Klar, wer sein Fach nicht allzu tief durchdrungen hat hat auf den ersten Blick den leichteren Job, weil er/sie womöglich gar nicht mehr reduzieren müsste, so dünn wäre es, genau das ist dann aber auch das Problem.
Das sehe ich auch so. Ich habe schon oft in Mathematik den Unterricht ab Klasse 8 oder 9 übernommen, der zuvor (aus Lehrermangel im Fach) fachfremd erteilt wurde.
Hier nur eine kleine Anekdote: Das Thema war Zinseszins. Die SchülerInnen sollten die Zinsen eines angelegten Guthabens über 5 Jahre ausrechnen. Sie haben zunächst die Zinsen für ein Jahr ausgerechnet und dann die errechneten Zinsen mal 5 genommen und auf das Guthaben aufgeschlagen.
Als ich sage, dass das aber so nicht richtig sei, wurde mir erklärt, dass ihnen der Kollege X das so beigebracht hat (hat er wirklich; ich habe gefragt).
Hat man in der Chemie häufig beim Thema Oxidation, die wird in der Sek I häufig gleichgesetzt mit Reaktion mit Sauerstoff, es ist aber allgemein eine Elektronenabgabe. Dadurch kommt es in der Sek II dann zu Fehlvorstellungen
Da kommt dann aber nach der Punkt hinzu, dass es einen Unterschied macht den SchülerInnen beigebracht wird und was sie behalten. Da liegen schon mal Welten zwischen.
Anderes Beispiel (auch eine Anekdote): Im letzte Schuljahr war das Atommodell lange und ausführlich Thema. Bei der Wiederholung letzte Woche wurde dann mehrheitlich geantwortet, dass jede Schale in der Atomhülle immer 8 Elektronen erhält. Das habe ich denen nie so beigebracht. Also: Nochmal wiederholt.