Beiträge von SwinginPhone

    Nein. Ich schrieb ich mache bestimmte Dinge so, wie es mir gefällt. Ich weiss, dass es auch im professionellen Schriftsatz Variationen gibt und finde meine Entscheidung daher voll OK zumal ich gar nicht professionellen Schriftsatz betreibe.

    Es sollten aber gewisse Mindestanforderungen eingehalten werden (was Du wahrscheinlich tust).
    Es gibt genügend Personalabteilungen, die Bewerbungen in Comic Sans (zurecht) sofort ablehnen, ohne den Inhalt zu betrachten.
    Da könnten die SuS ja berechtigterweise fragen, warum das, was sie über Jahre von ihren Lehrpersonen vorgesetzt bekamen, plötzlich nicht mehr korrekt sein soll...

    Kann Word denn mittlerweile absatzweise umbrechen?

    Es gibt viele Möglichkeiten, den Absatzumbruch zu kontrollieren. Bei Problemfällen muss man weiterhin händisch eingreifen, aber das muss man bei Indesign, Tex und allen anderen auch.

    Zitat

    Habe ich da Lust zu? Und bekomme ich das als unbedarfter Nutzer hin?

    Es gibt ja viele Zwischenstufen vom unbedarften Benutzer (der Word als Schreibmaschine benutzt) bis zum Experten.
    Man kann schnell eine Formatvorlage basteln, die alle Anforderungen an einen guten Schriftsatz erfüllt. Man muss sich halt einmal etwas (ein, zwei Stunden) damit auseinandersetzen und hat dann Ruhe.

    Zitat

    Und wie lange entwickeln die jetzt schin an den programmen 'rum. Und warum klappen sooche Kleinigkeiten nicht, wenn aber für lauter andere Funktionen genug Entwicklungszeit war? Nö, überzeugt mich nicht.

    Das hat ja nichts mit Programmentwicklung zu tun. Das Problem sind nicht die Programmierer sondern die, die das Programm für den Benutzer vorbereiten (und die haben von vielen Dingen wirklich keine Ahnung). Alle von mir aufgeführten Dinge könnten ohne weitere Arbeit korrigiert werden. Man müsste es nur machen...

    Die Programme können ja was. Wenn man die Voreinstellungen entsprechend anpasst, kann man damit sehr gut arbeiten. Man darf nur nicht glauben, dass alles, was dort voreingestellt ist, richtig ist.

    (Weitere Beispiele: „50ziger“ wird nicht als falsch markiert, „1.)“ wird als Nummerierungsmuster vorgeschlagen, Unterstreichungen werden als normale Hervorhebung vorgeschlagen usw.)

    Wollsocken:

    Mein Anmerkung bezog sich hierauf:

    Ich habe keine gestalterische Ausbildung, insbesondere bin ich kein gelernter Schriftsetzer. Trotzdem weiß ich, dass es Regeln für den Schriftsatz gibt. Ich kann mich sehr gut auf Fachleute verlassen, weil ich zumindest verstanden habe, dass Lesbarkeit das Grundprinzip ist, dem alle Regeln folgen. So kann ich sie gut nachvollziehen.

    Ich wollte sagen, dass die Voreinstellungen in den meisten Textverarbeitungsprogrammen eben auch nicht von Fachleuten getroffen wurden.

    Cambria (math) ist mittlerweile im Formeleditor von Word voreingestellt.

    Edit: Ein kleiner Editier-Wettlauf... Mit dem Rest hast Du natürlich recht.

    Nur kurz: Das, was in Word als Voreinstellung zu finden ist, widerspricht in vielen Dingen den Gepflogenheiten des Schriftsatzes. Darauf kann man sich nicht verlassen. Cambria ist zwar in vielen Details besser als Times New Roman, läuft aber doch sehr eng und „unterschneidet“ schlecht.
    Ebenso ist Computer modern nicht besonders lesefreundlich.

    Naja, in der Praxis weichen die mündlichen Noten tatsächlich oft nur in geringem Maße von den schriftlichen Noten ab.

    Leben wir in unterschiedlichen Praxen?

    Ich habe immer wieder SuS, die Klausuren im sehr guten Bereich schreiben und in der sonstigen Mitarbeit nichts bringen und auch auf Nachfrage keine guten Beiträge liefern.
    Aber es gibt auch solche, die sämtliche sonstigen Mitarbeitsbereiche bestens bedienen, in den Klausuren aber versagen.

    Hatte hier nicht jemand geäußert, dass Physik zum Laberfach verkommen würde?
    Die zentralen NRW-Klausuren sind schon lange so, dass vieles beschrieben, erklärt, erläutert und bewertet werden muss. Das geht schlecht mit der Formelsammlung.

    PS: Ich habe von der 5 bis zur Q2 immer bestimmt ein Viertel unter den Arbeiten, die mindestens eine ganze Note schlechter sind, weil die Aufgabenstellung nicht richtig gelesen wurde.

    Ich kenne Worksheetcrafter nur von den Demoseiten, die halt aus der Grundschule stammen. Und wenn ich die Werkzeuge links betrachte, werden da vor allem Aufgabentypen angeboten, die ich in der Sek1 sehr selten und in der Sek2 überhaupt nicht benötige.
    Gibt es da noch weitere Werkzeuge, die in den Demos nicht auftauchen? Kann man komplexere Formeln (Bruch unter der Wurzel usw.) setzen. Habe ich die Möglichkeit, auf sämtliche Zeichen (Operatoren, griechisches Alphabet) in verschiedenen Stilen (fett, kursiv) zuzugreifen?

    Seit achteinhalb Jahren bin ich im Schuldienst und wurde ein einziges Mal angerufen: von einer Schülerin, die sich melden sollte wegen eines Praktikumsbesuchs. Ich fragte sie etwas erstaunt, woher sie meine Nummer hätte und sie antwortete etwas verdutzt "aus dem Telefonbuch"...
    Ich glaube, die steht da immer noch drin...

    Bei Mathe gibt es eine Besprechung und bei Englisch einen ausführlichen Feedback-Bogen zur individuellen Arbeit. Hat sich noch kein Schüler beschwert.

    In Mathe müsstest Du nichts mehr besprechen und in Englisch müsstest Du keinen ausführlichen Feedbackbogen mehr erstellen.

    Susannea: Da liegt der Unterschied wohl in der Schulform begründet.

    Es gibt ja nicht nur die Aneinanderreihung von Buchstaben. Was ist mit Skizzen, die beschriftet werden sollen? Formeln, die umgestellt werden müssen? Diagramme? Schematische Darstellungen? Typografische Besonderheiten wie Hoch- und Tiefstellung oder Sonderzeichen? Notenschrift?
    All das lässt sich meist nur mit bestimmten Programmen darstellen und nicht mal eben im Standard-Editor. Gut, es geht mit Stifteingabe auf dem Touchscreen, aber dazu muss man es genauso können wie auf dem Papier.

    Bestenfalls kann ich in den Fragen ein psychologisches Moment erkennen, das im Rahmen einer Werbekampagne einen Sinn hätte; welches rein gefühlsbedingte "Image" hat das Konzept eines interaktives Schulbuches und wie lässt sich dieses Image von der Firma Macromedia werbestrategisch so verändern, dass das Produkt marktfähig wird.

    So empfinde ich das auch. Dieser Umfragetyp ist schon üblich, ich kenne ihn aber auch nur aus „kommerziellen“ Zusammenhängen. Stellen Sie sich vor, dieser Drogeriemarkt, dieses Telefon, diese Gemüsebrühe, ... ist eine Person.

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