Beiträge von marie74

    Unsere Politiker machen uns allen was vor und gehen mittlerweile auf absoluten Dummfang. Für das Retten von Banken sind Milliarden übrig und für die Anschaffung von Waffen für die Bundeswehr auch.
    In meinen Ort mit 1.500 Einwohner werden im Januar ca. 50 Flüchtlinge einquartiert. Und schon jetzt bin ich über den Ortschaftsbürgermeister angesprochen wurden: ob ich nicht für Englisch und Französisch als Übersetzerin zur Verfügung stehen könnte und ob ich nicht bereit wäre, ehrenamtlich Deutschunterricht zu geben.
    Es gibt keine finanzielle Unterstützung von Seiten der Gemeinde, des Landkreises oder des Bundeslandes.
    Natürlich werde ich den Flüchtlingen helfen, so weit es in meiner Macht steht, aber ich habe auch keine Lust, mich vom Staat ausbeuten zu lassen.

    Oder jeder kriegt einen Pappteller aufgeklebt auf den Rücken, und alle schreiben sich gegenseitig etwas darauf.

    Das habe ich schon öfters gemacht und das klappte jedes Mal super. Vor allem, weil da die Anonymität des Schreibers gewahrt bleibt. Wichtig war jedoch jedes Mal, dass man die SuS auf das Thema gut vorbereitet. Besonders gut gelungen war das immer, zum Abschluss eines Schuljahres.

    Als Diplom-Chemiker fehlt dir die komplette pädagogische Ausbildung.

    Weitere Beschwerden über die diese Zugangsvorraussetzungen bitte in Zukunft an dein zuständiges Kultusministerium.

    Vielleicht wirst du als Sek I Lehrer mal später ans Gym für die Sek I abgeordnet. Aber das ist unwahrscheinlich.

    Studiere auf Gymnasiallehrer nach und mache die entsprechenden Scheine, inklusive ein zweites Unterrichtsfach, und dann kannst du dich bewerben und bist auf der sicheren Seite, dass du später nach dem Ref auch A 13 bekommst.

    Grund: Die Schulen stehen untereinander im Kampf um die Schülerzahlen, damit keine Schule sich verkleinern muss. Das wird seit ca. 5 Jahren massiv auf unserem Rücken ausgetragen.

    Das kenne ich sehr wohl. Das ist hier nicht viel anders. Wenn die SL "Angst" vor den Konsequenzen hat, dann versuche selbst, deinen "pädagogischen" Spielraum auszunutzen. Ein Schulausschluss passiert sowieso nicht so schnell, deswegen solltest du alle Erziehungsmittel ergreifen und dann zu den Ordnungsmassnahmen übergehen. Halte die Vorgabe ein: Ermahnungen (die du in deinem "Tagebuch" protokollierst, persönliche Gespräche, Tadel, zusätzliche Aufgaben, Nacharbeiten, aus dem Unterricht verweisen,......). Dazu brauchst du erst mal nicht das "Einverständnis" der SL oder des KL.

    Ich bin bewusst auf 80% gegangen, damit ich mehr Zeit für meine Familie und für mich habe. Natürlich verdiene ich jetzt auch nur 80%, aber das ist immer noch mehr als der Durchschnittsverdienst hier in der Gegend. Nächstes Jahr wird auf kostenspielige Auslandsurlaube verzichtet.

    Und ich bin sehr froh, nur noch 80% zu arbeiten.Seitdem fühle ich mich entspannter und wesentlich weniger gestresst!

    Bei mir haben sich vorige 2 Eltern beschwert, da ich die 5. Klasse 10min zu spät habe gehen lassen und einige dann 45min auf den nächsten Bus warten mussten. (Bei uns klingelt es nach der 7. Stunde nicht.) Am nächsten Tag habe ich den Schülern erklärt, dass meine Armbanduhr kaputt gegangen war und dass sie doch mal ihre Eltern fragen sollten, ob jemand eine Wanduhr sponsert. Der Schulträger stellt schliesslich keine zur Verfügung.

    Vor 5 Jahren hätte ich als Klassenlehrerin auch noch selbst eine Wanduhr angeschleppt, aber mittlerweile habe ich ein dickes Fell und sehe nicht mehr ein, dass alles zu besorgen. Ausschlaggebend war aber auch, dass das Finanzamt viele meine Arbeitsmittel nicht mehr voll angerechnet hatte.

    Bis heute hat keiner eine Wanduhr mitgebracht, obwohl alle Schüler sich ins HA-Heft "Wanduhr sponsoren?" eintragen haben.

    Es stimmt, dass Schüler auch mit zunehmenden Alter sehr auf den Kleidungsstil achten.

    Und ich persönlich finde es auch unpassend als Punker mit Löcher-Jens und Jesuslatschen in den Unterricht zu gehen. Aber das sollte man dem Lehrer schon als Referendar klar machen. Und bisher habe ich auch noch sie so einen Extremfall in einer Schule gesehen.

    Problematischer finde ich ältere Herren/Kollegen, die immer nur Jeans tragen und jeden Tag fast immer den gleichen, ausgewaschenen Pullover über den Jeans tragen. Und sogar im Sommer noch Socken in den Sandalen. So sehen oft "ältere Opas" aus. Stoffhose und Hemd wären auch hier angemessen gewesen.

    Interessant war auch immer, dass jedes Jahr an meinem ehemaligen beruflichen Gymnasium die Abiturienten am letzten Schultag im Rahmen ihres "Spassprogramms" die Lehrerin mit dem besten Kleidungsstil wählten und manchmal auch den Lehrer/Lehrerin mit der besten Frisur. Hier sieht man, wie sehr SuS dann doch auf den Kleidungsstil achten.

    Schliesslich habe wir als Lehrer einen Erziehungsauftrag und dazu gehört auch, dass man in Fragen Kleidung und Mode eine Vorbildwirkung hat. Jedoch sollte jeder Lehrer und jede Lehrerin ihren eigenen Kleidungsstil finden, der zum Typ passt.

    Wenn du das Gefühl hast, dass der SL das alles egal ist und du keine Unterstützung erhältst, dann würde ich mich mal an den Personalrat wenden.

    Darüberhinaus würde ich trotzdem die Erziehungs-und Ordnungsmassnahmen anwenden. Dafür gibt es ja in jedem BL Richtlinien. Wie wäre es, wenn du anfängst, ein "Tagebuch" zu führen, was in deinem Unterricht passiert (genaues Datum, Uhrzeit und Worte aufschreiben).
    Nach mehreren mündlichen Ermahnungen würde ich einen schriftlichen Tadel erteilen (wieder unbedingt Datum, Uhrzeit und exakte Worte aufschreiben). Den würde ich dann mal der SL zur Info vorlegen oder gar von der Sekretärin mit Schulbriefkopf schreiben lassen.
    Mal sehen, wie deine SL darauf reagiert! Die SL kann es dir ja nicht verweigern, dass du einen Tadel gibst. Das gehört noch zu den Erziehungsmassnahmen und da hast du die "pädagogische Freiheit" zu entscheiden.

    Ansonsten kenne ich das auch noch von meiner ehemaligen Zeit an der Berufsschule, dass vereinzelt Klassen und Schüler einen katastrophalen Umgangston untereinander und mir als Lehrerin gegenüber hatten. Viele waren Handwerker (Bauberufe oder Metallberufe), die auf Baustellen arbeiten und den Umgangston von dort mitbringen. Aber wir hatten auch einen Fachlehrer, der den gleichen Umgangston mit den Schülern pflegte und sogar im Unterricht "dreckige Witze" erzählte. Bei dem war es lustig, wenn der die Jungs mit "Blödmann", "Arschgesicht" oder ähnliches ansprach. Die nahmen das dem noch nicht mal übel. Die durften sogar die Bild-Zeitung lesen im Unterricht.

    Wenn ich dann als Frau Unterricht hatte und mir den Umgangston verbeten habe, dann war ich natürlich die dumme Zicke. Drei Fachlehrertadel hatte ich erteilt und es hatte sich tatsächlich ein bisschen gebessert. Zu Ordnungsmassnahmen ist es nicht mehr gekommen, denn da bin auch gegen eine Mauer bei dem Klassenlehrer gelaufen. Schliesslich muss der Klassenlehrer die Klassenkonferenzen einberufen. Was aber auch hilft, ist beim Ausbilder anzurufen und sich "zu beschweren". Und das kann ich auch auch Fachlehrer ohne es mit dem Klassenlehrer abzusprechen.

    Schwieriger war es bei schulischen Ausbildungen, wo viele Schüler nur ihre Zeit absitzen und keinen Bock haben. Wenn die im BVJ sind oder im BGJ. Viele sind "erziehungsresistent". Da braucht man aber dann wirklich ein "dickes Fell" und das muss man sich erst mal wachsen lassen!

    Warum gibt es eigentlich Nachteilsausgleich für Nicht-i-Kinder? Bei uns gibt es nur für "amtlich-attestierte" Kinder, also mit einem Schein durch den Schulpsychologen, offiziell Nachteilsausgleich. Sonst gibt es keinen. Das gilt für das Gymnasium, die Sekundarschule und für die Hauptschule. Nachteilsausgleich zu gewähren, ohne das ein "Attest" vorliegt, ist doch nur "Augen-Zudrückerei".

    Wer den Kurs unterrichtet und die Klausur schreibt, muss auch korrigieren. Schließlich bekommt man ja keine besondere Anrechnung für die Korrektur. Und wenn ich am Montag noch eine Klausur schreibe und in der nächsten Woche nicht mehr da bin, dann muss ich die Klausur korrigieren. Dies gehört zu den Pflichten des Lehrers in Bezug auf Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts.

    Persönlich würde ich die Klassenarbeiten/ Klausuren so weit wie möglich vor dem Mutterschutz schreiben.

    Auf keinen Fall würde ich noch Klassenarbeiten/ Klausuren korrigieren, die nach Beginn des Mutterschutzes geschrieben werden.

    Ich habe auch diese Erfahrungen gemacht, dass man an Hauptschüler nicht die gleichen Anforderungen in Bezug auf die Zusammenarbeit und die Kommunikation stellen kann, wie man es vielleicht an Gymnasialschüler stellt.


    Schließlich stellen wir ja ganz selbstverständlich in Mathe, Englisch und Deutsch (und alle weiteren Fächer) auch niedrigere Anforderungen.

    Hauptschüler muss man "anleiten" und d.h. für mich, dass ich der "Chef" in der Klasse bin. Zu viel Partizipation überfordert diese Schüler. Natürlich darf man sich Kritik auch mal anhören lassen und auch Lösungsmöglichkeiten gemeinsam suchen.

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