Beiträge von pepe

    Wir "müssen" eine Frühaufsicht 60 min vor Schulbeginn auf den Pausenhof stellen, weil da die ersten Schüler kommen - deren Eltern es mit ihnen nicht mehr aushalten. Dementsprechend benehmen diese sich. Wenn es mit der Zeit mehr Schüler werden, steigt das Aggressionspotential, so dass der Wechsel zur Vorviertelstunde ins Klazi und damit in kleinere Gruppen mit jeweils einer Lehrer-Aufsicht deeskalierend wirkt.

    Eure Situation ist sicher speziell. Klar muss man da mit anderen Aufsichtsregelungen reagieren. Aber das ist dann doch zusätzliche Dienstzeit (die andere Schulen nicht brauchen), und das noch unter erschwerten Bedingungen. Da sollte man über einen angemessenen zeitlichen Ausgleich nachdenken.

    Ganz ehrlich: Wer immer die Klappe hält, ist doch wohl ein Stück weit selber schuld, oder?!?

    :top: Ja, aber überwiegend ist es leider so. Sonst würde die Schulausstattung (Personal, Material, Räumlichkeiten...) sicher eine andere Qualität haben.

    Da diese Art der "Aufsicht" in vielen Grund- und Förderschulen praktiziert wird, gehe ich davon aus, dass sie durchaus rechtmäßig ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn es sich um eine unzulässige Anweisung handeln würde, noch keine Kollegin/kein Kollege in einer Schule, wo es diese "Vorviertelstunde" bzw. einen "offenen Anfang" gibt, dagegen protestiert hätte oder dagegen angegangen wäre.

    Es gibt so viel Unsinn, der von Lehrer*innen einfach so hingenommen wird, obwohl es rechtlich bestenfalls „auf sehr wackeligen Füßen“ steht. Lehrerkollegien stellen sich doch nicht gemeinsam gegen unverhältnismäßige oder unrechtmäßige Anordnungen von „oben“. Wo kämen wir denn da hin!? Und wenn es einzelne Lehrkräfte machen, könnte es für diejenigen ja Stress geben… Also lieber den Mund halten.

    Der sogenannte Offene Anfang kann zum pädagogischen Konzept der Schule gehören. Dann ist das durch Lehrer- und Schulkonferenz beschlossen und - m. E. - verpflichtend für alle Kolleg*innen.

    Ich kenne es nur als freiwilliges Angebot der Klassenleitungen, wie ich oben schon schrieb. Einen einsamen Beschluss der Schulleitung („Ich will das aber so!“) sollte ein Kollegium nicht einfach so hinnehmen.

    Insbesondere hat die Lehrkraft spätestens von Beginn des Unterrichts an im Unterrichtsraum anwesend zu sein

    Klingt vernünftig...

    Die durch die Schule zu besorgende Aufsichtspflicht erstreckt sich auch auf einen angemessenen Zeitraum vor Unterrichtsbeginn

    Frühaufsicht auf dem Schulhof ist bei uns 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn. 2 Kolleg*innen im Aufsichtsplan reichen, und nicht 13 Lehrkräfte in den Klassenräumen.

    Ganz spät, der letzte Tag:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Blitz

    Den Offenen Anfang machen einige Kolleginnen bei uns freiwillig, weil sie das für pädagogisch wertvoll halten. Wir müssen das nicht machen, das war auch an meinen beiden anderen Schulen so. Ich halte es für wichtiger, dass die Kinder pünktlich ankommen, mit der Zeit die Uhr lesen können und wissen, wann sie zu spät unterwegs sind. Eine "Vorviertelstunde" (neuer Begriff für mich) kommt doch auf's selbe raus wie offener Anfang.

    Da muss jedes Kind die Möglichkeit zum offenen Arbeiten haben, auch das, das erst Punkt 8 eintrudelt.

    Punkt 8, tja, wäre schön. Ich sehe mehr unpünktliche Kinder bei nicht genau festgelegten Öffnungszeiten der Klassen. Nach dem Motto: Ist ja egal, wann ich komme. Liegt aber vielleicht auch an unserem Einzugsgebiet. Ich treffe mich mit meiner Klasse um 7:55 Uhr auf dem Schulhof, um 8:00 Uhr sind spätestens alle im Klassenraum. In der Zeit davor sitze ich entweder kaffeetrinkend im Lehrerzimmer, reihe mich in die Schlange am Kopierer ein oder krame ungestört im Klassenraum...

    Ausnahmen gibt es bei Schietwetter. Wenn's schüttet und stürmt, öffne ich auch meine "Schulstube" früher für die lieben Kleinen. Sonst sehe ich wirklich keinen Grund dafür.

    @Humblebee Mit der Auffassung würde aber ein recht großer Bereich von Satire, Karikatur, Comedy, Kabarett usw. Probleme bekommen, und damit hätte ich Probleme... "Spitznamen" sind oft Überzeichnungen von Eigenschaften, genau wie eben in Zeichnungen oder Parodien auf der Bühne. kennst du noch "Spitting Image" aus England? Oder "Loki und Smoky" in den Mitternachtsspitzen? Ist das auch nicht "dein Ding"?

Werbung