Kenne ich auch. Da wird bei 4,4 in der Einreichnote eine 5 "gemacht" (Wortwahl so gewollt), damit der Schüler dann bloß nicht in die mündliche Nachprüfung kommt. Argument: Wenn er in der Prüfung eine 4 schreibt, bekommt er sowieso rechnerisch die bessere Note. Anders herum: Man reicht ihn mit 4 ein und er schreibt eine 5... Dann muss er in der mündlichen Nachprüfung die 4 nochmal erreichen...
Ein anderer Kollege verteilt auch fleißig 5en in der Hoffnung, dass möglichst wenige Schüler bei ihm ins Abi gehen und er weniger zu korrigieren hat. Bisher geht das auch auf. Letztes Jahr hatte er 4 Schüler, die in seinem Fach in die Prüfung sind. 4.
Ein weiterer Kollege gibt auch mal ne 5 damit ein betreffender Schüler, von dem er glaubt, dass er das Abi eh nicht packen wird, sitzen bleibt.
Das gibt es bei uns an der Realschule auch. Da hier bei der ZP 10 die Vornote und die Prüfungsnote gleichzeitig bekannt gegeben werden, wird hier gelegentlich auch an der Vornote noch "gedreht" damit es passt. Der Schüler merkt das ja nicht.
Aber die Noten von Kollegen zu verändern, wie im Eingangsbeitrag beschrieben zu ändern ist noch mal eine andere Hausnummer, wie Bolzbold schreibt.
Edit: Was ich auch schon mal erlebt habe ist, dass meine Mathenote schlecht war, so dass der Schüler sitzengeblieben wäre, da kein Ausgleich vorhanden. Da hat einfach die Deutschkollegin ihre Note deutlich angehoben, so dass dann plötzlich ein Ausgleich da war.