaben meinem Bekannten gegenüber mächtig an. Dieser hat die Eltern auf die Boden der Tatsachen geholt. In seiner Klasse, hätte der Junge aber schon Zahlenraum z, ... beherrschen müssen. Das Zeugnis war plötzlich gar nicht mehr toll. Der Junge und auch die Eltern waren verwirrt. Klar, es wurde beschrieben was er alles kann, aber ...
    Was ist meine ist, dass ein Zeugnis auch verständlich sein muss. Dies erwecken diese positiven Sätze aber nicht immer.

    Hallo,
    wie es in NRW mit stellen im Primarbereich aussieht, kann ich dir nicht sagen.
    Aber ich hätte eine Frage: Was meinst du mit "In Niedersachsen verbeamten sie direkt"? NRW verbeamtet auch seine Lehrer, sofern die Voraussetzungen stimmen (was für Nds. sicher auch gilt).

    Im Referendariat versagte meine Stimme auch regelmäßig, obwohl ich mich nicht krank fühlte.
    Ich bin dann zu einer Logopädin gegangen (hat die Krankenkasse problemlos gezahlt). Das ist jetzt 12 Jahre her. Das hat sich in meinem Fall gelohnt. Das Stimmproblem von damals habe ich nicht mehr.
    Vielleicht ist das besser als Selbsttraining mit Buch?

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