Ich bin tatsächlich erstaunt, dass die Methode bei euch so negativ gesehen wird.
Ich habe sie bisher - ich glaube - 3x in der 7. Klasse in Englisch und Spanisch angewendet. Mein Spanischkurs ist eher schwach; auch deshalb sind viele der Kinder ziemlich nervös. Von 2en weiß ich, dass sie in Richtung Prüfungsangst tendieren.
Das Notenbild hat sich zumindest meiner Erfahrung nach nicht wesentlich verändert - weder in die eine noch in die andere Richtung. In den 3-4 Minuten, die zum Austausch gegeben sind, haben die SuS' auch nicht die Zeit, einzelne Lösungen zu besprechen. Und selbst wenn, dann bleibt es auf einzelne Aufgaben bezogen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass während des gemeinsamen Austausches nur geredet aber nichts notiert werden darf. Ich war vorher die Arbeit und die Aufgaben nur per Beamer durchgegangen, sie hatten also die eigentliche Arbeit noch nicht vorliegen.
Ich hatte auch keine festen Partner zugeordnet, sondern freie Wahl gelassen. Dadurch fiel der mögliche Nachteil der festen Partner weg, allerdings wurde es ziemlich chaotisch, weil alle natürlich sofort anfingen rumzuwuseln. Aber gerade daraus können sie natürlich lernen, sich beim nächsten Mal besser zu organisieren.
Von den Kindern habe ich positive Rückmeldungen bekommen, gerade was ihre Nervosität betrifft. Ich werde bestimmt noch hier und da mein Vorgehen etwas ändern aber im Großen und Ganzen werde ich die Methode beibehalten, zumindest, wenn ich es in einer bestimmten Lerngruppe für förderlich halte.