Beiträge von SwinginPhone

    Ingeborch-Bachmann-Preis-Gewinner und Ehemann von Marianna Leky Tilman Rammstedt hat vor ein paar Jahren auf Einladung eines Verlages (Hanser?) einen Fortsetzungsroman in Form eines Blogs geschrieben. Zahlende User konnten jeden Tag ein Kapitel lesen und, wenn ich mich richtig erinnere, in den Kommentaren Vorschläge machen, wie es weiter geht. Er hat die dann wohl auch in die weitere Handlung eingebaut.

    Ergebnis war der völlig absurde aber extrem komische Roman "Morgen mehr".

    Das geht zwar mehr in die Richtung „Kollektives Schreiben“, das interessiert mich aber auch.

    Hallo,

    zwischendurch etwas ganz anderes: Ich suche konkrete Vorgänge, bei denen das Schreibwerkzeug den Schreibprozess beeinflusst (hat). Wie zum Beispiel, dass sich Johannes M. Simmel 20 Triumph Gabriele auf Lager gelegt hat oder Jack Kerouac Endlospapier genutzt hat. Dazu kann aber auch gehören, dass man bei Aufzählungen auf das Leerzeichen nach dem Spiegelstrich verzichtet, weil sonst das Programm die Listenfunktion starten würde.

    Kennt Ihr Autoren oder Autorinnen, bei denen das Papier, der Stift, das Textprogramm das Ergebnis beeinflusst hat?

    Wir geben zu Beginn jedes Halbjahrs an, wie viele Klassenarbeiten und Klausuren wir schreiben und ob wir eine Klassenleitung haben. Das wird dann über ein Punktesystem verrechnet. Wenn man über eine gewisse Punktzahl kommt, erhält man eine Entlastungsstunde, ansonsten keine.

    Diese Berechnung wird für alle sichtbar im Lehrerzimmer ausgehängt.

    Ich verstehe das auch nicht so richtig.

    Es ist doch klar, wie die Abitur-Klausuren aussehen werden (von Ausnahmen wie dem „Tetraeder des Grauens“ mal abgesehen). Da kann ich doch nicht als Lehrkraft ein Tempo ansetzen, dass man am Ende der Q2 auf dem Stand wie am Ende der Q1 ist.

    Ich ärgere mich im Physik-Grundkurs auch immer darüber, dass ich in Windeseile diese riesige Stofffülle abarbeiten muss, aber ich kann ja schlecht einfach einen Teil weglassen.

    Das waren Diplom-Physiker, -Chemiker und -Mathematiker oder Musikwissenschaftler aus "der freien Wirtschaft", die lange im Beruf waren (man musste mindestens zwei Jahre Berufstätigkeit nach dem Diplom bzw. Master nachweisen) und noch nie vor einer Klasse standen. Und die wurden nach drei lustigen Intensiv-Tagen in bis zu 21 Stunden eigenständigen Unterricht von Klasse 5 bis 13 gesteckt. Und abgesehen von wenigen Naturtalenten gab es natürlich Beschwerden von SuS und Eltern und schlechte Klassenarbeits- bzw. Klausurergebnisse.

    Anstatt dann aber diesen Menschen nach zwei oder drei Monaten zu sagen, dass sie für einen Einstieg in den Lehrberuf unter diesen Umständen nicht geeignet sind, wurden sie zwei Jahre zum Lückenfüllen genutzt, um dann eben ohne Prüfungszulassung wieder entlassen zu werden.

    Problem für den HNO, nichts Gefährliches, aber Lästiges.

    Anruf: „Wann können Sie hier sein?“ „Jetzt? In 20 Minuten.“ „Alles klar.“

    An der Rezeption ist eine Patientin vor mir. „Nehmen Sie bitte noch im Wartezimmer Platz!“ Dann bin ich an der Reihe. „Herr SwinginPhone, das hier ist unsere neue Nummer, falls mal etwas Dringendes sein sollte“ und drückt mir eine Visitenkarte in die Hand. „Nehmen Sie bitte noch kurz dort Platz.“ Ich setze mich in den kleinen Raum; ein Stuhl, ein kleiner Tisch, auf den gut ein Kaffeevollautomat passen würde ...

    Nach wenigen Minuten werde ich von einer anderen Mitarbeiterin in das Behandlungszimmer geführt. Nachdem ich mich gesetzt habe, fragt sie mich, ob ich schon die neue Nummer hätte, falls mal etwas Dringendes sei. Ich bejahe. Nach weiteren wenigen Minuten kommt der Arzt, untersucht mich kurz, meint, dass das keine große Sache sei und wir einen kleinen OP-Termin machen. Die Mitarbeiterin würde sich kümmern. Der Arzt verschwindet, eine weitere Mitarbeiterin kommt zu mir. „Herr SwinginPhone, bitte in den OP.“ Ich folge ihr etwas irritiert und nehme im nächsten Behandlungsstuhl Platz. Der Arzt kommt wieder, malträtiert meine Nasenschleimhaut mit allerlei Gerät und schickt mich mit viel Zellstoff im Gesicht nach Hause. Als mich die letzte Mitarbeiterin verabschiedet, fragt sie mich, ob ich denn schon die neue Nummer …

    Wobei wir hier lediglich Zugriff auf die letzten 3 Jahre haben. Klar ist gut, aber mehr wäre noch besser

    Wir sammeln alle Klausuren immer auf einem Rechner im Oberstufenbüro für alle Fächer. Frag mal Euren Oberstufenkoordinator.

    Hast Du Dir bislang nie die Aufgaben in der Standardsicherung heruntergeladen?

    Oh, da musst du mir gerade mal bitte auf die Sprünge helfen bei der Begrifflichkeit Herbstabitur? Wie komme ich da dran?

    Herbstabitur gibt's nur an den WBKs, da kommen wir mit unseren Gymnasialzugängen leider nicht mal eben dran. Aber auch da sollten sich Wege finden.

    Mir gelingt meist auch nur, das Weihnachtsset (zuletzt die Almhütte) aufzubauen. Diverse Modulars liegen hier noch unberührt herum ... Aber das rote Flugzeug (30669) ging auch zwischendurch!

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