Beiträge von Justus Jonas

    Zitat

    Soweit die heutige (aus dem Ärmel geschüttelte) Stunde.

    Mensch, Wolkenstein,
    Respekt! Du bist ja gemeinsam mit den Kids direkt an die Wurzeln des Übels vorgestoßen, nicht zuletzt beeindruckt mich auch das Vertrauensverhältnis, das die Kids zu dir damit zeigen. Ich finde, du kannst dir mit dieser Improvisation was einbilden auf deine Fähigkeiten den Job zu machen.

    Das wollte ich vor allem loswerden - Ich selbst habe keine Ahnung von Streitschlichterprogrammen, sie sind bei uns eingeschlafen... Meine Überlegungen:
    - Sanktionskatalog: SchülerInnen neigen zu verdammt harten und drakonischen Strafen, da wirst du evtl. bremsen müssen. Mit einer 6 hab ich mal - auch nur aufgrund eigener Überlegungen - eine "Strafleiter" entwickelt, wobei ich selbst auch einige konstruktive Strafen eingebaut habe: Klasse ausfegen, Kreide holen (das war aber Mist, weil einige gern mal den Unterricht verlassen wollten), einen Vortrag zu einem U'Thema halten...
    - Kommst du irgendwie an das Lion's Quest Material ran? Da stehen in dieser Richtung gute Ideen und Übungen drin unter dem Motto "Du musst nicht meine Kerze ausblasen damit deine brennt" usw.

    Im übrigen finde ich deine Vorgehensweise super - bist du eigentlich Klassenlehrerin dieser Gruppe? Sonst kannst du dir da ja - wenn der / die Betreffende brauchbar ist - noch Erfahrung ins Boot holen.
    Gruß,
    JJ
    8)

    Hi Ho!
    Neben einem brauchbaren Drucker - ich hab ein 99-Euro-Ding, das reicht - halte ich einen Scanner ebenfalls für umverzichtbar... Rinja hat die Vorteile ja schon gesagt, ich möchte noch anfügen, dass sich ein gewisses digitales Archiv an Texten und Bildern mit der Zeit auszahlt, und ohne Scanner wird es damit nichts.
    Gruß,
    JJ

    Hi!
    Ich finde, man kann problem,os auch so auskommen. Obwohl wir nicht mal eine Lehrerbücherei haben (Kartons im Keller...) bin ich mit öffentlicher Büchereí und ebay im Ref gut ausgekommen und habe nur das Nötigste gekauft... vielleicht für 200 bis 300 Euro in den zwei Jahren. Ich kenne allerdings auch Leute, die sich für über 1000 Euro Bücher bereits im ersten Jahr gekauft haben, aber unterm Strich hat es ihnen nicht geholfen. Gerade ständig aktuelle Schulbücher neu zu kaufen ist, wenn man die Dinger nicht im Unterricht einführt, nicht lonend, sondern fast nur teuer.
    Gruß,
    JJ

    Zitat

    Ich musste für's Ref zum Amtsarzt!

    Hehehe, naja Herr Koch ist ja auch ein scharfer Hund, hier in NRW muss man bloß was unterschreiben... dafür schauen sie aber bei der Verbeamtung dann ziemlich genau hin, jedenfalls hier in der Ecke!
    Gruß,
    JJ

    Hi Ho,
    mal der Reihe nach:
    1. & 2.: Schulverteilung und Seminarverteilung sind getrennt organisiert - du bekommst erstmal ein Seminar zugewiesen bzw. darfst dir auch was wünschen, wobei die beliebten Orte gleich den beliebten Seminaren sind (z. B. Köln, Bonn, Münster...). Die das Procedere der Schulverteilung ist auf Seminarebene organisiert und damit unterschiedlich - hier in Neuss kann man beispielsweise nur eine Orts- aber keine Schulwunsch angeben. Evtl. kann dir eine persönliche Anforderung durch einen Schulleiter weiterhelfen, aber das ist auch keine Garantie.
    3. Unterlagen: SteX I, Abi, das war's glaub ich. Von den Bezirksregierungen geibt es entsprechende Formblätter und Formulare, die musst du ausfüllen. Ein Gesundheitszeignis brauchst du nicht.
    4. ---
    5. Ich bin in Neuss zufrieden. Das hängt aber an den FachleiterInnen und den Ref-KollegInnen und natürlich vor allem an einem selber und ist weniger generell auf das Seminar zu übertragen.

    ... so long, ich hoffe das hilft dir erstmal!
    Grüße,
    JJ

    Moin good old Wolkenstein,
    ich fand das Dilemma auch immer schwer zu lösen. Allerdings heißt Meinungsbildung und diskutierne lassen ja nicht, dass die fajten beliebig werden - Orientierungswissen ist Grundlage für das eigene begründete Sachurteil bzw. Werturteil, beides lässt sich nur in Zielkorridoren planen, aber nicht festlegen, denke ich.

    Schülerzentrierung geht gut, indem man die moderation abgibt. Ich hab das in mehreren UB's gemacht und auch noch in der UPP. Gut klappt das bei Karikaturen, z. B.: Karikaturen auf verschiedenen Textgrundlagen zu einem Thema erstellen (-> Multiperspektivische Analyse). Je besser und genauer das Textverständnis, desto mehr Details und desto durchdachter die Karikatur. In der GA kommt mit der Erstellung der Kariaktur ein kreativer Anteil ins Spiel. Am Schluss selbstständige Auswertung der Karikaturen durch die SuS (-> Interpretation von Karikaturen vorher üben), wobei die "Hersteller" selbst moderieren. Je besser sie gearbeitet haben, desto eher kommen die Betrachter auf die Botschaft und den Sinn. Danach jeweils kurze Zusammenfassung der Textgrundlage.... ich mache nur die Methodenreflexion oder eine sachliche Vertiefung. Das habe ich bisher sowohl in Geschi als auch Latein gemacht und in den betreffenden Stunden kaum noch ein Wort sagen müssen. Man muss seine Schüler aber darauf trainieren. ..

    Meintest du sowas?!
    Grüße und sei mal ganz dolle gedrückt... Weihnachten (=Ferien!) kommt bestimmt!
    JJ

    Ohje,
    da sprichst du etwas an, das mir auch ganz ordentlich Sorgen macht, Hermine... wenn nicht gerade Ferien sind, bewege ich mich in ziemlich niederen geistigen Sphären, und sofort, wenn der Stress weg ist, erwacht das alte Interesse für Kunst, Literatur, überhaupt ein tiefergehendes Interesse an der Welt und nicht nur Konsum und bunte Pseudokultur. Ich krieg's aber bisher nicht anders hin und möchte mich auch zu nichts zwingen, in der Freizeit... aber langfristig sehe ich das als ernsthafte Gefahr - es wird mir irgendwann an Anregungen und Impulsen fehlen!?!
    Grüße,
    JJ

    Simpel aber affektiv - ich schleppe jetzt auch mal einen Post-it-Pack mit, guter Tipp... zu Noten: ich versuche es gerade damit, mir einmal die Woche Notizen zu machen, im Hinblick auf die Zeit mit voller Stelle, da es mir sonst auch über den Kopf wachsen wird... bin aber noch unentschieden, was besser ist.
    Grüße,
    JJ

    Hi Ho,
    ich habe mir aus Literatur, eigenen Überlegungen, Seminar etc. mal ein paar Tipps für meine Elternsprechtage notiert... keine Patentlösungen!
    - Eltern zunächst einmal reden lassen, manche haben ein Redebedürfnis, so dass du in Ruhe den (intellektuellen) Horizont erkennen und dich sprachlich anpassen kannst. Das klingt arrogant, ist aber wichtig, um nicht als Eltern-LehrerIn rüberzukommen.
    - Eltern ernst nehmen, aktives Zuhören!
    - Bei Problemen signalisieren, dass du bereit bist, an dem Problem mit zu arbeiten nach dem Motto: "Ihr Kind steht auf 5" oder "... ist unruhig - Was können wir gemeinsam tun, um dieses Problem anzugehen". Die Eltern sollten auch ermutigt werden, Interesse an ihrem Kind aktiv zu zeigen ("Was habt ihr heute in der Schule gemacht?" und auch unwillige Kommentare wie "Weiß nicht" oder "Wie immer" auch reagieren: "Nach 6 Stunden Schule solltest du einiges zu erzählen haben, wenn du aufgepasst hast")
    - Kompetenz nicht in Frage stellen lassen, nicht diskutieren, auch nicht den Unterrichtsstil... deine Professionalität steht völlig außer Frage.
    - Wenn SchülerInnen dabei sind und es sich um Disziplinprobleme handelt: live und direkt einen Vertrag oder ähnliches abschließen (kleine Ziele) - "Du quatschst weniger und meldest dich mindestens einmal pro Stunde freiwillig!". Die Kids stehen ja unter dem Eindruck der Situation und da hat man gute Karten, weil sie gutwillig sind und das Problem meist selber sehen. Bei solchen Vereinbarungen ist wichtig, einen Termin auszumachen: "Heute in zwei / drei Wochen sprechen wir noch einmal miteinander und schauen, was sich geändert hat". Das kann man mit Schülern oder auch Eltern so abmachen. Das wirkt verbindlicher als sich einfach nur vorzunehmen, dass irgendetwas anders werden muss. Auf so eine Vereinbarung kann man ja im Unterricht auch rekurrieren.
    - Die Eltern auffordern: Sie sollen auch Vorschläge machen, was zu tun sei. Das kann sich natürlich nicht (nur) auf deine Unterrichtspraxis beziehen. Wer sowieso schon daran herummäkelt, bekommt dieses Angebot natürlich nicht, aber den bemühten Eltern verdeutlicht es das Problem.

    Wenn einem die Eltern natürlich nicht gut wollen und nur ein Frustventil suchen, hat man natürlich schlechte Karten von Anfang an... ist mir aber erst einmal passiert.
    Grüße,
    JJ

    ...dito, so wie bei allen anderen lief's bei mir auch! Ich habe an diesem Tag schon nach den ersten Leuten von meiner Schule Ausschau gehalten (und nur eine getroffen, die war sehr reserviert). Quatsche unbedingt drauf los, da alle etwas angespannt sind und sich drüber freuen, erste Kontakte zu knüpfen. Ich habe damals gleich nach der Vereidigung und dem formalen Kram ein paar Pils mit ein paar anderen Leutchen getrunken, das war ein guter Start!
    Gruß,
    JJ

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